Offensichtlich scheint der Minimoog klanglich und bedientechnisch das Maß aller Dinge zu sein. Dieses Gerät in eben dieser Art mehrstimmig und programmierbar zu besitzen, scheint der größte Wunsch zu sein.
Der Verweis auf den Memorymoog und diesen wieder aufleben zu lassen, scheitert daran, dass er eben nicht eine mehrstimmige Version des Klassikers Minimoog ist, auch wenn er damals so beworben wurde, ebenso wenig wie der Voyager die Neuauflage des Minimoog ist. Ich will gar nicht bestreiten, dass beide Instrumente ihre Liebhaber haben.
Wenn man nun eine mehrstimmige programmierbare Ausführung des Klassikers im Fokus der Betrachtung hat, muß man sich von der Machbarbeit im mittleren Preisbereich lösen, da die Hardware zu diesem Preis nicht herstellbar ist. Manche Forumteilnehmer schwören ebenso wie die neue Firma
Moog mit einem traditionsreichen Namen auf analoge Technik, möglicherweise mit einem gewissen Grad an Unwissen, was heutzutage digital zu erreichen ist und zum Zwecks des Bullshittings.
Ich verweise daher auf den CreamWare Minimax ASB (Firma zu, Gerät wird nicht mehr fabriziert), der nach Einschätzung von kompetenten Fachleuten klanglich dem originalen Minimoog näher steht als der Voyager bzw. der Memorymoog, ganz zu schweigen von der Bedienung und der Anordnung der Bedienelemente, die dem Klassiker nachempfunden wurden. Wenn man nun voraussetzt, dass Klang und Bedienung wichtiger erscheinen als die im Inneren des Gerätes verwendete Technik, dann liegt der folgende Gedanke nicht fern:
Warum lässt sich ein findiger kleiner Hersteller nicht den Minimax ASB von den Rechteinhabern Sonicore, Siegburg, für einen angemessenen Betrag pro verkauftem Gerät lizensieren, packt diese Technik in ein ansprechendes dem Originalgerät nachempfundenen Gehäuse, gerne auch in verschiedenen Holzausführungen, zusammen mit einer anschlagsdynamischen 61er Tastatur und gestaltet das als Instrument mit hohem Liebhaberfaktor?
Waren meine Ausführungen schlüssig?