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Sequential Prophet 5/10

  • #631
Das Problem ist, dass man im Netz inzwischen alle möglichen Definitionen findet, und die Synths teilweise auch falsch bzw. irreführend beschriftet sind, z.B. wird beim SE-02 alles möglich so genannt:

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Auch Gemini bekommt es nicht auf die Reihe:

1767265219563.webp

🤷‍♂️
 
  • #632
Ich finde nicht das man dem P5/10 "phänomen" über diese schiene näher kommt: "Mehr möglichkeiten = besser".
In das die diskussion immer wieder abgleitet...

Es ist wohl eher etwas "akustisches" bzw system-design (wie oben schon gesagt worden ist).

Die reinen/puren OSZ vom P5 - klingen die eigentlich wie die anderen OSZ von DSmith!?
 
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M.i.a.u.: Lauflicht
  • #633
Die reinen/puren OSZ vom P5 - klingen die eigentlich wie die anderen OSZ von DSmith!?
ich befürchte, dass du das nicht so einfach herausfindest, auch wenn du die Synths nebeneinander stehen hast. Es kommt immer auf die interne Beschaltung, Pegel und Sättigungen an.

Technisch kann ich den "Vorteil" des P5/10 natürlich nicht bewerten, aber es ist halt ein wenig so etwas wie ein polyphoner Minimoog: Klingt fast immer gut, und man bekommt alles gewünschte schnell hingeschraubt.
... solange man in dem abdeckbaren Terrain bleibt, ist alles gut.
 
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M.i.a.u.: Rolo, Lauflicht und Hamudi2000
  • #634
Die reinen/puren OSZ vom P5 - klingen die eigentlich wie die anderen OSZ von DSmith!?
Der Unterschied, den es tatsächlich gibt, liegt in der Erzeugung des Sägezahns aus der Dreiecks-Welle des VCO-Cores des CEM3340 im Gegensatz zu den Saw-Cores der anderen Sequential-Synths (seien sie DCOs oder VCOs).
Siehe https://www.amazona.de/test-behringer-pro-1-analogsynthesizer-sequential-circuits-klon/, Kapitel zu den "Oszillatoren", die drei Absätze nach dem Bild mit der Platine.
 
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M.i.a.u.: Teiko, niere, Rolo und 3 andere
  • #635
Der Unterschied, den es tatsächlich gibt, liegt in der Erzeugung des Sägezahns aus der Dreiecks-Welle des VCO-Cores des CEM3340 im Gegensatz zu den Saw-Cores der anderen Sequential-Synths
da fragt man sich, was jeweils die Vor- und Nachteile sind, und warum das Verfahren beim P5/10 bei vielen gut (besser?) anzukommen scheint. Hat mal jemand Schwingungsform-Aufzeichnungen der Sägezahnwellen beider Corevarianten?
 
  • #637
Der Unterschied, den es tatsächlich gibt, liegt in der Erzeugung des Sägezahns aus der Dreiecks-Welle des VCO-Cores des CEM3340 im Gegensatz zu den Saw-Cores der anderen Sequential-Synths (seien sie DCOs oder VCOs).
Was hier im Video auch klanglich demonstriert wird:


N.B.: Die frühen Versionen des Prophet 5 nutzten SSM 2030 VCOs, die auf einem Saw-Core basieren. Der SynthR10 nutzt SSI2130 VCOs, dort ist ein Dreiecks-Core drinnen.

Somit ist ein Pro800 evtl. näher dran als ein Take 5.
 
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M.i.a.u.: Rolo und Scenturio
  • #639
Es wurden deutlich mehr Rev 3 produziert als Rev 1 und Rev 2 zusammen. Der Anteil der Hits mit Rev 3 dürfte deutlich höher, als der mit Rev 1 oder Rev 2 sein, somit ist der strahlende Rev 3 Klang in den Ohren der Hörer verankert. Neukäufer haben dann eh einen Rev 4.
 
