18.1. Düsseldorf K21 – Alva Noto

Alva Noto Düsseldorf

Nach der Welt-gewordenen Ausstellung von Carsten Nicolai aka Alva Noto und zum Abschluss der Ausstellung aka Finissage fanden sich eine Menge clevere Leser des Feuilleton-Bereichs ein. Kunstumfeld – und füllten langsam das Museum mit vielen spannenden Ecken und dem tollen Netzwerk von Tomas Saraceno. Schon vor der Tür sammelten sich Kartenlose und wurden in 2 Reihen geparkt – gilt mein Ticket nur zwschen 18:30 und 19:30? Danach nicht mehr? Ja. Vielleicht hat es sich nicht bei allen rumgesprochen die Raster Noton Releases mögen und Britzelpop allgemein.
Es ging fast pünktlich um 20:02 los – noch einige Zeit gab es den Angstkreis des Publikums, während „wir“ vorn in der Mitte warteten. Aber jetzt geht es los – Die Ausstellung wird Konzert. Genau so kann man das formulieren, denn dort gab es einige Installationen und Schauschachteln™, die das minimalisiert anzeigten.
Installationen sind ihm nicht neu, es gab schon eine in Duisburg. So wie einst die von Ikeda.

Dieses Konzert ist Beat-getragen, minimalistisch und mit symbolischer Präsentation auf einem aufwendigen LED-Screen angezeigt.

Nach Düsseldorf passt das sehr gut und das Museumsumfeld ebenso. Es macht Spaß, die Sounds zu hören, wie sie peitschen und britzeln, srrrk und brrzz machen. Noch toller, dass so viele Leute Interesse haben. Die gleichen Leute würden genau das vermutlich unter anderen Umständen ggf. einfach ablehnen ohne es erlebt zu haben oder aber nicht im passenden Rahmen. Es könnte auch ein strenges Techno-Set sein, denn es gibt natürlich auch hier IDM, Warp und andere Wurzeln und dazu wurde in einem vorangehenden Event Alva Noto eingeladen eine Art DJ Set zu machen. Stücke, die ihn beeinflusst oder bewegt haben. Darunter Coil „Broccoli“, Hawtin aber auch abgefahrendere Sachen aus Japan mit Sprachwiederholungen. Übrigens wäre das auch für Fans von Industrial, EBM, Techno und Elektro interessant gewesen. Theoretisch könnte es also noch voller werden, aber die Raster Noton Acts spielen eh selten in der „Gegend“. Hoffentlich bald mal wieder.

Irgendwie findet man diese Elemente subtil sogar wieder, meist nur als Teile in einem Stück. Gearbeitet wird mit einem Mac und zwei Pads zur Steuerung. Es gab auch 2x Probleme mit dem Interface oder der Weiterführung des Audiosignals (etc.) – dennoch gab es eine Zugabe und es macht bis zum Ende hin Spaß, so man sich mitziehen lässt und sich die Frequenzorgie anhört. Also höre ich mal auf zu schreiben und zeige ein paar Bilder davon: