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Fakten Eurorack Röhre - Module und Erfahrung

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Bitte ausschließlich klare belegte Fakten zum Thema, kein Blabla, keine Witze, Meinungen, sondern Daten und Fakten.
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...diesen Thread starte ich mit mehr Fragen als Antworten:

als bekennender Röhren-Sound-Fan stelle ich fest, dass, wenn man genauer hinkuckt, es immer wieder - überwiegend Kleinserien - sehr interessanter Module mit Röhren für das Eurorack gibt. Neben Großen, bekannteren wie Metasonix oder Erica gibt es auch immer wieder Einzel-Module oder Kleinserien die nicht so leicht zu finden sind, und meist schon ausverkauft, bevor ich überhaupt etwas davon gehört habe.

Also einerseits würde ich ganz gerne sammeln, was es so an Röhren-Modulen gibt, und anderersreits Erfahrungen austauschen - neben Sounds und Modulationsmöglichkeiten auch Erfahrungen aus dem praktischen Betrieb wie Interferenz mit anderen Modulen, Stromverbrauch, Hitzentwicklung, Transportabilität usw. usw.

Erst kürzlich wurde ich hier in einem andern Thread auf einen (kleine) deutschen Hersteller von Röhrenmodulen namens 'Orpho' aufmerksam:


Neben einer - leider wohl schon eingestellten - Drum-Reihe von Röhrenmodulen - genannt Voodoo


gibt es dort wohl immer wieder Kleinserien von Oszillatoren - vom Pentidron habe ich seit kurzem selbst zwei im Rack


und Filtern - auf das Glut und Asche spare ich im Moment


und viele weitere Module - und ein paar der Orphos sind auf meiner Einkaufsliste...

Zum Pentidron kann ich leider im Moment noch nicht so viel sagen - nur, dass die zwei bei mir derzeit in einem Rackbrute mit anderen Modulen wohnen und es sich mit den anderen Modulen gut vertägt (Stichworte Stromverbrauch, Wärmeentwicklung)...
 
L1 ist empfehlenswert. Die haben unter anderem auch VCA-Module mit Röhren im Programm.

 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn's extrem und unberechenbar sein soll: Metasonix, viel ist nur noch gebraucht und für viel Geld zu bekommen.
 
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M.i.a.u.: 5511823sUbbSC
Recklessesperimentationaudio - kannte ich auch noch gar nicht:



...leider scheint sein Röhren-Overdrive-Modul nicht über das Experimentier-Stadium hinaus gekommen zu sein:

 
..jaja, aber: welche Module genau, und was macht sie so besonders?...
Ok, etwas ausführlicher, hier die, die ich verwende:

Klangbau Köln: Röhren VCA: eher die softere Verzerrung. Besonders macht meinen auch (eine der ersten Versionen) die extreme Einbautiefe, neuere Versionen sind kleiner geworden.
Metasonix R53 Waveshaper/Ringmod: schwer zu sagen ob es wirklich macht, was draufsteht, die Verzerrung ist eher harsch. Kleinste Regleränderungen führen zu extremen Soundänderungen
Metasonix R54 "Supermodule" VCO/VCF: ein VCO ist es, ein VCF auch, ich finde es auch ziemlich unbeherrschbar. Auch ziemlich harsche Verzerrung.
Trogotronic M676: "Tube Synth": genauso harsch wie die beiden Metasonix und genauso unberechenbar.

Der erste ist in jedem normalen Patch verwendbar und liefert halt ein wenig (angenehme) Verzerrung, bei letzteren baue zumindest ich lieber einen Patch drumherum und lebe mit den Eigenheiten. Das Ergebnis ist meist Lärm.
 
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M.i.a.u.: 5511823sUbbSC und fairplay
Tronix hat da auch was. Sehr netter Typ, glaube aus Sachsen.

Das Modul selbst kenne ich nicht, hatte nur mal das Lowpassgate von Ihm. Das war schon sehr cool und experimentell.
 
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M.i.a.u.: fairplay
TouellSkouarn wurde noch nicht genannt, kenn aber vermutlich jeder interessierte.

Ich bin ja Röhrenfan, kenne das von Synth aber weniger. Knifonium natürlich, vom Meister persönlich, der ja die Studiosparte in Sachen modernes Röhrengear sehr geprägt hat.

