Seriöse Kritik am "Modular" - Sammelthread!

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von Nick Name, 9. März 2018.

Schlagworte:
  1. Mindflanger

    Mindflanger Opfer des GAS

    Nicht die "Aussetzung" sondern die Umsetzung. Und wieso Kuka, ist doch ganz easy einfach, alle Module bekommen ne kleine SSD, Motorfader, wifi und bunte LED Ringe um die Patchpunkte, farbig wird dann jedes Pendant zur passenden Patchbuchse, schon kann man sein Patch von vor 3 Monaten wieder zum Leben erwecken, ist doch ganz easy.
     
  2. Green Dino

    Green Dino Dinosaurs Dance

    Noch 'n System 1m drunter für mehr bunt, der speichert ja auch die Farbelegung.

    So eine umschaltbare Preset-Patchbay ist sicher für Modulationen interessant - durch die Modulatuon mit nem Sequencer steppen, oder Audio Rate reinpatchen^^
    Verschiedene Sequencer ansteuern ist sicher auch interessant, da bräuchte man aber Sequencer die bei eingehendem Trigger einen Step weiterschalten, die Patchbay gibt Trigger aus, die jeweils andere Sequencer weiter triggern.

    Könnte man sicher coole Sachen machen mit so einem Teil.
     
  3. serge

    serge |||||||||

    Die speicherbare Patchbay in meinem speicherbaren Buchla 200e löst das Verkabelungsproblem hinreichend gut. Motorfader, SSD, Wifi, LED-Ringe und dergleichen sind im 200e weder vorhanden, noch notwendig, geschweige denn, dass ich derlei vermisst hätte.
     
  4. Bernie

    Bernie Alien

    Gab es ähnliches nicht mal fertig von Analogue Solutions zu kaufen?
    So ein roter Kasten in 19"
     
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  5. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

    @WIFI/Internet/Motorfader/Biedermann War auch eher ins lächerliche gezogen. Mein (eher @telefonhoerer Gedanke) optionaler Wunsch ins extrem Groteske, destruktive gezogen von den Mitmusiker User hier IMHO?

    Wenn du oder irgendwer anders den Link finden solltest PLS mal Posten, fände ich interessant.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. März 2018
    Mindflanger gefällt das.
  6. Bernie

    Bernie Alien

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  7. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

  8. Moogulator

    Moogulator Admin

    Versucht man einfach die Idee zu begreifen so ist es wohl jene:
    1) Alle Beiträge die den Thread insgesamt, das Forum oder den TS zu diskreditieren einfach weg lassen
    2) OT weglassen
    3) Klären, wo die Stärken des Modular Synthesizers sind - technisch, haptisch und die Arbeitsweise und Umgang (sei es aufgezwungen oder per Wunsch)
    4) Klären wo die Schwächen sind..
    4b) Arbeitsweisenvorteile und Nachteile

    Danach ginge noch:
    5) Das allgemein machen und formulieren
    6) allgemein belegen
    7) fertig.

    Denke aber das wird schwer, da diese so verschieden sind und sogar gegenläufig sein kann obwohl man zum gleichen Ziel kommt damit..


    Dazu scheint mir aber zu kommen, dass einige durch die Arbeitsweise inspiriert sind, kaum ein Fach wo Dinge gut gefunden werden wie Haptik und Kabelstecken, was mir persönlich übrigens eher wenig bedeutet. Bei Arbeitsweisen geht es zB um die absolut vollständige maximal mögliche Bekümmerung um den Sound, EINEN Sound, meist also monophon und diesen zu perfektionieren - möglicherweise auch, diesen eher zu modellieren, bis das die Form bekommt - manche mögen den Zufall dabei, andere lehnen genau diesen ab. Also entweder arbeitet man gezielt oder intuitiv oder irgendwo dazwischen und sieht genau das als als guten Weg an. Das ist und wäre legitim.

