Modular Zweite Rund (neubeginn)

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von Anonymous, 17. Dezember 2010.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Dies ist mein Wiedereinstieg in die modulare Welt!

    MFB MIDI/CV - Doepfer SEM-Filter - Weltempfänger - Unterlage für die Kaffeetasse

    [​IMG]
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

  3. Mr. Roboto

    Mr. Roboto positiv eingestellt

    Versuchs mal mit 'ner Holzkiste für eine Weinflasche. Die Module passen perfekt rein, man kann sie verschrauben und das Döpfer Netzteil passt auch noch rein. Außerdem hast Du da noch gleich eine leckere Inspirationsquelle die Du nach dem basteln trinken kannst.

    Hatte ich vor einiger Zeit auch mal gemacht und sah' echt cool aus.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ah, gute Idee! :)

    Haste nicht noch ne idee für ne billige klangquelle; kann ja nicht sein, dass das nur ein radio sein kann... :)

    p
     
  5. Bernie

    Bernie Anfänger

    Cool, dieser Buchla Style!
     
  6. Zolo

    Zolo aktiviert

    Sieht kreativ aus :supi:
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

  8. Anonymous

    Anonymous Guest


    Hahaha :)
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    SPIRAL für einen Solisten (196:cool:

    (geschrieben Januar 1970)

    In SPIRAL werden Ereignisse, die ein Solist mit einem Kurzwellenradio empfängt, imitiert, transformiert und transzendiert.
    Außer dem Radio kann er ein beliebiges Instrument, mehrere Instrumente, Instrument und Stimme, oder nur die Stimme benutzen.
    Zur räumlichen Projektion und Verstärkung von Instrument, Stimme und Kurzwellenklängen benötigt er Mikrophone und wenigstens zwei Lautsprecher.
    Die Lautsprecher können von einem Assistenten geregelt werden, um das Verhältnis von Direktklang und Lautsprecherklang musikalisch zu gestalten.
    SPIRAL ist eine Folge von Ereignissen, die durch verschieden lange Pausen getrennt werden. Ein Ereignis wird entweder gleichzeitig mit KW-Empfänger UND Instrument/Stimme realisiert, oder NUR mit Instrument/Stimme. Das erste Ereignis muß mit KW-Empfänger und Instrument/Stimme realisiert werden. Seine Dauer, Lage, Lautstärke, rhythmische Gliederung sind relativ frei.
    Einem KW-Ereignis soll sich das gleichzeitige Instrumentale/Vokale so angleichen, daß es mit ihm verschmilzt.
    Vom zweiten Ereignis ab ist der Wechsel von Ereignissen mit oder ohne KW-Empfänger frei; es soll jedoch ein ausgewogenes Verhältnis der Ereignisse mit und ohne KW-Empfang angestrebt werden.
    Für das zweite und jedes weitere Ereignis bestimmt der Solist Dauer, Lage, Lautstärke und rhythmische Gliederung gemäß der fortlaufenden Reihenfolge von Transformationszeichen, die in einer Partitur notiert sind.
    Alle anderen Eigenschaften - Klangfarbe, Proportionen der rhythmischen Glieder, Melodik, Harmonik, vertikale Schichtung usw. -, die sich aus einem KW-Ereignis ergeben, sollen mit Instrument/Stimme so genau wie möglich imitiert werden; sie werden von Ereignis zu Ereignis möglichst beibehalten, bis sie sich durch ein neu gewähltes KW -Ereignis erneuern. Beim Suchen eines Kurzwellenereignisses soll man leise von Sender zu Sender wechseln, bis man etwas gefunden hat, was den notierten Verhältnissen der Tonhöhenlagen entspricht. Darüber hinaus aber ist für die Wahl entscheidend, daß der Solist eine möglichst breite Skala zwischen konkreten und abstrakten Klangereignissen in einer Interpretation anstrebt und sich immer der nächsten Transformation bewußt ist, die er mit diesem Ereignis durchzuführen hat. Er soll bei einzelnen Sendern verschieden lange verweilen, und auch das Suchen sollte immer musikalisch artikuliert sein.
    Außer einfachen Transpositionen (wie höher - tiefer, länger - kürzer, leiser - lauter, mehr Glieder - weniger Glieder) gibt es noch besondere Transformationen: Ornamentierung, polyphone Artikulation, periodische Gliederung, Echos, 'Erinnerungen', 'Ankündigungen', Permutation von Gliedern, lange bandförmige Verdichtungen von Elementen, akkordische Raffungen, Spreizungen, Stauchungen.
    Ab und zu kommt eine Transformation vor, die dieser Prozeß-Komposition den Namen SPIRAL gab:

