Sampler/Sequencer mit Modular für "on the road"

adam

Obendrauf und nebenher
Hallo zusammen,

ich plane derzeit den Urlaub meiner Familie. ;-)

Ich möchte mir gerne ein paar Eurorack Module im Skiff zusammenstellen, die ich dann "on the road" mit einem externen Sequencer/Sampler ansteuern und aufnehmen möchte.

Was ist mir wichtig:
  • Vergleichsweise simple Bedienung. wenig Shortcuts, vernünftiges Display
  • Leichter Export in Ableton Live
  • Preis bis 1.000€
Was ist weniger wichtig:
  • CV Interface (habe einen CV.OCD)
Im Moment sehe ich am Markt nur zwei Optionen. Digitakt und MPC Live. Für den Digitakt spricht die Elektron-Bedienung, die ich ganz gut kenne und das Ding scheint recht simpel zu sein. Zumal dürfte Overbridge ein sehr einfacher Weg sein, um die Spuren in Ableton zu bekommen. Für die MPC Live sprechen die weiteren Möglichkeiten, die Batterie (wenn ich mal ohne Modularsystem unterwegs bin) und das ordentliche Display. Den Ableton Live Export scheint es nur mit der Force zu geben, die mir aber zu fett ist. Ansonsten hatte ich den Deluge im Blick, aber finde dort die Bedienung zu kryptisch.

Was meint ihr?
 
So kryptisch ist der Deluge aber nicht - und er hat CV&Gate .. und Elektrons haben bei 4 Takten schon Schluss.
Cirklon ginge noch - ist aber teurer & hat keinen Akku.

Nur für Urlaub machen - wäre das aber alles ein bisschen teuer.
Ableton Struktur gibt auch die Electribe raus. Bedienung ist in der Tat einfach und simpel.
 

klangsulfat

Nein-Voter
Dachte ich damals nach dem Anschauen diverser Videos auch. Ich habs trotzdem gewagt und nach 30 Minuten am Deluge wurde ich eines Besseren belehrt.
 
Kann da nur zustimmen.
Das einzige was schwer ist, ist dass du aus dem Zoom-Komfort raus bist und auch dafür kannst du dir Arbeitsweisen angewöhnen, die helfen.
Ansonsten ist es wesentlich einfacher als man meint - und - der Vorteil ist - du hast Multisampling und ähnliche Dinge, die du bei anderen nicht findest und deine Patterns können unendlich lang sein, bei 1000 Takten hab ich aufgehört zu zählen, siehe SynMag Test - gerade aktuell.

Horror kann ich also nicht bestätigen, aktuell ist er für mich sehr nah an dem, was man wirklich braucht und zwar für Komposition und Co -
nur die Electribes sind schneller, haben dafür aber mehr Limitationen.

Ich würde mir aktuell MPCs, Cirklon und Deluge ansehen, das sind aktuell die Konzepte, die man für alles was nicht aus 4 Takten zusammen gebaut ist alles ganz gut, Cirklon ist eine Art Bindeglied zwischen allen Konzepten. Aber auch er könnte eine Alternative sein. Er ist aber ein reiner Sequencer und meiner Ansicht nach ist Sampling in einem solchen Sequencer eigentlich sinnvoll und immer richtig, man braucht es eh irgendwie und deshalb .. wieso nicht gleich so.
Dh - der Cirklon ist eher für die Puristen und Steuerer dann die Idee, weil niemand stellt sich gern noch nen Sampler dazu, oder doch? GR1? Sowas?

Naja, ich will nicht abschweifen, also ..
Ist ein bisschen die Frage der Arbeitsweise und so, ich mag Sachen die Live sinnvoll sind und daher bin ich live noch immer bei den alten Electribes, sie können nicht alles, aber - sie haben 8 Takte und Slicer sind gut und so, sie sind in ihrer neueren Variante nicht mehr so spontan, weil zB einen LFO anlegen ein Eintrag mit 72 Einträgen ist. du wählst quasi mit einem Knopf Wellenform und Ziel aus, deshalb ist das so - Gespart an der falschen Stelle, sonst ist die an vielen Stellen verbessert aber auf 4 Takte verkürzt. Wenn du Acid machst - oder Techno - oder EDM - reicht das total aus.
Wenn du eher längere Melodien oder Bässe hast - Akkorde und so - dann ist es eher das oben vorgeschlagene. Und eben Deluge!
Der hat nur noch den Nachteil, dass es ihn hier nicht im Laden gibt, ein Fehler - aber die sind eine 2-Mensch-Firma.

