Guter Horror/Trash und Filme in die Richtung!

David Lynch mit Eraserhead.
Eraserhead ist ein Muss, definitiv.
Nicht zuletzt auch für Audiophile und Musiker interessant aufgrund dieses außergewöhnlichen Soundscapes.

https://www.youtube.com/watch?v=oK-2_OsBe0s
Nicht so bekannt: auch hier in einer klitzekleinen Nebenrolle eine Kultfigur aus Carpenters "Assault on Precinct 13". Darwin Joston, der den "Napoleon Wilson" verkörperte. M.E. ein Prototyp der zynischen Actionhelden (neben Dirty Hatty einige Jahre zuvor), die dann ab den 80ern richtig in Mode kamen.


https://www.youtube.com/watch?v=skkw-QL2Aw4
 
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es gibt da ein paar Englische Horrorfilme aus den 60er Jahren mit Christopher Lee. Einer davon war gar nicht so uninteressant, wo ein Ritual dargestellt wird so in Richtung Bohemian Grove, eine neo-paganistische Feier. Lee spielte da einen nüchternen, investigativen Helden, der mit Kraft der Wissenschaft und detektivischem Eifer im Sinne eines Sherlock Holmes die Sachen dann wieder in die richtige Bahnen lenken konnte. Insofern interessant, dass dies vom Britischen Kino herkam. Man weiss ja, dass die Briten und Schotten eine besondere Beziehung zu Logen und Mystizismus haben. Habe allerdings den Titel nicht finden können auf IMDB. Es gibt so viele Horrorfilme wo Lee mitgespielt hat, und die Titel sind derart unbezeichnend. Ist auch nicht wichtig. Solche Filme kann man sich nur aus Spass reinziehen; sie haben keine wirkliche Bedeutung oder Zweck.

Ein anderer Tip geht in eine ganz andere Richtung, ohne Beziehung zu diesen frühalten Traditionen aus Europa, sondern aus eigener Kraft erarbeitet: David Lynch mit Eraserhead. Das ist Horrorkino erster Güte. Wenn man das sich antun will. Besser nicht. Na ja, man kann es sich antun, aber wirklich weise wird man dadurch auch nicht. Der Unterhaltungswert ist auch nicht grösser als der übliche Horrorfilm. Immerhin hat Erasurehead noch ein oder zwei Aspekte, die auf etwas hinweisen das dann später in den 80er Jahren Mode geworden ist. Erasurehead ist ein Psychogramm eines jungen Mannes der mit der Erfahrung konfrontiert wird, ein Mann und Vater zu werden. Unter anderem, das ist nur ein einzelner Aspekt. Der Film ist eigentlich nur ein Elaborat eines verklemmten Menschen, der, durch seine Begabung, seine Unzulänglichkeit und Isolation in Kunstform geäussert hat. Darum recht wertvoll, da es sich um reines Autorenkino handelt. Gibt es nur selten.
Der Lee Film war/ist bestimmt von den alt ehrwürdig Hammer Studios wo Lee (der ja deutsch konnte und sich in seinen Filmen sogar meist selbst synchronisiert hatt!) oft gerade den blutdurstigen Grafen gegeben hatt. Aber da gibt es wirkliche viele und natürlich noch mehr eher schlechte Streifen gerade aus heutiger Sicht.
Danke für deine Beschreibung von EraserHead!
Das ist mit Abstand die beste die ich je gelesen habe und stimme dir da 101% zu will aber auch dazu sagen (Vorsicht, rein persönliche Meinung!) das man den Output von Lynch nicht überbewerten soll!
 
