Reissue Moog Model 10

.....in der Vergangenheit...

Stephen

Wieviele Jahre ist das jetzt her?
Soweit ich weiß, gibt es schon lange keine Klagen mehr.
Dafür mittlerweile reichlich zufriedene Model 15 - User.
Auch in jüngster "Vergangenheit".
Aber das wollen wir doch jetzt nicht wieder diskutieren, hier geht es doch um die Schönheit und Eleganz kleinerer 5U-Systeme, nicht wahr?!
 
Aber das wollen wir doch jetzt nicht wieder diskutieren, hier geht es doch um die Schönheit und Eleganz kleinerer 5U-Systeme, nicht wahr?!
Eigentlich geht es hier um den Model 10. ;-)

Und da muss ich sagen, dass ich die verfügbaren Audiobeispiele überhaupt nicht überzeugend finde. Klingt in meinen Ohren so, als ob jemand zu kräftig am Lowshelf EQ gedreht hätte....

 
Nun, erst einmal sind die Beispiele verhallt, so etwas ist noch nie aussagekräftig gewesen.
Darüber hinaus wird die Festfilterbank bei einigen Beispielen eingesetzt, die so ein kleines System gegenüber Mini und Co. damals zu bieten hatte und
die natürlich klangfärbend wirkt.
Es geht nichts über einen persönlichen Eindruck ohne externe Effekte, dann wirst du feststellen, dass auch das Moog Model 10 toll klingt.
 
Hast du das CotK denn mal mit einem Moog verglichen, so direkt 1:1?

Übrigens habe ich den Vergleich vor einigen Jahren mit einem sehr gut erhaltenen Moog Model 15 gemacht, das toll klingt, aber wir haben uns auf Unentschieden geeinigt.
Ich war selbst erstaunt.
Dann besprachen wir noch einige Änderungen gegenüber dem alten Model (die untere Reihe und die Modulationseingänge der 921B z.B.) und kamen zu dem Schluß, dass die Neuerungen positiv zu werten sind.
 
Nettes Marketing Video. Im Endeffekt aber egal ob Elektronik in China, USA oder sonst wo zusammengelötet wird, wenn die Qualitätssicherung stimmt. So sieht es natürkich wertiger aus. Der Lötstelle und der Elektronik ist es aber egal woher sie kommt und vom wem sie zusammengelötet wird. Am besten wäre maschinell, weil das gleichbleibende Qualität automatisch sichert, aber handgemacht hört sich für den Nichtfachmann immer besser an.

Hätte ich soviel Geld über, um für ein paar hundert Euro Materialwert 10k auszugeben, dann würde ich mir son Ding sicher auch hinstellen. Macht bestimmt was her, ob man es praktisch dann wirklich einsetzt oder das mehr ein Staubfänger wird kann ich natürlich nicht sagen.

Wenn man mal so direkt so ein Model 10 hört, dann ist da jetzt auch kein besonderer Klang dran den man nicht schon hundert mal in Hard- oder Software gehört hat.

https://www.youtube.com/watch?v=2QaCX_Kkdh4
 
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Übrigens habe ich den Vergleich vor einigen Jahren mit einem sehr gut erhaltenen Moog Model 15 gemacht, das toll klingt, aber wir haben uns auf Unentschieden geeinigt.
Ich war selbst erstaunt.
Dann besprachen wir noch einige Änderungen gegenüber dem alten Model (die untere Reihe und die Modulationseingänge der 921B z.B.) und kamen zu dem Schluß, dass die Neuerungen positiv zu werten sind.
Es ist nunmal viel Magie dabei, die nicht entzaubert werden will.
Tut man es doch, ist man überrascht, dass andere Mütter auch
schöne Töchter haben.
 
