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Wo sind wir in 20 Jahren...?

  • #151
Hier in Dresden hat nach vielen Jahren Sanierung ein Kulturzentrum wiedereröffnet. Mit zwei Konzerträumen.
Und es war echt voll. Ein wunderbarer Bericht über die Eröffnung findet sich hier.

(Auch sehr schön beschrieben, wie wichtig solche Orte sind, wo man unterschiedliche Menschen treffen und sich überraschend und zufällig begegnen kann.)

Das widerspricht ein wenig den hier vorherrschenden Prophezeiungen. Und zeigt, wie sehr es Menschen zu echten Begegnungen drängt.

Aber ich möchte der wohligen Weltuntergangsstimmung hier auch nicht die Lust verderben ;)
Also: Weitermachen! ;)
 
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M.i.a.u.: treponema, oli und sllk
  • #153
Vielleicht wird Musik in 20 Jahren nicht bedeutungsloser, sondern Europa kulturell einfach ein anderer Kontinent sein.

Anthropologisch betrachtet entsteht musikalische Kultur immer aus bestimmten sozialen Räumen, Lebensformen und Wertvorstellungen.
 
  • #154
wer, außer ein paar Ü50er geht denn noch zu Konzerten? Die sterben alle langsam weg, ebenso die Bühnen und Clubs.
Aufschwung?
Sehe ich eher nicht so. Konzerte zu Hause auf dem großen TV, liegend auf der Couch mit ner Tüte Chips.
Die sind billiger und bequemer und das Bier und Essen bringt der Lieferdienst.
Es gibt keinen Grund aus der Bude zu gehen, man kann ja auch übers Handy kommunizieren.
Das ist mir zu pessimistisch und deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen, zumindest hier vor Ort. Vermutlich auch eine Genre-Ding. Wir haben hier z.B. 2 Clubs, die schwerpunktmäßig in Richtung Metal / Indie / Punk unterwegs sind, und da ist ist bei jedem Konzert die Bude voll mit u25-Leuten.

Finanziell ist es natürlich sowohl für die Bands als auch die Spielstätten immer ein Balanceakt.

Was allerdings total eingebrochen ist, ist die hiesige Blues-Szene.... Was aber wohl daran liegt, das deren Haupt-Protagonisten einfach verstorben sind.

Jenzz
 
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M.i.a.u.: D-Joe
  • #155
Wo sind wir in 20 Jahren.

Ich bin frisch in der Rente, habe meinen latenten pre-burnout bereits überwunden und genieße
die kreativste Zeit meines Lebens.
 
  • #156
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  • #157
Ok, neben meinen echten Brüdern und Schwestern.
 
  • #158
Bei der heutigen Entwicklung kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie es in 20 Jahren aussehen könnte.
Die Sonne wird morgens aufgehen und abends unter. Leute werden immer noch arbeiten gehen müssen, um Geld zu verdienen. Es wird immer noch Menschen geben, die nach Macht und Einfluss streben. Dinge werden sich verändert haben, aber die Welt wird immer noch ähnlich ticken. Wenn man in der Geschichte zurückblickt, dann sind Menschen heute ähnlich wie die vor 5000 Jahren.
 
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M.i.a.u.: treponema, D-Joe, sllk und 2 andere
  • #159
die Frage ist doch eher visionär und geartechnisch gemeint - dh - was gibt es in 20 Jahren für Synths? Welche Sounds? Welche Musik gibt es dann? Das ist natürlich eine Projektion - das macht Spaß.

Mut zur Utopie! Gern auch mal positiv.
 
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M.i.a.u.: MajorGoose
  • #160
Also momentan fällt mir posittiv echt schwer. Aber du hast recht, man muss auch positiv denken, sonst macht ja alles keinen Sinn mehr.

Musikalisch könnte ich mir vorstellen, das alle bekannten Strukturen aufgelöst werden und wir in einem Meer von Frequenzen schwimmen.

Die sich dann je nach Stimmung verändern.
 
  • #161
Man MUSS nicht, aber ich lese fast nur noch sowas - wenn ich nach eine Utopie frage wurde ich in diesem Forum sogar auch mal beschimpft, obwohl es einfach nur ein Versuch war, Wünsche und Ziele zu hören. Ich schloss daraus, dass vielen das nicht nur schwer fällt, sondern unmöglich zu sein scheint. Sehr schade. Ich halt meist mit "naja, wie bei Picards StarTrek Welt…" - Das konnten dann noch einige zumindest bestätigen - was aber kreativ eine eher kleine Leistung ist. Schade, wie ich finde.

