Und auf einmal wurde der Markt analog

Zolo

Zolo

.....
Hab ich was verpasst ? Warum kommen aufeinmal so viele analoge Synthis aufn Markt. Es muss doch irgendeine Ursache haben, daß die wirklich jetzt so gleichzeitig kommen ? Und dann noch so im ähnlichen Format: klein, Desktop, Monophon

- Arturia Minibrute
- Moog Minitaur
- Mfb Dominion
- Waldorf Pulse 2
- MacBeath Minimac
- Eowave Koma

Ob die Tyrell Diskussion ein Anstoss war ? Liegst am Hype der Musikrichtung Dubstep welche gut analogen rauhen Sound verträgt ? Verkaufen sich digitale einfach nicht mehr so gut ? Was ist das los ??
 
Ja mir auch! Bin seit nem Jahr aufm Tripp das ich mir nur noch analoges kaufe. Aber jetzt weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll :cry:
 
Naja,Moog,MFB,Macbeth und Eowave (auf Klangerzeuger bezogen)haben ja nie was anderes gemacht.Aber interessant das Arturia und Waldorf (wieder)in den Ring steigen.Wann kommt die"richtige"analoge Geistertribe? :)
 
Ist doch schön so :supi: , bis auf Electribe und PC hab ich auch nur analoges.
 
Aber doch konzeptuell alles eher der tausendste Minimoog in Rackform (mit kleinen Abweichungen).

Bin gespannt, wer sich als erstes an einen Polyphonen ranwagt, der was neues auf den Tisch bringt.


Allerdings, wirklich eine seltsame und interessante Entwicklung.
 
Einige davon haben auch vorher schon analog gemacht.
Dave Smith hat mit Mopho und Tetra vorgemacht, das kleine "moderne" Analoge ankommen.
Es gibt auch viele kleine, gute DIY-Synths (z.B. Shruthi, wobei der ja nicht voll-analog ist).
Es kommen jetzt nur noch mehr Hersteller auf den Trip, zudem statt kleiner Tastatur-loser Kistchen kommen nun mehr Sachen a la Mopho Keyboard.

"Marketing" hat wohl folgenden "Trend" für 2012 ausgerufen: der moderne Laptop-Musiker sehnt sich nach etwas Analogem mit Charme und Tastatur für die ultimative Live-Performance

Zolo schrieb:
Ob die Tyrell Diskussion ein Anstoss war ?
Nö. (meine Meinung).
 
ist ja im Prinzip ne (fast) logische Entwicklung, Vintage ist mittlerweile oft einfach zu teuer, bzw sogar die Kisten aus der "2. Reihe" (Junos, JX usw) stehen hoch im Kurs, VA war nie "analog" genug, Software klingt schon seit 10 Jahren "jetzt richtig fett" :selfhammer: also bleibt eigentlich nur neues Analogzeug.
Ich denke, die Polyfonen Kisten kommen dann mit der nächsten Welle, wenn der Absatz bei den Monos sich positiv entwickelt....
 
glaube auch dass dies teil der markt-entwicklung ist...zuerst die unbekannten kleinen firmen, dann die grossen mit den kleinen spielzeugkistchen (monotribe usw.)...

das ist der nächste Schritt...grosse firmen die mal nen Fuss ins Analogbusiness mit "anständigen" monophonen versuchen...

ich hoffe es haut...falls das erfolg hat werden sicher polyphone folgen... :roll:

also, quintesenz; kauft alle diese neuen Analogen...egal ob ihr sie braucht oder nicht, hauptsache umsatz für die grossen firmen stimmt...dann klappt auch mit den nachfolgern!!

;-)
 
Steril707 schrieb:
Aber doch konzeptuell alles eher der tausendste Minimoog in Rackform (mit kleinen Abweichungen).

Also beim Arturia sehe ich schon mehr als nur"kleine"Abweichungen.Dominion dank Multifilter und vielen FM Möglichkeiten ebenfalls...
 
Der Markt war doch schon immer analog, sonst hätten sich die vintageteile bis heute nicht halten koennen .
Ist doch eher so das sich die Produktionsmittel demokratisiert haben und man in Fernost superguenstig analoge synths herstellen lassen kann und Umsätze generiert.
Gut für uns weil billig, werd gern mehr über die produktionsbedingungen erfahren...
Bestimmt Top serioes
 
Crabman schrieb:
Steril707 schrieb:
Aber doch konzeptuell alles eher der tausendste Minimoog in Rackform (mit kleinen Abweichungen).

