SEM-Filter mit LM13700?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Anonymous, 31. Oktober 2006.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hat eigentlich schonmal jemand versucht den SEM-Filter mit LM13700 statt CA3080 aufzubauen?

    Der Tommy meinte mal, der CA3080 würde den speziellen Klang ausmachen.
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    erinnert mich sehr an unsere Polivoks-Testereien, und die klangen einfach schon sehr unterschiedlich, eins eher weich, ein anderes schon eher böse, beide aber gut irgendwie..
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    @Sonicwarrior
    Hast du Pläne.
    Ich suche dringenst nen Sem filter.
    Allerdings schon gelayoutet.

    die Originalpläne sind ja verfügbar, ist aber zu schwer für mich..............
    Ich möchte so schnell wie möglich mehrere Sem- style Filter.


    Das Multimode von EFM soll ähnlich sein .
    Kennst du das ?

    Da hat doch sicher schon wer mal was fabriziert.

    @Mic
    war das UA776 das böse ?
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Nee, ich hab nur die SEM-Dokus.
    Da ist ja kein fertiges Layout zum ätzen dabei.

    Das Projekt SEM-Filter mit LM13700 ist bei mir erstmal
    in der Denkphase, was realistischerweise heisst,
    dass es frühestens in 1 Jahr fertig geplant ist und vielleicht
    in 2 Jahren fertig. Es sei denn, ich komme endlich mal zu Potte.

    Es ist allerdings nicht auszuschliessen, dass ich mich irgendwann
    mal verknalle. Das wäre dann die reinste Katastrophe. ;-) :lol:
     
  5. LOL
    Kenn' ich doch irgendwie.

    Aber Du hast doch 'nen SemTex .... *G*

    Im Ernst:

    Das SEM-Filter ist ein einfaches State-Variable Filter (12dB).
    Das ist doch in 'ner Stunde ge-bread-boardet.

    Und dann kann man ja die OTAs ersetzen - das ist kein großer Aufwand.
    Ein paar Widerstände anpassen, evtl. die FET-Sourcefolger durch TL071 ersetzen.
    Den MOD-Inverter kann man ja erstmal weglassen zum testen
    Nur so als Idee.

    Es ist ähnlich, allerdings sind da zwei gravierende Unterschiede:

    1. - Es wird ein LM13600 verwendet, statt der CA3080.
    Der 13600 soll übrigens auch besser, oder musikalischer klingen, wegen der Ausgangsstufe, die wohl nicht so "präzise" (sag' ich mal) wie die des LM 13700 ist. Vieleicht der selbe Effekt wie beim "ungenauen" CA3080 - vielleicht fügt er dem Signal einfach das Quentchen Dreck hinzu, welches dem Filter Charakter verleiht.

    Fällt mir grad' ein: Vor einiger Zeit habe ich mein altes Formant-Multimode mal testhalber in Betrieb gehabt (das habe ich noch von damals übrig), das ist im Prinzip die gleiche Schaltung. Es klang überraschend gut, hatte ich gar nicht mehr so in Erinnerung. (Auch mit 3080)

    2. - Das SEM-Filter hat (im Gegensatz zum EFM-Design) ein nicht-linearen Rückkopplungsweg (Resonance), die 2 Dioden plus dem Kondensator.
    Ich denke, daß das bestimmt ein wesentlicher Punkt für den Sound ist.

    Kann aber auch anders sein. EFM schreibt ja, daß deren Multimode auf dem SEM basiert - warum haben sie dann den Rückkopplungsweg nicht genauso gemacht?
    Kann natürlich auch 'ne Sparmaßnahme sein, das EFM Design sieht ja noch nicht mal hochohmige Auskopplungen (die FETs beim SEM) vor.
    Auch der CV-Eingang und Expokonverter ist deutlich sparsamer ausgefallen.

    Alles in allem eine recht simple Geschichte - mit gutem Experiment-Faktor.

    Also Jungs - das Breadboard 'rausgekramt und los. :D
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Aber sicher.
    Jedes resonanzfähige Filter arbeitet irgendwann im nichtlinearen Bereich.
    Die Frage ist nur welcher Schaltungsteil das ist, der bei 'die Amplitude müsste gegen unendlich wachsen' zuerst 'aber nicht mit mir' sagt.