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M.i.a.u.: Hamudi2000
  • #640
Es wurden deutlich mehr Rev 3 produziert als Rev 1 und Rev 2 zusammen. Der Anteil der Hits mit Rev 3 dürfte deutlich höher, als der mit Rev 1 oder Rev 2 sein, somit ist der strahlende Rev 3 Klang in den Ohren der Hörer verankert. Neukäufer haben dann eh einen Rev 4.
mein Rev4 steht zu 90% auf Rev2. Ist fast immer irgendwie besser
 
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M.i.a.u.: AtomA
  • #643
warum das Verfahren beim P5/10 bei vielen gut (besser?) anzukommen scheint.
Ich behaupte, dass dieser technische Umstand sehr wenig mit "dem Prophet-Sound" zu tun hat. Viel wichtiger sind die Parameterdimensionierung und das Userinterface. Einen OB-Xa bedient man ganz anders als einen Prophet 5 und deswegen klingen typische OB-Xa-Produktionen ganz anders als Prophet-Produktionen. Rein schaltungs-technisch sind die Unterschiede viel viel geringer als die Unterschiede zwischen den typischen Sounds (beide Synths sind quasi die 1:1 Umsetzung der Beispiel-Schaltungen aus den Curtis-Datenblätter).
Und auch Prophet 5 und Jupiter-8 tun sich in weiten Bereichen nix, obgleich hier tatsächlich die VCO Schaltung unterschiedlich ist.
 
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M.i.a.u.: Rolo, LaBoum, Scenturio und eine weitere Person
  • #644
Ich behaupte, dass dieser technische Umstand sehr wenig mit "dem Prophet-Sound" zu tun hat. Viel wichtiger sind die Parameterdimensionierung und das Userinterface. Einen OB-Xa bedient man ganz anders als einen Prophet 5 und deswegen klingen typische OB-Xa-Produktionen ganz anders als Prophet-Produktionen. Rein schaltungs-technisch sind die Unterschiede viel viel geringer als die Unterschiede zwischen den typischen Sounds (beide Synths sind quasi die 1:1 Umsetzung der Beispiel-Schaltungen aus den Curtis-Datenblätter).
Und auch Prophet 5 und Jupiter-8 tun sich in weiten Bereichen nix, obgleich hier tatsächlich die VCO Schaltung unterschiedlich ist.
Ich habe einen OB-8 neben dem Prophet-5 stehen, gleiche Curtis-Chips, ganz anderer Grundsound, völlig unabhängig von der Bedienung. Und die Unterschiede liegen in der Schaltung, die ist nämlich schon anders. Die Hüllkurven vom Oberheim sind zB langsamer, weil größere Kondensatoren verwendet werden. Im Signalpfad ist alles Mögliche anderes. Für den Oberheim-Sound entscheidend sind auch die OTAs, die in die Sättigung gefahren werden, bei den noch älteren Oberheims sogar noch mal auf der Summe (ich hab eine OB-X Summierstufe umschaltbar in meinen OB-8 eingebaut). Das Oszillator-Signal geht mit massig DC Offset in den Prophet, während im Oberheim ein recht kleiner Koppelkondensator sitzt usw...

Jupiter-8 finde ich wieder völlig anders, der hat noch schnellere Hüllkurven und klingt sehr clean (trotz Keramikkondensatoren im Filter) und sehr viel generischer (dafür wandelbarer) als der Prophet. In meinen OB-8 habe ich übrigens diskrete BA662 (Roland VCAs) Klone eingebaut, die sind auf dem Papier eigentlich identisch mit den in den Oberheim-Synths eingesetzten 3080 OTAs, aber es klingt ganz anders (viel cleaner, liquider, Roland-esquer). Bei Synths, wie auch sonst bei Audio, kommt es doch sehr auf die vermeintlichen Kleinigkeiten an...
 