Also beim Arturia sehe ich schon mehr als nur"kleine"Abweichungen.Dominion dank Multifilter und vielen FM Möglichkeiten ebenfalls...

Ja, den Arturia finde ich auch grad am interessantesten. Auch vom Konzept, mit der kleinen Fläche auf dem Tisch, die das Ding nur bedecken wird.
Und eben die Idee mit der kleinen Tasche, wo man das Teil mitnehmen kann.

Gefällt mir.
 
Roland SH-101 schrieb:
Ist doch eher so das sich die Produktionsmittel demokratisiert haben und man in Fernost superguenstig analoge synths herstellen lassen kann und Umsätze generiert.
Gut für uns weil billig, werd gern mehr über die produktionsbedingungen erfahren...
Bestimmt Top serioes
Marktluecke ab 2014: der biologisch abbaubare Fair-Trade-Synthesizer

Bin dabei! ;-)
 
Man nennt so ein Phänomen auch "Hype".
Das schönste daran ist, dass gebrauchte virtuell analoge Synthesizer dadurch sicherlich sehr preiswert werden und ich mir in Ruhe überlegen kann, welche (digitalen) Synthis ich schon immer mal haben wollte, mir aber nie leisten konnte.
 
Jawohl...Und Waldorf macht den ersten Schritt in dieser Richtung in dem dass sie ein "Paraphonic Mode" im Pulse 2 integriert haben. Also nicht wirklich polyphon, kann aber auch von Vorteil sein, vor allem bei Flächen Sound.
 
Ich glaube nicht das polyphone kommen, weil die zu teuer sind. Der Markt ist ja wohl offensichtlich richtung abgespeckt und billig. EIn "LITTLE" Phatty wurde nochmals abgespeckt -> Slim Phatty und jetzt nochmal von den Möglichkeiten und vom Preis her. Das sagt schon alles.

Trend wird eher zu Chains gehen: richtung "Ja stimmt es ist schweine teuer - aber du musst dir es nicht aufeinmal kaufen".
Waldorf Pulse2, Slim Phatty usw. Da habts ihr doch schon eure Polyphonene - oder ists euch etwa zu teuer ? :floet:

psicolor schrieb:
Man nennt so ein Phänomen auch "Hype".
Das schönste daran ist, dass gebrauchte virtuell analoge Synthesizer dadurch sicherlich sehr preiswert werden und ich mir in Ruhe überlegen kann, welche (digitalen) Synthis ich schon immer mal haben wollte, mir aber nie leisten konnte.
Hype ist ja mehr ein künstlicher Run auf etwas was gerade angesagt ist. Strom ist ja auch kein Hype sondern etwa was gebraucht wird :lollo:

Digitale Synthesizer... Ja die werden jetzt bestimmt total billig weil es ein paar monophe neue Synthis gibt :roll: Ähh stop mal! Nenn mir mal einen teuren digitalen Synthesizer muuahha :lollo:
 
Also ich stell mir das so vor:
"WIr müssen den Slim Phatty noch mehr abspecken und noch billiger machen !!!"
Regler einsparen ? Verdammt das geht schlecht... Moog Zeichen weglassen ? Nee dann kauft keiner Mehr.. Ok nimm einen Osc weg! Mmmhh ich weiß nicht, Slim Phatty mit einem Osc - das ist aber ganz schön arm. MMh dann schreib Taurus und Bass Synthesizer drauf :mrgreen:
 
Also meint ihr daß es bei Moog nicht so war ich es oben geschrieben habe ? :mrgreen: Immer diese kleinen Details - euch alten Syntfüchsen kann man aber auch nichts vormachen...
 
Ich finde das auch interessant, sehe es aber auch so wie Crabman: Bei den kleinen Firmen oder auch bei Moog ("Tradition"=Geschäftskonzept) verwundert das nicht weiter. Analog ist dort ja einfach Programm.

Bei Arturia ist es schon etwas Besonderes, und bei Waldorf irgendwie auch (denn die müssten das meiner Einschätzung nach nicht unbedingt machen mit dem Pulse2, der Blofeld funktioniert ja anscheinend ganz gut), und auch wenns nicht mehr brandaktuell ist, finde ich die bloße Existenz einer "Monotribe" auch immer noch erstaunlich.

