das "nicht alle" ist das Problem.
das würde die diskussion jetzt sprengen, aber ich halte einen mangel an erwerbsarbeit ja generell nicht für ein problem, das wäre eigentlich der idealzustand einer gesellschaft. :)
jedenfalls haben wir hundert jahre später immer noch menschen, die arbeiten müssen und dürfen - in manchen regionen sogar viel zu wenig.
ist klavierspielen in einem kino 1920 wirklich anspruchsloser und geringqualizierter als in 2025 als game sounddesigner am bildschirm zu sitzen?
und egal ob es stimmt oder nicht, ist das wesentliche an einer arbeit nicht die sinnstiftung und das arbeitsergebnis?
und ist das wesentliche an erwerbsarbeit nicht das netto-gehalt?
und was soll daran schlimm sein, dass neue technologien höher qualifizierte arbeiter benötigen? immerhin sind neue technologien ja selbst bereits das ergebnis von mehr wissen, fertigkeiten und bildung.
letztlich sehe ich auch keine alternative. ich meine wo wären wir denn ohne das rad?
was wäre denn, wenn menschen, die gut klavierspielen könnten, heute noch stummfilme vertonen würden. was genau wäre daran besser als animationsfilme mit atmos sound auf netflix zu streamen, was der zuschauer dann im bus auf dem telefon gucken kann.
klar, das telefon hat natürlich viele taubenzüchter und pferdekutscher arbeitslos gemacht. aber dann sollen sie halt kinofilme drehen, schließlich ist jetzt 1920, und nicht mehr 1381.