Vom Heizölkeller zum Tonstudio

ganje
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Fiktiver User
Hat bestimmt schon jemand von euch gemacht... Wie seid ihr den Geruch losgeworden?

Bei mir muffelt der Raum ziemlich dolle. Ist wohl schon Einiges ausgelaufen.

Habe mal gelesen, dass man es abbrennen soll. Ich versuche es erstmal mit Ölex. Einreiben und einwirken lassen.

Heute eingeschmiert, mal sehen ob es was bringt..
 
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Tastenirrtuose und Beste Antwort auf keine Frage
Mal eben ne andere Frage, da mir die Wand auffällt (Außenwand?)
Ist der Keller feucht? Dann würde ich mich der Problematik
auch auf jeden Fall widmen.

Stehe grad vor dem gleichen Problem - neben dem Ministudio im 1.OG
sollte noch n dicker Proberaum in den Keller, für laut und Bumms.

Leider sind die Wände auf Grund Baujahr 65 auch schon langsam feucht,
was sich letztes Jahr noch nicht gezeigt hatte - wir haben das haus im Juni
besichtigt, da hatte es hier schon monatelang nicht mehr geregnet, die
Messung sagte dass die Wände trocken seien.

Nun, nach viel Regen monatelang, und knapp drei Wochen Schnee
im Februar der langsam die Kellewand entlang taute sieht es leider
anders aus...

Ich denke ich werde mir gedämmte, dampfdichte Elemente bauen,
und diese zu einer Vorsatzschale zusammen zimmern, mit Abstand 20cm
zur Wand, und alles schnell rückbaubar für den Fall, dass.... dann mit einem großen Lüfter und Zeitschaltuhr für regelmäßigen Luftaustausch zwischen Wand und Vorsatzschale sorgen...

Bzgl. Geruch könntest Du es mal mit Produkten mot Effektiven Mikroorganismen
versuchen, die bekommen sogar Pumpensümpfe geruchsfrei...
 
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Tastenirrtuose und Beste Antwort auf keine Frage
Grabt die Wände außen rum ordentlich tief, am besten bis unter die Bodenplatte frei und macht die Sperre von außen. Die Hütte wird es euch danken. Ist weniger Aktion als man vielleicht denkt. Leiharbeiter die für wenig Geld buddeln freuen sich aktuell auch über Jobs.
Wäre super, in unsere, falle wegen laaaaanger auffahrt und riesen terasse nicht möglich, bzw.
kostenmäßig zu hoch..evtl. mache ich mal ein injektionsverfahren, liegt daran wie es sich entwickeln wird. Solange nur die farbe abplatzt und man alle paar jahre mal streichen muss ists für uns noch zu verkraften...
 
Bernie
Bernie
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Wäre super, in unsere, falle wegen laaaaanger auffahrt und riesen terasse nicht möglich, bzw.
kostenmäßig zu hoch..evtl. mache ich mal ein injektionsverfahren, liegt daran wie es sich entwickeln wird. Solange nur die farbe abplatzt und man alle paar jahre mal streichen muss ists für uns noch zu verkraften...
Injektion ist gut, aber teuer, da ist schnell mal ein Zehner weg.
 
Bernie
Bernie
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Hat bestimmt schon jemand von euch gemacht... Wie seid ihr den Geruch losgeworden?

Bei mir muffelt der Raum ziemlich dolle. Ist wohl schon Einiges ausgelaufen.

Habe mal gelesen, dass man es abbrennen soll. Ich versuche es erstmal mit Ölex. Einreiben und einwirken lassen.

Heute eingeschmiert, mal sehen ob es was bringt..
Bringen wird das schon was, aber so ganz geht das erst nach längerer Zeit raus.
Musst dann halt alles neu Pinseln.
Wenn du zusätzlich was mit Dachlatten, vorgehängten Platten, Isolation usw. machst, denk dran das es auch mal Wasser im Keller haben kann.
Saugt sich alles voll wie ein Schwamm-
 
ganje
ganje
Fiktiver User
Die Odyssee geht weiter.