    »Wiederhole das vorige Ereignis mehrmals,
    transponiere es jedesmal in allen Bereichen
    und transzendiere es über die Grenzen
    deiner bisherigen Spiel-/Gesangstechnik
    und dann auch über die Begrenzungen
    deines Instrumentes/deiner Stimme
    hinaus.
    Hierbei sind auch alle visuellen, theatralischen
    Möglichkeiten angesprochen.
    Behalte von nun an, was du in der
    Erweiterung deiner Grenzen erfahren
    hast, und verwende es in dieser und
    allen zukünftigen Aufführungen von SPIRAL.«

    Besitzt nicht nahezu jeder einen Kurzwellenempfänger? Und hat nicht jeder eine Stimme?
    Wäre es nicht für jeden eine künstlerische Lebensform, das Unvorhergesehene, das man aus einem Kurzwellenradio empfangen kann, in neue Musik zu verwandeln, das heißt, in einen bewußt gestalteten Klangprozeß, der alle intuitiven, denkerischen, sensiblen und gestalterischen Fähigkeiten wachruft und schöpferisch werden läßt, auf daß sich dieses Bewußtsein und diese Fähigkeiten spiralförmig steigern?!

    SPIRAL ist im September 1968 in Madison/Connecticut entstanden. Michael Lorimer, ein junger amerikanischer Gitarrist, kam im August 68 nach Darmstadt. Er hatte mich schon des öfteren um eine Komposition für Gitarre gebeten und wollte mir alle Möglichkeiten des Gitarrespiels und der bereits vorhandenen Kompositionen für Gitarre zeigen. Ich begann im September mit einer Komposition für Gitarre, kam aber einfach nicht voran, da ich nicht den nötigen Enthusiasmus hatte, bei jedem Akkord, bei jeder Passage die Fingerstellungen auszuprobieren. Endlich legte ich die Arbeit beiseite und begann mit der Komposition SPIRAL, die an die früheren Prozeß-Kompositionen PROZESSION und vor allem KURZWELLEN anknüpfte, und die sich - nach den Erfahrungen der ersten Aufführungen der Textkompositionen AUS DEN SIEBEN TAGEN - in den Anforderungen des Spiralzeichens an den Spieler auf metamusikalische Erfahrungen richtete.
    Lorimer kam dann nach Madison, war höchst überrascht über das Resultat und auch wohl ein wenig enttäuscht, da er nach mehreren Tagen intensiven Übens das Stück "viel zu schwer" fand und , "lieber etwas Leichteres" gehabt hätte.
    Die erste Aufführung spielte der Oboist Reinz Rolliger auf der Biennale in Zagreb im Mai 1969, und im Juni 1969 machte Michael Vetter (elektrische Blockflöte) die ersten Schallplattenaufnahmen.

    Ergänzung Ende 1970:
    Während der Weltausstellung EXPO 70 in Osaka, Japan, wurden täglich von 15.30 bis ca. 21.00 Uhr Werke Stockhausens von 20 Musikern im Kugelauditorium des Deutschen Pavillons für über 1 Million Zuhörer live aufgeführt.
    Eines dieser Werke war SPIRAL, das mehr als 1300mal vom 14. März bis zum 14. September 1970 täglich in verschiedenen Versionen gespielt oder gesungen wurde.


    Karlheinz Stockhausen – Texte zur Musik
    Band 3, 1963-1970
     
  10. Zolo

    Zolo aktiviert

    Sehe ich ja eben erst, daß es ein Schuhkarton ist. Saugeil :cool: Und macht meinem Avatarbild konkurenz :mrgreen:
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Warum eigentlich ein SEM?
     
  12. Q960

    Q960 aktiviert

    Ich fand den früher auch mal ganz geil, gerade mit der stufenlosen Regelung!
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Den hatte ich noch nicht, außerdem mag ich keine selbstoszillierende filterresonanz :)
    und ich mag so schaumige filter...

    p
     
  14. Schick, minimalistisch und kreativ :supi:

    Sound?
     
  15. Zolo

    Zolo aktiviert

    Hab mir auch gerade den SEM Doepfer Filter geholt. Ist echt mal was ganz anderes vom Sound her find ich. Aber schon sehr eigen und bestimmt nicht jedermanns Sache, wa ?

    Was macht denn nun eigentlich der Weltempfänger im Verbund ?