Ich bin gerade bei Sounds und Struktur sehr überzeugt, dass hier ggü Popmusik und Co und dem was man so hört teilweise leichtes Spiel hat - teilweise ist es eine Menge Konkurrenz im guten Sinne - Also - ich sehe goldene Zeiten des Machbaren. Was es so gibt kann sehr viel - man kann mit eher immer weniger auf eine Bühne gehen - noch besser wäre es,wenn Multitimbralität wieder selbstverständlich wäre.
MIDI 2 wäre auch super - das macht vieles machbar, was ich gut fände.

Allein, was an Editoren, Modulation und Echtzeit möglich ist - ist weit weit spannender als MPE heute.

Allein diese Möglichkeiten geben mir jedenfalls viel Hoffnung - so ein analoger heutiger Synth wie der Muse hat ein neues Set auch ermöglicht, ich muss da nicht 2-3 Teile hin schleppen, nur weil einige Synths lahme LFOS haben, andere keine FM und so weiter - natürlich ginge noch mehr - aber mein aktuelles Liveset ist da weit gekommen - und das eigentlich nur mit einer alten Groovebox und eben diesem Synth als Basis.
 
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M.i.a.u.: oli und MajorGoose
  • #162
Musikalisch könnte ich mir vorstellen, das alle bekannten Strukturen aufgelöst werden und wir in einem Meer von Frequenzen schwimmen.

Die sich dann je nach Stimmung verändern.

Das war immer meine Vision von der Zukunft., eine neue, diesmal rein sonische Bauhaus-Revolution, die das Sounddesign zum allgegenwärtigen Begleiter macht, so wie es das Produktdesign heute auch schon ist.

z.B. könnte man sich vorstellen, dass Elektroautos statt diesen bekloppten Düsenjet-Sounds (bzw. verkehrs- und katzen-gefährlicher Geräuschlosigkeit) permament harmonisches, kristallines Glöckchen-Gebimmel produzieren.

Wobei natürlich alle anderen Autos das auch machen, und sich dabei die Art des Gebimmels der Autos einerseits voneinander unterscheiden muss, andererseits aber musikalisch stets gut zusammenpasst.

Gestaltet werden wird diese Welt des Unreal Audio Tournaments von Zweierteams aus Algo-Komponisten und blinden Mitbürgern, und dass alle Farhzeuge, Gebäude und Laternen schöne Geräusche zu machen haben, wird durch EU-Verordnung vorgeschrieben und die Umsetzung durch die Bauhaus-Audio-Polizei durchgesetzt.

Danach machen wir dann mit Gerüchen weiter.
 
  • HaHa
  • wunderbar
M.i.a.u.: oli und sllk
  • #163
die Frage ist doch eher visionär und geartechnisch gemeint - dh - was gibt es in 20 Jahren für Synths? Welche Sounds? Welche Musik gibt es dann? Das ist natürlich eine Projektion - das macht Spaß.

Mut zur Utopie! Gern auch mal positiv.
Physiologisch und realistisch betrachtet wird da nicht so viel passieren können.

Der Faden hier ist ja schon 12 Jahre alt und soviel Bahnbrechendes gab es in diesem Zeitraum nicht.

Fast schon Utopie aber irgendwie auch realistisch, wird es in 20 Jahren wohl eine neue Electribe geben?
 
  • #164
Ich könnte mir auch eine modulare Geschichte vorstellen. Anders als heute, man steckt einfach die Module zusammen und hat seine Soundmaschine ......
 
  • #165
Physiologisch und realistisch betrachtet wird da nicht so viel passieren können.

Der Faden hier ist ja schon 12 Jahre alt und soviel Bahnbrechendes gab es in diesem Zeitraum nicht.

Fast schon Utopie aber irgendwie auch realistisch, wird es in 20 Jahren wohl eine neue Electribe geben?
In 20 Jahren ist also eher nichts passiert?
Das mit der Electribe 3 wäre schön - wenn sie denn liefert, was wir uns wünschen und können sogar noch die Sachen von vorher laden. Mehr Speicher, die Nachteile der 2er.. egal, ich weiss was du mir sagen willst.

Vor 20 Jahren gab es noch keine "Freaks", die Granularisten waren in ihren Kinderschuhen. Ist schon so, dass da einiges anders war.
Ich habe auch anders Musik gemacht als heute.
 