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M.i.a.u.: Rolo, Die Iden des Maerz, Ed Solo und 5 andere
  • #645
Was auch einen Unterschied macht ist die Steuerung der Cutofffrequenz: Beim Prophet gehen die Filter nur komplett auf, wenn man zusätzlich zum aufgedrehten Cutoffregler noch Keyboardtracking oder Env-Amount draufschaltet. Beim Oberheim bekommt man hingegen den Filter gar nicht ganz zu, wenn Key Tracking oder Hüllkurve drauf ist, selbst wenn der Cutoff auf Null ist. Da muss man für manche Sounds Kompromisse eingehen (Keytracking aus), um gewisse Sounds realisieren zu können. Dieses unterschiedliche Verhalten trägt sicher auch dazu bei, dass man mit dem Prophet tendenziell andere Sounds als am Oberheim schraubt
 
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M.i.a.u.: Rolo, Palindrom und AtomA
  • #646
Ich habe das P5 Module und es ist mein Lieblingssynth. Ich kann es auch nicht erklären, aber der Grundsound ist wunderbar! Ja, die Möglichkeiten sind limitiert, aber ich bin überzeugt, wie schon manche Vorredner, dass Einschränkungen kreativitätsfördernd sind. Das erlebe ich bei sehr vielen Synths. Der P5 macht alles richtig und ich wollte unbedingt das Module, hat aber auch simpel was mit Platz und Workflow zu tun. Ich mag es meine Hauptsynths im direkten Zugriff zu haben und das schaffe ich bei großen Tastaturen nicht. Die Bedienbarkeit des Modules ist mMn super. Das ist nichts zu eng oder so!

Ich gebe ihn auf alle Fälle nicht mehr her!
 
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M.i.a.u.: Scenturio, Lauflicht, Palindrom und eine weitere Person
  • #648
Das Oszillator-Signal geht mit massig DC Offset in den Prophet,
Ein 3340 gibt das Signal mit DC offset raus? Kann es sein, dass du das mit dem Offset der einzelnen Stufen der SSM Filter bei den frühen P5 verwechselst

Was auch einen Unterschied macht ist die Steuerung der Cutofffrequenz
Das ist einer der Aspekte, die bei mir unter dem Begriff "Parameterdimensionierung" laufen. Erst da unterscheiden sich die Synths. Aber Freund @Palindrom hat nach dem Unterschied bei den VCOs gefragt, und da gibt es meines Erachtens keinen. Wenn er mit dem Offset am Ausgang des 3340 Recht hat (was mir neu wäre) dann wäre der Einwand von Kollege @living sounds berechtigt.
 
  • #649
Was auch einen Unterschied macht ist die Steuerung der Cutofffrequenz: Beim Prophet gehen die Filter nur komplett auf, wenn man zusätzlich zum aufgedrehten Cutoffregler noch Keyboardtracking oder Env-Amount draufschaltet. Beim Oberheim bekommt man hingegen den Filter gar nicht ganz zu, wenn Key Tracking oder Hüllkurve drauf ist, selbst wenn der Cutoff auf Null ist. Da muss man für manche Sounds Kompromisse eingehen (Keytracking aus), um gewisse Sounds realisieren zu können. Dieses unterschiedliche Verhalten trägt sicher auch dazu bei, dass man mit dem Prophet tendenziell andere Sounds als am Oberheim schraubt
Beim OB-8 gilt das nicht. Man muss ebenfalls Keyboardtracking und Env-Amount hochziehen. Ich habe extra noch ein Patchkabel neben meinem liegen, um im Bedarfsfall das Filter noch weiter aufzubekommen.

Was den Oberheim auch dunkler und wattiger macht ist der relativ groß dimensionierte Kondensator im Feedback-Pfad des I/V Op amps hinter dem VCA. Da lässt insbesondere der JP-8 viel mehr durch. Das hat weniger auf den Frequenzgang als auf den Phasengang einen Einfluss und verändert psychoakkustisch die Warnehmung deutlich.
 
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M.i.a.u.: Palindrom
  • #650
Ein 3340 gibt das Signal mit DC offset raus? Kann es sein, dass du das mit dem Offset der einzelnen Stufen der SSM Filter bei den frühen P5 verwechselst
DC Offset (Gleichstrom). Das nachfolgende Filter wird dadurch asymmetrisch in die Sättigung gebracht.

Vermutlich ein Grund für den etwas "holzigen" Klang des Prophet.
 
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M.i.a.u.: Palindrom
  • #651
etwas "holzigen" Klang
Das freut mich zu lesen - weil ich das als nichtbesitzer auch höre!
Der bass kann manchmal etwas kontrabass-artiges annehmen...

