Richtig Klavier spielen lernen

Klaus P Rausch
Klaus P Rausch
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So viel kann's nicht gewesen sein, ich weis ungefähr, was sie sonst noch treibt ...
Ich würd' eher sagen: Sie hat also gut geübt.

Dass man mit nem klaren Ziel, Konzentration und Motivation mit ner halben Stunde Üben mehr erreichen kann als mit vier Stunden spassigem Rumgeklimpert dürfte jedem hier bekannt sein.

Ja, das klappt bei manchen Leuten gut, bei anderen weniger.

Einer meiner Freunde ist völliger Gilmour Fan, aber eher nicht so doller Gitarrenspieler (<----- nie Unterricht), was ihn derart motiviert hat zu üben, dass er mittlerweile firm ist in einigen bekannten Soli sowie Rhythmusparts. Ich bin platt, wenn er mir was vorspielt, denn ich weiß, dass er wegen Beruf nicht viel Freizeit hat.

Es ist bei ihm also intrinsich angelegt. Andere sind halt extrinsich, daher sind die bei einem Lehrer vielleicht besser aufgehoben, gerade wenn der emphatisch ist und den Lehrstoff nach des Schülers Vorlieben anpasst und ihn konkret anleitet. Bei intrinsischen Leuten läuft das etwas anders.
 
Miks
Miks
Ich kann auch bald nich mehr...
Und bei Allem nicht vergessen: TALENT! Da gibt's viele, die echte Probleme haben mit Noten & Spielen (egal welches Instrument - na gut, vielleicht außer Triangel... ;-) ) und es gibt jene, bei denen der große Babaluba den Haarschopf gepackt und den Deckel aufgeklappt und mit der großen Kelle ordentlich 'Musikalität & Talent' reingeklatscht hat. Deckel zu und ab auffe Welt... leider gehöre ich nicht zu dieser Gattung... :sad:
 
bernybutterfly
bernybutterfly
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In der Musik wird leider immer wieder die Verhandelbarkeit von künstlerischer Begabung angeführt.
Der (schlechte) Wirkungsgrad einer autodidaktischen Ausbildung wird oft lange nicht erkannt.

Mir fallen da immer diese Auto-Didakten ein.
Die haben es etwas leichter, die Richtigkeit Ihrer Selbsteinschätzung zu überprüfen.

Talent macht einen eher geringeren Anteil aus. Ausschlaggebend ist Fleiß und Ausdauer beim Üben.
Wenn dann noch Talent besteht, kann was rauskommen dabei.
 
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JanTenner
JanTenner
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Und ein wichtiger Punkt ist Motivation. Wenn mir das Üben keinen Spass machen würde, würde das nichts bringen. Ich könnte mir rein ergebnisorientiert gar nichts beibringen (zumindest nicht in meiner Freizeit :xenwink: )
 
Klaus P Rausch
Klaus P Rausch
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Talent macht einen eher geringeren Anteil aus. Ausschlaggebend ist Fleiß und Ausdauer.

Die junge Pianistin Laetitia Hahn hatte es vor einer Weile in einem Interview ganz gut dargestellt: "Man übt als Begabter genauso viel wie andere auch, nur sind die Resulate besser."

Und Helge Schneider über Mozart: "Sein Talent verschaffte ihm zunächst so 10 oder mehr Jahre Vorsprung gegenüber Gleichaltrigen. Er hat es dann geschafft, diesen Vorsprung zu halten."
 
bernybutterfly
bernybutterfly
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Mit dem Üben ist das dann halt nochmal so eine Sache.
Hotteterre hat in seiner Flötenschule bereits um 1700 kundgetan, dass er wenig von übermäßigem Üben hält.
Er findet, dass täglich 4 Stunden völlig genügen. ... .
Tja.
 