Was ich über Röhren weiss, ist das sie üblicherweise eine hohe Spannung brauchen bzw abkönnen, je nach Sichtweise. Genau diese Eigenschaft fälltja bei nur 12V in einem Euroracksystem ziemlich flach. Selbst in einem API 500er System mit 15V sind Röhren ziemlich umstritten. Genauso in auch IC basierten Schaltungen.
Ja, die Röhren in den Synthmodulen sind oft spezielle (for the good and worst) aber Physik bleibtdoch trotzdem Physik, oder?
 
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M.i.a.u.: JuBi
  • #10
Ja, die Röhren in den Synthmodulen sind oft spezielle (for the good and worst) aber Physik bleibtdoch trotzdem Physik, oder?

...genau deshalb können Röhren ja funktionieren - weil die Spannung alleine nix (wenig) über die Leistung sagt und dann muss man noch die anderen Faktoren einrechnen...
 
  • #11
 
  • #12
...genau deshalb können Röhren ja funktionieren - weil die Spannung alleine nix (wenig) über die Leistung sagt und dann muss man noch die anderen Faktoren einrechnen...
Fehlanpassung sorgen ja auch für "Artefakte", die hier explizit genutzt werden können.

Bin trotzdem nicht ganz unskeptisch, lese aber gespannt mit. :)
 
  • #13
Wenn man bei Modular Grid "Tube" oder "Valve" als Suchbegriff eingibt, werden einige Module angezeigt.

Da ich sowohl in meiner Hi-Fi Kette als auch im Studio gerne Röhrengeräte verwende, habe ich das auch schon fürs Eurorack in Betracht gezogen. Die technologiebedingten Nachteile - viel Abwärme sowie hoher Stromverbrauch - machen die Sache allerdings nicht einfach. Den Einsatz von Röhren sehe ich daher eher beim Outboard Equipment. Für echte Freaks sind Röhren im Eurorack natürlich trotzdem eine Muss.

PS: Erica hat das Fusion Delay übrigens gerade für 245€ zzgl. MwSt. im Angebot.
 
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M.i.a.u.: Akai
  • #14
+1 für Metasonix: Ein Kumpel hat den RK3 im Case und der klingt IMHO genial, gerade als Waveshaper.
 
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M.i.a.u.: Akai
  • #15
Wenn man bei Modular Grid "Tube" oder "Valve" als Suchbegriff eingibt, werden einige Module angezeigt.

...ja, vielen Dank, klar - aber es ging mir hier um den Austausch, nicht nur um die technischen Daten...

Für echte Freaks sind Röhren im Eurorack natürlich trotzdem eine Muss.

... 🤣 ...

...auf meinem ersten 'Tourbus' - damals - stand (von Hand mit Spraydose aufgesprüht) 'Freak, Fancy & Free' - ich war der 'Freak'...

PS: Erica hat das Fusion Delay übrigens gerade für 245€ zzgl. MwSt. im Angebot.

...aaaargh!...
 
  • #16
Ah,, Ich hatte von so einem russischen Bastler die Module mit Röhren, sehr geiles Zeug..
Ich finde es. Noch raus..
 
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M.i.a.u.: Akai und fairplay
  • #18
Bizarre I Jezabel !!

...ja, stimmt, da habe ich auch eines im Rack:

IMG_6216.webp
 
  • #20
Interessant, hatte mal ein wenig recherchiert und da hat such mein MicroZeus als Schwachstelle für Röhrenmodule entpuppt wenn ichs recht erinnere.

...ja, kann sein, das ist auch das schwächste meiner Netzteile - allerdings ist das auch eher die 'Garage'/das Lager für nicht so oft gebrauchte Module, und es funktioniert da trotzdem einwandfrei...
 
  • #21
Was ich über Röhren weiss, ist das sie üblicherweise eine hohe Spannung brauchen bzw abkönnen, je nach Sichtweise. Genau diese Eigenschaft fälltja bei nur 12V in einem Euroracksystem ziemlich flach. Selbst in einem API 500er System mit 15V sind Röhren ziemlich umstritten.
man kann Spannungen wandeln und transformieren, von daher kann man auch eine Platespannung von mehreren hundert Volt mit einer 12V Speisung bereitstellen, muss dabei aber sicherheitstechnische Massnahmen einplanen und einpreisen.

Schwieriger ist es, wenn man Leistung bereitstellen muss. Da spielt einem die Dimensionierung der Speisung entgegen.
 