Find super, was die da machen und pflegen die Software auch gut.
 

Lauflicht

x0x forever
Die Live hat leider kein CV sonst für mich die ultimative Kiste. Auch wegen des Akkus. Man muss sich aber der MPC-Arbeitsphilosophie unterordnen. Also nix step Eingabe oder so. Die live ist für einen Rucksack aber recht sperrig und schwer. Mag vielleicht auch nicht jeder.
 

adam

Obendrauf und nebenher
Umso mehr ich über die Deluge lese, umso mehr interessiert sie mich. Die Features sind schon erschlagend. Nur der anschließende Export in die DAW scheint mit den beiden Ausgängen etwas komplizierter zu sein. Leider kann man das Ding hierzulande nicht testen.
 

klangsulfat

Nein-Voter
Umso mehr ich über die Deluge lese, umso mehr interessiert sie mich. Die Features sind schon erschlagend. Nur der anschließende Export in die DAW scheint mit den beiden Ausgängen etwas komplizierter zu sein. Leider kann man das Ding hierzulande nicht testen.
Weiß nicht, wo du wohnst. Im Rhein-Main-Gebiet könnt ich ihn dir mal zeigen. Auf der Superbooth in Berlin ist der Hersteller sicher auch anzutreffen.

Export einzelner Spuren zur DAW geht prinzipiell, ist aber umständlich. Man muss halt Spur für Spur resampeln. Ein komfortabler Export steht bei den Feature-Requests sehr weit oben und ich bin mir fast sicher, dass wir da nicht mehr lange drauf warten müssen. Auf der Superbooth wird Firmware 3.0 vorgestellt, vielleicht haben die das dann schon drin.
 
Weiß nicht, wo du wohnst. Im Rhein-Main-Gebiet könnt ich ihn dir mal zeigen. Auf der Superbooth in Berlin ist der Hersteller sicher auch anzutreffen.

Export einzelner Spuren zur DAW geht prinzipiell, ist aber umständlich. Man muss halt Spur für Spur resampeln. Ein komfortabler Export steht bei den Feature-Requests sehr weit oben und ich bin mir fast sicher, dass wir da nicht mehr lange drauf warten müssen. Auf der Superbooth wird Firmware 3.0 vorgestellt, vielleicht haben die das dann schon drin.
Ja, der Hersteller ist da.
Ich hatte letztes Jahr dort mal angeregt eine Bedienbox mit Knöppen in der gleichen Größe rauszubringen, leider null Interesse seitens des Herstellers. Ich finde auch das UI unbedienbar besonders der Synthese. Das macht doch null Spass damit Klänge zu erstellen
 

Niki

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Kann dir aber den Digitakt herzlich empfehlen. Mit nem cv interface geht da echt viel. Für live sachen eignet er sich auch super.
Den Digitakt kannst du auch mit fast jeder powerbank betreiben. Brauchst nur den adapter. Koma elektronic hat eins, gibt aber auch billiger.
 
Stimmt.
Das stand schon zehn Posts weiter vorn das sie das nicht über Tasten sonder nur über das Tatschding können.
Ja, hab ich auch schon gemerkt - du kannst mir einen guten Morgen wünschen.
Ehre wem Ehre gebührt als Erstnennender!

Aber - beim MPX X könnte man noch mal gegenprüfen, wenn das da nicht so ist, wäre das etwas schade - gibt ja mehr "Modus"-Taster.
Ich hab die neueren Versionen nicht auf dem Schirm, daher - gern posten, wenn das einer weiss.


ARBEITSWEISEN SUCHE:
• 1) Velocity!
Ach - eins noch - die Eingabe von dynamischen Noten ist sehr verschieden - manche über Pads direkt und dynamisch - oder Stepeingabe und über einen Taster oder sogar direkt über Pads - ich wollte zwar immer Pad-Eingabe mit Step-Eingabe, muss aber sagen, dass das 1) nur wenige Hersteller machen (Analog Rytm zB kann das), aber 2) du das Feingefühl ohne "Relation" zu anderen gespielten Noten leider verlieren wirst - meist - auch mit recht häufiger Nutzung - dh - du setzt dann doch eher ein paar Noten und stellst deren Vel-Wert ein - mir ist das wichtig - das geht beim Deluge sehr gut, bei den Tribes geht es auch ganz gut, bei der Rytm finde ich es sehr sehr gut und beim Spectralis kommt man da auch recht gut klar.