Das Ölex hatte nicht die erhoffte Wirkung. Entweder stank es ganz leicht weniger oder unverändert. Kann ich nicht wirklich beurteilen. Da diese Bauarbeiten meine Kompetenz übersteigen, habe ich jemanden gefunden, der mir den Raum saniert.

Plan: Den ganzen Putz von Wänden und eine Bodenschicht abstemmen, die Ölflecke abbrennen, eine Schicht Bitumen auf den Boden legen, damit keine Feuchtigkeit mehr durchkommt und dann Fliesen verlegen. Die Wände neu verputzen.

Bin gespannt auf das Resultat und verlasse mich auf meinen Fachmann. Wenn er so weit durch ist, kommen Elektriker und Tischler vorbei.

Hier der erste Entwurf:
1632051158878.png
 
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Plan: Den ganzen Putz von Wänden und eine Bodenschicht abstemmen, die Ölflecke abbrennen, eine Schicht Bitumen auf den Boden legen, damit keine Feuchtigkeit mehr durchkommt und dann Fliesen

Sind das Kelleraußenwände? Dann bitte mehrschichtigen Sperrputz bzw. Dichtschlämme anbringen. Wie sieht's mit aufsteigender Feuchtigkeit aus, Horizontalsperre am Start? Vertikalsperre oder Abdichtung von außen nötig? Nix macht mehr Ärger als tolle Arbeit, die später gammelt :amen:
 
ganje
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Fiktiver User
Mal eben ne andere Frage, da mir die Wand auffällt (Außenwand?)
Ist der Keller feucht? Dann würde ich mich der Problematik
auch auf jeden Fall widmen.
Der Keller allgemein ist trocken. Da hat er Vorbesitzer gute Vorarbeit geleistet.
Das was auf dem ersten Bild mit dem Kanister so aussieht, war mal die Auffangwanne. Die Beschichtung war durch und es sog sich wahrscheinlich nur etwas Feuchtigkeit aus dem Raum auf, weil die Ölbehälter noch drin waren. Außerdem war bei Wind und Wetter das Fenster auf. Mittlerweile ist es komplett trocken. Auf dem zweiten Bild sieht man, dass es nicht mehr so schäbig aussieht. Es hinterlässt vielleicht so einen Eindruck, weil die Beschichtung der Auffangwanne abgestemmt ist.
Die Hausbesichtigungen hatte ich im Winter. Etwas über ein Jahr war es unbewohnt und der Keller war dennoch trocken. Ich denke/hoffe, dass ich mit der Feuchtigkeit keine Probleme haben werde.

Sind das Kelleraußenwände? Dann bitte mehrschichtigen Sperrputz bzw. Dichtschlämme anbringen. Wie sieht's mit aufsteigender Feuchtigkeit aus, Horizontalsperre am Start? Vertikalsperre oder Abdichtung von außen nötig?
Für den Vertikalschutz ist von außen Folie angebracht (wie sich's gehört) und horizontal soll das Bitumen schützen, obwohl ich von unten keine Feuchtigkeit erwarte. Mir ging es allgemein um die Versiegelung, weil ich nicht weiß wie tief das Öl in den Beton eingedrungen ist. Schaden kann es nicht.

Auf die Wände kommt Kalkzementputz und unter die Fliesen Uni-SD. Wenn ich das richtig mitgekriegt habe.

Ich sehe Grad, ich wiederhole mich :selfhammer:
Sorry, habe damals vergessen auf den Beitrag zu antworten 🤷‍♂️
 
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ganje
ganje
Fiktiver User
Alternative zu Fliesen: Perlitschüttung auf den Boden und darauf OSB-Platten verlegen.
(so hab ich das mit meinem ehemaligen Heizkeller gemacht)
Auch keine schlechte Idee. Ich habe mich aber für Fliesen entschieden, weil sie langlebiger sind. Wenn alles gut gemacht ist und ich nicht grad die Billigsten nehme, wird es was für die "Ewigkeit". Wegen der Akustik und dem Wohnbefinden kommt ein dicker Teppich ins Zimmer.
 
