Analoge Distortion

swissdoc schrieb:
Was genau ist es denn?

Der Biggie (Big Muff) von Electro Harmonix.

swissdoc schrieb:
Ich habe jedenfalls immer Spass z.B. mit einem E-Piano Sound vom WAVE durch einen Acoustic Control Corporation 160 Head in eine 2x12 Box mit Celestion Greenbacks aus den 60ern... Oder ein Kawai EP-308 in einen Roland JC-120, die Transistor-Zerre vom JC ist mit das Schlimmste, was es gibt, aber es knallt gut, wenn man es laut macht...

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Amps u.U. viel besser eignen,
sicherlich auch eine geschmackliche und preisliche Sache.
Ich hatte mit einer Röhrenvorstufe keinen richtigen Erfolg.
Geknallt hat die auch irgendwie, aber da nur auf Linksanschlag -
darüber hinaus gabs odentlich Masche (je nach Material).


Gruss
 
mach ich wieder einen off the wall beitrag:

wenns wirklich billig und gut werden soll, einen alten kassettenrekorder besorgen und da das voll aufgedrehte signal durchlaufen lassen. so ist der berühmte riff von "satifaction - stones" entstanden. beste distortion von welt. selbst ein alter walkman klingt besser als jedes "boutiquepedal". distortion pedals sind vor amps gedacht! tape wobble gibts umsonst dazu je nach gerät.

oder durch einen gitarrenamp durchjagen und per mikro aufnehmen. speaker mit eingerissener membran = noch besser. jeder hat irgendwo einen amp und ein messer rumliegen.

einfach mal wirklich analog denken!
 
lilak schrieb:
wenns wirklich billig und gut werden soll, einen alten kassettenrekorder besorgen und da das voll aufgedrehte signal durchlaufen lassen. so ist der berühmte riff von "satifaction - stones" entstanden.

Glaubwürdiger finde ich das hier:

Die Idee für den unverkennbaren Eingangsriff von Satisfaction kam Keith Richards in der Nacht zum 7. Mai 1965 nach dem fünften Konzert ihrer dritten US-Tournee, in Clearwater, Florida. Die Band war vom US-Publikum beim Gig gut aufgenommen worden; ihr Repertoire bestand zu der Zeit zu einem Großteil aus Coverversionen US-amerikanischer Hits von Künstlern wie Chuck Berry, Willie Dixon, Buddy Holly, Jimmy Reed oder Bo Diddley. Was ihnen fehlte, waren eigene Stücke. Keith konnte in der besagten Nacht im Fort Harrison Hotel nicht schlafen; ihm kam jedoch eine Akkordfolge in den Sinn, die er gleich auf der Gitarre spielte und mit seinem tragbaren Kassettenrekorder aufnahm – die Anfangssequenz von (I Can’t Get No) Satisfaction...
( ...)
...Am 10. Mai bereits wurde Satisfaction mit Produzent Manager Andrew Loog Oldham in den Chess-Studios in Chicago aufgenommen und am 12./13. Mai bei RCA in Hollywood ‚vollendet‘. Richards sang den Chor zu Jaggers Leadgesang und spielte Rhythmusgitarre. Jack Nitzsche, der zu dieser Zeit mit den Stones arbeitete, spielte das Tamburin ein, nachdem Jagger selbst zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis kam. Richards benutzte für seine Gitarre ein Maestro Fuzz-Tone FZ-1 Fuzz (hergestellt von Gibson). Dabei handelte es sich um ein Pedal, welches den Klang der E-Gitarre nebelhornähnlich verzerrte. Es war erst wenige Tage zuvor als technologische Innovation des elektrischen Gitarrenspiels auf den Markt gekommen, und Richards benutzte es bei der Aufnahme des Riffs vorerst lediglich zu experimentellen Zwecken. [2] Er selbst war davon zwar nicht begeistert, seine Bandkollegen aber fanden die Verzerrung großartig und überstimmten ihn.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/%28I_Can%E ... tisfaction

 
jedenfalls wenn einer was von distortion versteht dann ist das der gute keith.

ich finde tape distortion hat vor allen dingen immer angenehme höhen ohne den eispickeleffekt. das für synths besonders wichtig weil ein sägezahn ja schon mehr obertöne hat als eine gitarrensaite.
 
lilak schrieb:
ich finde tape distortion hat vor allen dingen immer angenehme höhen ohne den eispickeleffekt. das für synths besonders wichtig weil ein sägezahn ja schon mehr obertöne hat als eine gitarrensaite.
Wenn man synths verzerrt, dann sollte das unverzerrte Originalsignal auch möglichst dunkel(!!!) sein. Also Filter "zu" machen und ggf resonanz aufdrehen.
 
lilak schrieb:
vor allen dingen immer angenehme höhen ohne den eispickeleffekt.

Es kommt wohl je nach Ausgangsmaterial auf die richtige Dosierung an. Distortion kann echt gut klingen, aber genausogut ätzend für das Gehör. Ich finde es besonders interesant wenn das analoge Distortion eine Art natürliches Eigenleben entwickelt und unwillkürliche / unvorhersehbare Abwechslung erzeugt.

lilak schrieb:
einen alten kassettenrekorder besorgen und da das voll aufgedrehte signal durchlaufen lassen.

Das werde ich mal ausprobieren, ich hoffe das nichts kaputt geht
 
changeling schrieb:
lilak schrieb:
das für synths besonders wichtig weil ein sägezahn ja schon mehr obertöne hat als eine gitarrensaite.

Deswegen Speaker Simulation!

... oder besser noch echte. ;-)

gibts schon speaker simulation mit kaputter membran? ;-) die fetteste bassverzerrung bekommt man damit hin. die punkbands in den 70gern haben das gerne gemacht, unfreiwillig.
 
H&K Access Preamp, Röhrenzerre, Speicher und ein Line-Out mit Speaker Simulation
Korg SE-300 Bandecho, da kann man schön den Input aufreissen
Waldorf 4-pole, das Filter kann man auch ganz gut überfahren
 
swissdoc schrieb:
H&K Access Preamp, Röhrenzerre, Speicher und ein Line-Out mit Speaker Simulation

Weißt du vlt. ob das Teil was von den kl. 9,5" Preamps von H&K hat, also abgesehen von den Röhren? 8)


Gruss
 
leider keine Ahnung, H&K mal fragen? Habe das Teil günstig gesehen und konnte nicht nein sagen...
 


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