Gibt es 3HE Module, wo die Knöpfe halbwegs nicht nah beieinander sein können? Ist das überhaupt ein Set was man live und direkt viel ändern wird? Mir erscheint. genau das was DR da macht nicht primär für Performance, da man eben so komplexe Sachen machen kann, quasi programmieren. Das ist Faktisch das Gegenteil einer Tribe MX oder ähnlichen Konzepten.
Die Module werden wohl einfach dieses Faszinosum ins Jahr 2016 bringen. Allerdings sind so komplexe Filterverläufe mit dem vielen Veränderungszeugs für die meisten Leute zu viel.
Der Funktionsgenerator war absolut toll, damit konnte man sehr viel machen, allerdings braucht man nur einen Teil davon wirklich für viele Sounds, und die Geschwindigkeit war nicht so super hoch. Das ist was für sehr bewegliche Flächen, für FM Sounds und komplexe Steuerung. Das schreit eigentlich nach einer Nicht-klassischen Tonerzeugung und Emu setzte ja auf Filter, die Oszillatoren waren ja einfach Samples. Kein Wunder - Emu war sozusagen der Inbegriff von Sampling.
Filter können nicht die Vielfalt oder das Gegenstück von FM oder der Oszillator-Ebene so sehr abbilden. Kennt jemand Filterscape von U-HE? Das war sehr lange meine Idealvorstellung davon, wie sich Synthesizer im Filter verändern sollten. Wegnehmen wird wohl erst dann wieder interessant, wenn man Formant/Spektralfilter verwendet, die jedoch eine additive Klangbasis benötigt oder zumindest eine Zerlegung. Und dann kann man sich fragen wie gut das klappt ohne einfach nur sehr verschiedene Phaser zu konstruieren. Woran liegt das? Nun, weil doch da klare Verhältnisse zwischen den Aussparungen laufen.
Diese Synthesemodelle haben Grenzen.
Allerdings fand ich die Sache bei eigenen Samples mit vielen Obertönen viel spannender als mit dem eingebauten eher langweiligen Basismaterial im Morpheus, sprich - UltraProteus und Co hatten einen interessanten Weg vollzogen, wie man mit Sampling weiter gehen kann. Dazu parallel würde ich einen FM-Ost mit Sinus anbauen, dann hat man schon einen ziemlich guten Basisweg aus der Sample-Ecke und ausreichend reduziert. Sowas mit den FGs und schnell genug (besser als damals) mit diesen Chaos-Sprungsegmenten…
Könnte cool sein.
Weniger für Bässe und sowas, eher eben für aufwendige Flächen und Drones, Texturen und sowas.
Für Bässe und Co wird FM oder Subtraktiv effektiver sein.
Dh - Flächen - und monophon. In Modular. Das ist - ein bisschen was, wo ich stutzig bin.
Ich würde schon denken, dass man mit einem Sampling-Teil als Basis hier weiter kommen würde mit 8 oder mehr Stimmen.
Das wäre ein ziemlich interessantes Teil.
Ich halte sehr viel von DR und Emu, aber man sollte es auch so einschätzen. Die reine Technik kann sehr blenden.
Das richtige Werkzeug ist halt gut wenn es gewählt ist.
Schere für Holzbarbeitung würde man auch weniger machen.
Das Xpander Filter von Doepfer zB war auch so ein Ding, was irgendwie cool war, ich musste das haben.
Aber ich habe es heute nicht mehr, da lag es aber am Druck und der Seidigkeit, die den Oberheim ausmachen. Das hatte es halt nicht.
Und dann hatte ich den X wieder, und dann habe ich nichts vermisst, monophon ist ohnehin nur wenn es nicht anders geht. Modular ist toll, aber das ist eigentlich ein Konzept, was in der Tat besser zu dem passt, was die Westküste uns so brachte. Aufbauend auf
Moog und Co - gute Sache.
Bin gespannt, wie viele tolle Musik wirklich damit gemacht werden wird, also mit diesen Sachen.
Würde sie auch gern nochmal testen und zwar länger. Aber als Basis für Samples wäre es ggf. auch was. Ich habe seiner Zeit bewusst Zplane Sounds nochmal im EIV bearbeitet und gemorpht. Das war schön surreal und sehr speziell, was damit machbar war.
Und es hatte auch klar einen speziellen Charakter - hab deshalb auch das Thema "Real? or not" gewählt. Dh zuerst war das Thema und diese Werkzeuge waren dafür wirklich gut, Verwandlung, Morphing ... schleichende aber radikale Änderungen..