Ich nenne diese drei, weil deren Produkte (Minibrute, Pulse 2, Monotribe) von der technischen Aufmachung und Positionierung "Massenprodukte" sind, die so ausgelegt wurden, daß man sie in großer Stückzahl beim Chinamann ordern kann. Das ist imo das Besondere daran. Die Firmen können das vermutlich deswegen machen, weil sie eben auch andere gut laufende ("konventionellere") Produkte haben, und mit diesem Background (finanziell, aber auch was die erforderlichen Kompetenzen betrifft - v.a. Erfahrung mit Massenproduktion) solcherlei Vorstöße nicht so riskant sind.

Damit meine ich: Versuch das mal als Kleinhersteller, da gibt es *so* viel mehr Stolpersteine, als bei einer "Boutique"-mässigen Geschäftsauslegung.

Ist schon echt eine interessante Entwicklung! Persönlich bin ich ja kein Fan von sehr simplen Architekturen bei Synthesizern, der Tyrell oder ein Juno, das wäre nichts für mich. Aber das scheint wohl derzeit notwendig zu sein. Dennoch machen auch einfache Kisten viel Spaß!

Ob der Markt allerdings *wirklich* diese schiere Menge an monophonen, analogen, keyboardlosen Synths (...Pulse 2, Koma, Lancet, MFB, Minitaur, Mopho) verträgt, das wage ich zu bezweiflen, denn in diesem Segment ist es schon seit letzter Musikmesse irgendwie eng, und so krass unterscheiden sich die Teile ja auch nicht. Wir Frickler (tm) interessieren uns natürlich immer für alle Unterschiede bis auf die letzte Nachkommastelle genau, aber ich glaube daß ein großer Teil der Käufer nun nicht soo genau weiß, warum genau er sich nun statt einem Koma ein Lancet (oder oder oder) kaufen soll.

Ohne das eingebaute Keyboard würde ich den Minibrute jedenfalls für ein zu großes Wagnis halten. So ist es aber echt denkbar, daß es gut läuft. Der "gemeine" Keyboarder kann sich sowas jetzt auch easy dazustellen, und von denen gibts viele ;-)

Meine Einschätzung ist, daß sich inzwischen selbst bei nicht-Freaks und sogar bei ganz und gar ahnungslosen Leuten "analog" zu einer Werbebotschaft mit gewisser Schlagkraft zu entwickeln scheint, weil das (so empfinde ich das jedenfalls) mit Qualität, "Beef", "Wärme", "guten alten Zeiten" und "irgendwie cool" assoziiert wird. Ich glaube wirklich, daß das Wort mittlerweile auch dann noch beim Verkaufen eines Produkt hilft, wenn der Käufer eben kein Synth-Insider ist.

Das ist vielleicht nicht gerade das beste Argument um analoge Synths zu entwickeln, aber man hat mit Massenprodukten am Markt doch kaum Möglichkeiten, wenn man das Ding nicht auch "ganz normalen" Leuten verkaufen kann. So denke ich mir das jedenfalls.

</freies Fabulieren über den "analogen Markt">
 
Ich denke vieles was gemeinhin mit "analog" in Verbindung gebracht wird ist auch eine gewisse Einfachheit und Direktheit eines Instruments ohne grosse Verstaendnishuerden oder Programmiererfahrungen. Keine doppeltbelegten Regler, musikalisch sinnvolle Paramenter und Funktionen, "what you see is what you get"... In weiterem Sinne ist das auch das was das iPad und dessen Musik-Apps so erfolgreich macht. Ob die Klangerzeugung dahinter Analog oder Digital ist dabei imo auch fuer den Markt nebensaechlich (siehe Clavia).

Direkter Zugriff und guter Klang ohne Kompromisse. Auch "Frickler" wollen nicht immer das Handbuch waelzen muessen, wenn sie ein Geraet einschalten mit dem sie nicht regelmaessig Musik machen.

Ich gerade die Sythns von moogli in der Beziehung vielversrpechend, aber wie man sieht gibts ausser einer guten Idee viele Stolpersteine fuer Kleinsthersteller, umso interessanter wenn die Industrie (Arturia) das Werk von Kleinherstellern (Yusynth) an die "Massen" bringen koennte.