Phil999
Phil999
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Keller sind prinzipiell schwierig. Weiss ich als Bauarbeiter und Naturfarbenmaler. Eine Abdichtung mit Bitumen ist eine Lösung für kurze Zeit, aber wenn die Struktur nicht mehr atmen kann gibt es langfristig grössere Probleme. Das sind jedoch nur prinzipielle Sachen. Das muss man jeweils vor Ort anschauen.

Lehm und Kalk, natürliche Stoffe, sind oftmals hilfreich. Ein dicker Lehmverputz kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Kalk hat auch dieselben Eigenschaften, und ist zudem antiseptisch, d.h. kann Schimmelbildung besser abschwächen wegen seiner Alkalidität.

Wenn die Ausgangslage schon schwierig ist, sind Lösungen auch nicht ganz einfach. Wenn man Lehmverputz wählt muss man möglichst dick auftragen. Isolation ist auch immer eine Frage in Bezug auf das Bauwerk.

Ich lasse es mal einfach mal so als Hinweis. Kann gerne spezifisch auf den Fall eingehen.
 
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Tastenirrtuose und Beste Antwort auf keine Frage
Wenn man Lehmverputz wählt muss man möglichst dick auftragen

Jo, aber lehmputz im Keller ist auch nicht unbedingt immer so je gute Lösung... Hab gerade in unserem Haus sämtliche Außenwände von innen 3cm dick mit Lehm verputzt, aber vom Keller und speziell dort den Außenwänden habe ich dabei lieber die Finger gelassen...im Keller würde ich eher auf Kalkputz setzen... Und dann auch auf jeden Fall Farbe die was durchlässt, also keine Dispersionsfarbe, eher Silikat oder halt sumpfkalk...
 
Phil999
Phil999
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ganz genau, das hast Du sehr gut erkannt, Lehm im Keller kann schimmeln, und da ist Kalk traditionsgemäss die bessere Lösung. Lehm hatte ich einfach nur erwähnt wegen dessen Eigenschaft, Feuchtigkeit aufzunehmen, mehr als Kalk. Generell ist im Keller Kalk die bessere Lösung. Und auch recht dick wenn möglich. Mineralputz ist natürlich eine weitere sehr gute Variante, wie auch mineralische Anstriche. Wasserglas ist ein Material, das ich nur wenig erwähnen will, da die Anwendung noch mehr Fachwissen voraussetzt.

Das sind wie gesagt Sachen, die man vor Ort anschauen muss. Und eben, da gibt es noch Sachen, die noch darüber hinausgehen, Stichwort Aquapol. Das Wasser hinaufziehen. Habe da aber nur theoretisches Wissen, keine praktische Erfahrung. Ich weiss aber, dass es funktioniert.
 
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devilfish
devilfish
alles kann, nix muss..
Wände und Böden mit sperren versehen.

Eine automatische Be- u. Entlüftung vorsehen. Feuchtigkeitsgesteuert.

Zusätzlich elektrische Heizmatten in Wände und Böden vorsehen. Temperatursteuerung hält somit immer die Raumtemperatur konstant.

Klima Split-Gerät vorsehen, um entstehende Feuchtigkeit im Sommer, welche durch lüften eindringt, somit ab zu transportieren.

vertiefte Abflussrinne vorsehen. Rohr nach draußen, tiefes Loch buddeln, mit Betonringen auskleiden, Rohr anschließen, dicke Tauchpumpe rein und das Loch nach oben absichern. Im Ernstfall kann man somit den Keller vor Hochwasser über ein paar Zentimeter schützen.

Keller sind alles in allem irgendwie immer extrem. Ich würd da kein Wert stehen haben wollen.

Weisheit 24.09.2021:
Man schafft unnützes Gerödel nicht umsonst immer in den Keller!

