vermutlich geht es nur, wenn man einfach sein Ding macht und alles gibt - ich weiss es übrigens NICHT besser
Das erinnert mich daran, was der echte Punk sagt: Bloß nicht heucheln!
Wenn man wirklich meint, was man macht, reicht es, alles zu geben.
Meine Meinung.
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Wie klingt das nu live, wenn kernelkid nicht heuchelt?
Nach 80ies-Funky-Prog-Pop-Songs mit Geschwafel.
Die Themen: Frauen als Geister, Tiere als Menschen, Konsum als Knast, Sexueller Blick als kulturelle Erblast, Freiheit als Verantwortung, Wissen als Last, son Zeug.
Dabei wollte ich nie Prog machen. Ich muss echt nicht merh den Gymnasiasten raushängen.
Und die 80ies auch nicht, weil ewig schon abgekaut.
Bleibt nur funky.
Und Popsongs.
Bissl wenig.
Aber egal was ich mach: Es WIRD 80ies und Proggy.
Da komm ich nich raus ohne Vollzeitinvestment.
Musik ist aber mein Hobby.
Ich scheine, wenn ich nicht heuchle, eben gymnasiastisch und abgekaut zu sein.
Nun denn.
Mach ich eben das so gut es geht, in der Zeit, die mir dafür zur Verfügung steht.
Könnte dann, in Summe, vielleicht sogar Spaß machen.
Trotz 80ies poppigem Geschwurbel.
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Wegen Humor und Fleisch auf Bühnen ohne PR:
Ich tu erst dann Fleisch auf die Bühne, wenn Fleisch auf Bühnen spontan oder als Thema was Erfreuliches mit mir macht.
Der Gag, das Alberne, Humor generell: Für mich wäre Humor aus Absicht, ungeheuchelt, ein ernstzunehmender Auftrag.
Bei Jimi Tenor und dem Fleischkäse war es wohl spontan.
Immer Wurstkostüme und Fleischessen auf der Bühne wär mir als Thema zu wenig, als Gag zu durchschaubar und auf Dauer zu fettig.
nur reden und nur planen und kiffen ist natürlich auch nichts.
Stimmt.
Sondern:
Da mag man dies und jenes nicht, das macht man dann nicht.
Und man mag dies und das, das macht man dann.
Und das alles will wohlüberlegt und besprochen sein.
Oder schnell mal spontan reingemixt, für immer dann dringelassen oder denn doch in die Tonne getreten.
Das reicht ja aber nicht, weil eigentlich findet man das gewisse Y extrem wichtig und spannend – aber nicht so wie das A macht, mehr so in Richtung P.
Aber eben anders als P ... man probiert das dann, das Ergebnis erinnert dann aber an L oder Q. Q passt einem nicht. L schon.
Immerhin etwas.
Und nu?
Wars das?
Irgendwie auch nicht.
Weil man dann merkt: man heuchelt, weil so lässt man nie die eigenen Hosen runter, sondern immer nur die von anderen.
"Man", das bin ich.
Oder eins meiner anderen Egos.
Oder mein "Wär ich gern"
Viele halt.
Was weiss ich.
Was ist denn nun WIRKLICH wichtig?
Also stark.
Mir stark wichtig
Von mir und für mich.
Und für andere.
Die, die ich mag.
So stark, dass mir das Hemdchen reißt, bei der Grenzüberschreitung.
Dass ich gar nicht drumrumkomm mich vielleicht auch bissl nackig machen zu müssen.
Also echt jetzt.
ECHT BÄM!!!
Ich überleg grad, ob ich beim nächsten Gig nur ne Unterhose trag, wo vorne draufsteht "DRUNTER KEIN BÄM!!"
Aber will das Publikum das? Nen Gag, der keiner ist, sondern ein Thema. Der aber als Witz an die Chilli Peppers erinnert, nur von nem schmerbäuchigen, alten weissen Mann?
Wenigstens wärs nicht geheuchelt.
Und hinten steht drauf: "UNNÖTIG MUTIG."
Könnte ein Songtitel sein.
Auf jeden Fall ist es ein Thema, dass ich genauso meine: unnötig mutig.
Hier, ausgebreitet und wohnhaft im Speckgürtel des Wohlstandes.
Speck.
Fettiges Fleisch.
Da ist es.
Ich glaub, ich weiß gar nicht, was mutig sein heißt.
Bis auf die speckige Unterhose.
Kann sein, dass das nen Song wird.
Wenigstens etwas.
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So mache ich das mit meiner "Kunst", wenn ich anfange ... falls es hier weiter hilft.