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Wo sind wir in 20 Jahren...?

  • #121
fehlt nurnoch das man von der Agentur für arbeit auch welche bekommt, und einem das Ordnungsamt die Wohnung reinigt!
Zumindest gibt es jetzt Video-Termine, so dass man nicht immer vor Ort aufkreuzen muss. Es gibt auch eine App, mit der man theoretisch alles machen kann, aber praktisch nur wenig hinbekommt. Meine Dokumente habe ich dann genauso per Post geschickt, wie man das vermutlich auch 2014 gemacht hat.
 
  • #122
Was bringt dir perfekter Sound, wenn die Musik nichts überträgt?

Bin ich der einzige, dem dieser widersprüchlich Wandel auffällt?
Scheinbar ja….
hab gerade für einen Kollegen den Soundcheck vorbereitet….
Das ist nich meine Tasse Tee musikalisch, aber die Jungs sind gut. Drumkit, Bass 2x Nordlead 3x Vocals. Alle 3 richtig verdammt gute Musiker und das hört man.

Machmal ist es auch eine Frage wie offen man selber ist.
 
  • #123
Dazu gibt es bereits Statistiken, Studien, die Simplifizierung sehr klar belegen.

Das ist keine Frage der Offenheit, sondern eine der Ignoranz und des einfachen Gemüts.
 
  • #125
Hab ich. Deshalb unterscheide ich zwischen „offen für Musik sein“ und „alles gut finden müssen“.

Wenn musikalische Qualität primär davon abhängt, wie „offen“ der Hörer ist, wird Kritik praktisch unmöglich: Gefällt es dir nicht, warst du eben nicht offen genug. Das ist keine Argumentation, sondern eine Immunisierung des eigenen Geschmacks.

Aber denk ruhig nochmal darüber nach. 😉
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: andreas2
  • #127
Hab ich. Deshalb unterscheide ich zwischen „offen für Musik sein“ und „alles gut finden müssen“.

Wenn musikalische Qualität primär davon abhängt, wie „offen“ der Hörer ist, wird Kritik praktisch unmöglich: Gefällt es dir nicht, warst du eben nicht offen genug. Das ist keine Argumentation, sondern eine Immunisierung des eigenen Geschmacks.

Aber denk ruhig nochmal darüber nach. 😉
Ich finde das ist schon ganz schön an den Harren herbei gezogen.

Durch meinen Job zb. muss ich offen für alles sein. Finde ich deswegen alles gut nein. Kann ich beurteilen ob Musiker gut sind, ja. Bin ich beidseitig kritikfähig ja.(wäre auch schlimm wenn nicht)

Edit: Das ist schon echt ein geiles Level von Narzissmus.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #128
In 20 Jahren wird die Musik so belanglos sein, das sich fast kein Musiker mehr ernsthaft damit beschäftigen wird.
Ein paar studierte Musiker versuchen noch das alte Erbe zu retten, solange noch genug Gelder für die Kulturförderung frei sind.
Ein paar andere Musiker nutzen nur noch die KI und versuchen sich damit über Wasser zu halten.
Schon heute wird es immer schwieriger, mit Musikproduktion seinen Unterhalt zu bestreiten, in 20 Jahren geht da gar nix mehr.
Vielleicht sitzen wir auch im nächsten Weltkrieg in U-Bahnschächten und irgendwer holt seine Mundharmonika aus der Tasche.
Ich werde das alles nicht mehr erleben.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: VEB Synthesewerk, micromoog, Whych und 2 andere
  • #129
Ich finde das ist schon ganz schön an den Harren herbei gezogen.

Durch meinen Job zb. muss ich offen für alles sein. Finde ich deswegen alles gut nein. Kann ich beurteilen ob Musiker gut sind, ja. Bin ich beidseitig kritikfähig ja.(wäre auch schlimm wenn nicht)

Edit: Das ist schon echt ein geiles Level von Narzissmus.