  • #166
Die Quantensprünge sind vielleicht nicht mehr so da. Oder vielleicht auch nicht mehr so spürbar wie anno dunnemal.
Solche Meilensteine wie Emulator, DX7, Eurorack, VST usw. scheinen in der "näheren" Vergangenheit zu fehlen.

Dafür gibts aber auch ständig was Neues. Viele kleine Tropfen vereinen sich zum großen Fluß.
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #167
Wo sind wir in 20 Jahren.

Ich bin frisch in der Rente, habe meinen latenten pre-burnout bereits überwunden und genieße
die kreativste Zeit meines Lebens.
Hallo, gehe von Zeit zu Zeit gerne mal auf nen Hardcore Konzert. Da bin ich teilweise mit der älteste als Mitt-Fuffi. Wenn die Bands aus meiner Jugend im Rollstuhl auf die Bühne geschoben werden siehts natürlich anders aus. Ich glaube eher ich bekomme das nicht mit, da anderer Musikgeschmack/andere Bands. Und man ist mit 50+ü auch nicht mehr jedes WE auf der Rolle und zum Konzert. Dafür schaue ich mir jetzt Pink mit meiner Tochter an...

Zu dem eigentlichen Punkt KI und Jobs:
Wahrscheinlich kann KI in 2-3 Jahren alle Jobs machen, für die keine taktile Leistung notwendig ist. In 5 Jahren sind auch die fällig. Die Fortschritte sind so viel schneller als wir denken/wünschen/fürchten. Das einzige was die Implementierung verzögert ist die Unwissenheit der Geschäftsführer und deren Skrupel alle rauszuschmeißen. Da wird sich zeigen wie schnell das geht und wie viel zivilen Unrest es geben wird, wenn plötzlich alle arbeitslos sind.
 
  • #168
Naja, Digitakt 2 ggü Electibe vor X - ist schon ein Unterschied.
Bei den Rechnern - sehr viel Unterschied.
iPad haben oder nicht und darauf Microwave bis Granular spielen - auch ein Unterschied.

Und - eben die ganzen Sachen, die neuer und besser sind - da mag schon sein, dass es die gleiche Idee nutzt wie etwas von 2000 - aber - es ist eben doch besser. Vielfältiger und überlegter. Man kann mit einigem wirklich mehr schaffen. Es ist etwa so, wie eine TB303, 808, etc mit einem Digitakt 2 zu vergleichen. Mehr Takte, mehr Zeug, mehr Synthese - da kann man eine Menge mehr Sound machen und auch interessantere Modulation und mit Samples mehr spielen. Und PM Synths gibts auf dem iPad - sowas gab es in der Zeit weniger verfügbar.
 
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M.i.a.u.: oli und sllk
  • #169
Naja, Digitakt 2 ggü Electibe vor X - ist schon ein Unterschied.
Bei den Rechnern - sehr viel Unterschied.
iPad haben oder nicht und darauf Microwave bis Granular spielen - auch ein Unterschied.
Ja, natürlich ist das ein Unterschied. Für mich ist das halt mehr Evolution statt Revolution. Deswegen aber nicht schlecht(er). Es fühlt sich für mich halt nicht mehr so an wie "von 0 auf VST in 10 Sekunden". Das iPad-Studio gabs ja auch nicht von jetzt auf gleich, es hat sich entwickelt.
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #170
Und die Musik ist durchaus erwachsener geworden, in den 80ern wurde viel mehr Begleitung gedacht - heute ist Gesang und abgefahrene Elektronik wesentlich machbarer und Pop. Damals war das schwierig - wobei die Leute aber wildere Sachen akzeptiert haben - der Mainstream ist so glatt, dass man eigentlich nicht rein guckt - vielleicht ein bisschen wie TV Krimiserien ;) - die werden wohl alle von einer Person geschrieben.

Aber - wir schreiben wiederum die Zukunft - wenn wir das wollen, passiert sehr viel.
Und der Rest macht halt weiter mit der Evolution.

