Spotify : „Man kann nicht alle drei bis vier Jahre Musik aufnehmen und denken, dass das ausreicht.”

Und es hat auch niemand ,also kein Käufer einer Platte irgendwas bei Youtube einzustellen ,es sei denn es ist Asbach Uralt, und auch dann (!!!)
Das stimmt sicher, nur würde das glaube ich den vielen kleinen zumindest auch nicht so viel bringen. Weil dann würde auch nicht jeder alles kaufen, bzw. auch weniger Sachen kennen. Es ist so einfach bequem, ansonsten würden viele eben das Radio anmachen oder MTV gucken wenns das noch gibt. Und da kommt deine Musik dann eben nicht und dann kaufen sie genau so viele wie jetzt.
 
Dass man Musik als Konserve kaufen kann ist doch in der Musikgeschichte eine Episode von bis jetzt vielleicht 120 Jahren.
Vorher musste man irgendwo hingehen wo live ist, oder man spielt selber. Das kommt ja vielleicht auch wieder.

Und auch damals gab es schon Musiker, die sehr gut verdient haben, unwahrscheinlich viele, die am Hungertuch genagt haben, und Leute, die mehr verdient haben als die Musiker selber. Das ist jetzt wirklich nichts neues. Nur eine andere technische Plattform.
 
Mich wundert eigentlich nur, dass noch nie jemand die Internetprovider und Mobilfunkunternehmen zur Kasse gebeten hat. Aus meiner Sicht sind das die großen Gewinner. Wofür braucht die Masse denn diese Bandbreiten und hohe Datenvolumen, wenn nicht für das Streamen von Musik, Filmen und YouTube?
 
Mich wundert eigentlich nur, dass noch nie jemand die Internetprovider und Mobilfunkunternehmen zur Kasse gebeten hat. Aus meiner Sicht sind das die großen Gewinner. Wofür braucht die Masse denn diese Bandbreiten und hohe Datenvolumen, wenn nicht für das Streamen von Musik, Filmen und YouTube?
Das stimmt, das habe ich mir Anfangs 2000 als viele noch über Napster und Co. Musik und Später Filme illegal heruntergelanden haben auch gedacht.
Das waren damals die grossen Gewinner, alle brauchten für ihre Downloads eine schnellere Leitung. Legale Dienste, welche Leitungen bzw. Kosten dieser Art gerechtfertigt hätten gab es damals praktisch nicht.
 
Ich rede von Onlineshops. Was ein richtiger Plattenladen ist weiß ich. Ich habe kürzlich ne Masse Läden mit meinem eigenen Produkt beliefert.

Ist schon klar -- mir geht's halt um deine Sache mit den Snippets. Und da kann ich (!) persönlich diese Panik nicht nachvollziehen, dass Leute denken, die fiesen Kunden würden ihnen was "wegnehmen", wenn sie die Gelegenheit haben, in den Song vorher in Gänze, in bescheidener Qualität reinzuhören.

Wenn ich ein Hemd kaufe, probiere ich gerne das ganze Hemd an. Nicht nur den Ärmel. Im Buchladen finde ich es gut, wenn ich ins ganze Buch reinschauen kann, und nicht nur die ersten 12 Seiten als Leseprobe rumliegen. Bei einer Wohnungsbesichtigung fände ich es nicht zu dreist, wenn ich dem Vermieter vorschlage, er möge mir nicht bloß Bad und Besenkammer zeigen, sondern die ganze Butze. Es müssen ja nicht gleich 14 Tage Probewohnen sein.

Aber, wie schon mehrfach vorgeschlagen: für die Freunde von Snippets gibt es ja x-fach Alternativen. Außerhalb von Bandcamp.

Und innerhalb.

Denn selbstverständlich kannst du (1) dein Album auch in Form von Kurzversionen der Tracks hochladen. Bandcamp gibt dir keine Mindestlänge pro Track vor. Und du kannst (2) nur Teile deines Albums zum freien Vorhören anbieten. Manche Tracks werden erst freigeschaltet, wenn man das Album dann auch wirklich kauft. Und (3) gibt es die Möglichkeit, Bonustracks zu machen, d.h. die Leute sehen (und können probehören) die ersten soundsoviel Tracks, und dahinter verbirgt sich dann noch eine zunächst unsichtbare Menge an weiteren Tracks, die erst mit dem Kauf verfügbar werden. (So jedenfalls kenne ich das noch -- hoffe nicht, dass sich da was geändert hat.) Das kannst du alles beliebig kombinieren. Kannst ja auch die 12 oder so Tracks eines Albums zum einen als Snippets hochladen, und dann dieselben 12 Tracks in Komplettversion dazu als kaufpflichtige Bonustracks. Also auch Bandcamp bietet genug Möglichkeiten, den Leuten Dinge vorzuenthalten. Zumal ja die automatische zeitliche Limitierung (der "nag screen" nach ein paar Runden) ohnehin noch hinzukommt.

