Ehemaliges Studio für Elektronische Musik des WDR

ossi-lator

ossi-lator

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Eine neue Hoffnung:

Kölner Stadtanzeiger von heute, 27.8.2020:
Zuflucht für eine Legende - Stadt Köln plant Haus der Musik, in dem auch das Studio für Elektronische Musik Platz finden soll
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WDR stellt für Transport, Einbau und Inbetriebnahme einmalig EUR 500.000 in Aussicht, die Betriebskosten ab 2022 von ca. EUR 760.000 Sollen hälftig von Stadt und Land getragen werden.
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geplanter Ort: Köln Ehrenfeld, Heliosgelände, also auch noch sehr gut mit ÖPVN erreichbar.

Da sind die Rundfunkgebühren, die an den WDR gehen, doch mal gut angelegt.
 
Jean Pierre

Jean Pierre

wie Waldi
Habt Ihr jetzt die Zeitung per SMS verschickt?
Natürlich nicht...
Aber falls es da eine Link gibt, wäre ich auch interessiert.

Es gibt Stand jetzt keinen Link zum Artikel, zumindest finde ich keinen. Kölner Stadtanzeiger, Ausgabe 27.8., Seite 22. Einscannen oder abschreiben und hier hochladen ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht, in diesem Falle leider...

Ich denke, ich habe die wesentlichen Informationen weitergegeben: es gibt also Hoffnung für eine neue Heimat des Studios.
 
Jean Pierre

Jean Pierre

wie Waldi
Hab's nochmal nachgesehen:

"Die Betriebskosten des gesamten Haus der Musik werden dann ab 2022 mit jährlich EUR 760.000 kalkuliert..."

Ist noch mehr als das Studio für EM im geplanten "Haus der Musik" untergebracht, das alles aufzuführen, wäre hier jetzt zu lang, Aber dass alleine die Unterhaltung des Studios unter der Prämisse der Erhaltung der Gebrauchsfähigkeit der Technik kostspielig ist, ist jedem klar, der schon mal im "Außenlager Studio für EM des WDR" war. Und sachkundiges Personal braucht man ja auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
2bit

2bit

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geplanter Ort: Köln Ehrenfeld, Heliosgelände, also auch noch sehr gut mit ÖPVN erreichbar.

Ja, das täte der Gegend generell ganz gut. Das ganze Areal war vor den gegenwärtigen Baumaßnahmen schon eine der heruntergekommensten Ecken von Köln. Der kulturelle Höhepunkt war da zuletzt nur noch Eläkeläiset im mittlerweile abgerissenem Underground (zwischen schrulliger DIY-Mietwerkstatt auf dem Underground-Gelände und Burger King).
 
Bernie

Bernie

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Gibts eigentlich Neuigkeiten?
Das wird vom WDR ganz lange ausgesessen, bis Volker seinen Schlüssel abgibt und irgendwann Niemand mehr danach fragt.
Dann kommt ganz leise eines Tages der Elektronikverwerter -und Tschüss ....
Dann heißt das noch ein paar Jahre: "Das wurde ausgelagert" und das wars dann.
Der WDR will sich keine dauerhaften Kosten ans Bein binden und die Stadt Köln hat eh nix auf der Naht.
 
Dirk Matten

Dirk Matten

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Ich würde den EMS Queg gerne gegen einen Freundschaftspreis übernehmen. Ein Kanal ist seit mindestens 10 Jahren defekt, niemand hatte es bisher geschafft oder die Notwendigkeit gesehen, da mal tätig zu werden. Ich hatte schon mal angeboten, das Gerät mitzunehmen und auf eigene Kosten reparieren zu lassen. Nix.
 
Dirk Matten

Dirk Matten

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Ja, der Beamte, das Verhalten beim WDR ähnelt da, denkt nicht strategisch in die Zukunft, eine Übernahme von Verantwortung über den Status Quo ist da erst Seltenheit. Wäre nix für mich, würde sofort wegen Renitenz rausfliegen.
 
oli

oli

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Auf Ebay ist wohl ein Stockhausen-Mixer aufgetaucht: "TELEFUNKEN V610 N52t Vintage Mischer 60ies - Stockhausen elektronisches Studio"

Ich klebe es mal hier in den Thread rein:

"Gemessen an einem neuzeitlichen Behringer Mini-Pult weist dieser Mischer eine eher spartanische Ausstattung auf, dies sei unumwunden zugegeben. Auch beim Transportgewicht gewinnt ein Behringer lässig.
Irgendwas muss also an diesem Pult dran sein… ;-)

Nach meinen Recherchen hat ein gewisser Herr Stockhausen in den frühen 60ern die Leitung eines „elektronischen Musikstudios“ übernommen. Dort wurde der Mischer als mobile Produktionseinheit angeschafft, um Aufnahmen außer Haus mit „leichtem Gepäck“ zu realisieren.
Herausgekommen ist ein Mischer mit drei Telefunken V610 Mikrofon Vorverstärkern. Ein viertes Modul dieser Baureihe liegt bei. Im Gehäuse befinden sich neben dem Netzteil auch noch zwei transistorisierte N52t Speiseteile für Kondensatormikrofone, die u.a. Polarisationsspannungen für mit AC701 Röhren betriebene Mikrofone liefern.