Das ist mit Abstand die beste die ich je gelesen habe und stimme dir da 101% zu will aber auch dazu sagen (Vorsicht, rein persönliche Meinung!) das man den Output von Lynch nicht überbewerten soll!
Yep.... sehe ich auch so. Nach "Eraserhead" trat er dann auch sehr schnell auf der Stelle. Progressiv war er danach nicht mehr. Verließ sich zu sehr auf die Marke "Lynch".
 

https://www.youtube.com/watch?v=8v2wIjtboRo


toxic hero...horror nicht wirklich eher splattertrash vom feinsten

Yeah, die Troma Filme sind eigentlich wirklich Müll aber den Toxic Avenger hab ich mit ein paar Freunden früher wirklich eine ganze Zeit gefeiert (es Teil 2oder3 müsste ich jetzt nochmal nachschauen) und alle anderen damit genervt!
PS: Aber ansonsten gehören die Troma Streifen in den besser-nicht-anschauen-Trash-Film-Thread!
 
Dawn of the Dead (das Original). Aber wirklich nur in einer ungeschnittenen Fassung.
 
Lee spielte da einen nüchternen, investigativen Helden, der mit Kraft der Wissenschaft und detektivischem Eifer im Sinne eines Sherlock Holmes die Sachen dann wieder in die richtige Bahnen lenken konnte. Insofern interessant, dass dies vom Britischen Kino herkam. Man weiss ja, dass die Briten und Schotten eine besondere Beziehung zu Logen und Mystizismus haben. Habe allerdings den Titel nicht finden können auf IMDB

https://www.youtube.com/watch?v=cF5RfMx7J3I
 
Den kenne ich zwar nicht und mein russisch beschränkt sich höchsten auf zwei Wörter Nadsat aber so Glaubensfragen-Horror mit alten Kulten und Rieten schau ich eigentlich immer gern!
Den gibts auf englisch. War mal komplett auf youtube. Ist wirklich ein toller Film. Auf russisch gibt es ihn komplett auf YT:

https://www.youtube.com/watch?v=-8YLWRQYMqI

Eine meiner Lieblingsszenen ist das Festmahl/Besäufnis ab 1:01:36 da sieht man mal was der schwarzgebrannte Schnaps so anrichtet ;-)

Hat aber mit Gogols Geschichte nur noch wenig zu tun.

Der alte Film von 1967 (auf englisch) ist näher am Original:


https://www.youtube.com/watch?v=QdM990ARhAo
 
Zuletzt bearbeitet:
richtig guter, lustiger, nazizombie splatter! vor allem sehr schöne landshaftsaufnahmen!

https://www.youtube.com/watch?v=BSfbfdfAC3A

Sorry ich weiß das da ne Menge Leute geradezu auf die ZombiezApokalypse warten und da langsam aber sich auch kein Platz mehr in der Hölle sein wird könnten die auch wirklich noch Glück haben aber mir war das Zombie Ding und gerade die NazieZombies (Dawn of the Dead zb natürlich in allen Ehren!) schon immer viel zu überbewertet aber das jetzt auch nur meine ganz eigene Meinung!
Aber gerade den hier find ich wirklich nicht gut...
 
... will aber auch dazu sagen (Vorsicht, rein persönliche Meinung!) das man den Output von Lynch nicht überbewerten soll!
das finde ich auch. Ich weiss eigentlich gar nicht warum er so viel Erfolg hatte, konnte die Begeisterung nicht nachvollziehen.

Dazu fällt mir noch eine Anekdote ein, in einem Dokumentarfilm über den nichtgedrehten Film "Dune" von Jodorowsky. Dort spricht Jodorowsky kurz über David Lynch, und beschreibt die Erfahrung im Kinosaal. Also er, Jodorowsky, schaut sich den Film an, der ihm von den Filmstudios verwehrt und von Lynch verfilmt wurde. Nach 10 Minuten wurde Jodorowsky, so erzählt er, richtig heiter. Denn ihm wurde klar, dass der Film schlecht ist. Also dass "sein" Filmprojekt immer noch da ist, sozusagen unangetastet, und das was Lynch machte etwas anderes darstellt, ohne spirituelle Aussage, ohne Tiefgang. Eine Erleichterung, eine gewisse Schadenfreude auch, und Jodorowsky bemüht sich dann zu betonen, dass dies eigentlich Emotionen sind die man nicht haben sollte aber wenn sie aufkommen halt einfach menschlich sind. Und er fügte auch an dass David Lynch ein grossartiger Regisseur sei. Das fand ich eine schöne Erzählung von Jodorowsky.