Würde schon sagen, dass da massiv was geht - natürlich muss man genauer gucken - heute - weil vieles hinter diesem Vordergrund versteckt ist - deshalb sagen auch einige, es gäbe keine gute Musik mehr. Natürlich kann man auch die ersten Peter Gabriel Alben zB - in die Neuzeit versetzen, ist dann aber eine neue junge cool Künstlerin oder so. Stimmen gibt es jedenfalls auch aktuell ziemlich coole…

Ich selbst bin übrigens ein bisschen primitiv gerade - also vieles mache ich bewusst so ein bisschen einfacher - muss leider eher noch ein bisschen mehr beachten, aber es ist weniger und kann mehr Ausdruck - in einigen Monaten bin ich vermutlich statt gut richtig super gut und kann dann noch mehr…
Ausgerechnet Moog* macht's mö(ö)glich - bzw. da kommt noch was anderes dazu. Also ich hatte bisher noch keinen FM Synth, der wirklich alles modulieren kann und eine OSC dafür frei hat und obwohl und gerade weil das analog ist, ist es eigentlich ziemlich das, was fehlte an dem was ich 2000 hatte. Und lustigerweise habe ich damals auch einen großen Analogen verwendet.

Das nur als Ausschnitt - persönlich - aber musikalisch hat mich das mit vielen Zwischenschritten und Projekten da hin gebracht, weil es das Ding auch gibt. Und natürlich könnte das alles noch mehr - also wenn der Sequencer da drin mehr Steps und Länge hätte - bzw. die Klangerzeugung multitimbral wäre das ausreichend, bräuchte dann keine weiteren Sachen - nur noch was für Samples und Beats - was ja auch da ist. Vielleicht braucht man auch keine Beats mehr - mit Parameter ShareLock Humbug.
 
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M.i.a.u.: oli und sllk
  • #171
In 20 Jahren ist also eher nichts passiert?
Das mit der Electribe 3 wäre schön - wenn sie denn liefert, was wir uns wünschen und können sogar noch die Sachen von vorher laden. Mehr Speicher, die Nachteile der 2er.. egal, ich weiss was du mir sagen willst.

Vor 20 Jahren gab es noch keine "Freaks", die Granularisten waren in ihren Kinderschuhen. Ist schon so, dass da einiges anders war.
Ich habe auch anders Musik gemacht als heute.
Ja, schon ist einiges passiert in den letzten Jahren, aber so richtig weltbewegendes nicht wirklich.
Klar kommt auch immer jemand mit neuen Konzepten um die Ecke, aber das Rad neu erfinden ist so gut wie unmöglich.
Dazu sind wir noch zu eingeschränkt.

Wenn solch Geschichten wie NeuralLink irgendwann mal zuverlässige Funktionieren ohne das man sich dafür die Birne aufbohren lassen muss, dann gibts bestimmt nochmal einen interessanten Durchbruch.

Vielleicht gibts ja auch bald eine Electribe Keys?
Es bleibt jedenfalls spannend.
 
  • #172
Natürlich kann man auch die ersten Peter Gabriel Alben zB - in die Neuzeit versetzen,
Kann man, muß aber nicht. Das Alte könnte man z.B. als ein Steinchen im großen Mosaik sehen. Je nach dem, wie man damit umgehen kann. Für den einen ist es hilfreich, die alten Steine zu kennen. Der andere fühlt sich daran angekettet, wird dadurch gehindert nach vorne zu sehen.

Kann ich nicht mal mehr beurteilen, weil der inzwischen total an mir vorbeigeht. Bin zwar offen für vieles, lasse alles aber lieber auf mich zukommen statt irgenwelchen Trends hinterherzulaufen.

Aber - wir schreiben wiederum die Zukunft - wenn wir das wollen, passiert sehr viel.
Keine Atempause
Geschichte wird gemacht
Es geht voran!
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #174
Nein ;)

Rad neu erfinden - tun die Musiker - und da ist einiges, was es vor 5 Jahren noch gar nicht gab dabei. Mit neuen Methoden und anderer Denkweise - das Mindset macht viel.
So betrachtet hast du vollkommen recht.

Ich habe versucht das Mal physiologisch zu betrachten und da ist rein von der Funktion unseres Gehörs nicht mehr soviel drin.
Auch die 2 Arme mit 8 Fingern und 2 Daumen machen das alles nicht weniger einfach.

Klar wenn man jetzt jemanden aus Mitte der 80er importiert und diesen dann vor eine TR1000 oder eine Elektron* Kiste setzt, der würden durchdrehen…..

Sry, das mit der Electribe Keys konnte ich mir nicht verkneifen;)

Wie gesagt es bleibt spannend, ich bin da sehr zuversichtlich!
 