Der Transportkoffer sieht aus, als sei er aus dem Haus Rimowa, ich habe aber kein Typenschild gefunden. Die Schlösser sind am Ende, aber der Koffer schützt das Pult prima.

Zum Zustand: Der jüngste Aufkleber, den ich darauf gefunden habe, stammt aus dem Jahr 1992. Das Pult dürfte damals noch einer VDE Prüfung unterzogen worden sein, weil es im Schrank stand. Im Rahmen eines Umzugs wanderte es in ein trockenes Lager und stand mit einigem weiteren Equipment aus dem gleichen Studio nur noch herum. Dazu später mehr.
Bei einem Alter von über 50 Jahren und einer Standzeit von knapp 30 Jahren ist das Pult nicht neu… Ich habe es noch nicht mal angeschlossen, weil ich nichts zerstören möchte. Die Baugruppen gehören Stück für Stück an einen Messplatz und dort in sachkundige Hände. Es wird mit Sicherheit nicht mehr im Originalzustand sein. Daher biete ich es als defekt an.
Das Pult wiegt rund 35kg, daher erfolgt der Versand per Spedition und wird teurer als üblich.

Zum o.a. Restbestand aus diesem Studio noch ein par Worte. Der Vorläufer dieses Pultes steht demnächst auch zum Verkauf an. Darin sind dann u.a. sechs V72/V72a und Maihak Fader verbaut. Dieses Pult ist noch eine große Portion schwerer. Ein 1 Zoll, 8-Spur Telefunken M15 Laufwerk im Transportkoffer und eine digitale Sony DASH 24-Spur Maschine aus dem gleichen Haus kommen in nächster Zeit ebenfalls zum Verkauf.
Zu guter letzt sind auch noch einige 811 Lautsprecher von Urei aus der 12-kanaligen Abhöre aufgetaucht."


 
Moogulator

Moogulator

Admin
Es werden ganz sicher keine guten sein, da der Tod des einzigen Verwalters und Pflegers des ohnehin eher lieblos in einen Keller verschobenen technischen Elemente und der damaligen Digitalisierung in Form von Macs der Generation G3-G5 -

Hier geht es um den Tod Volker Müllers https://www.sequencer.de/synthesize...io-fuer-elektronische-musik-gestorben.157403/

Daher vermute ich, dass das Studio im Keller nochmal zusammengeschoben wird und die Haltung des WDR mit den vielen Vorschriften dafür sorgen wird, dass der Kram in einem noch kleineren Keller landet, aber als Kram - und nicht als Studio und schon gar nicht lebendig oder gut kuratiert und erklärt. Elektronische Musik findet sicher weiter statt, denn das Studio ist ja historisch - also geht es da nicht um neue Erkenntnisse sondern um die Wahrung wie damals Musik gemacht wurde und mit welchen Mitteln aber auch die Musik in Mehrkanalton ohne Reduktion hören zu können ist sehr wichtig. Meiner Ansicht wichtiger als die Technik selbst - aber sie könnte gut vermitteln, was und wie es gemacht wurde.
 
U

Uli_S

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Heute (10.3.2021) auf der WDR-Seite:

"WDR Studio Elektronische Musik goes Online!

Als das WDR Studio für Elektronische Musik 1951 gegründet wurde, war es weltweit das erste seiner Art. Es lockte Größen wie John Cage nach Köln und machte die Musik Stockhausens erst möglich. Zum 70. Geburtstag wird das legendäre Studio jetzt multimedial erlebbar."

Link:

Es gibt wohl eine Zusammenarbeit mit "Google Arts and Culture":

360° Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=5UmByH1x1_k&feature=youtu.be&internalcountrycode=DE


Und in der Serie "Open Sounds" gibt es Sendungen am 20.3, 3.4., 17.4., 1.5, und 15.5.

Die Sondersendung zum Tod von Volker Müller ist bestimmt bereits erwähnt:
 
Zuletzt bearbeitet:
tandem

tandem

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Es gibt wohl eine Zusammenarbeit mit "Google Arts and Culture":
Die Onlineausstellung zum WDR-Studio für Elektronische Musik ist übrigens Teil des Projekts "Music, Makers & Machines", in dem auch noch viele andere Studios, Komponisten, Musiker, Synthesizer und ihre Erfinder vorgestellt werden:

Tolles Projekt!
 
 


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