Es bezog sich rein darauf, dass Hardware-Synths ihre essentielle Funktion im Studio verloren haben. Die ganze Nostalgie basiert ja darauf, dass Hardware-Synths lange Zeit entscheidend waren für den Erfolg von Musikproduktionen. Auch wenn sie heute sicherlich noch genutzt werden, ist ihre universelle Rolle im Studio nicht mehr so wie früher. Der Nostalgie-Faktor ist auch ein wesentlicher Hinderungsgrund für Innovation. Auch wenn der @Moogulator denkt, er würde sich Innovation wünschen, sieht man an seiner Einschätzung zu Geräten, die etwas anders machen, dass er eigentlich gar keine Innovation will, so wie viele Synth-Käufer. Man kauft sich Erinnerung an eine schöne Zeit. Man möchte ein neuen Synth kaufen und merken, wie viel man schon weiß und wie nützlich das eigene Wissen ist. Man möchte nichts grundlegend Neues lernen, sich auf einen komplett neuen Workflow einlassen, man möchte eigentlich das alles so funktioniert wie man es gewohnt ist. Das haben die Synthhersteller längst verstanden. Man wirft halt immer wieder alten Wein in neuen Schläuchen auf den Markt, weil die Käufer das so wollen.
Die Projekte die irgendwie innovativ waren oder auch nur ein wenig anders sind, werden von dieser spezifischen Käuferschicht abgelehnt. Sie kaufen sich lieber eine TR-1000 und freuen sich darüber, dass alles so klingt wie vor 45 Jahren, als für sie Musik noch ein Abenteuer war.