Es gibt auf YouTube ein Video mit einem alten Model 10, das ohne Hall ist, auch ganz nett. Aber zugegeben, ich bin einfach gestrickt und leicht zu beeindrucken...
Vintage Model 10
 
Nettes Marketing Video. Im Endeffekt aber egal ob Elektronik in China, USA oder sonst wo zusammengelötet wird, wenn die Qualitätssicherung stimmt. So sieht es natürkich wertiger aus. Der Lötstelle und der Elektronik ist es aber egal woher sie kommt und vom wem sie zusammengelötet wird. Am besten wäre maschinell, weil das gleichbleibende Qualität automatisch sichert, aber handgemacht hört sich für den Nichtfachmann immer besser an.

Hätte ich soviel Geld über, um für ein paar hundert Euro Materialwert 10k auszugeben, dann würde ich mir son Ding sicher auch hinstellen. Macht bestimmt was her, ob man es praktisch dann wirklich einsetzt oder das mehr ein Staubfänger wird kann ich natürlich nicht sagen.

Wenn man mal so direkt so ein Model 10 hört, dann ist da jetzt auch kein besonderer Klang dran den man nicht schon hundert mal in Hard- oder Software gehört hat.

https://www.youtube.com/watch?v=2QaCX_Kkdh4


Es ist heutzutage eigentlich nicht mehr möglich Platinen mit Thru-Hole Bauteilen zu bestücken. Die Automaten dafür sind lange außer Betrieb. Das Handlöten ist also aus dieser Not gedrungen notwendig und auch aufgrund der selbstverschriebenen Authenzität. Ist halt der Moog-Ansatz, weil die Firma eine Boutique-Philosphie lebt, wo man solche Sonderwege gehen möchte. Kostet natürlich auch deutlich mehr wegen der notwendigen Arbeitskraft.
 
Na ja, mit so absoluten Behauptungen wäre ich sehr vorsichtig. Es gibt auch heute noch Firmen, die maschinelle THT-Bestückung anbieten. Wir haben das Thema hier vor einigen Jahren im Minimoog Reissue Thread ausgiebig behandelt. Wie sich das beim Model 10 verhält, wird wohl nur Moogmusic wissen.

Letztlich steckt sehr viel manuelle Arbeit in einem Model 10. Vermutlich wird man mit Material und Arbeitszeit bei ca. 2500-3000 EUR liegen. Dann kommen alle weiteren Kosten des Unternehmens hinzu. Ob es einem am Ende schlapp 10.000 EUR Wert ist, müssen die Käuferinnen und Käufer entscheiden. Ich würde einen Moog One nehmen.
 
Danke für die Richtigstellung beim THT. War mir so nicht bekannt. Sicherlich kann der Moog One 1001x mehr Sachen als das Model 10. Allerdings spielen hier bei vielen sicherlich emotionale Faktoren mit und da würde ich z.B. aus dem Bauch heraus sagen: Der Model 10 liegt mir näher.
 
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Schön, dass Moog das macht. Wenn nur Roland eine Wiederauflage des System 700 anbieten würde!
Ja, schön finde ich das Teil ja auch, völlig überteuert aber ist nun mal Moog. Den Job von Roland übernimmt ja nun Behringer, da würde eine Anfrage wahrscheinlich eher zu einem Produkt führen:mrgreen:
 
Den Job von Roland übernimmt ja nun Behringer, da würde eine Anfrage wahrscheinlich eher zu einem Produkt führen
Es ist der mechanische Aufbau des System 700, den ich so attraktiv finde, und der mich – trotz der von @Bernie erwähnten Eurorack-Nachbauten – immer wieder leicht verblödet (na klar) nach dem Original lechzen lässt: Die Schieberegler, Regler, Schalter und Buchsen sind solide auf einer Metallplatte verschraubt, über der die eigentliche Frontplatte befestigt ist, durch deren Öffnungen Bedienelemente wie Potentiometerachsen durchgesteckt sind – so können die Buchsen plan mit der Frontplatte abschliessen und dennoch ein absolut solides Bediengefühl bieten.

Wenn Behringer das auch im originalen Formfaktor nachbaut: her damit. Allerdings bezweifele ich, dass es dann ein ähnlich preiswertes Vergnügen werden würde wie das, was man bisher von Behringer gewohnt war.