    :roll: Was ein Name eigentlich... Ein Gerät was die Welt empfängt. :cool:
     
  16. kl~ak

    kl~ak -

    tja in bestimmten fällen ist da auf jeden fall verhütung angesagt ....was man sich da alles einfangen kann _ und da ist tinitus noch das geringste :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
     
  17. moondust

    moondust aktiviert

    erinnert mich an den beginn von mister roboto seinem system beginn , der hatte auch alles in einem karton.
    sehr schick
     
  18. weinglas

    weinglas Tube-Noise-Maker

    Damit kann man sicher eine Menge anfangen. Vom Noise bis hin zu Stimmenverfremdung a la abreissender Funkverkehr. Man sollte halt nur keinen Musiksender mit gutem Empfang einstellen. Ich denke, dass so ein Teil als Modul sich sogar ganz gut verkaufen würde.
     
  19. elmex

    elmex -

    Alter Kassettenrecorder? => http://www.ddr-rechentechnik.de/assets/images/gk1.gif
    Evtl. auch einen dieser hinterher-werf-china-mp3-player, ggf. mit mikrofon drin.
    evtl. auch ein kinderspielzeug-funkgeräte set? kann man eines evtl. modden und evtl. direkt als
    Klangquelle benutzen. Dann hat man sogar direkt ein Mikrofon (das andere Handteil).
    Oder wie wäre es mit einem alten Fernsehr?
    Ich hatte auchmal so einen Löt-Bausatz von Conrad (muss mittlerweile 10-15 Jahre her sein)
    mit dem man Sirenen-Geräusche machen konnte. Sogar verschiedene!
    Telefon evtl.?
    Türklingel/gong?
    Notfalls auch so Kinderspielzeug-Keyboards?
     
  20. Sekim

    Sekim aktiviert


    Schönes Konzept! Gut das es Kabel gibt, die jenseits der 3 und 5 HE Standards so manchen sperrigen player zugänglich machen können.
    Kurzwellenradiooszillatoren sind so schön unpredictable aber auch dem Zeitgeist unterworfen - wer kann sich noch an die herrlich monotonen Stimmen unterschiedlichsten Zungenschlags zur Zeit des kalten Krieges erinnern, die unerklärliche Wortfolgen zur Unterrichtung unerkannt zu bleibender Kreise in den Äther schickten? Immer schwieriger zu finden aber super Wellenformen!

    Wo bleiben übrigens Klangbeispiele zu deinem Modularen?

    Alles Gute
     
  21. Anonymous

    Anonymous Guest

    Schaumig?
    Ich vermute durch das Midi/CV Interface sequenzierst du Klangverläufe und greifst dann noch manuell ein. Würde mich interessieren, mal das Ergebnis zu hören.
     
  22. Anonymous

    Anonymous Guest

    Um ehrlich zu: Das ganze klingt beschissen... hahahah :)

    Ah, danke für den input für neue klangquellen!

    Peter

    ps: Bin noch dabei, das MIDI/CV ans laufen zu bekommen...
     
  23. Bernie

    Bernie Anfänger

    Midi ist doof.
     
  24. elmex

    elmex -

  25. tom f

    tom f Moderator

    coole idee peter - sieht echt nach madmax aus ;-)
    pass halt auf dass der karton nicht ein sicherheitsrisiko darstellt - nicht das der "synth" mal in flammen aufgeht oder du dich elektrisierst
    und wenn wir schon von trassh reden - als klangquelle könnest du diverse weihnachtsbillets nehme die beim öffenen musik abspielen - das wäre dann so ne art buchla "obdachlos"-mod
    :supi:

    edit: ups - die idee hatte ja schon elmex - hahaha ... wer liest ist im vorteil ;-)
     
  26. Anonymous

    Anonymous Guest

    :lol: :supi:
     
  27. Zolo

    Zolo aktiviert

    Hihi und ich hab mich schon gefragt warum die Clock in den Pitch reingeht, bzw. andersrumm :mrgreen:

    Ne aber ist eigentlich easy zum laufen zu bringen: wenn du hinten keinen dimmer umgestellt hast, wird es wohl auf Midikanal 1 empfangen. Jetzt schickst du dort über kanal 1 z.B. Modwhell und legst ein Kabel von Modulation auf den Filter Cv eingang und drehst am Modwheel um den Filter zu erhöen ;-)
     
  28. Anonymous

    Anonymous Guest

    Danke Zolo,

    die binäre codierung der kanäle war mir nicht klar, weil für 4stifte beschriebn im manual, aber 6 stifte in realitat :)
     
  29. Zolo

    Zolo aktiviert

    Die letzten 2 Stifte sind für zusätzliche Optionen wie Clockstart und Clockrasterung
     
  30. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ah, danke! Woher weiß du das, steht das etwa im manual :)

    Hier, so klingt "da shit":

    Leider gecancelt!



    Sequencer: Ableton LIve
    Midi/CV: MFB
    Filter: Doepfer SEM 106-5
    Radio: No
     

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