Behringer wird sich vorerst wohl sowieso nur auf Kopien von Roland und Moog beschränken.
Und sie werden sich vermutlich auf Standards beschränken (das System 100m besteht ja quasi nur aus Standards).
Dass Doepfer und co "soo teuer" sind, liegt an zwei Dingen:
1.) müssen diese Firmen mit einem kleinen Produktspektrum und kleinem Umsatz einen vergleichsweise große Nicht-Produktions-Kosten stemmen; also Miete, Verwaltungspersonalkosten etc.... Bei einer Firma ala
Behringer kann man die Preise deutlich weniger von diesen Nicht-Produktionskosten und deutlich mehr von den Materialaufwänden abhängig machen, die zudem mit der Menge des Materialeinkaufs sinken.
Bastl plant ein Module und kauft dafür 1000 Potis, die sie nirgendwoanders verwenden können.
Doepfer kauft 100.000 Potis und kann sie in zwanzig verschiedenen Modulen verwenden.
Behringer kauft 10.000.000 Potis weil in fast jedem Produkt das gleiche Poti verwendet wird, vom Gitarrenamp über die Gesangsanlage bis zum Synth.
2.) eine Firma wie Doepfer muss mit gutgehenden Modulen sich schlecht verkaufende Module querfinanzieren. Aber gerade die sich schlecht verkaufenden Module sind es, die das Markenrenommee ausmachen. Die Rendite bei einem Doepfer Mischer wird ziemlich sicher von den Verlusten einer Uncertainty Serie aufgefressen. Das wird einem Behringer nicht passieren, weil er nicht vor hat Mauerblümchen-Module zu produzieren. Deswegen kann er mit niedrigeren Preisen auf den Markt gehen. Das ist völlig ok, aber man sollte sich nicht erwarten, dass es irgendwann den Behringer Easel gäbe. Bei Döpfer könnte ich mir das vorstellen.