    Bei den OTA (CA3080, LM13700 ...) Filtern übersteuert die Eingangsstufe selber recht schnell (deswegen sitzen da immer so 10k/200Ohm Teiler vor), auch das macht Sound. (Die hat bei Übersteuerung eine tanh-Kennlinie, damit kann man einem Dreieck sogar Obertöne klauen. Die LM13700 mit den Dioden (die man nicht benutzen muß) 'vertragen' wesentlich höhere Pegel(=weniger Rauschen) und klippen dann sehr eckig.)
     
  7. Na, das wär' doch eine Erklärung für den Soundunterschied.

    Hört sich für mich ein wenig nach Transistor- vs Röhrenverzerrung an.

    btw, ich hab bei Reichelt noch versucht LM13600 zu bekommen - is nüscht mehr, obwohl die noch im letzten Katalog aufgeführt waren.

    Vielleicht 'ne ähnliche Geschichte wie mit den 3080 - wir sollten die Restposten auftreiben.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Bei den 13600/13700 würde ich eher wenig Unterschied vermuten. Ist wohl irgendwas mit der Ausgangstufe (der Steuerstrom wird da noch mal reingespiegelt oder so) was relativ wenig ausmacht, genaueres hab ich da noch nicht gesehen.

    Was *sehr* vielversprechend ist mit dem Diodenstrom zu experimentieren.
    (Und, wie gesagt man muß die Dioden gar nicht benutzen, ich wollte so mal einen supersoften Verzerrer (andere nenen sowas PreAmp :twisted: ) bauen, erste Experimente mit Reaktor machen einen guten Eindruck, evtl. kriegt man damit auch einen guten Kompressor hin. (der Trick an einem guten Kompressor ist ja wohl, dass die Verzerrung, die er zwangsläufig macht bis die Regelung greift, vernünftig klingt.)
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Genau drum will ich ja noch mehr so Filter.
    Aber: wenns geht mit weniger Rauschen.

    von daher ists interessant was ihr schreibt bezüglich LM13600 und CA 3080.

    Restposten aufkaufen ? jo, bin flüssig :)
    Breadboarden und Layouten ? ........... :roll: ( aber naja, steckboard hab ich bald......... , mal gucken..... )


    Nach meinem letzten Telefonat am Samstag mit tommi wo ich wie jedes mal nach dem Felix Filter gefragt hab, machts den anschein dass es offfiziell nicht als modul rauskommen wird.
     
  10. tomcat

    tomcat -

    Post hinfällig. (s. Mail) ;-)
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Mit bread-borden hab ich's nicht so (Lochraster).

    So ein Steckboard hab ich zwar, aber noch gar nicht ausprobiert,
    wär vielleicht ja dochmal ne Idee.
     
  12. Bin ich jetzt verkehrt ?

    Unter Breadboard habe ich immer ein Steckboard verstanden.

    Ich ätze keine Platine mehr, bevor ich eine Schaltung (wenn ich sie selber gemacht habe, oder gemoddet) nicht auf einem - ähem - Steckboard aufgebaut habe.
    Ein kleiner Denkfehler und die ganze Arbeit - Layout, Ätzen, Bohren usw ist dahin. Ist (in weiter Vergangenheit) einfach zu oft passiert.
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Also Breadboard = Lochraster
    zumindest laut dict.leo.org.
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich glaube die weiseen steckbretter nennen die Protoboard
     
  15. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das erinnert mich daran, dass ich auf sdiy.de auch
    eine Fachwörterliste reinmachen wollte, die das übersetzen
    etwas erleichert.
     
  16. Moogulator

    Moogulator Admin

    denke schon, ja.. aber das hängt sehr von der kalibrierung ab, man kann da viel machen und es ist schon charakterlich eine veränderung..
     
  17. Jo, thx, man lernt nie aus. ;-)

    Also ich mein dann immer Protoboards.
    Lochraster mag ich nicht, sind auch zum Experimentieren imo nicht gut geeignet.
     
  18. So, aus aktuellem Anlass habe ich heute morgen mal mit dem LM13700 rumgespielt.

    Bisher: nur Frust.

    Ich habe dabei mehrere Internetbeispiele, sowie das Datenblatt als Vorlage benutzt.

    Ich bekomme mit keiner Ansteuerung das Ding auf Null Output.
    Will sagen: Es singt durch.

    Allerdings habe ich nur lineare Ansteuerung probiert, keine Exponentielle, was aber eigentlich auch keine Rolle spielt.

    So ist das Teil jedenfalls als VCA nicht zu gebrauchen. Weiß nicht was sich ein Ray Wilson dabei denkt, wenn er schreibt "it rocks".

