SP-1200 Reissue

So hatte ich es auch verstanden. Und das ist hier im Kontext "Sound" sehr wichtig. Wie ich schon schrieb: Die Bedienungsphilosophie und mindestens genauso wichtig wie der Sound. Auch hier alles richtig. Ich hatte kurz gezögert nicht auch eine zu bestellen, aber angesichts meines Gerätsparks dazu bewogen erstmal bei den MPCs zu bleiben. Bei der SP2400 warte ich ggfs. auf V2 mit 16 Stimmen.
 
Ich habe mich viel zu viel mit Schaltungen und Bauteilen beschäftigt (statt Musik zu machen). Im Ergebnis habe ich jetzt ein Mischpult voller alter Signetics Chips, das von einem ebenfalls (teilweise) selbstgebauten diskreten (Wiederstandsleitern) Mehrkanal-DAC gespeist wird. Ich habe auch schon zwei SP-12 restauriert und dort Bauteile ausgetauscht usw. Und vieles mehr.

Leider klingen die nominell gleichen Chips oft verschieden. Auch wenn man nicht die Abhöre oder die Hörerfahrung hat, um diese Unterschiede direkt zu hören, werden sie offensichtlich, wenn diese Bauteile im Produktions- und Mixprozess eingesetzt werden. Wenn z.B. + 20 dB EQ immer noch gut klingen, oder die punchigen Attacks vom Kompressor abgeschliffen werden oder aber nicht. Ich habe schon testweise bei einem früheren Mischpult bei gleichen Einstellungen Mischungen mit verschiedenen Op Amps aufgezeichnet, der komplette Charakter ändert sich. Selbst bei lediglich z.B. Signetics oder NJM oder TI 5534 als Summing Op Amp.

Die Fertigungsprozesse sind heute andere. Und Audio spielt heute eine völlig untergeordnete Rolle. Es wird auf bestimmte Parameter geschaut und der Rest ist eher egal. Es gibt zum Glück auch heute einige sagenhaft gute Sachen, aber man muss wirklich danach suchen und teilweise selbst tätig werden, um die Ergebnisse zu erreichen. Der absolut größte Teil der Leute hört heute nur noch digital über (in meinen Ohren fiese) Sigma-Delta Wandler mit viel zu steilen Filtern über Handylautsprecher ab oder Lautsprecher mit Bassreflex (Impulswiedergabe) und ebenfalls klangverzerrenden Class-D Verstärkern. Alles wird durch meist unzureichend gefilterte Schaltnetzteile kompromittiert. Und mit ITB fange ich erst gar nicht an.

Rauschen und mit Sinustönen gemessene Verzerrungen sind niedriger als früher, aber das war es dann m.E. meist auch.

Wie gesagt, diese neue SP1200 klingt in den Beispielen nicht schlecht. Aber nicht identisch zur alten SP1200.
Du hast dich offensichtlich intensiv mit der Materie auseinandergesetzt und das was du schreibst deckt größtenteils mit dem, was ich von Techniken gehört habe, die im Laufe der Jahre mein Equipment restauriert haben. Einer von ihnen hat z.B. regelmäßig einen Sack voll Widerständen oder Transistoren durchgetestet, um die Toleranzen um eine Kommastelle zu verringern.

Mich würden deine Gedanken und Herangehensweise zu Wandlern sehr interessieren, besonders weil mir kein einziges (modernes) Gerät bekannt ist, daß nicht mit Delta-Sigma Wandlern arbeitet (habe einen H910, aber der ist nicht modern).

Wie @Lauflicht schon geschrieben hat macht der Workflow 50% des Ergebnisses aus, das darf man bei solchen Geräten nicht unterschätzen.

Wie gesagt, ich arbeite selbst mit vintage analogen Geräten und die Erfahrung, +20dB Anhebung im Bass sauber zu hören kenne ich selbst von meinem UE-100. Ich würde auch am Liebsten Diskret Class-A für alles benutzen, aber letztendlich mache ich das nach einer gewissen Hirarchie: auf dem Mixbuss kommen nur die edelsten Geräte, auf den einzelnen Spuren geht alles.
 