Nicht falsch verstehen: ich will niemanden von Bandcamp überzeugen. Ich finde es nur, gerade aus *Käufer*sicht, einfach optimal gelöst: ich kriege die Tracks zwar nur in 128 kbps, aber dafür in Gänze zum Probehören, und das kann ich dann ein paar Mal tun, und irgendwann fängt Bandcamp an zu meckern, und nach ein paar mal meckern wird die Platte dann komplett geblockt. Das macht für mich irgendwie rundum Sinn, und ich habe als Hörer das Gefühl, ich unterstütze da, anders als bei Apple, Spotify o.ä., ein Geschäftsmodell, das auch einigermaßen im Sinne der Leute funktioniert, die die Musik machen.
 
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Denn selbstverständlich kannst du (1) dein Album auch in Form von Kurzversionen der Tracks hochladen. Bandcamp gibt dir keine Mindestlänge pro Track vor. Und du kannst (2) nur Teile deines Albums zum freien Vorhören anbieten. Manche Tracks werden erst freigeschaltet, wenn man das Album dann auch wirklich kauft.
Ist leider nicht so. Ich kann lediglich einen Track hochladen, und der ist dann auch in voller Länge so zu hören, nur daß er natürlich in der gekauften downloadversion in einer besseren Quallität sein wird.
Aber die Quallität in der er vorab zu hören ist, ist nicht gerade schlecht. So kann es der ich sag mal "geizige" Konsument einfach diggen und zack. Und das lange bevor Bandcamp anfängt zu motzen.
Ich finde das nicht gut. Und dein Beispiel von oben mit dem Buch...-tut mir leid- dem kann ich nicht zusprechen, weil wenn ich ein Buch einmal komplett gelesen habe, dann brache ich es nicht nocheinmal zu lesen.
Von daher ist dieses Beispiel, genauso wie mit dem Hemd für mich nicht überzeugend. Aber o.k. ...Bandcamp ist scheinbar für meine Zwecke nicht die richtige Plattform. Ich muß sehen daß ich etwas finde
daß meine Wünsche erfüllt. Klar habe ich nichts zu fordern. Ich habe das oben nur drastisch ausgedrückt, meinen Unmut ausgedrückt und Luft gemacht. Ich muß das tun. Nicht umsonst habe ich nocht keine grauen
Haare mit meinen fast 50 Jahren. Ich sag was mir nicht passt und Bandcamp passt mir einfach leider nicht. Ich finde es bei Bandcamp auch großen Mist daß man bei Artwork nur ein Bild hochladen kann.
Das ist ein absoluter Witz. Warum hört man nie was davon? Es ist ein Witz!
 
Ich finde es bei Bandcamp auch großen Mist daß man bei Artwork nur ein Bild hochladen kann.
Das ist ein absoluter Witz. Warum hört man nie was davon? Es ist ein Witz!
Das finde ich jetzt überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Artwork wird physisch als Merch verkauft. Ich kaufe mir zB öfters mal die Kassetten oder CDs, damit ich die Artwork habe. Die Kassette liegt dann in der Schublade, weil ich nur digital höre.
Ich dachte das wäre das was du wolltest? Ich kriege ein Bild als Snippet, den Rest muss ich kaufen.

Wenn ich kostenlos mehr Bilder zeigen möchte, dann mache ich das auf Instagram und verlinke drauf.
 
Man kann die Zeit nunmal nicht zurückdrehen.
Das ist der Kernsatz dieses Threads.
Ich habs über die Jahre schon mehrfach hier geschrieben - immer wieder in einem ähnlichen Kontext: Es gibt kein Grundrecht darauf einen bestimmten Beruf auszuüben. Irgendeine Anspruchshaltung zu etablieren, ist weltfremd. Wenn man als Musiker kein Geld mehr verdienen kann, dann ist das halt so. Wenn in Deutschland im Jahr 1900 ca 12.000 Hufschmiede ihren Lebensunterhalt prima verdienen konnten, und die Erfindung des Autos die Zahl auf ca 100 runterreduziert hat, weil niemand mehr Pferde-Transporte brauchte, dann ist keine "Schuld" von Daimler, Opel oder Horch, sondern das persönliche Pech der Hufschmiede - Shit happens.
 