Würde es mir aber etwas ausmachen, wenn dieser hypothetische Behringer-Nachbau in SMD und nicht Thru-Hole ausgeführt werden würde? Schwierige Frage.

Einerseits erfreut es mich bei meinem Model-15-Nachbau von Moog tatsächlich immer wieder aufs Neue, dass das Trumm tatsächlich Stück für Stück nach alter Väter Sitte von Hand zusammengelötet worden ist. Ich habe bereits als Kind davon geträumt, ein Moog-Modulsystem haben zu dürfen, und mir 35 Jahre später diesen Wunsch mit einem "echten" – wenn auch nicht "alten" – Moog 15 erfüllen zu können, war & ist schon immer wieder etwas Besonderes für mich.

Andererseits: Lieber hätte ein System 700 mit originalem mechanischem Aufbau & Formfaktor, aber mit SMD-Innenleben, als gar kein System 700. Aber das sind ohnehin nur morgendliche Spinnereien, die des Tages Mühsal bald vertreiben wird…
 
Es ist der mechanische Aufbau des System 700, den ich so attraktiv finde, und der mich – trotz der von @Bernie erwähnten Eurorack-Nachbauten – immer wieder leicht verblödet (na klar) nach dem Original lechzen lässt: Die Schieberegler, Regler, Schalter und Buchsen sind solide auf einer Metallplatte verschraubt, über der die eigentliche Frontplatte befestigt ist, durch deren Öffnungen Bedienelemente wie Potentiometerachsen durchgesteckt sind – so können die Buchsen plan mit der Frontplatte abschliessen und dennoch ein absolut solides Bediengefühl bieten.
Die 700er sind wirklich sehr solide aufgebaut, da sind ja zusätzliche Modulträgerrahmen eingebaut, das schaut alles sehr sehr aufwändig und teuer aus.
Damals war bei Roland halt der Drang, das Allerbeste zu erschaffen.
 
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Wenn Behringer das auch im originalen Formfaktor nachbaut: her damit. Allerdings bezweifele ich, dass es dann ein ähnlich preiswertes Vergnügen werden würde wie das, was man bisher von Behringer gewohnt war.
Blech mit großen Poties sind ja keine teuren Artikel, sowas haben wir in der Ausbildung früher ständig gebaut(allerdings meist Eurorack, was ja erstmal nix mit Synths zu tun hat sondern einfach ein Industriestandard hier ist). Das kann jeder Lehrling im ersten Lehrjahr bauen. Eine kleine Werkstatt und ein Einkauf bei Conrad und man hat für ein paar Euro solche Frontplatte mit dicken Potis und hübschen Potiknöpfen drauf aufgebaut. Kann man auch noch für ein paar Cent Lack schwarz besprühen und per Rubbelaufkleber und Klarlack beschriften. Solche Sachen erklären nicht die Kosten die Moog da verlangt. Vom Material her sind Moog und auch andere Analog Synth nichts was wirklich Material Wert hat. Die Kosten müssen also irgendwo anders herkommen. Wahrscheinlich zahlt man daher eher deren Knowhow, den Namen und die Tatsache dass Moog sehr wenig verkauft, da allgmein die Käuferschicht für Musikhardware sehr klein ist.

Also vom Materialwert eines Moog Model 10 dürfte Behringer bei einem Nachbau mit 800,-EUR oder so immer noch sehr guten Gewinn einfahren. Was ich allerdings nicht weiß ob da irgendwelche Super-Teure-Elektronik verbaut ist, wie "beonsondere" Transistoren oder so, aber selbst das sind ja alles Cent Artikel und teuer meint dann ein paar Euro pro Transisiter oder so. Also, die Grundelemente diskreter Elektronik ist billig, Blechplatten mit Potis sind billg, Leitungen und Stecker sind billig, Lötzinn und Platinen sind billig.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass an einem Moog irgendwas nicht billig ist, lasse mich aber gerne aufklären. Vielleicht eine gute Tastatur, die könnte etwas teurer sein, aber sonst?
 


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