mixmaster
mixmaster
なんでもない
In der Musik wird leider immer wieder die Verhandelbarkeit von künstlerischer Begabung angeführt.
Der (schlechte) Wirkungsgrad einer autodidaktischen Ausbildung wird oft lange nicht erkannt. (...)
Beziehst du das auf das virtuose Spiel eines Instruments oder Musik allgemein? Ich bin Autodidakt, wie ein Großteil im Forum. Aber ich finde nicht, daß ich die Karre gegen die Wand fahre, auch nicht in anderen kreativen Ecken.
 
bernybutterfly
bernybutterfly
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Beziehst du das auf das virtuose Spiel eines Instruments oder Musik allgemein? Ich bin Autodidakt, wie ein Großteil im Forum. Aber ich finde nicht, daß ich die Karre gegen die Wand fahre, auch nicht in anderen kreativen Ecken.


Ich sage ja: Man will das dann oft verhandeln. Muss man aber nicht. Ist doch alles gut, wenn jemand seine Freude hat und was macht. Das ist alles relativ.
Problematisch wird es für mich nur, wenn man die faktischen Verhältnismäßigkeiten nicht sieht, weil man sie nicht sehen kann, jedoch das Urteilen beginnt.
Ein Beispiel dazu wäre, dass jemand z.B. ein schnelles Keyboard-Solo als Gedudel pauschaliert, nur weil ihm die Fähigkeit fehlt, das wahrzunehmen, was da im Moment virtuos, spontan und kreativ stattfindet. - Für den sich angedudelt Fühlenden ist das halt nur nicht auflösbar. ... . Ist aber nicht das Problem des Keyboard-Solos, sondern der Wahrnehmung des Zuhörers.
Wenn man dann die Skala des Möglichen/Wahrnehmbaren dorthin erweitert, wird der musikalische Gehalt eine Akkorfolge a - F -d auf den weißen Tasten eines Keyboards entsprechend weit unten einzuordnen sein, auch wenn der Schöpfer dieser 3 Griffe denkt, es ist musikalisch super.
D.h. natürlich nicht, dass er sich deshalb schlecht fühlen muss. - Er weiß ja nicht, was alles an Wahrnehmung und musikalischer Möglichkeit nicht vorhanden ist.
Das klingt jetzt vielleicht überheblich, soll es aber überhaupt nicht sein. Es ist aber halt so.
 
mixmaster
mixmaster
なんでもない
Juti, und ja, ich weiß solch virtuose Soli zu schätzen und mag es auch nicht, wenn gute Spieler dann gegradiert werden, nur um selbst besser dazustehen.

P. S. Hab mich dann auch gleich noch 45 Minuten ans Klavier (Keyboard) gesetzt, um etwas aufzuholen :wixx:
 
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AxelFH
AxelFH
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Habe ich das überlesen? Oder ist allen hier ausser mir klar, was "Richtig Klavier spielen lernen" heisst?
Geht es Dir @Pouli um den richtigen Umgang mit dem Klavier, also Sitz-/Fingerhaltung etc., oder um die Musik?
Als ich mich damals entschieden habe, Klavier spielen lernen zu wollen, bin ich zuerst zu einem "Klassiker". Wir wurden uns nach sehr wenigen Lektionen einig, dass aus uns nichts werden wird.
Nachdem ich dann erkannt habe, dass ich frei von Noten spielen lernen, also improvisieren wollte, half mir ein Jazzpianist weiter.
 
S
StopTheNerd
nIcHt AlLeS wAs StÖhNt IsT mUsIk
Richtig Klavier spielen lernen heißt >richtig->Klavier->spielen->lernen.
Das fängt schon beim Instrument an, dem Klavier, gute Hybridpianos mit echten Klaviermechaniken oder sogar einem Flügel.
Alles andere ist eigentlich nur Noten spielen lernen.
Ich finde das Roland Fantom 8 von der Tastatur und Sound auch spitzenmäßig trotzdem liegen aber zu einem Klavier Welten dazwischen.
Wenn es um <richtig Klavier> geht sollte es auch <richtig Klavier> sein,denn es geht nicht nur um die Tastaturfrage sondern um das ganze Instrument und die Lebendigkeit an sich und das erlernt man nicht über ein Keyboard.
Klingt wahrscheinlich für viele wieder super abgehoben aber es ist so wie es ist wenn man von richtig spricht.

