RIP † - Keith LeBlanc

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Gerade erfahren über facebook. Keith LeBlanc war anfangs Schlagzeuger zuerst bei Produktionen der Sugar Hill Records, und damit Rhythmus gebend bei vielen alten HipHop Produktionen (Grandmaster Flash). Dabei arbeitete er mit Skip McDonald und Doug Wimbish zusammmen. Später starteten die 3 zusammen mit Adrian Sherwood (On-U Sound Label) das Projekt "Tackhead". Ihr Einfluss war in der zweiten Hälfte der 80er gewaltig auf Industrial Bands und sie alle (oder einige von ihnen) arbeiteten z.B. mit Nine Inch Nails (Pretty Hate Machine), Cabaret Voltaire ("Code" von 1987) und mit Ministry zusammen.
Ministrys "Twitch" von 1986 klingt teilweise sehr nach Tackhead, denn der Produzent war Adrian Sherwood, und die Drums sind teilweise von Keith LeBlanc.

Die Tackhead Combo inkl. Adrian Sherwood hat dann auch mit Mark Stewart ab seiner zweiten Platte zusammengearbeitet, und ein weiteres Projekt war geboren, Mark Stewart + Maffia.

Keith LeBlanc hat auch tolle Soloplatten veröffentlicht, seine "Major Malfunction" von 1986 ist super und hat Parallelen zur "Twitch" von Ministry.

RIP, ich fand den immer klasse. Die Musik aus deren Umfeld kenne ich seit ca. 1989.


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du meinst eher aus dem Dub Bereich der On-U Sound Produktionen? Das war eher weniger mein Ding. On-U Sound ist ja vor allem für ihre Dub Veröffentlichungen bekannt.
yap,
aber bei on u sound war ja auch viel experimentelles zwischen dub und industrial am start.
sehr abgefahrenes label!
(war in den 90 ern bei unzähligen konzerten)
 
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😢 Habe etliche Platten mit bzw. von ihm, also für mich damals war er sowas wie "Mr. DMX" 😉
RIP Keith Le Blanc
Hier gibt es ein paar nähere Infos im allgemeinen zu Keith LeBlanc und auch die DMX ist ein Thema


ich finde es schade daß er relativ unbekannt geblieben ist, obwohl er nicht unbedeutend war. Ich glaube nicht daß wir auf spiegel oder andere deutsche Medien eine Nachruf auf ihn lesen werden.
 
ja ich hatte mal ne Sampling CD von ihm, aber habe dann vor ewigen Zeiten diese wieder verkauft weil ich von KLB ganz viele Drumloops direkt als REX Files und Cubase Spuren gekauft habe. Das sind auf meiner Festplatte 24 GB. Muß ich mal wieder angehen und damit arbeiten.
 
einen habe ich noch, weil ich's gerade höre: Ministry - The Angel von 1986, Produzent Adrian Sherwood, Drums /Drumprogramming: Keith LeBlanc
Ich mag ja eh die "Twitch" total gerne, insbesondere aber diesen Track, den fand ich immer herrlich sentimental synthpoppig, gleichzeitig aber auch sperrig und experimentell mit den Effekten und Samples.

 
Russell Haswell bei dessen Konzert ich kürzlich in Belgien war hat ihm eine große Huldigung gegeben und 2 Stücke gewidmet. Auf dem Modular. (Vorgruppe zu Autechre). Tackhead war fett.
 
