Modularer Einstieg

Ich bin wirklich Buddhist. Aber ersetze einfach Katze durch Synthesizer. Dann funktioniert das auch bei Christen, Atheisten und Neoputschisten.
 
Moogulator schrieb:
Ich bin wirklich Buddhist. Aber ersetze einfach Katze durch Synthesizer. Dann funktioniert das auch bei Christen, Atheisten und Neoputschisten.

Bist Du Linkshänder?
 
Moogulators Argument mit den Katzen ("greife dir eine Katze und spiele mit ihr solange, bis") spricht für mich für den Einsatz der oben aufgeführten, kleinmodularen Synthesizer. Hier kann man sorglos herumprobieren, und kann (wenn man zwei oder mehr Kleinmodulare hat) ohne Modul-An/Verkauf sehr weit kommen und viele Möglichkeiten der modularen Synthese ausprobieren. Irgendwann später, wenn man lange genug "mit der Katze" gespielt hat, dann holt man sich einen dritten kleinmodularen Synthesizer, was die vorhandenen Möglichkeiten vervielfacht oder man tauscht das Vorhandene aus - bei überschaubarem Wertverlust. Das ist imho zunächst deutlich einfacher (zumal das Preis-/Leistungsverhältnis dafür spricht) als das ständige Durchwechseln von Modulen an einem Doepfer-System - das ja als Vorgehensweise vielleicht nach dieser Ausprobierphase das Optimum darstellt. Immerhin kann man sich seine idealen Filterkombinationen "zusammendoepfern", genau die Sorte und Anzahl Oscillatoren wählen die glücklich macht und kann überdies aus einem fast schon irrsinnigen Wust an Modulvielfalt genau diejenigen Module auswählen, die dem eigenen Geschmack entsprechen. :D

(böse Zungen behaupten allerdings, dass man mit einem netten Notebook (250 Euro genügen vollauf) und einem Native Instruments Komplete 7 deutlich weiter kommt, in Sachen Klangvielfalt und Modularsynthese - bei geringeren finanziellen Aufwand - so ganz mag ich das selbst nicht glauben, jedenfalls in Bezug auf die Modularsynthese, deshalb, weil echt-analoge Filter und Oscillatoren imho doch "mehr Kraft und Farbigkeit" besitzen)

Das Vor-sich-hin-doepfern mit einzelnen Modulen ist sicherlich schön - und trotzdem glaube ich, dass der Einstieg über vernünftige kleinmodulare Synthesizer (z.B. Megazwerg, Dark Energy u.ä.) für die meisten Modularbeginner einfacher ist. Schon die Kombination aus zwei Mal Dark Energy (gebraucht ca. 600 Euro) bietet sehr viel klangliches Potential, und ist zugleich einfacher zu verkabeln.

Wobei: Was sind eigentlich die Erfahrungen derjenigen, die einen Kraftzwerg oder Dark Energy haben? Bricht da ganz schnell Langeweile aus bzw. kommt da sehr schnell der Wunsch auf, richtig zu doepfern? :?:
 
Lothar Lammfromm schrieb:
Wobei: Was sind eigentlich die Erfahrungen derjenigen, die einen Kraftzwerg oder Dark Energy haben? Bricht da ganz schnell Langeweile aus bzw. kommt da sehr schnell der Wunsch auf, richtig zu doepfern? :?:

jein, ich hab einen kraftzwerg und sequenze den über eine 303. das macht schon spaß, aber aus mir unerfindlichen gründen tu ich mir mit einem system 100m deutlich leichter, einen guten sound zu schrauben. Den Klang vom kraftzwerg finde ich gut, bzw. ist er eine gute ergänzung zu meinen anderen Klangerzeugern. vielleicht ist aber gerade die semilodularität das problem für mich.

wie auch immer, ich habe vor den kraftzwerg zu behalten und ein kleines doepfersystem dazu zu bauen, dabei dann aber eher weniger als eigenständiger synth sondern eher so sachen wie ringmodulator, dieses tiptop dsp zeug und tendenziell ausgefallene Module. ich glaub das könnte für mich ganz gut funktionieren.
 
Vielen Dank für die vielen Tipps. Entschuldigt meine Funkstille. Habe in den letzten Tagen alle Varianten im Kopf hin und her gewälzt und nun naht die Entscheidung. Tiny und Doepfer stehen ganz oben
:supi: super Forum :supi:
Dankeschejn
 
So in kürze sollte ein Doepfercase bei mir stehen vielen Dank an Jörg schon mal im Voraus und auch vielen Dank an alle, die mir geholfen haben.
 


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