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MIDI 2.0

  • #451
Ja, das ist klar. Aber dennoch zeigt die Grafik - die ich bereits kannte - dass die Velocity bei MIDI 1.0 7 Bit und bei 2.0 16 Bit hat. Die anderen Beiden Felder haben jeweils nur 4 Bit, was noch immer 8 Bit für den eigentlichen Velocity-Wert lässt, und auch nur dann, wenn sie genutzt werden, ansonsten bleibt es bei 16 Bit für die reine Anschlagsdynamik. Ich vermute, dass die meisten Hersteller, die ersten beiden Felder nicht nutzen werden, sondern das eher auf die "normale" Weise lösen.
 
  • #452
Ich freu mich ja für euch dass Ihr euch freut wieviel neue Möglichkeiten das alles bringt, und mich schaudert dass niemand auch nur einen Gedanken darauf verschwendet was alles schief gehen kann. So ziemlich genau für jedes Parameter was dann steuerbar ist wird es eine neue Fehlermöglichkeit geben. Und es glaubt doch nicht irgendjemand wirklich, daß irgendwelche uraltgerät auf MIDI 2.0 umgebastelt werden, selbst wenn es ja "nur" Software ist.

Das elegante an MIDI 1.0 ist, dass es so weit runtergeschliffen ist bis nur das wirklich essentielle übrig bleibt. Und das ist so gut gemacht daß es nach 40 Jahren immer noch funktioniert. Hier geht nur so wenig schief, weil so wenig implementiert ist. Aber offensichtlich genug für 40 Jahre.....
 
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M.i.a.u.: Stue, microbug und (gelöschtes Mitglied)
  • #453
Das muss nicht so sein- Wieso sollte man das Mapping con CCs "falsch machen" können? Das Problem ist eher die schleppende Einführung und der fehlende Druck, der früher wegen "wir haben CV und Gate und hätten gern ein paar Akkorde ebene mal umgesetzt bitte - kam.

Jetzt ist es eben etwas, was sich viele gar nicht vorstellen können, siehst du ja an den Posts hier.
Das ist eben wie 4K statt HD.
 
  • #454
Ich freu mich ja für euch dass Ihr euch freut wieviel neue Möglichkeiten das alles bringt, und mich schaudert dass niemand auch nur einen Gedanken darauf verschwendet was alles schief gehen kann. So ziemlich genau für jedes Parameter was dann steuerbar ist wird es eine neue Fehlermöglichkeit geben. Und es glaubt doch nicht irgendjemand wirklich, daß irgendwelche uraltgerät auf MIDI 2.0 umgebastelt werden, selbst wenn es ja "nur" Software ist.
Natürlich werden alte Geräte, bei denen es nicht per Firmware möglich ist, nicht auf MIDI 2.0 umgerüstet. Einige derer, bei denen es möglich wäre, werden auch nicht upgedatet werden. Wozu auch?
 
  • #455
Die anderen Beiden Felder haben jeweils nur 4 Bit, was noch immer 8 Bit für den eigentlichen Velocity-Wert lässt, und auch nur dann, wenn sie genutzt werden, ansonsten bleibt es bei 16 Bit für die reine Anschlagsdynamik.

Welche anderen beiden Felder meinst du? Die haben doch alle schon ne feste Aufgabe:

MIDI 2.0 Note On:

4 Bit | Message Type (MIDI 2.0, hier "mt=4")
4 Bit | Gruppe (MIDI 2.0)
8 Bit | Status with Channel (= MIDI 1.0 Note-On-Byte)
8 Bit | Note Number (= MIDI 1.0 Note Number)
8 Bit | Attribute Type (MIDI 2.0)
16 Bit | Velocity (MIDI 2.0, muss zwingend aus oder zu nem 7-Bit-Wert konvertiert* werden, wenn mit nem MIDI 1.0 Endpoint gesprochen wird)
16 Bit | Attribute (MIDI 2.0)

*Ich denke, dass hier 16 Bit für Note-On-Events vorgehalten werden, damit der grundsätzliche Aufbau für alle MIDI 2.0 Message Types gleich (lang) sein kann, nämlich 32 Bit. Der Platz wird dann zum Beispiel für MIDI 1.0 Modwheel-Operationen (14 Bit, auf zwei Bytes verteilt) auch definitiv benötigt.

1738078731860.webp

Quelle: https://midi.org/universal-midi-packet-ump-and-midi-2-0-protocol-specification
Quelle:
 
  • #458
Ich vermute, dass MIDI 2.0 in ein paar Jahren in allen Geräten vorhanden sein wird, ähnlich wie es sich mit USB-C verhält.
Sorry aber das ist überhaupt nicht vergleichbar. USB-C ist im einfachsten Fall einfach nur ein anderer Stecker. Da kann man geschmeidig USB 2.0 drüber fahren oder überhaupt keine Daten schicken außer vielleicht für Power Delivery - wofür es fertige Chips gibt die das komplette Protokoll übernehmen.
 
  • #459
Sorry aber das ist überhaupt nicht vergleichbar. USB-C ist im einfachsten Fall einfach nur ein anderer Stecker. Da kann man geschmeidig USB 2.0 drüber fahren oder überhaupt keine Daten schicken außer vielleicht für Power Delivery - wofür es fertige Chips gibt die das komplette Protokoll übernehmen.
Du hast nicht verstanden, was ich meine.
 
  • #463
Die machen es rund, dennoch müssen möglichst viele es unterstützen.
Es ist gut möglich, dass wenn MS es drin ist, dass es dann "erst" wirklich nach vorn geht.