Mich würden deine Gedanken und Herangehensweise zu Wandlern sehr interessieren, besonders weil mir kein einziges (modernes) Gerät bekannt ist, daß nicht mit Delta-Sigma Wandlern arbeitet (habe einen H910, aber der ist nicht modern).
Ist hier OT, aber mein Gedanke ist, wenn möglich keine Delta Sigma Wandler zu benutzen. Es gibt jede Menge moderne DACs mit diskreten Widerständen. Von sehr günstig und teil-DIY bis zu Neuwagenpreis. Leider keine Studiomehrkanalwandler, daher habe ich meinen selbst gebaut. Bei den AD Wandlern gibt es nur noch den JCF Latte, der ist aber nicht modern. Ich warte immer noch drauf, dass einer der Leute, die ich regelmäßig diesbezüglich anschubse endlich einen AD Wandler mit modernem SAR-Chip baut.
 
Es gibt für 4k ein Reissue der SP-1200.

https://shop.rossum-electro.com/products/sp-1200
https://www.amazona.de/rossum-sp-1200-neue-version-des-legendaeren-drumsamplers/
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Z80 CPU - zurück in die Zukunft !

Das unten ist CF-Card ?

Alles nicht negativ gemeint - ich bin selbst "Vintage Man" - wie es angloamerikanisch heisst.

Ne, ich glaub das ist irgendein Connector, ansonsten ja, viel viel Vintage bis auf SD-Card, welchen dann Images von 3,5 Zoll Disketten laden kann, im alten Format. Software die das Konvertieren von der alten Disketten erlaubt ist dabei. Der Samplespeicher wurde auf 20 Sekunden erweitert, mehr gibt wohl die originale Firmware nicht her.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Erzählt es nicht dem Uli!
Doch ! gerade !

Der Ulli macht das dann für 600,-EUR, aber ich weiß nicht wie groß da die Fangemeinde ist für eine SP-1200. Ich hatte die nie, mein einziger Sampler damals hieß Amiga500 und einen Akai 950 oder so durfte ich mal bei einem Freund ausprobieren, ansonsten kam ich zum Samples erst wieder mit der Soundblaster AWE32.
 
Laut einem gemeinsamen Freund noch nicht und es gibt auch keine/sehr wenige Kommunikation.
 
Update zum Status: die letzten Teile aus dem zweiten Batch gehen diese Woche raus und die dritte Fuhre ist dran. Die scheinen fast wieder im Zeitplan zu sein.
 
@AcidDiver Hey, ich habe einen Synth den ich nicht mehr updaten kann ohne ihn funktionuntuechtig zu machen. Das zeugt von hervorragender Qualitaet von Behringer, nehme ich an!?
 
Bin auch schon gespannt. Hab ja noch ein Original. Wenn die Rossum gut ist, verkaufe ich das Original. Aber ich werde hier dann wohl keine ausführlichen Tests liefern können, dafür hab ich momentan zu wenig Zeit, sorry.
 
Bei mir wird es wohl noch dauern. Ich hatte mal eine SP-12 und dann bin ich auf das MPC-60 umgestiegen. Vielleicht findest Du ein paar Worte nachdem Du mit ihr gespielt hast. Aber soweit sind die Leute von dem Ding begeistert. Naja, einige haben sie auch gleich wieder verscherbelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab mal schnell die Kyodai Rock Samples bei beiden reingeladen, weil die auch auf der Rossum SD Card drauf waren und ich würde sagen, dass die Rossum "original" klingt. Die Tunings und Levels sind ein wenig unterschiedlich, aber das ist Sound abhängig. Gewisse Sounds klingen wirklich fast 100% identisch. Die Gesamtlautstärke am Mix Out der alten SP 1200 ist ein bisschen höher, aber wenn man das ausgleicht, dann klingen sie so identisch, dass ich sie nicht unterscheiden könnte. Ich hab noch nicht mit eigenen Samples probiert und auch nur Drums getestet. Ich werde wohl schon noch ein paar Unterschiede finden, aber momentan würde ich ganz klar eine Kaufempfehlung für die Rossum aussprechen.
 
viel zu teuer. da kannst dir gleich ne ori holen
Original?
Es gibt die nur noch zu Spinnerpreisen, auf Reverb ab 7000 bis 11000 Euro, auf Ebay will man 15000-20000$ und für eine ungeteste für $5000.

Habe ca. 15 Jahre lang nach einer gesucht und eigentlich nie eine zu einem "angemessenen" Preis gefunden.
$4000 für ein neues Gerät aus einer Kleinserie ist da meiner Meinung noch das beste was man kriegen kann. Ansonsten gibt es noch die Isla 2400.
 


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