Solche Dinge können manchmal auch entscheiden, wie gut eine Bedienidee ist und sehr sehr oft musst du dir das zusammensuchen und das nehmen,was noch am nächsten an dir dran ist..

• 2) Was soll Stepeingabe leisten und wie?
Deshalb ist das recht wichtig - ich brauche die Stepeingabe primär um Steps im Livebetrieb wegzuschalten, bevor sie gespielt werden - das sehen andere anders, zB um welche zu setzen, was ich auch tue - aber wie schnell das geht spielt die Rolle.

• 3.) Slices und Loops
Zweites Thema: Slices setzen und wieder raus nehmen oder Teile davon - das ist bei den Tribes super - weil sie in place bleiben, Maschine vergisst vorige Noten die mal weggesetzt werden per Step - dh du kannst eine mal gespielte Melodie oder Beat oder Slice nicht mehr leicht "wieder herstellen" - du musst sie quasi wieder neu machen - und das ist was, was die Lauflichtmaschinen meist eher machen als die die das nur nebenbei tun.

Hier also aufpassen
Das mit den Slices ist noch krasser, weil die Position im Loop auch noch wichtig ist, wenn das vergessen wird, ist es zwar freier aber du findest es nicht gut wieder, weil du das passende Segment auswählen musst.
 

klangsulfat

Nein-Voter
Den Digitakt kannst du auch mit fast jeder powerbank betreiben. Brauchst nur den adapter. Koma elektronic hat eins, gibt aber auch billiger.
Ganz so unkompliziert ist es nicht. Diese ganzen Billigadapter von 5V auf 12V kacken bei 1A (und die braucht der Digitakt) ab. Und sollten sie mal funktionieren, sauen sie dir das Audiosignal ein. Für eine gescheite Powerbank, die 12 V liefert, bist du ganz schnell bei 100 EUR.
 

adam

Obendrauf und nebenher
Also der Digitakt ist mir dann ggf. doch etwas zu begrenzt. Die MPC Live finde ich schon noch spannend, aber tatsächlich ausgesprochen schade, dass sie keinen CV/Gate Anschluss hat.

Das spricht auch für die Deluge. Das wären ein paar Gerät weniger, die ich mitnehmen müsste, da kein CV Converter nötig ist und ein Akku verbaut wurde (plus Betrieb über USB!). Der fehlende europäische Vertrieb ist allerdings nen Punkt. Plus Zoll-Nerv. Mal sehen, ich werde weiter beobachten.

Frage mich, warum nicht Ableton mal mit so nem mobilen Live-Ding um die Ecke kommt...
 

adam

Obendrauf und nebenher
Bin mittlerweile beim Octatrack angekommen. Auch wenn der die Anforderung "leichte Bedienung" wohl erstmal nicht erfüllt. Aber mit dem Ding kann ich ernsthaft Musik mit dem mobilen Eurorack Case machen. Da ist ja Looper (bekommt der Deluge nun allerdings auch...), Mixer, Effektgerät und mächtiger Sampler drin.

Den Deluge finde ich mittlerweile auch spannend, aber nur einen externen Eingang? Ehrlich? Das finde ich zu begrenzt.
 

newuser

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Bin mittlerweile beim Octatrack angekommen. Auch wenn der die Anforderung "leichte Bedienung" wohl erstmal nicht erfüllt. Aber mit dem Ding kann ich ernsthaft Musik mit dem mobilen Eurorack Case machen. Da ist ja Looper (bekommt der Deluge nun allerdings auch...), Mixer, Effektgerät und mächtiger Sampler drin.

Den Deluge finde ich mittlerweile auch spannend, aber nur einen externen Eingang? Ehrlich? Das finde ich zu begrenzt.
Na Gott sei Dank ist der Oktatrack einfach bedienbar und hat so viel mehr Speicher kann Multisamples usw. ;-) :doc::doc::doc:
 


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