    Ein weiterer Vorteil, der aber von den meisten Nutzern nicht wahrgenommen wird, ist die Abkopplung von dem, was ein Kompaktsynthesizer nicht kann und was man zB aus der klassischen "Neuen Musik" und den ersten Arbeitsweisen (siehe WDR Studio für Elektronische Musik) entnehmen kann - also das Aufstellen der Idee und Regeln der eigenen Musikwelt und deren Herstellung auf atomarer Ebene bis hoch zur Arbeit mit dieser selbst geschaffenen Welt, die eben auch so funktioniert wie man sich das erdacht hat und die man mit einem Modular System eher machen könnte, dazu müsste man diese aber gelegentlich anders verwenden ..

    Negativ sein könnte - der Aufbau ist teuer, es ist sehr schwer die richtigen Module zu finden und wäre perfekt, wenn man sie alle kennen würde und wirklich frei zusammen stellen würde, aber selbst ich, der sich sozusagen "pseudoprofessionell" damit beschäftigt, kenne nicht mal einen Bruchteil aller Module und würde ab einem gewissen Grade zu Abstraktion neigen und dann ein Modul kaufen, was theoretisch den Zweck erfüllt. Der Nachteil davon kann sein, dass das Modul nicht gut klingt, die Bedingungen nicht erfüllt, zu unsauber arbeitet und vieles mehr - das ist der Teil, den einige Modelleisenbahn nennen, und ich denke dass der Eisenbahner ein Bild vom Ziel im Kopf hat und baut das dann alles nach mit den Komponenten die man finden kann. So mag das hier auch sein und ich finde das nicht cool, ich finde das ist sogar maximal abschreckend, ideal wäre man könnte sich aus allem mit viel Ruhe in 1 Woche alles ansehen und damit arbeiten und dann wählt man aus Erfahrung die richtigen Teile aus. Aber das nervt wirklich sehr, diese überhaupt erst mal zu finden und daher ist da ein System besser, was schon da ist und immer noch gibt es dann Module, die man anders haben möchte oder verändern möchte, irgendwann kommt aber die Zeit, wo das was da ist, gut genug ist und passt - und das liegt nicht immer an dieser typischen Kauf-Verkauf-GAS-Idiotie, sondern weil man es nicht wissen kann - ideal würde man eher einen Tick zu gut kaufen und zu teuer, dann klappt es vielleicht - aber auch dann kann man auf schwer zu bedienende nicht für meinen Zweck gemachte Nerdmodul-Serie gekommen sein und Sucht aber praktische Dinger.

    Es gibt zudem unsere Dauerumfrage, wie viel Sound man mit dem kompaktsynth auch machen könne, und da sind doch mind 50% der Ansicht, dass man etwas vergleichbares auch so schaffen könnte.
    Andere arbeiten gern auch komplett modular weil die Konzentration dann besser ist und und und...

    Das alles sind aber individuelle Dinge, so wie zB einen Synth zu besitzen und das Teil nach und nach, Spur für Spur aufgenommen wird - genau die richtige Arbeitsweise, für andere eher nicht..

    Diese hat also damit zu tun, wieso ein Modulsystem nicht das richtige sein kann oder muss, oder es könnte schlicht die Vielfalt oder Unzulänglichkeit bisheriger Module sein oder der Einsteigerdinger, die viele eben haben.

    Das nervt gewaltigst. Ich zB bin kein Freund des Weges, ich möchte gleich einen guten Synth und nicht 5x vorher halbgute kaufen müssen, um zu finden, was ideal für mich wäre, ich löte ungern, ich repariere superungern, ich mag keine Schleppen und aufbauen oder abbauen, das ist alles nervig und so gesehen wäre das die Kritik - Rahmen, Netzteile, Optik - das alles kostet Zeit und Kraft und Geld - alles doof. Das wäre der seriöse Teil, zusammen mit dem der persönlichen Neigung und noch schlimmer der, die man selbst raus finden muss, weil man es eben nicht wissen kann - das alles gehört in den Thread und scheint mir auch das zu sein, was der TS eigentlich sehen und lesen will.

