2 Daws für Komposition und Mixing

marco93

Moderator
Benutzt jemand 2 Daws getrennt für's Komponieren und für's Mischen?

Ich mache Tracks am liebsten in Renoise, da ich es direkter finde als z.B. in Reaper. Nun könnte man ja in Renoise den Track machen und dann die wavs in Reaper mischen.

Das Problem ist aber, dass bei mir Mischen und Komponieren Hand in Hand gehen. Ich versuche vorab schon die sounds passend hinzubekommen. Ausserdem bin ich nie zufrieden und fange oft am Ende an nochmals was umzuschmeissen.

Wie macht ihr das? Könnt ihr das so strikt trennen?
 

Wellenstrom

Prophet of the Juno Wave
Ganz früher 2 bis 3 DAWs.... (Cubase VST z.B. neben Samplitude (damals noch für MAsteringaufgaben) und Reason (einige Klangerzeuger, Effekte) per Rewire).... mit dem Umstieg später auf Studio One nur noch eine DAW.
 

Wellenstrom

Prophet of the Juno Wave
HAtte aber auch schon mit Leuten zu tun gehabt, die tatsächlich mehrere DAWs heute noch nebeneinander quasi betreiben für Aufgabenverteilungen wie bei mir ganz früher und noch mehr. Die verteilen dann z.B. Audiobearbeitung und MIDI Bearbeitung, Mastering usw. auf mehrere DAWS usw. auf. Würde mich heute kirre machen, so zu arbeiten. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen. Sind dann aber auch Leute, die viele Files importieren - also für andere Mischen und mastern und Zusatzspuren für bestehende Projekte einspielen usw.
 

marco93

Moderator
Ein Midi Track hat wenige KB bis einige MB mit Audio. Wenn ich da jetzt 20 Spuren exportiere bin ich bei 1.5 GB. Schon deshalb find ich's Quatsch. Meine Tracks kann ich mal schnell per google drive sichern, bei 1GB Projekten geht das schon nicht mehr so einfach.
 

MC/DC

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editing in ableton kotzt mich an (aber timestretching ist fein), logic "pro" ist inzwischen auf garageband-niveau was editing und filemanagement angeht (aber die plugins sind klasse), protools kenn' ich in-und-auswendig (und zum editing gibsnixbessres, aber mein verhältnis zu avid ist gestört, weil die sind die wehrmacht), also mach' ich immer alles gerade in derjenigen daw die mir beim jeweiligen arbeitsschritt die wenigsten steine in den weg legt... kann natürlich auch böse nach hinten losgehen (überblick bewahren bei zig unfertigen ideen... etc). aber da's noch garnix: ich kenne einen der abhandlungen in word verfaßt, diese dann aber lieber in notepad redigiert. jedem tierschen sein pläsierschen, wa.
 
Habe ich früher auch gemacht (Cubase bis zum Mischen, dann MusicMaker) ist mir dann aber zu umständlich geworden.
Weil ich wohl ähnlich wie Marco93 arbeite, ist das zu viel Gewürge, also nur eine DAW (Reaper).
Ich baue die Komposition auch eher um den Sound herum und nehme bis zum letzten Moment immer noch Änderungen vor, daher würde mich das permanente Im- und Exportieren nerven.
 

Bernie

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Ich mache alle Aufnahmen (Midi+Audio) in Cubase mit PC, das ist für mich am übersichtlichsten.
Erinnere mich noch gut an die Zeiten, als wir Midi mit Logic und Ausio mit ProTools aufgenommen haben.
Was war das für ein ewiger Müll, aber mein Kumpel wollte sich ja nicht von seinem Mac trennen.
 

andman

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Songwriting und komponieren erledige ich in Ableton. Für Mixing und Mastering nutze ich Studio One.
Bin allerdings schon länger am überlegen komplett auf Studio One umzusteigen.

Das Mischen und mastern empfinde ich in Ableton als katastrophal.
Die Midifähigkeiten und das Nutzen externer Hardware in Studio One... nunja... es wird von Version zu Version spürbar besser.

Ich denke hauptsächlich sind es die Gewohnheiten die mir im Weg stehen.
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
da ich schon ewig keine DAWs mehr benutze um zu recorden, zu generieren oder zu schnippeln, sondern das eh woanders mache, sind es bei mir regelmäßig zwei schritte. freies rumdödeln hier - meta arrangement und stem mastering dort.

es kann einfach nicht jedes programm alles gleich gut.
 

Max

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hab ich dieses Wochenende zum ersten Mal gemacht ;-)

am Black Friday hab ich mir Bitwig für den Laptop geholt und dann im Studio bißchen rumgejammt (über MIDI Sachen angesteuert) und dann in meinem Studiorechner in Cubase aufgenommen

bin mir aber unsicher ob ich das so beibehalten werde bzw. was da der beste Ansatz sein könnte die beiden Rechner/DAWs zu integrieren

Bitwig ist zum Komponieren/Rumalbern/etc. auf jeden Fall deutlich überlegen - beim Editing/Schneiden/Arrangieren/Mixing ist wahrscheinlich Cubase besser (aber kenne da auch Bitwig noch nicht gut genug..) Hab jetzt in den letzten Tagen auch viel mit dem Bitwig "Poly Grid" rumgespielt, das ist ein ziemlich geiles Modularsystem welches allein den Preis von Bitwig schon wert ist...
 
