Analogue Solutions Telemark: Eine vernichtende Kritik

Sven Blau
Sven Blau
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Eigentlich kann man doch einen Telemark nicht mit einem MS20 vergleichen - vor allem in hinblick auf Hüllkurven und Filter-Hüllkurven-intensität.

Man kann ja nicht einfach die Potipositionen 1:1 auf ein anderes Gerät übertragen.. klar dass dann ein MS20 ganz anders klingt
 
ppg360
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fummdich-fummdich-ratata
Bei allem Verständnis für die Unzufriedenheit mit der Art und Weise, wie Anliegen des Kunden behandelt werden und wie das Gerät verarbeitet ist: Ein Gerät mit einem völlig anderen zu vergleichen, deren einzige Gemeinsamkeit analoge Klangerzeugung ist, erinnert mich ein bißchen an Matthias Becker und sein mantramäßig wiederholtes Urteil "alles doof, weil kein Mini Moog".

Stephen
 
B
bermudaben
..
Fluxus Anais schrieb:
Im Soundvergleich mit dem MS-20 fällt auf, dass die Decay-Phase zu lang und der Filter zu dumpf eingestellt ist und er deshalb etwas matschig klingt.
Evtl. ist auch der Env-to Filter-Wert ein anderer.

Das ist genau der Punkt: Der Filter lässt sich nicht knackiger einstellen. Die Hüllkurvenintensität ist auf Maximum. Wenn ich die Cutoff erhöht hätte, wäre der Gesamtklang zu hell geworden. Schwierig, das richtig auszudrücken. Es ist wie wenn die Spannbreite des Filters zu klein wäre.

Die Decay-Phase hat meiner Meinung nach nicht viel mit der Steilheit der Transienten zu tun.

Apropos Vergleich mit dem MS20: Ich finde es durchaus interessant, zu versuchen, mit zwei ähnlich aufgebauten Synths den gleichen Sound zu erreichen. So bekommt man ein Gefühl für die Unterschiede der Geräte. Der MS20 ist für mich überhaupt nicht das Mass der Dinge. Der stand einfach grad rum. Und hat halt auch ein 12dB Filter und 2 VCOs.
 
A
Anonymous
Guest
bermudaben schrieb:
Fluxus Anais schrieb:
Im Soundvergleich mit dem MS-20 fällt auf, dass die Decay-Phase zu lang und der Filter zu dumpf eingestellt ist und er deshalb etwas matschig klingt.
Evtl. ist auch der Env-to Filter-Wert ein anderer.

Das ist genau der Punkt: Der Filter lässt sich nicht knackiger einstellen. Die Hüllkurvenintensität ist auf Maximum. Wenn ich die Cutoff erhöht hätte, wäre der Gesamtklang zu hell geworden. Schwierig, das richtig auszudrücken. Es ist wie wenn die Spannbreite des Filters zu klein wäre.

klingt schon verständlich, ist ja was Fluxus Anais vermutet, nur daß man nicht tiefer modulieren kann

bermudaben schrieb:
Die Decay-Phase hat meiner Meinung nach nicht viel mit der Steilheit der Transienten zu tun.
Doch, natürlich, dadurch daß das Decay exponentiell abfällt sogar noch mehr,
das ist ja wie schnell der Filter wie tiefer wird, wenn du Decay auf "unendlich" stellen könntest würde sich doch gar nichts ändern...

(wobei das erste Stück bis zur Hälfte so eines Abfalls halbwegs linear ist, und das letzte ebenso, und das besonders transiente dazwischen,
wenn Du dir das ankuckst).

beides wirkt zusammen, weil die Mod. Tiefe das auch zusätzlich verstärkt und ja auch den Unterschied zwischen Anfang und Ende ausmacht,
aber natürlich müsste man das Deacy kürzer machen um das in kürzerer Zeit zu haben, deswegen kann es fummelig werden den selben Sound an unterschiedlichen Synth einzustellen selbst wenn die sehr ähnlich und der Sound simpel ist

Aber klar ist Dir ja doch auch daß die Leute die unterschiedlichen Synths kaufen weil sie unterschiedlich sind und auch unterschiedlich klingen,
sonst würde man einfach den nehmen der das Feature mehr hat das man brauchen kann, wenn sie sonst identisch wären.

Die Filter sind ja auch andere, die Flankensteilheit ist zwar gleich aber sie klingen halt doch anders und sind ganz anders aufgebaut
(tatsächlich kann man sagen sie funktionieren jeweils andersrum).

Man muss solche Unterschiede im einzelnen auch nicht immer überbewerten aber am Ende ist es eben anders,
wobei man denke ich beim Telemark selber schrauben müsste um zu sehen ob das jetzt einfach schlecht von vom Range ist oder nicht
lässt sich mit dem Beispiel schwer einschätzen, aber das kann schon sein
 
 


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