  • #175
Kann man, muß aber nicht. Das Alte könnte man z.B. als ein Steinchen im großen Mosaik sehen. Je nach dem, wie man damit umgehen kann. Für den einen ist es hilfreich, die alten Steine zu kennen. Der andere fühlt sich daran angekettet, wird dadurch gehindert nach vorne zu sehen.


Kann ich nicht mal mehr beurteilen, weil der inzwischen total an mir vorbeigeht. Bin zwar offen für vieles, lasse alles aber lieber auf mich zukommen statt irgenwelchen Trends hinterherzulaufen.


Keine Atempause
Geschichte wird gemacht
Es geht voran!
Ich glaube, dass einige auch hier noch in den 70ern oder 80ern hängen, weil sie da aufgewachsen sind.
Nix gegen Berliner Schule und so - aber es kommt einfach da auf Offenheit an, sowas überhaupt zu finden - man muss halt auch suchen - ich kriege in Insta faktisch Minütlich Zeug mit irren Projektionen eingespielt, meist eine Kombination - und aus allen Ländern, zB Thailand - wo Leute in irgendeiner Halle stehen, Visuals sehen und der Sound sich von Pop im alten Sinne schon sehr unterscheidet. Aber da sind Leute - also ist das auch populär. Es hat sich eben was verändert. Ich orientiere mich lieber an den progressiven Leuten, als an denen die jammern und in der Vergangenheit schwelgen - ist ja nichts dagegen zu sagen - wer das möchte - aber es ist kein Muss. Ich bin auch zu Cabaret Voltaire gegangen. Ignorieren müssen wir das nicht und diese Fairlight Gabriel Sachen sind natürlich auch damals HiTech und neu gewesen.

Vermutlich sind das alles zu wenig Stars, die sowas machen. Gabriel war ja nun mal schon Legende durch Genesis. Und das war war, was jeder kannte. Damals aber eben auch neu - progressiv - daher der Name ;)

Fortschrittlich sollten wir es nennen - sonst kriegt das so einen Drift, der komsich ist.
Es ist eben doch Semantik im Spiel und Gefühle.

Zukommen ist eben so eine Sache - das kommt nicht, wenn man es nicht will. Man muss es auch suchen - aber man findet es auch. Natürlich heißt das nicht "such mal die zukünftigste Musik" - das klappt nicht, dann bekommst du was irgendein Trendmag darüber vor 5 Jahren mal als Liste gemacht hat. Das ist schon konservativ wie die KI das sammelt , weil sie es eben über das Netzwissen tut - nicht über die coolen Einträge in irgendwelchen Nerdforen für Musik - ich meine Musik - nicht Technik - so wie hier ;)
Wir reden so wenig über Musik - mögt ihr sowas überhaupt - frag ich mich oft ;)

Kreatin genommen.
Ab. dafür - machen!
Auch wenn es nur für 30 Leute ist - die dann da sind - es muss passieren. Ich find's spannend und geh da eben hin - sehe da selten einen hier aus dem Forum - selbst bei EMS Peter-Z. war keiner da - als er noch lebte - also stand alles hier auch in Termine - ich denke - das ist eben auch selektiv und dennoch kein Vorwurf - wenn's nicht interessant war für die meisten - alles cool. Ich kann damit leben.

Ich mag auch noch Depeche Mode und das ganze klassische Elektrozeug wie Human League - aber auch nach Autechre, Meta Meat und Stromspiesser und Co ist noch so viel passiert.
 
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M.i.a.u.: exitLaub
  • #176
So betrachtet hast du vollkommen recht.

Ich habe versucht das Mal physiologisch zu betrachten und da ist rein von der Funktion unseres Gehörs nicht mehr soviel drin.
Auch die 2 Arme mit 8 Fingern und 2 Daumen machen das alles nicht weniger einfach.

Klar wenn man jetzt jemanden aus Mitte der 80er importiert und diesen dann vor eine TR1000 oder eine Elektron Kiste setzt, der würden durchdrehen…..

Sry, das mit der Electribe Keys konnte ich mir nicht verkneifen;)

Wie gesagt es bleibt spannend, ich bin da sehr zuversichtlich!
Naja, wir bekommen ja die Instrumente die neu sind auch - und die werden jetzt ja oft sogar billig - und wenn nicht - naja, so ein Iridium oder anderes Klanglabor ist bei 3k€ - oder ein Opsix für 500-600€? Sowas? Tempera oder ODD1 - Herrgoth, was kann man mit so einem Ding schon irren Kram machen - das ist der neue DX7? Na - es ist schon mehr. Wegen der Sache könnte man allein sein Leben nur noch damit verbringen und damit neue Musik und Sounds machen.