Interessant. Erst wird mangelnde Offenheit unterstellt, jetzt Narzissmus. Je weniger du dich mit dem Argument beschäftigst, desto mehr beschäftigst du dich offenbar mit meiner Person.
Aber erzähl mir ruhig noch etwas über Kritikfähigkeit. 😉
 
  • #130
Interessant. Erst wird mangelnde Offenheit unterstellt, jetzt Narzissmus. Je weniger du dich mit dem Argument beschäftigst, desto mehr beschäftigst du dich offenbar mit meiner Person.
Aber erzähl mir ruhig noch etwas über Kritikfähigkeit. 😉
Ich glaube du bringst hier etwas durcheinander.
Das Argument ist mir schon geläufig.
Aber was weiß sich den schon.
 
  • #131
Bei der heutigen Entwicklung kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie es in 20 Jahren aussehen könnte.

Hoffnung auf Weiterentwicklung habe ich nicht, eher Rückschritt. Ich bin dann aber auch eh durch.

Für meine Kinder tut es mir leid, das sie diesen ganzen Blödsinn ertragen müssen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Bernie
  • #132
Eins ist aber klar - es gibt unfassbar gute Musik - heute. Und das was es in 20 Jahren geben wird - man muss ggf. suchen - es gibt sie.
Interessanter finde ich, zu sehen wo die ist, sie sich zu zeigen, sich zu bemühen Teil davon zu sein, auch wenn man nie bekannt sein wird oder würde. Das wäre ja nicht das erste Mal.

Der Klang der Zukunft - da wäre ich schwer interessiert, wie der genau ist - und ich kann mir ebenfalls vorstellen, dass die mit Theremin, Juno oder anderen uralten Mitteln machbar sein könnte. Aber - es gibt auch Sounds, die ganz anders wirken. Sicher ist das nicht alles in einem Musikstück.
Bin nicht sicher, ob ich selbst Teil der GUTEN bin, das bestimmen andere. Aber man kann sich bemühen.

20 Jahre ist ein guter Zeitraum, den man ggf. noch grade so erahnen kann, 10 Jahre ggf. noch eher - das würde mich auch schon interessieren.
 
  • #133
es gibt unfassbar gute Musik - heute. Und das was es in 20 Jahren geben wird - man muss ggf. suchen - es gibt sie.

Das habe ich hier schon häufiger gelesen, aber sich hinzustellen, um zu sagen "Hier, DAS ist gute Musik" traut sich dann doch niemand.

Zwischen objektiv guter Musik, gut gemachter Musik und subjektiv empfundener guter Musik liegen scheinbar Welten.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Bernie
  • #134
Keine Ahnung ob ich in 20 Jahren noch versuche tattrig einen Beat einzuklopfen oder ob aus meiner Asche ein Baum wächst.

Neben einigen heftigen persönlichen Rückschlägen hat sich mein Leben unterm Strich in den letzten 10 Jahren trotzdem stärker in die positive Richtung geneigt. Deshalb sehe ich lieber mit positiver Einstellung in die nächsten 10 Jahre. Vor allem auch musikalisch im weitesten Sinne. Fresse ziehen und "früher war alles besser" ist nicht mehr mein Ding. Ich möchte jetzt auch gar nicht wissen, was kommt. Ich lasse mich lieber überraschen.

Mit Zuversicht in die Hutzunft!
oder so
 
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  • wunderbar
M.i.a.u.: sllk, VEB Synthesewerk, Akai und 2 andere
  • #135
Das stimmt - aber es gäbe vermutlich IMMER Gegenwehr - schon wegen der unterschiedlichen Stilvorlieben. Also - wenn man allgemein "gute Musik" irgendwie einordnen könnte - so müsste man schon sicher stellen, dass man nicht Stil oder ähnliches bewertet. Es gibt zudem auch hier bei uns sicher noch eine sehr unterschiedliche Haltung zu Charts und Mainstream.