RIP

Der Name Keith LeBlanc war mir nicht bekannt, bzw. ich konnte mich an den Namen nicht mehr erinnern, dafür aber sehr gut an das Cover seiner Sample-CD "Kickin' Lunatic Beats Volume 1" im Best Service Katalog Winter 96 - Frühjahr 97. Damals habe ich diese CD nicht gekauft. Audio-Version hat 145 DM gekostet. Dann habe ich im Katalog noch damals notiert, dass es Volume 2 angeblich im AKAI-Format für 348 DM gab. Weiß nicht mehr, wessen Auskunft das war. Entweder Best Service am Telefon oder Musik Schmidt in Frankfurt vor Ort oder irgendeine Zeitschrift etc. Es gab damals sooo viele verschiedene Sample-CD's. Ich habe damals andere CD's bzw. CD-ROM's gekauft. Jetzt aber beim Googeln die "Kickin' Lunatic Beats Volume 1" als Audio-CD bei eBay entdeckt und gekauft. Absolut neu inkl. Versand für unter 20 €. Ist schon angekommen. Hätte die CD nur Loops enthalten, hätte ich sie wohl nicht gekauft. Besonders scharf war ich auf die Single Hits, sprich die Einzelschläge im letzten Teil der CD. Das erste Anhören lässt vermuten, dass man damit Einiges anfangen kann. Die Sound-Zusammenstellung zwar klein, aber fein. Bzw. Sounds wie Kicks gibt's mit je 4 Schlägen pro Sound. Und die Loops wollte ich eher als Inspiration. Oder man könnte Loops mit Einzelschlägen ergänzen. Oder Einzelschläge z.B. verhallen und zu den Loops dazu mischen.
 
Tackhead, Mark and the Maffia mit 2 f - das war für mich echt ein großes Sounderlebnis - ich glaube das war ziemlich Indie, man konnte es also übersehen. Ich hab die nur über diese Ecke gekannt - Grenzwellen und so halten dabei.

Adrian Sherwood und On-U-Sound waren dann die andere Seite dieser "Szene". Ich bin eh nicht sicher, ob man das kennt, ich hab in meinen Samplern einige Sounds, die ich "Tackhead" nannte weil ich diese Art von Sound damit in meinem Kopf so sortieren konnte. Hab sie eingesetzt aber waren natürlich eigene - mit FX - aber dick von ihnen "influenced". Also besten Dank dafür. Frühzeit des Samplings etc.
 
Dazu fällt mir ein daß ich Anfang der 90er einmal bei einem Wettbewerb der Zeitschrift Keyboards mitmachen wollte, das war höchstwahrscheinlich '92. Damals war ich stark von den ersten beiden Solo Alben von Keith LeBlanc beeinflusst und hatte einen Track auf Kassette aufgenommen, welcher ähnlich wie die Sachen von Keiths Soloalben war oder sein sollte. Ich hatte einen Roland D-70, den TG77 von Yamaha und noch einen DX21 von Yamaha und einen Korg DDD1 Drumcomputer, das waren meine Werkzeuge.

Um zu demonstrieren was ich meine, in diesem Track wird es deutlich, sowas ähnliches wollte ich machen, wenn einzelne Drumschläge viel Hall oder andere FX wie Flanger bekommen, andere nicht, oder dieses typische Trrrrrrrrrrrrrrrrr, wie ein Rattern und in der Tonhöhe abfallend, sicherlich ein Drumcomputer wo 64tel hintereinander abgefeuert werden. Einflüsse von Dub sind klar erkennbar, das haben wir sicherlich auch Adrian Sherwood zu verdanken.

Klasse Track von 1988 von der Stranger Than Fiction:

 
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ich habe alle o.g. lps und 12" vor jahren verkauft, aber gestern beim stöbern in meinen tapes eine aufnahme gefunden, die ich damals mit dem Sony WMD3 gemacht habe. zwei tracks aus dem konzert hab ich mal schnell digitalisiert:
Anhang anzeigen Tackhead live .mp3
Mark Stewart w the Maffia, Tackhead Sound System & Adrian Sherwood live @ LOFT Berlin, 28/4/1988
 
Werde etwas sentimental, wenn ich Marks Stimme und diesen einzigartigen Gesang höre.
Habe ihn mit der Maffia auch in den mittleren 80ern das erste Mal gesehen, mit der Pop Group vor einigen Jahren dann das letzte Mal.
Mark Stewart und die Maffia hatten wirklich einen ganz eigenen Sound.....
 


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