Wenns alt sein soll, kann man mit dem Moog* noch ein bisschen dazu spielen und hey - von mir aus eine 303 und ein Chase Bliss 1k€ Pedal dazu - das klingt, richtig angewendet, dann sowas von nach morgen und weniger nach gestern - so man eben nicht Duran Duran oder sowas sein will - nichts gegen die - aber wir sind alle alte Wesen - guck einfach, was die Leute unter 20 machen und denken. Und auch was man so hören könnte.
Und ich meine, dass auch junge Leute ignorieren können - dh - die sind auch nicht das ultimative Future-Paket, nach ihnen kommen andere und wir machen was mit dem Zeug was neue Sachen kann.

FM Klänge sind jedenfalls nicht mehr selten - aber es sind keine Glöckchen und E-Pianos mehr. Das war ein wichtiges Projekt das mal auf "heute" zu kriegen. Haben wir!

Ja - und liefert ordentlich Songs und spiel live - zeigt, was geht.
Das versuche ich jedenfalls - und wenn es nur 3 Besucher mehr sind, die dich unbedingt sehen und hören wollen - wenn du spielst - ist das genau das was passt.

Na - es geht weiter.
"wir schaffen das" - die Rente ist nicht sicher!! Aber wir haben das Zeug halt schon. Müssen nur machen. Und nach Digitakt 2 kommt auch noch was.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: sllk
  • #177
guck einfach, was die Leute unter 20 machen und denken
Das finde ich richtig spannend und sehe das mehr oder weniger jedes 2. oder 3. Wochenende. Die haben da teils sehr rabiate Ansätze wie und was die damit machen.
Andersrum rum gibts natürlich auch, Dienstags beim OpenDecks, gibts soviel junge Leute die sich bewusst für Schallplatten entscheiden weil denen das Fancy Zeuch mit Syncbutton zu langweilig ist.

Gerade deswegen, weil ich das Glück habe mit viel jungen Künstlern zusammen zu arbeiten, sehe ich der Zukunft in Musikalischen Sinne sehr positiv entgegen.
 
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M.i.a.u.: oli und Moogulator
  • #178
Und hoffe nur/noch eins - nicht festnageln auf die "unter 20" - es kann auch das Mindset sein - alte Menschen wie ich sind n nicht bereit für den Schrotthaufen, und wenn geh ich da hin und sample das und process' das ..

Also hier geht es nicht gegen Leute oder Alter etc. - eher - einfach woanders gucken und es machen. Dann passiert es - und auch wenn es nur klein ist. Der Mainstream war immer langweilig, meist. Da sind die, die Musik nur mittelspannend finden. :)
 
  • #179
Ja genau machen.
Heutzutage gibt es nicht nur wegen der Anzahl, aber auch wegen den Möglichkeiten/Preis/Zugang mehr Menschen als jemals zuvor die Musik machen. Ich finde das Toll!

Musik ist zeitlos.
 
  • Daumen hoch
  • wunderbar
M.i.a.u.: oli, Moogulator und Pete1
  • #180
Hab kürzlich in einer Studie gelesen, dass in der Wissenschaft etwas völlig Neues / Durchbrüche eher von jüngeren Menschen kommen. Einstein und Co waren bspw alle noch vergleichsweise jung, als sie ihre wichtigen Arbeiten veröffentlicht haben. Also ich sag mal unter 40. Menschen darüber sind dann aber sehr gut darin, bisherige Erkenntnisse zusammenzuführen und darüber zu neuen Einsichten zu kommen. Einfach, weil man erst dann überhaupt soviel Wissen angesammelt hat. Dafür trägt man dieses ganze Wissen dann auch als Ballast mit und tut sich schwer, "out of the box" zu denken.

Nix davon ist besser oder schlechter. Beides ist wichtig und ergänzt sich.

Dieses jung/alt - Ding ist aber kein absolutes Gesetz, aber es geht eben in diese Richtung.

Was das in der Musik bedeutet, da fehlt mir gerade noch die Vorstellung. Aber es ist schon mal kein schlechter Ansatz, eher jungen Menschen zuzuschauen, wenn man bisher Unbekanntes sucht. Gerade auch in der Nutzung von neuen Technologien.
 
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M.i.a.u.: Moogulator, ModernerPurist und sllk
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