Wie wäre der perfekte HW Sequencer? (bitte "vorab" beachten)

Dieses Thema im Forum "Hardware Sequencer" wurde erstellt von V, 15. August 2016.

  1. Ich finde den Octatrack sequencer schon cool, würde mir aber wünschen das man Patter pro Track umschalten könnte, und mir fehlt eine Volume Automation , also unabhängig Steuerbare CC die nicht mit dem Pattern mitlaufen, sondern linear sind. Es müsste also eine Macro Ebene geben, die ich aufnehmen, und abfeuern könnte.

    Der Medusa Sequencer ist bisher noch nicht genannt worden, den Finde ich auch recht cool /intuitiv gemacht.

    Mein Optimum wäre also: Novation Circuit für Music Theorie + Generative Sequencen + Drum Sequencer mit Trigger und Repeat Random Trigger + Overlay clips zum Steuern von CC um längere Evolvierende Sachen zu steuern /aufzunehem, und das ganze am besten noch leicht editierbar und ex und importierbar als Midi Datei. Ich denke wenn man etwas in HW macht, ist vorallem das nachträgliche Editieren ein Problem. (Oder man Zeichnet einfach nochmal auf.)

    Die Force ist ja an sich schon vielversprechend, wenn das noch Timing stabil wird und einen Arranger bekommt - wird das Teil noch echt cool. (Wobei Akai da echt noch einiges liefern müsste mit Probability Triggern z.b.)
     
  2. @microbug naja man könnte doch den QY einfach bei der DAW ans MIDI hängen und den Kanälen keine Sounds zuweisen. aber das macht ja keinen Sinn, da braucht man den ja erst gar nicht einschalten. wenn man allerdings auf die Sounds zugreifen will und das Teil hängt eingeschaltet im MIDI, dann kann man ja im Sequenzer der DAW die Noten hinterlegen und der QY spielt sie.

    Mir gehts dabei wirklich primär um die Sounds auf dem QY und was, mit Ausnahme vom großen Display, den QY700 nun so herausragend macht? Doch sicherlich die Möglichkeit die Sounds zu editieren? Hab neulich ein Youtube Clip gesehen, wo auf dem QY700 auch so Filter und Hüllkurven automatisiert waren. Das ginge dann auf dem 300er nicht. Sind die internen Sounds alle die selben?

    Ich frage deshalb, weil ich den kleinen QY10 habe. Der ist süß, aber für einen Sequenzer, wenn ich mal ohne DAW arbeite, wäre der QY700 schon besser, oder der 300er...?
     
  3. microbug

    microbug ||||||||||

    Weder noch. Diese Dinger haben den Fokus nicht auf dem Sequenzer liegen, sondern auf dem Aspekt, daß man damit komplette Songs komponieren und arrangieren kann, ohne ein Zusatzgerät, daher auch sowas wie Akkordspur usw.
    Der QY700 hat nur scheinbar Vorteile gegenüber dem 300er, das seltsame Konzept ist identisch, und für einen klassichen Song-Sequenzer sind die Dinger einfach zu umständlich.

    Wenn Du einen ordentlichen Seqzenzer fürs Arbeiten ohne DAW haben willst, hol Dir eine MPC1000 oder 2500 mit JJOS (und ne MIDI Patchbay dazu). Ich hatte QY700, RM1x, RS7000 und ein paar Kleinere, die MPC ist dagegen ein Segen, weil schön gradlinig. Mit JJOS gibts sogar einen echten Multirecord Modus zum Live einspielen über mehrere Tastaturen, den hat der QY700 erst garnicht, die RS7000 schon, aber nur im Songmodus.
    QY300/700 kranken auch daran, daß sie keine dezidierten Mute-tasten haben, man muß erst mit dem Cursor auf dem Riesenbildschirm zu den Mutes scrollen (und der geht nicht einfach quer durch, somdern seltsam springend unlogisch) und kann dann die Mutetaste drücken. RM1x und RS7000 haben dagegen echte Mutetasten und können das auch automatisieren, aber eben alles auch Yamaha-umständlich. Die MPC ist da sehr simpel, fast wie meine alten MC-50 oder Q-80.

    Was den Octatrac angeht, so ist das DIE Pavlov-Maschine schlechthin. Kein Thread auf fb, wenn jemand nach einem Hardwaresequenzer fragt, wo nicht jemand nach spätestens 2min diese Kiste empfiehlt, egal ob die Anforderungen passen oder nicht.

    Das Problem an den aktuellen HW-Sequenzern ist, daß sie, um mal @mink99 zu zitieren, fast nur auf "ummmz ummmz" ausgelegt sind, welche mit einem echten Songmodus muß man suchen, selbst bauen (MIDIbox SEQ), teuer bezahlen (Cirklon) oder sie haben sonstige Ungereimtheiten wie Miniklinkenbuchsen für MIDI und/oder Registrierkassen-OS.

    Ich bleibe dabei: Der perfekte HW Sequenzer wäre ein moderner Alesis MMT-8, also mit 32 Spuren, 2 MIDI OUTs, größerem Display und SD Karte als Speichermedium.
    Oder ein moderner Q-80EX, mit größerem Display und SD Karte statt Diskettenlaufwerk.
     
    Front_by_Front, gerwin und Bodie gefällt das.
  4. ZH

    ZH ....

    @microbug dass der MMT-8 so genial sein soll habe ich schon oft gehoert, aber ich habe leider nie einen benutzt. Was wuerdest Du sagen ist der Grund dass dieser Sequencer so genial ist?
     
  5. microbug

    microbug ||||||||||

    Der Grund ist die Einfachheit bei der Bedienung, gepaart mit einer cleveren Firmware, die den Arbeitsablauf entsprechend unterstützt. Das Ding funktioniert im Prinzip wie eine Bandmaschine.
     
  6. ZH

    ZH ....

    Okay und kann man damit auch komplexere Arrangementes EINFACH machen? Oder ist das letztendlich dann auch wieder alles "nur" pattern-basiert, d.h. wenn man einen Song will, muss man mehrere Patterns aneinanderfuegen?

    Was mir z.B. bei der MPC fehlt, ist, dass ich ein Pattern nicht aus mehreren Sequenzen, die immer pro Spur/Instrument zu sehen sind, zusammenbauen kann. Sondern ein MPC-Pattern beinhaltet immer alle Spuren, und wenn ich z.B. von einem Pattern eine Variante machen will mit Snare-Wirbel am Ende, dann muss ich das gesamte Pattern kopieren und dort den Wirbel einfuegen. Brauche ich den gleichen Wirbel spaeter noch fuer ein anderes Pattern, so muss ich auch davon eine Kopie machen und da wieder in die Kopie den Wirbel einfuegen. Waeren die Patterns aber immer pro Instrument zu sehen, dann koennte man da viel flexibler arbeiten. Geht sowas mit dem MMT-8?
     
  7. microbug

    microbug ||||||||||

    Sowas kann kein mir bekannter Sequenzer, und das mit dem kopieren und variieren ist die normale Vorgehensweise. Einzig die Yamaha QY/RM1x/RS7000, bei denen die kleinste Einheit eine Phrase ist, bei der die einzelnen Instrumente getrennt behandelt werden, kann innerhalb eines Pattern, welches aus Phrasen und Sektionen besteht, Varianten bauen, ist aber letztlich die gleiche Vorgehensweise, nur anders strukturiert bzw benannt.