Vlt hat gerade dieses Businessmodell Zukunft sofern die kleinen Entwickler nicht abgezockt werden.
 
moogli schrieb:
Bei Arturia ist es schon etwas Besonderes, und bei Waldorf irgendwie auch (denn die müssten das meiner Einschätzung nach nicht unbedingt machen mit dem Pulse2, der Blofeld funktioniert ja anscheinend ganz gut), und auch wenns nicht mehr brandaktuell ist, finde ich die bloße Existenz einer "Monotribe" auch immer noch erstaunlich.

Ich nenne diese drei, weil deren Produkte (Minibrute, Pulse 2, Monotribe) von der technischen Aufmachung und Positionierung "Massenprodukte" sind, die so ausgelegt wurden, daß man sie in großer Stückzahl beim Chinamann ordern kann. Das ist imo das Besondere daran. Die Firmen können das vermutlich deswegen machen, weil sie eben auch andere gut laufende ("konventionellere") Produkte haben, und mit diesem Background (finanziell, aber auch was die erforderlichen Kompetenzen betrifft - v.a. Erfahrung mit Massenproduktion) solcherlei Vorstöße nicht so riskant sind.

WÜrde ich als Intelligentes Verhalten bezeichnen, ist wie mal mit den Zehenspitzen die Wasseroberfläche eines Sees berühren und die Temperatur erahnen/einschätzen .... dann erfolgen erste Schritte,

Stell dir mal Korg vor, die entwickelten einen Supertribe (2x Analoge mit Sequenzer und Patternspeicher) und einen Drum-Computer (auf Analogbasis) wie einst den ER-1 ... vermarkten die zu einem annehmbaren Preis .... da können andere einpacken... ... Usability eben ... in dieser Hinsicht ist der Spectralis von Jörg der Gipfel der Entwicklung und zurecht ein High-End-Hybrid. Korg im Low-End-Bereich (nicht abwertend gemeint) könnte über lange sicht das Rennen machen und sich diesbezüglich behaupten. Roland tut das nicht ... die tun gar nichts und sehen im Risiko keine Chance

(von Clavia mit dem Norddrum-Dings, minimalst und geil - OK andere (digitale) Baustelle - aber die trauen sich was, das muss man denen zugestehen)

moogli schrieb:
Ob der Markt allerdings *wirklich* diese schiere Menge an monophonen, analogen, keyboardlosen Synths (...Pulse 2, Koma, Lancet, MFB, Minitaur, Mopho) verträgt, das wage ich zu bezweiflen, denn in diesem Segment ist es schon seit letzter Musikmesse irgendwie eng, und so krass unterscheiden sich die Teile ja auch nicht.... .....ein großer Teil der Käufer nun nicht soo genau weiß, warum genau er sich nun statt einem Koma ein Lancet (oder oder oder) kaufen soll.

Die Marktbereinigung folgt meist auf den Fuß. Aber egal, schwierig ist es halt für den Käufer das Brauchbare zu finden -

ich meine wenn nur geringfügige Unterschiede in der Usability/Features vorhanden sind, also kein Alleinstellungsmerkmal, eines das auch noch zieht und anspricht, ist Einkaufen oder der Erwerb eines Produkts kein Vergnügen .... wenn ich als Käufer zwischen 3 oder manchmal sogar 6 Modellen entscheiden muss welches ich mir nehme bei annähernd gleichen Preis und Features, Sound etc., dann habe ich keine Lust mehr ... ehrlich, da geht Zeit drauf, viel Zeit ... ist wie mit den Android-Tabs , 500 Modelle ... jeder knallt eines auf den Markt ...
in diesem Fall ist intensive Produktpflege und Kundenorientierung beinahe alles, speziell bei einer Vielzahl an Konkurenten ..... da spreche ich jetzt mal Waldorf an, (obgleich ich trotz der Bugs voll auf den Blo stehe,) ... die gehen sonst unter...


moogli schrieb:
Meine Einschätzung ist, daß sich inzwischen selbst bei nicht-Freaks und sogar bei ganz und gar ahnungslosen Leuten "analog" zu einer Werbebotschaft mit gewisser Schlagkraft zu entwickeln scheint, weil das (so empfinde ich das jedenfalls) mit Qualität, "Beef", "Wärme", "guten alten Zeiten" und "irgendwie cool" assoziiert wird. Ich glaube wirklich, daß das Wort mittlerweile auch dann noch beim Verkaufen eines Produkt hilft, wenn der Käufer eben kein Synth-Insider ist.

