Signalweg T.C Finalizer --> SPL Tube Vitalizer

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von Tom, 2. November 2006.

  1. Tom

    Tom -

    Hi, ich habe ne Frage zur Singnalverarbeitung beim Mastering.

    Macht es Sinn nach dem das Signal aus dem analog Mixer durch den T.C. Finalizer 96k gegangen ist es noch durch den SPL Tube Vitalizer zu schicken
    um ein optimales Masteringsignal zu erhalten :?:
     
  2. rauschwerk

    rauschwerk pure energy noise

    ich denke, das tut nich not. Klar wirst du das signal verändern, doch hinter dem TC noch einen weiteren vitalizer dranzuhängen könnte die arbeit event. mehr kaputt machen als verbessern.

    teste es einfach
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Der Vitalizer stammt aus einer Zeit als Mastering noch von 'Schneiden auf Platte' beeinflußt war und nicht 'Maximieren des RMS/Peak-Verhältnisses' hieß, sondern ein respektvoller Abstand zu 0dBFs gehalten wurde.

    Für digitale Produktionen geht das nicht. Der Finalizer wird/soll das Signal sehr kon<a href="https://www.sequencer.de/specials/sequencer.html">Sequencer</a>uent auf 0dBfs Spitzenpegel zusammenschieben. Ein derartiges Signal *muß* vor *jeder* weiteren Bearbeitung erst wieder abgeschwächt werden - damit ist der Lautheitsgewinn aber zunichte gemacht.

    Der Vitalizer ist ja in erster Linie ein dynamischer EQ und ist daher, wenn überhaupt, vor dem Finalizer einzusetzen. Der Finalizer wird dann allerdings einen Teil der Soundanpassungen wieder rausrechnen, weil er als echter Multibander ja dazu neigt allem seinen eingestellten Sound aufzustempeln.
     
  4. Hallo,

    why not? Eine Dynamik-Bearbeitung vor dem Vitalizer wird auch im Manual empfohlen, um gleichmäßigere Ergebnisse zu erhalten.

    Mit dem Drive-Regler kann die Eingangsempfindlichkeit eingestellt werden. Wenn du dann wieder in den Rechner gehst, kannst du den Rest an Dynamik, den du hast, weil du den Karteneingang nicht übersteuern willst, im Host-Summenbus wieder mit einem Brickwall-Limiter aufholen.
    (Der sollte da sowieso immer sitzen)

    Oder du verdichtest das Signal über Übersteuerungen durch die Op-Amps im Pult (oder irgendwas anderes, was noch nach dem Vitalizer geschaltet ist) Dann kommst du auch sehr nah an die Wandler ran. Das Rest-dB wie gehabt dann per Brickwall .. ;-)

    Musst du schauen, was jeweilig besser passt/gefällt.
     
  5. Tom

    Tom -

    Danke für eure Beiträge --> Alle eure Argumente klingen vernüpftig :!:

    Da ich keine große Erfahrung mit Mastering habe ist es für mich schwer eine Entscheidung zu treffen.

    Meine Vorstellung war/ist die Dynamik/Lautstärkeempfinden mit einem "Kompressor" (Finalizer) zu verbessern und ein bischen Exiter (SPL Tube Vitalizer) oben drauf, um ein "frischeres//transparenteres" Klangbild zu erreichen.

    Welchem Gerät sollte man ggf. den Vorzug geben, wenn man nur eins von beiden einsetzt :?:
     
  6. Du meinst, wenn du nur eines von beiden besitzt? :lol:

    Eigentlich müsstest du dem Vitalizer den Vorzug geben, denn Dynamik-Bearbeitung gibt es in Software-Form derart massig, dass der Einsatz eines Finalizers altbacken erscheint. Das Multiband-Prinzip ist in Software-Form schon umfangreich und vielschichtig umgesetzt worden. Von TC selbst gibt es für die Powercore-Plattform den X3 bzw. X5. Das sollen die Dynamik-Einheiten aus dem Finalizer sein, zumindest wird damit geworben. Das MD3 geht in dieselbe Richtung, ist auch umfangreicher in den Bearbeitungsoptionen und bietet auch einen EQ an. (sehr schön neutral, vielfältige Filteroptionen, leider nicht sehr viele Bänder)

    Der Einsatz eines Finalizers dürfte daher überholt sein; aber es gibt immer noch viele Leute, die damit arbeiten. Ich kenne den Klang des Gerätes nicht wirklich; die Software-Varianten für PoCo erschienen mir nicht so flexibel wie z. B. Waves`C4 Multiband-Komp/Expander.

    Den SPL Tube Vitalizer hingegen gibt es so in soft nicht; da auch überzeugender Röhrenklang als Plug-In nicht verfügbar ist. Das eigentliche Vitalizer-Prinzip konnte bisher auch noch kein Plug überzeugend emulieren; in die Richtung geht höchstens der Spectralive von Crysonic.
    Hast du dir Tube Vitalizer und Co. überhaupt schon mal angehört und das alles schon mit Software verglichen?