Es kann natürlich auch zielführend sein, das zu trennen. Sonst besteht auch die Gefahr, nie fertig zu werden. man ärgert sich zwar über Sachen im Nachhinein, aber bringt das Projekt zum Abschlusd. Bei mir lief renoise aber davon abgesehen auch stabil über Rewire in Reaper.
 

marco93

Moderator
Es kann natürlich auch zielführend sein, das zu trennen. Sonst besteht auch die Gefahr, nie fertig zu werden. man ärgert sich zwar über Sachen im Nachhinein, aber bringt das Projekt zum Abschlusd. Bei mir lief renoise aber davon abgesehen auch stabil über Rewire in Reaper.
Warum Rewire, da kann ich doch gleich die Spuren exportieren? Eigentlich vermisse ich in Renoise nichts. Ich habe schon Tracks gehört, die 100% mit Renoise gemacht wurden und die klangen spitze. Ich finde bei Renoise super, dass man die Midinote über die Tastatur eingeben kann. Das Geklicke in der Pianoroll (z.B. Reaper) ist nervig. Irgendwie kommt da bei mir kein Flow auf.
Mit Bitwig werd ich auch nicht so recht warm, da kann ich gleich Reaper nehmen, das deutlich mehr bietet.
 

khz

D@AU ~/Opportunist/Orwell # ./.cris/pr.run
Gibt es viele DAW's mit Rewire?
Aber wofür Rewire nutzen wenn man einen modularen Rechner hat (Linux jackdbus) wo man eh alles kreuz und quer routen kann?
 

Drumfix

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Die meisten Leute haben halt kein Linux mit Jack.

Bitwig geroutet nach Mixbus32c hätte schon was, aber 2 grosse Bildschirme sind dann Plicht.
 

khz

D@AU ~/Opportunist/Orwell # ./.cris/pr.run
OK, fast alle aktuelle DAW's beherrschen anscheint ReWire.

Die meisten Leute haben halt kein Linux mit Jack.

Bitwig geroutet nach Mixbus32c hätte schon was, aber 2 grosse Bildschirme sind dann Plicht.
Ja, ich kenne es halt nur so da ich in meinem Leben nur 1/2 Jahr, Anfang 2000, mal Windows hatte und danach das GNU. Daher der Vergleich.
Das kreuz und quer routen war auch schon damals mit kleinen Monitoren bei mir normal da ich nie nur ein Programm genutzt hatte. Ein modularen Computer macht mir persönlich mehr Spaß.
Jetzt mit mehr Hardware Instrumente und besseren Computerbauteile nutze ich weniger intensiv den Rechner. ^^
 

Ich@Work

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Songwriting und komponieren erledige ich in Ableton. Für Mixing und Mastering nutze ich Studio One.
Bin allerdings schon länger am überlegen komplett auf Studio One umzusteigen.

Das Mischen und mastern empfinde ich in Ableton als katastrophal.
Die Midifähigkeiten und das Nutzen externer Hardware in Studio One... nunja... es wird von Version zu Version spürbar besser.

Ich denke hauptsächlich sind es die Gewohnheiten die mir im Weg stehen.
Diese Kombination schwebt mir auch vor. Wie gestaltet sich der Workflow ? Nimmst Du dann die Sachen als Audiospuren übers Audio-Interface linear im Studio One auf oder wird da gebounced und die Spuren importiert ? Überträgst Du auch die MIDI-Daten ins Studio One (und wenn nur aus Archiv-Gründen) ?

Sorry, hab das noch nie ausprobiet, deshalb die etwas naive Frageweise.
 

studio-kiel

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hab ne zeit lang ableton live als kreativschmiede benutzt und die eher klassischen, gewohnten dinge wie arrangieren und mischen in cubase gemacht. inzwischen bin ich wieder voll bei cubase.
 

andman

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Diese Kombination schwebt mir auch vor. Wie gestaltet sich der Workflow ? Nimmst Du dann die Sachen als Audiospuren übers Audio-Interface linear im Studio One auf oder wird da gebounced und die Spuren importiert ? Überträgst Du auch die MIDI-Daten ins Studio One (und wenn nur aus Archiv-Gründen) ?

Sorry, hab das noch nie ausprobiet, deshalb die etwas naive Frageweise.
Moin.
Bisher nehme ich die Spuren in Ableton in Audioform auf. Softsynths bouncen und externe Instrumente einfach aufnehmen. Soweit möglich einzeln. Einige effektierte Spuren nehme ich allerdings gemeinsam auf. Häufig bei Drumspuren die nur gemeinsam ein gewisses Klangbild erreichen.
Midi habe ich bisher nicht zu Studio One übertragen.

Die Spuren bearbeite ich dann in S1 weiter und finalisiere das Ganze dort auch.
Manchmal fällt mir während des Mixens dann allerdings etwas in einer Spur auf und ich muss nochmal zurück zu Ableton um neu aufzunehmen.
An genau dieser Stelle nervt es dann manchmal und stört den Workflow.

Das ist der hauptsächliche Grund für die Idee des Umstiegs. (Und Geld kosten neue Versionen beider Programme ja auch...)
Da mir die Übersicht in S1 wesentlich besser gefällt als in Ableton und das Mischen und mastern mE dort viel besser funktioniert ist die Wahl halt auf S1 gefallen.


Problematisch nur, Ableton kenne ich recht gut... Die Songwritingseite von S1 ist NOCH eine Unbekannte :)
 

Ich@Work

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Vielen lieben Dank für die Erläuterungen. Was mir nicht ganz klar hervorgeht ist : Wie kommen die Sachen ins S1 ?

Fürs Kreative und zum Arrangieren empfinde ich Ableton genau mein Ding. Finde nirgends kann man so schnell spielerisch verschiedene Kombinationen ausprobieren und so sich ein Grund-Arrangement zusammenstellen wie in der Session-View in Ableton. Bezüglich Mixing sehe ich es genauso wie Du.
 


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