wie lagere ich meine Geräte für die Ewigkeit

Bittere Prognose, evtl irre ich mich auch.

durchaus realistisches Szenario. In der FAZ war vor 'nem Jahr ein Artikel über genau sowas auf dem Schallplattenmarkt. Über Plattensammelfreaks, die über die Jahrzehnte in seltene 50s-Rocknroll-Rockabilly-Pressungen investiert und sich das dann als ihre Altersvorsorge erträumt hatten. Problem: in dem Maße, wie sie selber alt werden, und die Teile auf dem Markt flüssig machen müssen, sterben genau jene Leute weg, die solche Platten als Sammelobjekte zu entsprechenden Preisen kaufen würden. In den jüngeren Sammlergenerationen interessieren sich nicht mehr hinreichend viele Leute für diese Nische -- Preise brechen ein, Altersvorsorge weg, nix mit Viva Las Vegas.
:opa:
 
das ist doch quatsch.. Vintage geht immer...
Klar geht's bis es kaputt ist und man teure Reparatur kosten hatt. Aber es geht auch zunehmend günstiger und genauso gut. Ist ja nur meine Sicht. Wer das anders sieht kann gerne weiterhin 4000 und aufwärts bis haste auch nicht gehört und gesehen ausgeben. Darüber freuen sich natürlich dann die Vintage Verkäufer wenn es trotzdem noch weiterhin klappt obwohl es heute.......... ;-)
 
durchaus realistisches Szenario. In der FAZ war vor 'nem Jahr ein Artikel über genau sowas auf dem Schallplattenmarkt. Über Plattensammelfreaks, die über die Jahrzehnte in seltene 50s-Rocknroll-Rockabilly-Pressungen investiert und sich das dann als ihre Altersvorsorge erträumt hatten. Problem: in dem Maße, wie sie selber alt werden, und die Teile auf dem Markt flüssig machen müssen, sterben genau jene Leute weg, die solche Platten als Sammelobjekte zu entsprechenden Preisen kaufen würden. In den jüngeren Sammlergenerationen interessieren sich nicht mehr hinreichend viele Leute für diese Nische -- Preise brechen ein, Altersvorsorge weg, nix mit Viva Las Vegas.
:opa:



Zum Glueck war ich nie Sammler und hab auch keine Umsummen fuer mein Kram ausgegeben, ist recht ueberschaubar alles.

Wenn ich alles fuer 80% von ehemaligen Anschaffungswert bekomme waere ich zufrieden.. und das waeren dann evht humane Preise ;-)
Und dann ist da noch mein Juengster, der gerade anfaengt in B Livemucke zu machen,... wenn er die Sache langfristig ernst nimmt und mit Enthusiasmus und Leidenschaft dabei ist.. schenk ich ihm evtl den Kram einfach... aber nur LEIHWEISE ?
 
Jedenfalls zum lagern für die Ewigkeit wäre so langsam für das ein oder andere das Museum eine gute Option. Worum es ja geht hier. :mrgreen:
 
Museum. ? Ihr bringt mich zum Lachen.

Wir werden sehen...?
 
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Na, nicht das man dich in 10 Jahren beim Trödeltrupp auf RTL2 sieht..

"Achja, das sind diese altmodischen Synthesizer, tolle Teile und sehr gut gepflegt.... aber Liebhaber hierzulande zu finden wird schwer.
Ausser im Ausland.... die Chinesen sind ganz scharf drauf und zahlen dir Hoechstpreise" :)

Ein Spaessle, lieber Retro. :)

Sofern man mit den Instrumenten weiterhin musiziert und daran freudige Zeit verbringt ist doch alles andere Schietegal.
 
Was macht man mit einer Stradivari die man nicht spielt?
a) im Wohnzimmer an die Wand nageln
b) in Plastik einwickeln und die nächsten Jahrzehnte im Keller oder Dachboden lagern
c) einer Museumssammlung überantworten
d) jemandem leihen der sie pflegt und spielt

ich finde c und d sinnvoll.
 
Oder ob man in 20 Jahre überhaupt noch lebt??

Das auch, das wollte ich aber aus Höflichkeit nicht erwähnen.