Ich finde aber Zukunftssounds (innerhalb der Idee Musik) sehr sehr spannend - das würde mich am meisten interessieren,…
 
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M.i.a.u.: sllk
  • #136
Laut aktueller Nachrichten aus dem Doomsdayradio macht uns die KI ja in den nächsten zehn Jahren wech. Spannend wäre schon zu wissen, ob sie dann für sich weiter Videos und Musik generiert, oder sowas dann auch obsolet wird.
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: Audiohead
  • #137
Eins ist aber klar - es gibt unfassbar gute Musik - heute. Und das was es in 20 Jahren geben wird - man muss ggf. suchen - es gibt sie.
Diese Diskussion berührt genau den wunden Punkt unserer heutigen Kulturlandschaft!
Was wir aktuell schon erleben ist die massive Entwertung des einzelnen Musikwerks.
Wenn der Markt durch generative KI vollends mit beliebig produzierbarem Content geflutet wird, sinken die marginalen Produktionskosten gegen Null.
Das einzelne Musikstück geht in einer Flut aus akustischem Rauschen unter.
Musik verliert als Kulturgut schlicht an symbolischem sowie ökonomischem Wert.

Das alte Versprechen des Internets, dass Nischenkünstler über die Masse an Hörern leben könnten, ist längst einer knallharten Superstar-Ökonomie gewichen.
Ein winziger Bruchteil schöpft fast alle Einnahmen ab, während die breite Masse der Kunstschaffenden zwangsläufig auf Portfolio-Karrieren angewiesen ist.
Das klassische Überleben durch Unterrichten, öffentliche Förderungen und Stipendien wird somit nicht mehr die Ausnahme, sondern der Regelfall der freischaffenden Existenz.
Aber die Kassen der Kulturinstitutionen sind leer und da ändert sich auch so schnell nichts dran.
Ob handgemachte Musik dabei völlig untergeht, ist die große Frage, aber vieles deutet darauf hin, dass sich der Wert vom reinen Tonträger wieder zurück auf das Live-Ereignis und die spürbare menschliche Unperfektion verlagert, da die "Aura des Kunstwerks" und das Streben nach echter Authentizität in einer Welt voller synthetischer Perfektion für ein Nischenpublikum überhaupt erst wieder kostbar werden, selbst wenn die strukturelle Entlohnung für den reinen Schöpfungsprozess ohne staatliche oder institutionelle Alimentierung kaum noch ein Auskommen bieten wird.

Musik wird sterben.
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: audiot.
  • #139
Hab ich. Deshalb unterscheide ich zwischen „offen für Musik sein“ und „alles gut finden müssen“.

Wenn musikalische Qualität primär davon abhängt, wie „offen“ der Hörer ist, wird Kritik praktisch unmöglich: Gefällt es dir nicht, warst du eben nicht offen genug. Das ist keine Argumentation, sondern eine Immunisierung des eigenen Geschmacks.


"Gefällt mir nicht" ist halt keine Kritik - und wer sonst wenn nicht derjenige, der etwas komponiert oder produzeirt hat, sollte denn das Ergebnis seiner Arbeit gut finden?

Mir scheint, das ist das Hauptproblem der meisten Leute: Fehlendes Selbstbewusstsein für das eigene Schaffen.

Solche Worte wie "Qualität" oder "Mainstream" kämen mir bei der Frage, was ich in 20 Jahren mache (bzw. jetzt sind es ja nur noch 10 :) ) überhaupt nicht in den Sinn.
Ich selbst könnte mich schon deswegen nicht an den Charts orientieren, weil ich seit 20 Jahren keinen Plan habe, wa da überhaupt so läuft. Das interessiert mich überhaupt nicht, was andere machen. Oder was man verkaufen kann und was nicht.

Die Leute beklagen, dass die arme Musik ausstirbt und danach schauen sie sich das 47. Video über die neuesten Geheimtips darüber an, welchen Masteringclipper man 10 mal hintereinander reihen muss um noch lauter zu werden wie DJ Koksdepp. Anstatt mal ein Instrument zu lernen oder sich zu erlauben, die DAW heute mal auf 5/4 Takt zu stellen.

Aber zum Bumm bumm machen brauchen sie dann eine Maschine, die Bumm Bumm für sie macht, weil sie nicht wisssen wie Bumm Bumm auch ohne Preset geht und ihnen das auch egal ist.

Vielleicht sind ja nicht nur die Konsumenten, die Kapitalmärkte, die Politik, die GEMA und die Konsumenten alle doof, sondern vielleicht sind ja die Komponisten und Produzenten genauso doof?

