44,1 kHz waren ja von Anfang an eigentlich nur eine Notlösung, weil Karajan darauf bestand, dass die 9. Sinfonie von Beethoven auf nur eine einzige CD passen müsse. Sony waren die Wünsche des Herrn Karajan so wichtig, dass man die technisch bessere Lösung für die CD mit 48 kHz zugunsten der 44,1 kHz kippte, um die Einführung der CD mit Beethovens Neunter unter Karajan vermarkten zu können.
Eine schöne Geschichte, nur ist sie leider wie andere Geschichten, die sich um die Entstehung der CD ranken, nicht wahr. Die Abtastrate 44,1 kHz ergab sich aus den Sony-Wandlern, die die Audio-Signale für die Aufzeichnung auf U-Matic-Video-Recordern mit 16-Bit-Dynamikauflösung digitalisierten:
Diese Video-Recorder konnten pro Sekunde 50 Halbbilder zu jeweils 294 Bildzeilen aufzeichnen,
und da pro Bildzeile 96 Bit kodiert werden konnten,
ließen sich also pro Sekunde 50 x 294 x 96 = 1.411.200 Bit speichern.
Für 16-Bit-Dynamikauflösung teilt man diesen Wert durch 16,
macht also 88.200 16-Bit-Worte pro Sekunde,
und da wir für Stereo zweikanalig aufzeichnen, teilen wir diesen Wert durch 2,
womit wir 44.100 Stereo-Abtastwerte in 16-Bit-Dynamikauflösung pro Sekunde erhalten.
(
Quelle)
"Quod Erat Demonstrandum, baby ("ooh, you speak French")"
(
Quelle)
Aber ich bin mir sicher, dass Du die Zeile auch ohne Quellenangabe erkannt hast. 