Gutes Gelingen.
 
ganje
ganje
Fiktiver User
Lehm wäre mir persönlich auch zu heikel, aber das ist wohl sehr individuell zu betrachten. Die Bausubstanz meines Kellers ist gut und mit Lehm würde ich sie wahrscheinlich verschlechtern.

An die Wände kommt Kalkzementputz. Euren Beiträgen nach bin ich auf dem richtigen Weg.

Auf dem Boden habe ich, wie bereits gepostet, Bitumen und morgen kommt eine Schicht Estrich drauf. Darauf die Fliesen.
Überall sonst im Keller sind auch Fliesen.

@devilfish Es gibt sicherlich viele Keller, wo diese Maßnahmen/Überlegungen Sinn ergeben. Bei mir ist es zum Glück nicht der Fall. Der Keller ist trocken, im Sommer herrschen dort angenehme Temperaturen, für Winter werde ich mir einen Heizkörper montieren und für alles andere habe ich Fenster und Türen. Zur Not ist noch ein Luftentfeuchter da, aber ich glaube nicht, dass ich ihn brauchen werde. Im hochwassergefährdeten Gebiet bin ich auch nicht.
 
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ganje
ganje
Fiktiver User
Und welches Mittel war zielführend gegen das Öl?
Hast wohl den Thread nicht durchgelesen? Kein Problem.. Ich wiederhole es gerne =)

Die Stellen abbrennen und Bitumen drüber setzen, hat das Problem gelöst. Das Ölex hatte nicht die erhoffte Wirkung, wobei ich an dieser Stelle zugeben muss, dass ich nicht ganz fachgerecht gearbeitet habe. Man soll es auftragen, einreiben, einwirken lassen und abspülen. Da ich den Keller nicht mit Wasser fluten wollte, ließ ich das abspülen sein. Wäre vielleicht mit einem Nasssauger gegangen, aber nein. Das wollte ich auch nicht 🤷‍♂️
 
Die Iden des Maerz
Die Iden des Maerz
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Doch ichß hatte ihn gelesen, ich konnte mir nur nich vorstellen das Abbrennen reicht. Ich dachte der Geruch sitzt im ganzen Putz des gesamten Raums.
 
ganje
ganje
Fiktiver User
Doch ich hatte ihn gelesen, ich konnte mir nur nich vorstellen das Abbrennen reicht. Ich dachte der Geruch sitzt im ganzen Putz des gesamten Raums.
Achso, ok =)
Die Ölflecke auf und im Boden, wo die Behälter standen, waren am kritischsten und die habe ich auch abgebrannt (abbrennen lassen), weil ich nicht wusste wie tief sie gingen. Darum auch Bitumen, um es komplett zu versiegeln.
In den Putz saugte sich das nicht so stark ein. Die Dämpfe sind da weniger kritisch, als das Öl selbst. Eventuell die Auffangwanne wäre so ein Punkt gewesen, da sie im direkten Kontakt mit dem Öl war, aber die habe ich ja auch abstemmen lassen.
 
ganje
ganje
Fiktiver User
Frage: Wie verkleide ich die Heizungsrohre?
Überlegung: Am besten mit Absorbern.

Ich stelle mir dazu so ein Holzgerüst vor, das ich mit Steinwolle fülle. Auf dem Bild sind es 40X40mm Kanthölzer und 400x400mm wären die Außenmaße der Konstruktion. Mit Stoff würde ich es verkleiden.

Die Rohre verlaufen noch an der Wand, wo das Fenster (auf Zeichnung nur provisorisch gesetzt) ist.

Wenn ich diese Konstruktion, auch wenn ich sie kleiner dimensioniere, an alle oder auch nur an zwei Wände anbringe, befürchte ich, dass ich mich zu sehr einenge. Der Raum ist so schon klein genug.

Wie würdet ihr es machen? Was wäre für die Raumakustik sinnvoll?

Am Dorfteich v3 Rohrverkleidung.jpg
 

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