    Es bringt eigentlich nichts, nur deshalb Geräte in Erwägung zu ziehen, weil "jeder sie hat" oder "weil ich gehört habe, dass der und der Top-Producer das verwendet".
    Möglicherweise wäre für dich eine Kombination aus Powercore Character und X5 das, was dir reicht. (bzw. noch den Spectralive dazu)

    Am besten du schaust dich erst mal um, hörst dir alles an und entscheidest dann, was dir am besten gefällt.

    Beim Mastering ein derart grobschlächtig arbeitendes Gerät wie den Vitalizer zu verwenden kann auch zu Ergebnissen führen, die nicht gewünscht sind.
    Kenne jetzt die Regelmöglichkeiten vom TubeVitalizer nicht, aber beim "kleineren Bruder" ist es jedenfalls so, dass die Eingriffsmöglichkeiten sehr grobschlächtig sind; das Material sollte eine gleichmäßige "Mumpfigkeit" oder "Spitzheit" haben, denn im Prinzip arbeitest du ständig mit Shelf-Filtern. Die sind eher gut, wenn ein großer Frequenzbereich mit derselben Intensität bearbeitet werden kann, ohne dass einzelne Instrumente darunter leiden.

    Aber wenn du z. B. aufgrund von Misch-Fehlern eine zu spitze Hihat hast, dann ein Ride-Becken, dem du mehr Frische geben willst, dann kann es heikel werden. Denn das grobschlächtige Filter hebt dann zwar das Ride an, aber auch die Hihat. Mit dem im MK2-T enthaltenen LC-EQ kann man dann nur hoffen, dass eine passende Frequenz dabei ist, die von einer Bearbeitung profitieren kann.
     
  7. ...wie war das mit dem "Kaputtmastern" ? ;-)

    Also ich würde zumindest Nichts mehr hinter den Finalizer hängen und ob das Ganze "überholt" ist...hm...würd ich so nicht sagen...aber ich wehr mich ja auch so weit wie es geht gegen Software... :cool:

    Im Finalizer gibt es auch einen Parameter für "Digital Radiance" (oder so), der ist gedacht, um eine Art analoge Sättigung zu simmulieren...und ein 5Band EQ reicht mir an dieser Stelle der Aufnahmekette allemal für etwas Feinabstimmung, was vorher schon mächtig versaut ist, lässt auch mit Mastering nicht unbedingt retten...

    Hab früher mit Software ala Loudness Maximizer und Co gewerkelt, würde das aber nie wieder gegen meinen Finalizer eintauschen wollen...
     
  8. Naja, das klingt so, als beruhten deine Software-Erfahrungen noch aus der Zeit, wo es tatsächlich nur den L1 und den Steinberg Loudness-Maximizer gab (okay, der Limiter im TC Native-Bundle vielleicht noch)

    Ich verwende so gut es geht Software, bisweilen schiele ich aber auf Hardware-Geräte, deren Klangcharakter und -Qualität mir aber in heutigen Plugs nicht erreichbar scheint. Plugs haben zweifelsohne aufgeholt und nicht Wenige verscherbeln nach und nach ihre Racks zugunsten der nativen oder DSP-gestützten Software.

    Böse Zungen behaupten ja, dass der Finalizer im Prinzip auch nichts anderes als Software in ein Hardware-Rack eingebaut ist ;-)

    Ich finde aber, dass beide Geräte für den Threadersteller keinen Sinn machen, da 1. zu teuer, 2. zumindest was Multiband-Kompression betrifft, ersetzlich und 3. sagt mir mein Vorurteil, dass erst mal ganz andere Dinge entscheidend sind. :cool:

    So ein Vitalizer ist sicher was Feines, aber nicht zwingend notwendig. Er kann aber eine ganz eigene Note in den Klang einer Produktion bringen, ob nun in Einzelspuren bzw. Gruppen oder auch dezent eingesetzt auf der Summe.
    Wenn hier jemand mal was vom MK2-T hören möchte, kann er mich ja mal anmailen bzw. die Audiobeispiele hier hochladen.
     
  9. Tom

    Tom -

    Ich bin grundsätzlich kein Freund von Software - auch wenn Software auf einem PC das genauso gut berechnen kann/könnte.
    Welche Finalizer Version (Softwarestand) setzt Du ein :?:



    Es macht wohl wirklich keinen Sinn hinter den Finalizer noch was an Signalbearbeitung ranzuhängen.

    Analog Mixer --> (ggf. SPL Vitalizer) --> Finalizer --> PC --> Audio CD

    Danke an alle für die kompetente Hilfe :!:
     

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