Welche Art und Intensität von Unterricht eine geeignete wäre ist abhängig davon welche Ziele und Entwicklung du mit dem Klavier verfolgst.
Wenn du von Kritikern eines Tages deinen Chopin begutachten lassen willst dann kommst du an Privatunterricht und Institutionen mit täglich mehrstündigen Üben und Lernen nicht vorbei.
Für Klimpern spielen lernen sind Onlinetutorials keine schlechte Idee und bis zu einem gewissen Grad auch dienlich.
Ausschließliche Onlinetutorials machen aber keinen Pianisten aus dir denn dafür braucht es anleitenden und eingreifenden Präsenzunterricht der fördert und fordert.
 
bernybutterfly
bernybutterfly
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Richtig Klavier spielen lernen heißt >richtig->Klavier->spielen->lernen.

Wenn es um <richtig Klavier> geht sollte es auch <richtig Klavier> sein,denn es geht nicht nur um die Tastaturfrage sondern um das ganze Instrument und die Lebendigkeit an sich und das erlernt man nicht über ein Keyboard.
Klingt wahrscheinlich für viele wieder super abgehoben aber es ist so wie es ist wenn man von richtig spricht.

Ich stimme dir da voll zu.
Das Problem ist halt nur, dass gute Klaviere richtig Geld kosten. - Und guter Unterricht auch.
Allerdings steigen die Neupreise so, dass der Wertverlust ausgegleichen wird. - Obwohl in dem Moment ein baugleiches Neuinstrument noch neu käuflich wäre. (anders als bei Vintage-Synths, die nicht mehr gebaut werden.)
Ich hab mal einen Yamaha CIIIF, der neu 21.000.- DM gekostet hat, nach 10 Jahren für 10.000.- € verkauft. Der Neupreis war inzwischen 25.000.- € . 10 Jahre diesen Flügel spielen für 500.- € .
 
S
StopTheNerd
nIcHt AlLeS wAs StÖhNt IsT mUsIk
Ich stimme dir da voll zu.
Das Problem ist halt nur, dass gute Klaviere richtig Geld kosten. - Und guter Unterricht auch.
Allerdings steigen die Neupreise so, dass der Wertverlust ausgegleichen wird. - Obwohl in dem Moment ein baugleiches Neuinstrument noch neu käuflich wäre. (anders als bei Vintage-Synths, die nicht mehr gebaut werden.)
Ich hab mal einen Yamaha CIIIF, der neu 21.000.- DM gekostet hat, nach 10 Jahren für 10.000.- € verkauft. Der Neupreis war inzwischen 25.000.- € . 10 Jahre diesen Flügel spielen für 500.- € .
Gehe ich auch voll mit.
Richtig Klavier&Unterricht können schon ziemlich extravagante Unternehmungen sein. Nicht zu vergessen auch beiläufige Nebenkosten der Instandhaltung natürlich.
Ist natürlich klasse einen C-Flügel zu haben und den Platz. Bei häuslichen Platzfragen sind Uprights wie die Yamaha U`s oder auch ein kleines Bechstein neben dem Zwecke aber auch sehr schönes Mobiliar. Gibt ja auch generalüberholte Gebrauchte.
 
bernybutterfly
bernybutterfly
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Gehe ich auch voll mit.
Richtig Klavier&Unterricht können schon ziemlich extravagante Unternehmungen sein. Nicht zu vergessen auch beiläufige Nebenkosten der Instandhaltung natürlich.
Ist natürlich klasse einen C-Flügel zu haben und den Platz. Bei häuslichen Platzfragen sind Uprights wie die Yamaha U`s oder auch ein kleines Bechstein neben dem Zwecke aber auch sehr schönes Mobiliar. Gibt ja auch generalüberholte Gebrauchte.