Ein 106 ist doch Kult.. Das war einer der wichtigsten Synths in den 80ern und 90ern..
man verbindet viele geschichten oder Musikstücke damit..

für was hat ein DeepMind je gestanden? das wird nie ein Kultgerät
nicht weils vlt nicht gut ist sondern weil die Zeit der Kultgeräte einfach vorbei ist

Es geht ja eben in Zukunft - mit Aussnahme - nicht um Kult bei solchen Geräten - wozu auch ?

Was ist Kult ausser eine relativ subjektive Illusion und Mode ?

Der Juno 106 ist Massenware und war damals wie heute ein simpel gestrickter Synth der weder super toll klingt noch spezielle Sounds kann. Ich habe den nur deswegen noch weil meiner wie neu aussieht und mich einen lächerlichen Preis gekostet hat.


Es geht aber der allergrössten Mehrheit der Musiker und auch der Instrumentenfanatiker um Features und klangliches Potential.

Mich kümmert der Deepmind und sein Status nicht und es war auch nur ein Beispiel.
2040 wir man mit einem Briefmarken grossem Bioimplantat wahrscheinlich geilere Sounds machen wie mit put any name here.

Die Frage ist was der Kollege denn idell bezweckt ? Was will er sich denn 10, 15, 20 Jahre aufsparen ?

Es ist sogar eine Frage der persönlichen Entwicklung - also ich würde mich wundern - und bei einigem sogar ärgern - wenn mich das in 20 Jahren noch interessiert. Das Leben ist auch ein Wandel.

Wie lange will, kann, soll man sich denn mit einer speziellen Epoche von Geräten beschäftigen ?

Ich mache das seit etwa 25 Jahen und das Interesse wird - weil man schon viel besessen und probiert hat - immer geringer.

Ja ich mag meine Synths schon und habe auch eine Art emotionale Bindung - andererseits sind es alles - egal ob Jupiter 8, Andromeda, oder sontwas - einfach auch nur Tröten - so what ?

Die einzigen zwei Geräte zu denen ich eine grundlegeneder Zuneigung hege sind der Polysix und die 808 und selbst das ist relativ.

Würde einer heute kommen und mir einen guten Preis für mein Studio machen - nein keine Wucherpreise - so könnte es auch sein dass Alles fliegt.

Ein grosser Grund nicht alles zu verkaufen ist nämlich unter Anderem der nervige Aufwand und die oft sehr doofen Interessenten - wenn man das dann mal 40 nimmt ist das keine schöne Vorstellung.

Was man mit der Kohle alles anstellen kann - ich will nicht mal drüber nachdenken und in meinem beruflichen musikalischen Alltag nutze ich wohl seit 2002 fast nur noch Software.

Aber das darf man ja gar nicht sagen - weil um Arbeit darf es hier ja schon gar nicht gehen.

Lieber geht es immer nur um oftmals irrationales Bauchgefühl, Schwärmerei und darum, dass Leute das schönreden was sie selber gut finden - eigentlich sowas von langweilig und unproduktiv dass man sich nur wundern kann.

Wenn es natürlich eines Menschen grösster Wunsch ist 2019 mit Geräten aus 1984 Musik zu machen die selbst 1984 wohl nur durchschnitt gewesen wäre - so steht das jedem Frei.

Aber aus Besitz alleine und aus der ewigen Wiederholung von Glaubensätzen die die eigenen Standpunkte aufwerten leitet sich trotzdem keine echte Kompetenz oder Meinungsführerschaft ab.

Und das schöne ist dass ICH das sagen kann weil ich in beiden Bereichen agiere und somit der dann reflexartige Vorwurf von Neid, Armut oder gar Inkompetenz halt nicht ganz zutreffen will.
Ausserdem kann man genug Eigenkritik von mir lesen - von Prädigen oder Hybris will ich also nichts hören :)

Und überhaupt gibt es die Diskussion an dem Punkt wieder angeblich gar nicht, denn dann kommt - gegen den Rest der Statements - die Behauptung es solle sowieso jeder machen was er möchte :)


Mich interessieren Fakten, Resultate, Spass und Wertschöpfung - auf KULT kann ich mittlerweile in 90% der Fälle gerne verzichten.

Cola ist Cult, Levis ist Kult, Porsche 911 ist Kult und so weiter - angeblich soll sogar so Müll wie das Werk von Tarantino Kult sein - wie kommt es ?

Und für wen und warum ?

Ich mag Sachen weil ich Sachen mag - das reicht doch, oder ?