    Alles andere ist nicht relevant, Bier, Thread an sich kritisieren, Leute gut / schlecht finden ..
    Kann man dem noch etwas hinzufügen? Vermutlich ja, und besser formulieren bestimmt auch,

    Das wäre was ich dazu ernstlich sagen kann, achja - das Gehampel mit der Technik, mit Trigger, Spannung und Aufholverstärker und allem was da noch zu Arbeit gehört, das ist eben einfach auch Teil der Arbeit mit dem Modular aber auch eher kein Vorteil - aber das wurde ja im Eurobereich immer besser und einfacher, man kann also sagen - die sind alle besser geworden.

    Ich würde dennoch eher einen fertigen Morpheus mit Knöpfen kaufen als einen mit den Modulen zusammen zu bauen und polyphon, ..
    Das könnte ich gut verstehen, ebenso Sampler - aber der Vorteil ist, man könnte sich ein kleines eben noch polyphones Ding für sich zusammenbauen, was gerade das tut was man möchte und was einem selbst fehlte.. das kann modular gut.

    Tja, und nun? Ist das ok? @Nick Name
    was fehlt noch?
     
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  9. Danke Mic. Hab ich echt gern gelesen.
     
  10. Du triffst genau den Grund, warum ich mit Modular angefangen habe. Mir ist jetzt schon klar, dass ich gar keinen normalen Synthesizer zusammenstelle. Man kann mit einem Modularsystem alle möglichen Kalngverwurschteler zusammenstellen. So gesehen ist Modular die derzeit kreativste Möglichkeit eine Musizierumgebung zu erschaffen. [3)] Leider ist es immerboch sehr Verbesserungswürdig. Einiges wurde ja schon genannt. [4)]

    Viele Grüße
    Martin
     
  11. Ein modulares System ist doch i.d.R. recht sperrig im Umgang. "Ich möchte nur schnell mal ....." ist mit so einem System nur möglich, wenn man sich schon ein brauchbares Preset gepacht hat. Aber es gibt doch nicht nur schwarz und weiß. Ich glaube, der "Next Step" sind die Semi-modularen Systeme, die mehr und mehr im Kommen sind. Grundsätzlich eigenständige Systeme, aber meist mit Speichermöglichkeit und im 1. Step leicht zugänglich. Die Idee, die Arturia mit dem MB2 / MB2S mit Rackmodul anbietet, finde ich sehr charmant. Mein MatrixBrute ist ja auch ein Hybride und geht schon sehr tief und ist trotzdem in ein modulares System einzubinden. Behringer springt mit dem Neutron ebenso auf den "Semi-Train" auf und Moog hat ja mit der Mutter 32 schon ein recht attraktives und für Moog Verhältnisse sogar preiswertes System am Start.
    Die Zukunft ist also Semi! :school:
     
  12. Moogulator

    Moogulator Admin

    So ein Modulsystem kann auch sehr klein sein zB Erica Pico

    analog hat den Vorteil, dass alles mit allem reden könnte, auftrennen und frei anordnen ist ein anderes - modular ist es eigentlich erst, wenn es in Signal und Modulationsweg frei ist und die Module selbst frei wechselbar sind. Genau genommen wäre ein EMS Synthi A oder ein ARP 2600 so auch "semi" aber die ersten beiden Kriterien erfüllen sie schon. Der EMS etwas weniger, weil man dort etwas ein und ausleiten müsste. Also wäre der dann eher semi..

    aber vielen reicht ja bereits ein wirklich nicht so freies System, ..
    Ist aber Nebenschauplatz - die Kritik passt für das alles trotzdem, die Modulwahl ist damit nur weniger schwer, weil man sie nicht tauschen kann in EMS und ARP 2600 - im Pico kann man das aber - und das wäre auch nur das, was man so dafür bekommt.
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    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2018
  13. Feedback

    Feedback Individueller Benutzer

    Finde ich ja süß, das Erica Pico, aber auf wie viele unterschiedliche Arten kann ich das patchen? Für mich sieht das aus wie eine Synthvoice und ein paar minimal drums plus ein effect und in den Mixer passt noch nicht mal alles rein. Na dann doch lieber eine festverdrahtete Groovebox.