Ich sehe das aus einer ähnlichen Perspektive ... hat ja auch mit der jüngsten Wirtschaftskrise zu tun, an der die halbe Welt immer noch rum-laboriert, Reduktion aufs Notwendigste, Produkte müssen griffig sein... nicht filigran und zerbrechlich .... ich meine die Leute suchen Sicherheit und Verlässlichkeit .... für viele Jahre ... Analog scheint das zu bieten

aber egal ich rede/schreibe zu viel
 
Waldorf Pulse2, Slim Phatty usw. Da habts ihr doch schon eure Polyphonene - oder ists euch etwa zu teuer ?
Meiner Meinung nach hat das aber nur DSI wirklich schlüssig umgesetzt, zb MophoKey+Tetra= 5 Stimmen, viele Knöpfe nicht zu teuer und rel. kompakt. Leider sagt mir der DSI-Klang nicht so zu.....
Um beim SP 4 Stimmen hinzubekommen brauchst du nen 12HE-Rack, hast trotzdem nur 4 Regler für Klanveränderungen und der ganze Spaß kostet 3000,- :selfhammer: Vielleicht kommt ja Moog noch auf den Trichter und bauen einen reinen Expander mit 3 Stimmen auf 2HE zum "chainen", das wäre doch fein!!!!
 
Ich beobachte in der Musikszene, dass die Jungen Käufer (so bis 25) wieder extrem auf den alten Sound (Detroit Techno, Disco, House) stehen. Ausserdem stehen auch viele Junge auf Bass Music (Dub Step, Grime, Wonky), da ist ein analoger Basssynth auch nicht verkehrt. Es ist halt immer noch so, dass ein richtiger analog Synth mit Knöpfen als etwas wertiges angesehen wird, auch wenn er für unter 1000 Euro angeboten wird. Viele Junge kaufen sich ein Host, Soundkarte und Monitore, Plugins werden halt schon meist auch als Crack vom Netz runtergeladen (böse Unterstellung :opa: ). Aber die Lust auf einen geilen Analogsynth haben sie alle. Ich hab relativ viel mit solchen Kids zu tun und da sind Juno 60, SH-101, JX3P, JX8P, MPC 2000, 707, 808, 909, SP1200, etc. etc. extrem hoch im Kurs und die Jungen wissen auch meistens wovon sie reden. Geld haben aber die meisten nicht für einen alten Analogen, die ja schnell mal über 1000 Euro gehen. Da kommen die kleinen, neuen Kisten gerade recht. Bei den alten Hasen stehen auch immer wieder mal die kleinen, neuen, analogen auf der Bühne. Mopho oder Prophet 8 hab ich zum Beispiel recht häufig gesehen. Wer etwas von sich hält, der steht mit einem Analogen auf der Bühne.

Nicht zu vergessen: In diesem Jahr ist die elektronische Musik in Amerika angekommen. Rockfestivals machen rückwärts, Bass Music ist im Vormarsch. Wenn auch nur 10% dieser Leute plötzlich beginnt anderes als nur Mainstream Elektronik zu hören, dann könnte das in Zukunft recht gut für die elektronische Musikszene werden. Auch der Underground lebt letztlich finanziell vom Mainstream, behaupt ich mal ganz frech..
 
Uff entspricht (bis jetzt noch ?!!?) nicht meiner Erfahrung - kann ich nicht unterschreiben. Hoffe aber das es wirklich der Trend ist mit der jugend und Amerika.


Noch ne Theorie: wir sowieso und auch die EInsteiger sind einfach total overdosed mit dem ganzen Plugin Müll. Es ist einfach zu viel - zu viel möglich zu gut zu alles. Einfach nur ne kleine Kiste wo alles einen Regler hat und man gar nicht soo viele Möglichkeiten hat, aber dafür nichts falsch machen kann. Vielleicht sowas wie Balsam für die Seele bei dem heutigen Überangebot an Möglichkeiten ?
 


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