Als wäre Kult überhaupt was positives - vielleicht soll man sich auch anhand des manipulativen Ursprungskontextes mal selber darüber Gedanken machen welche Hebel man mit Berufung auf Kult bedient.

 
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Warum muss ich jetzt nur so plötzlich an Navigationssysteme denken...

Grübel...ah, jetzt, ja:

tomtom: navigiert sie dorthin, wo sie nie hin wollten...

;-)
 
Was macht man mit einer Stradivari die man nicht spielt?
a) im Wohnzimmer an die Wand nageln
b) in Plastik einwickeln und die nächsten Jahrzehnte im Keller oder Dachboden lagern
c) einer Museumssammlung überantworten
d) jemandem leihen der sie pflegt und spielt

ich finde c und d sinnvoll.

Und wenn man die Kohle hat kann man die auch für ein Lagerfeuer verwenden - nur so weil es geht.

Das wäre auch eine schönes soziopolitisches Statement in Zeiten wo trotz Superkonsumismus immer noch Kinder wegen 2 Euro die fehlen sterben und sich andererseits von Kulturförderung vollegfressene Eliten auf Kosten des steurzahlenden Pöbels der Verehrung von Götzen und Artefakten hingibt.

Dabei ist schon längst empirisch bewiesen, dass es moderne Geigen gibt die besser klingen und besser bespielbar sind.

Wäre ich Milliardär würde ich zur Grillparty mit einer Stradivari einladen und den selben Wert würde ich für Menschen spenden die in ihrer Existenz bedroht sind statt dem ach so noblen Kulturbetrieb der seit etwa 100 Jahren sich in einer Ehrfurcht vor sich selbst hertreibt zu sponsoren über die ein Bach,Mozart oder Bruckner nur gelacht hätten.

Und wenn dann einer mit der Stradivari spielt dann sitzt das Publikum mit einem Stock im Arsch und wie bei Begräbnissen verkleidet da nur um später bei Champagner und Cannapes über den Musikus zu schwärmen oder ihm jedes Talent abzuschreiben, oder um darüber zu tratschen ob der hochbezahlte Kulturmanger am feinen Hause nun doch neben der Gattin auch was mit dem Fagottisten laufen hat.

Ein paar Leute aus dem Hochkulturbetrieb kenne ich und was man da so hört.

:harhar:
 
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Von SafePack gibt es Gebinde, die Feuchtigkeit aus Kisten, Koffer und dergleichen ziehen: Das Gerät in einen Kleidersack geben zusammen mit dem Gebinde, die Luft mit einem Staubsauger raussaugen und versiegeln. Im Case eingepackt irgendwo abstellen.

Um Kontaktallergien zwischen Kunststofffolie und Gerät zu vermeiden (ausfällende Weichmacher) das Gerät in ein Leinen- oder Baumwolltuch wickeln.

Ansonsten: Verkaufen, was ersetzbar ist, und den Rest als freundliche Dauerleihgabe im Freundeskreis spielen lassen.

Stephen
 
Oder warum nicht einfach so platzsparend wie möglich im aktuellen Setup aufstellen und lassen ?

Oft könnte es so einfach sein :)
 
Die Frage ist was der Kollege denn idell bezweckt ? Was will er sich denn 10, 15, 20 Jahre aufsparen ?

Sowas kann auch eine Art Jungbrunnen sein.

Nach zwanzig Jahren, in einem dann evtl biblisch ergrauten Lebensalter nochmal die Relikte aus der Jugend erleben... so als UnboxingVideo auf YT.... the good old Times.

Aber ehrlich, es ist eher eine Art Nostalgie was ja durchaus auch was Schoenes inne hat.
Schoene Erinnerungen sind das "Gold" im Sterbebett.. und nicht das was unterm Kissen gehortet wurde.

Ich seh das allerdings so:

Der wahre (ich rede von mir) Jungbrunnen ist Fahrrad fahren, 50- 120 km täglich. ?
 
Sowas kann auch eine Art Jungbrunnen sein.

Nach zwanzig Jahren, in einem dann evtl biblisch ergrauten Lebensalter nochmal die Relikte aus der Jugend erleben... so als UnboxingVideo auf YT.... the good old Times.

Aber ehrlich, es ist eher eine Art Nostalgie was ja durchaus auch was Schoenes inne hat.
Schoene Erinnerungen sind das "Gold" im Sterbebett.. und nicht das was unterm Kissen gehortet wurde.

