Man könnte das in ein paar kurzen Sätzen zusammenfassen ,die Luft ist raus ,alles schon mal dagewesen, Software überholt Hardware, Hardware hinkt Software hinterher.
beispielsweise Hardware Hersteller von Instrumenten setzen idr. immer noch auf die klassische ADSR Hüllkurve , während du bei Software schon seit Jahren Hüllkurven freizeichnen kannst zum Beispiel Absynth sind es 68 Stufen in dem Editor. Ok dafür hat Korg diesen Motion Sequenzer.
Das morphen von Klängen , Algorithmen etc. findest du in Hardware auch sehr selten.
obwohl Software Instrumente oder Algorithmen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bieten, bringen die Hersteller Instrunente heraus die nach wie vor diese starre Klang-Struktur haben.
Und was mich auch wundert, gute Konzepte aus den neunziger wurden nicht weiter entwickelt zum Beispiel Physical Modeling eine Syntheseform die so viele Potenziale beinhaltet auch sehr gut dynamisch steuern lässt , sowohl für akustische Klänge als auch experimentelle Sachen, verstehe nicht wo man hier aufgehört hat.
Aktuelle Hardware Instrumente verwenden in der Regel immer recht langsame Prozessoren und nutze nicht das Potenzial von modernen Chips wie wir sie im PC Bereich finden. Aktuelle Grafikkarten wie die von Nvidia haben ca. 30 Terra Flops , dagegen sind die DSP‘s oder Rasperry CPUs in aktuellen Synths ein Witz.
die VA Engines haben sich von der Sound Qualität her nicht dramatisch weiterentwickelt , wenn ich mal vergleiche die Grafikengines von Videospiele von der PS1 und schau dir mal die Matrix Demo auf der PS5 an , dann weiß du was Fortschritt bei Algorithmen bedeutet , ich kann nicht die gleiche Entwicklung/Fortschritt bei den Sound-Engines feststellen. Um ein paar Obertöne mehr zu haben muss man Jahre auf so ein Instrument warten so langsam dauert da die Software-Entwicklung oder man muss mit Effekttricks arbeiten. Andersherum gibt es aber auch die Phänomene das ältere digital Synths druckvoller Klingen als moderne software basierte Instrumente.
teilweise haben wir heute auch reduzierte Konzepte d.h. viele Sachen sind heute einfacher gestrickt oder komplizierter zu bedienen im Vergleich zu den Sachen noch vor ein paar Jahren. Sequencer haben nur vier Takte , 16 oder 32 steps. (siehe EMX vs Electribe2).
Aktuelle Hardware Synths werden mit Macken und Bugs auf den Markt gebracht die es bei VST Plugins einfach so nicht gibt. Siehe extrem Beispiel
Moog One.
Es gibt kaum noch stilprägende Instrumente. Also in der Klassik waren es das Cembalo, Violine und das Klavier die Generationen von Musik geprägt haben. In der elektronische Musik der Minimoog, die Tr-808 unsw. Wo sind die stilprägende Instrumente? Ich glaube auch hier wird der Fortschritt primär nur in Software zu finden sein.
viele Hersteller sind zur Zeit einfach nicht bereit Qualität abzuliefern, entweder weil ihnen das Know-how fehlt oder die Produkte sind streng Marktwirtschaftlich reglementiert , wie auch immer.