Diese Artikulations-Sachen sind krass, dürfte für Orchester und Controller-Hersteller interessant sein, aber ob und wann das nachgeliefert wird und wer und was das dann unterstützt - das könnte etwas länger dauern.

MIDI over the Luft - also wer aktuell pairen muss, der hat noch nicht so viel Spaß. IdR ist die MIDI Org nicht superschnell - aber es ist gut, wenn es drin ist.
 
  • #464
ein wichtiger Schritt ist auch die Bome Midibox die Midi 2.0 kann mit Firmware 1.6. Bei der Namm wollen die auch neue Hardware vorstellen.
Ich hoffe sehr auf eine größere Bomebox
 
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M.i.a.u.: Moogulator
  • #465
Die kommt ja aus Deutschland. Da kann man bestimmt auch eher mal direkt was zu finden.
Die Namm ist da nur Kommunikationsweg, weil gerade MIDI b2b, Einwickler und Co zusammen bringen muss. Wichtig ist die schnellstmögliche Akzeptanz und Übernahme. Das erhoffe ich mir auch sehr von dem Windows-Bemühen um MIDI 2.0.
Die Bome ist ja eigentlich ein Konverter - so wie man heute Syncboxen kennt oder Teile die CV, Gate, DIN und so weiter umwandelt - macht das Ding in BT, Wlan, Lan, MIDI, USB-C, Rauchzeichen.

Ha, wir sind ggf. die einzigen, die da richtig scharf drauf sind - ihr werdet sehen, was das für sensationelle Synths, Controller und Ausdruck MIDI 2.0 für Musik bringt.
Dazu Editoren und Libarians und Workflows, die wesentlich weniger um die Ecke denken müssen.

Die DAW basierte additive Synthese mit Morphs zB - mit MIDI dann machbar.
Sachen, die sonst nur mit vielen Helfern und mit MaxMSP möglich waren gehen dann mit Bord-MIDI 2 und Standardsynths, denn die werden früher oder später alle aufspringen, man wird die Sparbrötchen bald erkennen, die rudimentäres MIDI machen.

Die wichtigsten müssen dabei sein, also ja - alle an die du jetzt denkst - Elektron, Korg, SCI, und die SoftwareLeute sowieso.
Dann wird das richtig dick, vermutlich wollen wir dann recht bald ganz andere neue Synths kaufen. Und sie sind alle per Design Multitimbral pro Stimme.
 
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  • #466
vermutlich wollen wir dann recht bald ganz andere neue Synths kaufen
eigentlich bin ich ja nicht so der Fan von Obsolezenz und neukaufen müssen ... ;-) aber wenn man sowieso was neues kauft, und da sind die Features mit drin: nimmt man natürlich gerne mit. :-)

Bei Analogsynths dürfte sich der Zugewinn in Grenzen halten (viel mehr als MPE kann ich mir da nicht vorstellen), aber bei Software (und Controllern dafür) geht natürlich so einiges.

Wünsche mir ne Eigenharp Alpha 2.0 mit Midi 2.0 als Universalcontroller. ;-)
 
  • #467
Updates sind möglich, dennoch ist MIDI 2.0 realistischerweise nicht eingepreist - das ist schon wirklich mehr Power, die allein für Controller-Filter, und Co drauf geht, weshalb man von den Synths auch mehr erwartet, dh - da muss der stärkere Stein rein als bisher.

Ich sag es mal vorsichtig - ein Protein, div. aktuelle Synths, günstige VAs - die werden das nicht nachträglich können, also zB der Opsix wird das vielleicht nicht per Update bringen, allerdings hat der ja viel "Bumms" - aber kein USB-C, denn MIDI 2.0 geht nicht über DIN sondern über USB-C.

Daher - ja - das ist eine große Sache! Das lässt sich nur in Teilen per Update machen, Lanze für die Hersteller gebrochen.
Von der Eigenharp hört man aktuell ja eher weniger. Da kann man sicher auch noch mehr rausholen mit dem 2.0 Standard. Es gibt auch Erweiterungen für Sound, dh - Blaswandler werden nicht mehr so durch MIDI "gebremst". Nicht dumm.
 
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  • #468
Opsix wird das vielleicht nicht per Update bringen
der könnte es aber noch theoretisch. Beim Nymphes, Prophet 5 oder Polybrute 12 wird es schwieriger - zumindest wird man sich da schwer überlegen, ob diese Geräte von den neuen Features überhaupt profitieren.
 
  • #469
Ja, beim Opsix will ich sooo gern MPE - wenn einer das dringend braucht, dann das der osmotisch wird!
Und HiRes schadet auch nicht - aber das ist eine strukturelle Änderung. Denke eher würden das Teilaspekte, die Auflösungen sind in MIDI 2.0 ganz andere.
Ich glaube wirklich nicht, dass die Engine so designed ist.

Je nach Gerät und I/O Rechner kann es da auch Teile betreffen, die verbessert würden, aber wer keinen USB-C Anschluss hat etc - wird nie 100% MIDI 2.0 sein - eher 2.0-Ready, wie man das früher gesagt hat, um minderwertige TVs zu verkaufen mit niedrigen Auflösungen. Die Synths bleiben toll - aber das ist eine Entscheidung, die schon weiter vorher sein muss. Du kannst natürlich auch mit dem alten USB einiges machen - der Iridium ist ja 2.0'ish. Einige der Korgs auch.
Aber - ich würde sagen - die erfüllen die alten ersten 2.0 Ideen, teilweise.
 

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