Ich seh das allerdings so:

Der wahre (ich rede von mir) Jungbrunnen ist Fahrrad fahren, 50- 120 km täglich. ?

So in 30 - 40 Jahren am Sterbebett:

Boah ist das ungemütlich - da lebe ich doch noch gerne weitere zufriedene 5 Jahre.

Und die Delle in der Matratze kam vom Juno 106 den man unter dem Bett vergessen hatte :harhar:
 
Also einigen wir uns auf Batterien raus und trocken aber durchlüftet in eine Kiste. Nach Jahrzehnten bei Wiederinbetriebnahme würde ich das Netzteil dann abtrennen und die Spannungen checken. Ggfs die Netzteil Elkos auf Verdacht tauschen.

Wie ist das eigentlich mit Grabbeigaben? Ich las mal, dass man nur abbaubare Materialien mit ins Grab nehmen darf. Darf ich meine 303 also nicht ins Grab nehmen? Immerhin hat sie ja eine Pappplatine. :cool:
 
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Dem habe ich schon einmal ein gutes Heim gegeben und würde dies u.U. auch wieder tun, falls Du ihn wirklich abgeben willst.

Aber bedenke: Er hat Dir schon einmal so sehr gefehlt, dass Du ihn wieder haben wolltest. Insofern: Behalte zumindest ihn.
 
In 20 Jahren wird der Kollege sehr wahrscheinlich noch leben. ;-)
Mein Tipp wäre: Jupiter 6 einlagern, den Rest verkloppen. War in der Aufzählung der einzige wo sich auch später Reparaturen ziemlich sicher noch lohnen werden (finanziell gesehen). Am besten im Wohnbereich, wo man von relativ gleichbleibenden Temperaturen und einer vernünftigen Raumfeuchte ausgehen kann.
Ich gönne es ihm ja auch, will ja auch nur sagen, dass das Leben schneller vorbei sein kann als gedacht. Der Freund meiner Tante hat mit 36 einen Herzinfakt erlitten. Mein Vater mit 47. Beide haben es überlebt, aber hätten nie gedacht, dass es sie trifft. Der Bekannte mit Krebs war übrigens auch jünger als 40. Das nur am Rande.
 
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Also einigen wir uns auf Batterien raus und trocken aber durchlüftet in eine Kiste. Nach Jahrzehnten bei Wiederinbetriebnahme würde ich das Netzteil dann abtrennen und die Spannungen checken. Ggfs die Netzteil Elkos auf Verdacht tauschen.

Wie ist das eigentlich mit grabbeigaben? Ich lass mal, dass man nur abbaubare Materialien mit ins Grab nehmen darf. Darf ich meine 303 also nicht ins Grab nehmen? Immerhin hat sie ja eine Pappplatine. :cool:

Die Asche des verbrannten JP6 kommt einfach mit in die Urne ;-)
 
Hier mal ein "Pro Aufbewahren"-Beitrag : Bei mir war´s dann so, daß vor ein paar Jahren plötzlich der Gedanke da war, es einfach nochmal vorsichtig zu versuchen. Da war es eigentlich ideal erstmal eine der 4 Kellerasseln hochzuholen und zu schauen. Keine neuen Ausgaben, das Gerät noch rudimentär vertraut.... Als ich dann wieder richtig Feuer gefangen hatte wurde dann nach und nach ausgetauscht aufgerüstet. Gleich etwas zu kaufen wäre unverantwortlich gewesen.
 
Die Frage nach der Ewigkeit ist sowieso nur eine Frage nach einer hübschen Illusion.

Nichts währt ewig.

Aber ohne diese hübsche Illusion wäre das Leben nur noch trostloser.

Stephen
 
Man muß aber auch sagen der coole von damals von dem ich Fan war würde mit neuen Geräten wenn er heute nochmal ab und zu gebucht werden würde komisch aussehen. Also den coolen Opa mit Funky Hut würd ich auch mit den alten Dingern sehen wollen. Daher behalten..... weitermachen und nicht einlagern. Nur mal so nebenbei. ;-)
 
Selbst ich habe begriffen, das der TE mit "Ewigkeit" eher nicht den Wärmetod des Universums meint, sondern "eine längere und / oder unbestimmte Zeit, die das Intervall der durchschnittlichen Nichtnutzung im Studiobetrieb maßgeblich überschreitet".
 


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