    Ich halte das da mit kpt_Martin oben: alles was mir ein normaler Synth bietet, dafür brauche ich kein Modular. Ich brauche nicht noch eine Mono-Synth Voice und schon gar nicht mehr davon. Wenn es das auch bietet ist das gut und schön, denn um VCOs, VCFs, VCA's, LFO's und ADSR's kommen wir wohl nicht herum, die werden halt zur Klangformung benötigt. Aber ohne Module wie Maths, Wogglebug, SMR, Echophon, Noise Swash, Clouds - und ohne die Möglichkeit mal eben Buchla-ähnliches zu integrieren - hätte ich wohl mit Modular nie angefangen. Und wenn es dann röhrt und furzt, dann tut es das halt...
     
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  14. Moogulator

    Moogulator Admin

    Der Modular ist nur dann stark, wenn all das oben beschriebene positiv zutrifft und man eben nicht in klassischen Bahnen arbeiten will. Wer eigentlich "einen Minimoog" patcht, braucht das eher nicht.

    Monophon ist ohnehin ein großer Nachteil. Daher - klar ist das kritisch zu sehen.
     
  15. Sehe ich genauso. Was ich auf jeden Fall vermeiden wollte ist einfach nur eine Standard subtraktive Stimme zu haben. Machen viele am Anfang, ist ja auch ok, aber dann nehm ich lieber was fertiges.
    Interessant sind die Dinge, die man in keinem "normalen" Hardwaresynth findet.
    Viele interessante Dinge wie Granulargeschichten, Additiv, Physical Modeling, Wavetables etc. findet man kaum in Hardware außerhalb Eurorack sondern nur in Software Format und da fehlt manch einem nunmal die Haptik.
    Die Semimodularen Mothers, Sv1's und co sind zwar sehr praktisch als Einstieg, da sie auch Basismodule mitliefern, klingen auch toll, aber sind halt auch nur monophone analoge (mit etwas Patchingspaß ok).
    Ne Elektron-groovebox oder ähnliches mit Physical modeling, granular etc. und ordentlich modulation würde ich sofort nehmen und nem Eurorack sogar vorziehen (die Monomachine ging in diese Richtung, da mal untypischere Syntheseformen). Aber das bietet bisher kaum jemand im Hardwareformat als Kompaktsynth.
    Ach ja und all die ausgefuchsten Modulationsmodule und modulierbaren Sequencer, und Clockmanipulationen im Eurorack. Maths und viele mehr...
    In welchen modernen Synths finde ich das? Elektron zum Teil, 0-coast (auch schon fast wieder Eurorack). Stattdessen wurde der Markt mit analogen Mono's überflutet
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2018
  16. Kritikpunkte habe ich auch. Die wurden aber größtenteils bereits genannt.
     
  17. Mindflanger

    Mindflanger Opfer des GAS

    Das Monophon ein Nachteil ist, das ist ironisch oder? Also ich sehe da für mich genau genommen keinen Nachteil, weil ich eigentlich nix mit poly mache.

    Und da ich ansonsten keine Hardware habe, habe ich auch kein Problem damit, mir auch einen klassischen Subtraktiven nach meiner Fasson mit Modular zu schneidern. Da sieht man, die Kritik die hier im Thread zu Tage tritt ist im Endeffekt sehr konstruiert, da es eigentlich für jede Kritik auch ne Nische gibt, das ist dann weitergedacht dann auch wieder die schon erwähnte positive Kritik.
     
  18. Niki

    Niki ||

    Findet es denn keiner das Modular und Presets nicht so ganz zusammengehören????

    Meiner Meinung nach geht mit Modular alles. Von Poly bis Presets. Ist aber alles sehr spezifisch, aufwändig und teuer.
    Aussage von einem Bekannten, "Kabel kommen erst raus wenn das Lied fertig ist!" finde ich gar nicht so unrecht.
     
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  19. Sunwave

    Sunwave ||

    Selbst wenn man das nach betriebswirtschafltichen Aspekten angeht gibt es hunderte von verschiedenen effektive und effiziente Wege ein Modularsystem einzusetzen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2018
    Mindflanger gefällt das.