  • #22
man kann Spannungen wandeln und transformieren, von daher kann man auch eine Platespannung von mehreren hundert Volt mit einer 12V Speisung bereitstellen, muss dabei aber sicherheitstechnische Massnahmen einplanen und einpreisen.

Schwieriger ist es, wenn man Leistung bereitstellen muss. Da spielt einem die Dimensionierung der Speisung entgegen.
Wie machen die Hersteller das in ihren kompakten Modulen ? Ohne dicke Trafos? Schaltnetzteile will ich in puristischem Röhrengear eher nicht sehen. Selbst wenn sind da nicht verbaut afaik .
Meist schlucken die Module auch reichlich Amper, muss man ja auch erstmal haben.
Aber ich lerne gerne dazu und bin ja grundsätzlich auch fasziniert davon. Die Frage ist ja auch ; lohnt sich der Aufwand bei den Kompromissen? Röhren brauchen im Regelfall auch dicke Linetrafos. Mein Röhrengear im Studio wiegt gerne 15kg das Stück.... ;)
 
  • #23
Wie machen die Hersteller das in ihren kompakten Modulen ?

...technisch eine interessante Frage - da bin ich dann leider nicht qualifiziert...

...aber - ich benutze da mein Ohren, und die sagen - es funktioniert:

 
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M.i.a.u.: Akai
  • #24
technisch braucht man zur Spannungswandlung einen Leistungstransistor, eine Hochfrequenzschaltung, eine Freilaufdiode, eine Spule und einen Ladekondensator, das ganze wird Aufwärtswandler genannt, ist in praktisch jedem Pedaleffekt mit einer funktionierenden Röhre und auch sonst in vielen Geräten in Gebrauch, welche kein internes Netzteil haben, aber verschiedene Spannungen bereitstellen können müssen, welche grösser als die Eingangsspannung sind. Abwärts nimmt man Linearregler, die verblasen aber u.U. viel Strom in Wärme.

Brauchbare Aufwärtswandler bekommt man auch für wenig Geld fixfertig in Käfergrösse. Dahinter kann man immer noch allfälligen Ripple mit einem Siebelko glätten.
 
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M.i.a.u.: Akai und Sonamu
  • #25
Gutes Thema!

Orobas (V1) kann ich empfehlen.
Klingt für mich besser als der V2.
Der hatte auch nen bug.
Ließ sich aber durch nachlösen verbessern,
Der hat eine schöne Funktionsdichte und kann brutal laut. Bis 25V p2peak.
Uffbasse!

Metasonix ist natürlich auch fein.

Suchst du was bestimmtes oder was hast du damit vor?

Get(ter) it on!

Hier mal ne kurze Orobas / TM7.

 
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M.i.a.u.: fairplay
  • #26
Wie machen die Hersteller das in ihren kompakten Modulen ? Ohne dicke Trafos? Schaltnetzteile will ich in puristischem Röhrengear eher nicht sehen. Selbst wenn sind da nicht verbaut afaik .
Meist schlucken die Module auch reichlich Amper, muss man ja auch erstmal haben.
Aber ich lerne gerne dazu und bin ja grundsätzlich auch fasziniert davon. Die Frage ist ja auch ; lohnt sich der Aufwand bei den Kompromissen? Röhren brauchen im Regelfall auch dicke Linetrafos. Mein Röhrengear im Studio wiegt gerne 15kg das Stück.... ;)
Externe Stromvetsfür die Röhre ist da eine Lösung.
 
  • #27
Suchst du was bestimmtes oder was hast du damit vor?

...nein, nix bestimmtes, aber am Thema sehr interessiert...

...will damit 'Spielen' und vielleicht kommt ja auch sogar was künstlerisch Wertvolles dabei raus...
 
  • #29
Orobas (V1) kann ich empfehlen.

...den gibt es ja nicht (mehr) weil limitiert und auch die Röhren (praktisch) kaum zu kriegen sind...

Klingt für mich besser als der V2.

...aha! - das lese ich wiederholt auch woanders (unter den Videos), aber nur einmal äußert sich der Hersteller und meint, dass die IIer-Version ewas aggressiver, härter klingt - ist das auch Deine Wahrnehmung?...

Der hatte auch nen bug.

...welcher der beiden? - 1 oder 2?...
 
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