Das finde ich jetzt überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Artwork wird physisch als Merch verkauft.

Wenn ich meine Alben auf Bandcamp hochlade habe ich nur die Möglichkeit ein Artwork hochzuladen pro Album.
Ich würde aber gerne außer dem Plattencover dort noch zu einem release die (Center)Labels der Schallplatte hochladen.
Das geht aber nicht und das finde ich schade.
 
Meine Meinung zu diesem Thema will ich mal kurz sagen, weil sie glaube ich sonst keiner hat. Ich bin aber überzeugt davon, dass sie richtig ist. Also, ich bin mir sicher, wenn Musik nur noch rein hobbymäßig gemacht würde, es also keinen "professionellen" (gegen Geld) Content mehr gäbe, dass dann genau so viel und genau so gute Musik veröffentlicht würde, und sich nichts ändern würde, zumindest nicht für die Konsumenten. Das war in den 80ern, wo eine Firma in ein teures Studio investieren musste, noch anders. Musik machen ist heutzutage jedoch im Grundsatz kein Business, sondern Hobby. Wenn Musiker Geld verdienen, weil sie aus der Masse herausstechen, dann geht das voll in Ordnung. Nicht, dass ich jemanden etwas verbieten möchte. Aber ich sehe nicht die Notwendigkeit und schon gar nicht das Recht auf ein Einkommen nur, weil es früher so war.
 
Wer das Puplikum bietet, bestimmt den Preis. Ob man es gut oder schlecht findet.

Ansonsten, Augen auf bei der Berufswahl.
 
oder Gras fressen, oder jagen gehen!? Pilze suchen und essen. Einwecken und trocknen für den Winter....was geht noch?
Ich denke das war ironisch gemeint, für den Spruch mit dem "Kuchen" (laut Google hat sie Broiche gesagt) wurde Marie Antoinette damals geköpft ;-)

 
Nicht alle, nur die, die sich ne Masse an Musik kostenlos zusammenraffen und konsumieren.
Bei Vinylhörern wirst du da keinen einzigen finden. Die bezahlen für Musik so wie sich das gehört :cool:
Ich möchte mich als jemand outen der keine Snippets mag und sich gerne eine Masse an Musik kostenlos zusammenrafft und sie konsumiert. Dabei habe ich nicht mal ein schlechtes Gewissen. Somit bin ich dumm, weil die Künstler an mir nichts verdienen, auch wenn die meisten von ihnen tot sind oder ausgesorgt haben.

Um von den Streamingdiensten leben zu können, muss man richtig berühmt sein und sehr viele Klicks/Plays haben, was auf Dauer so gut wie unmöglich ist, selbst wenn man Taylor Swift heißt. Das ist kein Medium für kleine Fische, was jedem klar sein sollte. Das Geld in der Musik wurde schon immer mit Konzerten verdient*. Die Einnahmen aus CD- oder Plattenverkäufen sind nur ein netter Nebenverdienst. Auch bei Leuten, die Platin erreicht haben.

Nur weil es heute immer mehr Leute gibt, die Spotify nutzen und dafür bezahlen, bildet man sich ein, dass man aus dem Schlafzimmer heraus Geld mit Musik verdienen könnte. Ein Künstler ist nicht mehr wert als ein Klempner. Beide müssen das Haus verlassen und auf die Kacke hauen, wenn sie sich was leisten wollen.. Warum sollte es ein Musiker denn besser haben? Weil er Kunst macht? Tz..


*Wird auch nach Corona weiterhin so sein und während Corona sollte man zusehen, dass man andere Einnahmequellen hat. Davon sind nicht nur Musiker betroffen.
 
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Meine Meinung zu diesem Thema will ich mal kurz sagen, weil sie glaube ich sonst keiner hat. Ich bin aber überzeugt davon, dass sie richtig ist. Also, ich bin mir sicher, wenn Musik nur noch rein hobbymäßig gemacht würde, es also keinen "professionellen" (gegen Geld) Content mehr gäbe, dass dann genau so viel und genau so gute Musik veröffentlicht würde, und sich nichts ändern würde, zumindest nicht für die Konsumenten. Das war in den 80ern, wo eine Firma in ein teures Studio investieren musste, noch anders. Musik machen ist heutzutage jedoch im Grundsatz kein Business, sondern Hobby. Wenn Musiker Geld verdienen, weil sie aus der Masse herausstechen, dann geht das voll in Ordnung. Nicht, dass ich jemanden etwas verbieten möchte. Aber ich sehe nicht die Notwendigkeit und schon gar nicht das Recht auf ein Einkommen nur, weil es früher so war.