Tja, und da wir hier in einem Horror/Trash-Thema sind, muss man natürlich die frühen Jodorowsky-Filme auch erwähnen. Sie sind so ziemlich einzigartig für das Genre, denn er setzt Schockeffekte und Gewaltdarstellung nicht sinnlos ein wie das eigentlich üblich ist im Horrorkino, sondern sie haben immer einen tieferen, hochphilosophischen und manchmal auch politischen Sinn. Möglicherweise hat er in den 60er Jahren auch diese Englischen Horrorfilme geschaut und sich gedacht, "das mache ich auch, aber besser". Er ist in meinen Augen einer der grössten Künstler.

 
das finde ich auch. Ich weiss eigentlich gar nicht warum er so viel Erfolg hatte, konnte die Begeisterung nicht nachvollziehen.

Dazu fällt mir noch eine Anekdote ein, in einem Dokumentarfilm über den nichtgedrehten Film "Dune" von Jodorowsky. Dort spricht Jodorowsky kurz über David Lynch, und beschreibt die Erfahrung im Kinosaal. Also er, Jodorowsky, schaut sich den Film an, der ihm von den Filmstudios verwehrt und von Lynch verfilmt wurde. Nach 10 Minuten wurde Jodorowsky, so erzählt er, richtig heiter. Denn ihm wurde klar, dass der Film schlecht ist. Also dass "sein" Filmprojekt immer noch da ist, sozusagen unangetastet, und das was Lynch machte etwas anderes darstellt, ohne spirituelle Aussage, ohne Tiefgang. Eine Erleichterung, eine gewisse Schadenfreude auch, und Jodorowsky bemüht sich dann zu betonen, dass dies eigentlich Emotionen sind die man nicht haben sollte aber wenn sie aufkommen halt einfach menschlich sind. Und er fügte auch an dass David Lynch ein grossartiger Regisseur sei. Das fand ich eine schöne Erzählung von Jodorowsky.

Tja, und da wir hier in einem Horror/Trash-Thema sind, muss man natürlich die frühen Jodorowsky-Filme auch erwähnen. Sie sind so ziemlich einzigartig für das Genre, denn er setzt Schockeffekte und Gewaltdarstellung nicht sinnlos ein wie das eigentlich üblich ist im Horrorkino, sondern sie haben immer einen tieferen, hochphilosophischen und manchmal auch politischen Sinn. Möglicherweise hat er in den 60er Jahren auch diese Englischen Horrorfilme geschaut und sich gedacht, "das mache ich auch, aber besser". Er ist in meinen Augen einer der grössten Künstler.

Aber auch nur erwähnen denn so richtig großartig find ich (persönliche Meinung!) den Jodorowsky nicht. Aber wirklichen kennen tuh ich selbst auch nur das ein oder andere Comic das er mit erdacht hatt(find ich auch nicht sooo gut aber halt nicht schlecht) und die Dune Story + die Doku darüber und gerade in der Dokumentation kommt schon ganz klar raus das der eher ein Ei am wandern hatt und das nicht gerade im genialsten Bereich der Kunst... trotzdem fänd ich es geil wenn'se den das Remake von Dune machen lassen würden, am besten zusammen mit David Lynch!(by the way: ich mochte die Lynch Version von Dune eigentlich schon immer und würde da gern mal nen DirectorCut sehen! Gibt es den überhaupt?)
Bei Jodorowsky ist es eigentlich auch meist das Auserwählten/Messias Ding...deshalb war der auch so geil darauf den Dune Film zu machen...
 


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