Von daher auch wäre die Frage relevant, wie frei letztendlich unser Geist ist, wenn wir uns davon
so sehr beeinflussen lassen?

da ist ja schon wieder dieses "wir".

Es ist jedermanns freie Entscheidung ob man sich beeinflussen lässt oder ob man selbst Impulse setzt. Also entscheide dich einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Audiohead, Jenzz und sllk
  • #140
In 20 Jahren wird die Musik so belanglos sein, das sich fast kein Musiker mehr ernsthaft damit beschäftigen wird.
Meiner Erfahrung nach gibt es immer Gegenströmungen und so wird es wieder anspruchsvolle Musik geben für eine Hörerschaft, die genau das schätzt. Gerade mit KI lassen sich unglaublich komplexe Sachen erzeugen, die kein Mensch spielen oder singen kann.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: oli
  • #141
Wer möchte sich schon mal auf die Teilnehmer-Liste eintragen lassen? Abgabe des Tracks in 8 Jahren ... Ihr dürft den TR-1000 verwenden ...
2026-09-19_0543.webp

:mrgreen:
 
  • #142
Ein paar andere Musiker nutzen nur noch die KI

Das für mich selbst Erschreckende, einige aktuelle 100% KI Sachen gefallen mir sogar richtig gut.

Ist wie bei Mc Donalds, lieblose Darbietung aber schmeckt doch irgendwie (zumindestens ab und zu).
 
  • #143
Das finde ich überhaupt nicht. MC schmeckt scheiße. Und die KI Musik ist seelenlos.

Geschmacksnerven und Ohren reagieren sehr empfindlich. Da kann etwas tief gehen oder eben nur an der Oberfläche.
 
  • #146
Ich weiß genau wo die Musik in 20 Jahren sein wird.
In meinem Kopf!
Es wird immer Menschen geben die etwas machen werden was mir gefällt. Ich bin da recht einfach gestrickt.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: treponema und oli
  • #147
Ich finde überhaupt nicht.

man (abstrakt) kann sich an alles gewöhnen, man isst ja auch das fabrikbrot, fährt e-auto oder ist froh, dass die kinder endlich von zuhause ausgezogen sind.

man (konkret) kann sich aber natürlich nur an KI "musik" gewöhnen, wenn man das auch konsumiert. deswegen verstehen die einen dann die anderen irgendwann nicht mehr.
 
  • #149
Und Live-Musik?

Du hast es im Grunde ja schon beschrieben... Hat es aktuell auch schwer, könnte mir aber denken, daß es da wieder einen Aufschwung gibt, denn das ist ja im Grunde der Gegenentwurf zu KI...

Jenzz
wer, außer ein paar Ü50er geht denn noch zu Konzerten? Die sterben alle langsam weg, ebenso die Bühnen und Clubs.
Aufschwung?
Sehe ich eher nicht so. Konzerte zu Hause auf dem großen TV, liegend auf der Couch mit ner Tüte Chips.
Die sind billiger und bequemer und das Bier und Essen bringt der Lieferdienst.
Es gibt keinen Grund aus der Bude zu gehen, man kann ja auch übers Handy kommunizieren.
 
  • :(
M.i.a.u.: D-Joe
  • #150
Die sind billiger
Mein Bruder ist noch aktiv mit seiner Band deutschlandweit unterwegs. Das mit der Kohle ist halt auch ein beidseitiges Problem. Sind meist relativ kleine Events für Locations um die 500-1000 Leute. Für die Band springen Verpflegung und Fahrtkosten plus vielleicht noch ein Hunni für die Bandkasse dabei raus. Mußt du übernachten, ist es schon ein Draufzahlgeschäft. Auf der anderen Seite verlangen die Veranstalter 30+ Euro Eintritt, wie vor paar Wochen erst bei einem Open Air Fest eines Motorradclubs in der Brandenburger Pampa. Da hält sich der Zulauf von spielwilligen Bands und zahlungswilligem Publikum auch in Grenzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: D-Joe und Jenzz
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