( Das meinte ich auch, als ich versucht habe zu unterscheiden zwischen "holzig-warm" und "brassig-warm"...
mein Prophet 08 REV2 kann auch warm, geht aber immer leicht ins bläser-artige (Brass) )
 
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  • #652
Ja, die Möglichkeiten sind limitiert, aber ich bin überzeugt, wie schon manche Vorredner, dass Einschränkungen kreativitätsfördernd sind.
Das lese ich oft, sehe ich ganz klar total anders :-) Und genau deshalb habe ich mir auch einen P08/rev2 gekauft und keinen P5/10.
Limitierung regt mich aber ganz klar mehr zum Noten spielen an, nicht aber in Sachen kreativität was Sounddesign oder Songrecording betrifft.
Ich habe auf meinem 08/rev2 ne Masse selbstgebauter, perfekt für meine Bedürfnisse angepasset Sounds die ich mit einem P5 nicht hätte.
Das gleiche gilt z.B. für meine BS2 im Vergleich zu meinem Moog Rogue. Also ich habe mich ,was Prophetsound betrifft immer noch ganz bewußt
gegen einen P5 entschieden. Aber jeder wie er braucht oder glaubt zu brauchen oder halt eingetrichtert bekommt. Dave Smith (R.i.p.) war der warme ,analoge ProphetSound auch beim 08er ein großes anliegen und er betrachtete den Prophet 08(Rev2) als einen seiner wichtigsten Synthesizer. Klar soll
man sich einen P5 kaufen wenn man einen will und nichts anderes, aber den 08 Rev2 sollte man nicht unterschätzen. Ich höre so gut wie nur Musik
aus alten Tagen und der 08/Rev2 erfüllt meine Erwartungen in den meißten Belangen und übertrifft sie durch die vielen Möglichkeiten sogar.
 
  • #653
( Das meinte ich auch, als ich versucht habe zu unterscheiden zwischen "holzig-warm" und "brassig-warm"...
mein REV2 kann auch warm, geht aber immer leicht ins bläser-artige (Brass) )
Dein P5 Rev2 ? Wenn es Synthetisch nicht hölzern sondern blechern klingt dann machst du irgendwas falsch oder läßt dich vom vielen Holz
beim P5 blenden. Also ich kann nur sagen daß , so ähnlich wie sich die ganzen P`s sind da bei jedem dies oder das möglich ist. Es gibt nuancen ja,
aber ich muß auch betonen daß jeder seine Stärken und Schwächen hat in verschiednenen Einstellungen. Das habe ich schon in Vergleichsvideos
gut raushören können daß nicht nur einer immer klasse abschneidet sondern es variirt.
Es wär vieleicht mal gut wenn du sowas anschneidest auch konkrete Soundbeispiele hinstellst. So ganz ohne werden wir eh auf keinen gemeinsamen Nenner kommen und es wird keinen "Aha" Effekt geben.
 
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  • #655
Hat User Palindrom nicht nen Prophet 08?
08 REV 2 (Ich finde den toll - kein vertun!)

ps: Ich bleib dabei - da es für mich funktioniert zwischen warm/holzig und warm/brassig zu unterscheiden.
Damit meine ich das beides "warm" klingt und keinesfalls metallig oder kupfern...
Aber es gibt für mich einen hörbaren unterschied, den ich damit ausdrücken möchte.
Und ich meine das eher wie beim wein - wenn man die verschiedenen hölzer der fesser herausschmeckt - obwohl der grundklang und aussage gleich ist.

Ich könnte auch zwichen gasherd und elektroherd unterscheiden: (Man kocht anders und eventuell scheckt es auch anders)
Wobei ich die hitze/wärme des gasherds dem P5 zuschreiben und die des elektroherds dem 08 REv2 zurschreiben würde.

ps: Man kommt nicht drumherum die "poesi" mit einzubeziehen, um etwas zu beschreiben.
Soll einer mal sagen "poesi" hätte keinen erkenntisgewinn :-)
 
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M.i.a.u.: Rolo

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