    Wie leicht ist dagegen ein CA3080 zu handhaben.
    Ich hab' jedenfalls erstmal die Nase von dem Teil voll.

    Wenn jemand andere Erfahrungen damit macht, wäre es schön, davon zu hören.
     
  19. ok, ok,

    so was läßt mich ja nicht los. :roll:

    Hab' mich nochmal 'rangesetzt und es doch hinbekommen.
    Es reicht halt nicht, nur einen CV-Eingang zu benutzen, ein Offset-Poti muss doch her.

    Der Unterschied zu 'nem CA3080 ist nämlich der, daß dieser bei 0V Input auch "zu" ist, während der 13700 bei -Vs zu ist.
    Von daher wird die äußere Beschaltung auch ein wenig aufwendiger.

    Im Datenblatt ist nur ein Vorwiderstand vor dem Steuereingang vorgesehen, es muss aber doch noch ein Widerstand gegen -Vs, sonst schließt er halt nicht.

    Also Ray, sorry. ;-)

    Allerdings ist die Aussteuerung kritischer, je nach Eingangssignalen ist das Offset-Poti (oder "Initial Gain") wesentlich mehr zu verstellen, imho auch unlogischer, als beim CA3080.

    Wenn man die Eingangssignale übersteuert, tritt das auf, was Fetz beschrieben hat, es clippt sehr hart. Der Bereich des soften Clippings ist recht klein, von daher klingt der 3080 schon sanfter.

    Aber das läßt sich beim "kreativen" Sounddesign durchaus brauchen, von daher sollte so ein VCA auch einen Audio-Eingangsregler haben mit dem sich die Eingangsstufe auch kräftig übersteuern läßt.
    Das, was da aus meinen Werkstatt-Lautsprechern kam, war teilweise schon ziemlich interessant (von phaserartigen bis PWM-artigen Sounds).

    Den 13700 in ein Filter einzusetzen, dürfte damit einige Bastelei bedeuten.

    Aber grundsätzlich ist er damit doch tauglich, ich entschuldige mich nochmal für mein vorschnelles Urteil.
     
  20. Anonymous

    Anonymous Guest

    Soviel also zu dem Thema, dass ich ja schon ein SEM-Filter habe,
    wenn der dann etwas anders klingt ist das mE ziemlich geil.

    Ich vertrete halt nicht die "muss-klingen-wie-X"-Fraktion. :cool:
     
  21. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich hoffe ja dass das nicht nur für den chip gillt.................:roll:
     
  22. Anonymous

    Anonymous Guest

    Muß gar nicht: der Exponentialkonverter hat doch einen Stromausgang, der OTA wird mit einem Strom gesteuert: da ist es egal, dass der Bezug auf der negativen Versorgung plus ein paar Diodenstrecken sitzt.

    Wenn du in die Ansteuerung eine Transistorstromquelle setzt ist das Offsetproblem auch keins mehr, der Widerstand aus dem Datenblatt ist nicht der 'beste' Spannungs->Strom Wandler.

    Wenn der Eingang hart klippt hast du die Eingangsdioden mit dem 'Datenblattwiderstand' beschaltet. Laß ihn weg (und mach das Eingangssignal *viel* kleiner!) dann hast du CA3080 verhalten.
     
  23. Ich habe den Wderstand sowieso erstmal weggelassen, weil er auch in der Wilson-Schaltung nicht drin war.

    Später habe ich ihn dann mal eingestzt und musste feststellen, daß das Ausgangssignal schlagartig kleiner wurde, der Aussteuerbereich aber nicht viel größer - es clippte nach wie vor hart.

    Wenn man das Eingangssignal klein hält ist das Verhalten auch "sauber".

    Mir war wohl auch aufgefallen, daß der Steuerstrom in Form von DC-Offset ziemlich auf den Ausgang durchschlägt.


    Es war ein erstes Anfreunden mit dem Chip, wahrscheinlich werd' ich ihm mal in meinem nächsten Modul (als Steuerspannungs-VCA) ausprobieren.
    Ein Filter damit zu bauen steht seit gestern (dank sonicwarrior) zwar auf meiner Liste - aber ganz hinten.
    Und die Liste ist ziemlich laaaang.
    Aber wer weiß ... ;-)
     
  24. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich bin böse, ich weiss. ;-)

    Woher kommt mir das blos bekannt vor? :floet:
     

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