damit bin ich einverstanden. denn ich finde, dass eigentlich alle menschen kostenlos arbeiten sollten.

mit welchem recht machen z.b. polizisten oder fluglotsen ihre leistung davon abhängig, dass sie ein gehalt bekommen?

warum verschenken taxifahrer nicht ihre fahrten? warum muss ich mein bier im supermarkt bezahlen?

wer gesellschaftlich nützliche arbeit verrichtet nur wenn er dafür eine gegenleistung bekommt, der ist im grunde genommen asozial.


wo ich dir widersprechen würde ist, dass so ein system funktionieren kann, wenn das nur einige wenige tun.

wenn kunst, kultur, und der soziale bereich zu dumpingpreisen oder ehrenamtlich arbeiten während finanzbeamte, investmentbanker oder metallfacharbeiter sich die taschen vollmachen.

nein, dann müsste schon alle anderen auch auf einkommen verzichten.


wo ich ebenfalls widersprechen würde ist, dass man heute weniger kosten hätte als in den achtzigern. zwar kosten mischpulte nur noch ein fünftel im vergleich zu damals, aber dafür ist halt auch die gewerbemiete und das benzin doppelt so teuer und der lebensunterhalt, aus dem der kalkulatorische unternehmerlohn folgt, ist es ebenfalls.


bleibt auch noch die frage zu klären, ob sich die bedingungen wirklich dahingehend geändert haben, dass man heute mit weniger zeitaufwand das gleiche ergebnis liefern könnte.

zwar gibt es viel wertlosen müll auf dem kapitalistischen markt - die manipulierten spotify charts sind ja das beste beispiel dafür - aber in der vergangenheit gibt es nur wenige beispiele dafür, dass komponisten beliebter stücke künstler waren, die nur samstag abends mal zwei stunden komponiert haben und den rest der woche auf dem feld unkraut jäten oder ziegen melken waren.

dafür gibt es mE neben den wirtschaftlichen fragen auch noch eine reihe anderer faktoren.

einer davon ist, dass wenn du etwas nur an 2 stunden pro woche betreibst, du darin niemals wirklich gut werden wirst.
 
Das ist der Kernsatz dieses Threads.
Ich habs über die Jahre schon mehrfach hier geschrieben - immer wieder in einem ähnlichen Kontext: Es gibt kein Grundrecht darauf einen bestimmten Beruf auszuüben. Irgendeine Anspruchshaltung zu etablieren, ist weltfremd. Wenn man als Musiker kein Geld mehr verdienen kann, dann ist das halt so. Wenn in Deutschland im Jahr 1900 ca 12.000 Hufschmiede ihren Lebensunterhalt prima verdienen konnten, und die Erfindung des Autos die Zahl auf ca 100 runterreduziert hat, weil niemand mehr Pferde-Transporte brauchte, dann ist keine "Schuld" von Daimler, Opel oder Horch, sondern das persönliche Pech der Hufschmiede - Shit happens.
Ich sehe das auch so! Die Musikindustrie als auch die Kulturszene kränkeln schon seit Jahren. Corona macht letztendlich einen schnellen Schlussstrich darunter. Danach werden wir sehen, wie die Dinge sich neu ordnen oder auch völlig neu entstehen. Die Jammern, dass die Politik alles regeln muss finde ich völlig daneben.
 
Nur weil heute jeder Heinz (incl. mir) zuhause Musik produzieren kann und die Möglichkeit findet sie zu vertreiben, ist der Unterschied zwischen Künstler sein und hobbymäßig Kunst zu betreiben sehr wohl vorhanden. Natürlich gibt es auch geile Musik,von nicht Profis und natürlich gibt es ne Mensche Schund von Profis, aber:
Es pflegen auch Menschen kostenlos Verwandte,
Es kochen Menschen kostenlos essen,
Es Reparieren Menschen kostenlos ihre Autos,
Es bauen Menschen kostenlos Möbel,
Es programmieren Menschen Kostenlos Software
Und es verschenken Menschen Lebensmittel.

Wieso wird da eine Linie bei Musikern/Künstlern gezogen. Nur weil jeder meint, dass er, weil er sich einen Pinsel kaufen kann, Maler sei?

Natürlich hat kein Künstler den Anspruch auf Entlohnung. So, wie das kein Mensch auf der Welt hat.Aber genauso hat kein Mensch Anspruch auf Kostenlose Leistungen, incl. Kunst.
Jeder Künstler hat das Recht, seine Kunst nur gegen Bezahlung bereit zustellen und sich darüber zu beschweren, wenn er sich in dem Prozess ungerecht behandelt fühlt.
 


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