Die U-Serie ist jeden Cent wert. - Habe seit 25 Jahren ein MPX100 DiskSilent, da ist ein U1 drin. Das macht mir jedes mal Freude, wenn ich einen Ton spiele, wegen seiner unglaublich filigran und präzise arbeitenden Tastatur. Helle Abstimmung, ideal für alte Musik und Avantgarde.
Seit einem halben Jahr steht noch ein 2. U1 Silent im WZ. (Geldanlage, die man nutzen kann ...) . Anderer Anschlag, mehr Widerstand, ebenso präzise. Warme, volle Intonation. - Ganz anders wie das MPX100 - erfreulicherweise ;-) Kommt schon an einen Salonflügel ran vom Klangvolumen. Mein Stimmer, der auch Klavierbauer ist, meinte dazu: Ein tolles Instrument. - Leider. (Er sieht das aus Sicht der deutschen Hersteller. Ok, da muss man 13K dafür hinlegen neu; ein gleichwertiges Steingraeber liegt aber schon bei 30K ohne Silent). Hammer ist der eingebaute 9' Yamaha-Flügel. Wurde mit Kunstkopf aufgenommen ... . Einfach sagenhaft, was Yamaha da macht.
Und: Richtig: U-Serie kann man gut gebraucht/generalüberholt kaufen.
 
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Arvin
Arvin
ECM Junkie
Ich finde das Roland Fantom 8 von der Tastatur und Sound auch spitzenmäßig trotzdem liegen aber zu einem Klavier Welten dazwischen.
Lese Eure Diskussion gerade mit.

Gutes hört man ja auch vom Kawai VPC1. Bin eigentlich Gitarrist (Hobby), überlege aber auch derzeit, ob das nicht eine Alternative wäre um "richtiger" Klavier spielen zu lernen (ich kann es nicht wirklich, ausser ein wenig improvisieren und mir Akkorde zusammen zu suchen). Jedenfalls, nach dem was man so liest/hört, sollte die Tastatur des VPC1 es aber hergeben ? Ein richtiges Klavier, also Upright, geht wg. Nachbarn und aus Platzgründen bei mir sowieso nicht.
 
bernybutterfly
bernybutterfly
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@Arvin
Das VPC1 ist schon gut. Du brauchst halt einen Tonerzeuger (Pianoteq?). Und dann muss die Dynamikkurve angepasst werden. Das finde ich eigentlich das Wichtigste bei einer Klavierprothese. - Noch wichtiger wie die letzte Nuance von irgendwelchen Resonanzen, die simuliert werden ... .
Sehr gut sind bereits die kleinen Yamahas (P-125 und das geschrumpfte P121). Da finde ich das Dynamikverhalten hervorragend. Aber auch Roland in der 1,3k-Klasse ist sehr schön spielbar.
Man hat beim Yamaha P-121 maximale Mobilität. Stufenloses Pedal gibt es auch ... . (Ist mein Teil zum schnellen mal mitnehmen. Ziehe ich dem Kawei ES7 inzwischen vor, das auch da ist.
Vielleicht mal anchecken. - Pianoteq kann man ja auch über ein Digitalpiano spielen, wenn man möchte. Dann brauchst du kein zusätzliches Equipment.
Ach ja: Die Nils Frahms-Klaviere von NI sind auch hervorragend zum Musikmachen.
 
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Arvin
Arvin
ECM Junkie
@berny

Danke für die Info's. Was den Tonerzeuger angeht hatte ich ja vor einiger Zeit schon mal mit dem Roland Integra geliebäugelt, da für alle möglichen anderen Sounds in meinem Homestudio auch verwendbar. Aber vermutlich ist Pianoteq dann sicher nochmal soundmäßig darüber ? Der Integra ist ja schon seit geraumer Zeit auf dem Markt.
 
Klaus P Rausch
Klaus P Rausch
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Thema Klavier, Digitalpiano samt passender Tastatur und wie es mit Tonerzeugung ausschaut, ist eigentlich abseits von "Habt ihr Klavierunterricht genommen?" ein abendfüllendes und einen extra Fred wert. Nicht an einen alten anheften, es gab in den letzten Jahren einige Fortschritte @Moogulator
 
 


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