Ich weiss, die Frage kann ich mir eigentlich nur selbst beantworten...
Trotzdem frage ich euch mal und bin gespannt auf eure Meinungen.
Hatte Anfang des Jahres hier so einiges an Anfängerfragen platziert und viele, viele unterschiedliche Tips bekommen.
Wie erwartet probierte ich dies und das, primär kleinere Mono-Synth sowie den Korg Minilogue XD.
Besitze im Moment noch den Makenoise 0-Coast und probiere dazu auch den Strega sowie den 0-Ctrl aus.
Dabei habe ich das Gefühl, dass das klanglich nicht so recht in die richtige Richtung für mich geht.
Nur mein erster Gerät, die Neutral Labs Elmyra2, überzeugt mich nach wie vor mit ratzfatz gebastelten epischen Klangwelten, obwohl sie nur vier Stimmen und sehr lahme Envelopes hat.
Wollte es anfänglich gerne dreckig und noisy, möchte aber eigentlich inzwischen von einem reineren, druckvollen Anfangssound ausgehend mit Modulation und FX weiterarbeiten.
So bin ich mehr zufällig auf den Perfourmer gestoßen, der das auf ganz eigene Weise alles kann und mit seiner einzigartigen Mehrstimmigkeit durchaus besonders ist. Ja, zweite Hüllkurve, zusätzliche LFO pro Stimme wäre gut, aber die Modulationsmöglichkeiten sind letztlich doch relativ umfangreich, v.a wenn man die verschiedenen FM-Möglichkeiten betrachtet.
Der Grundsound ist dabei m.M. oft unheimlich druckvoll und cremig - so wie ich mir das eigentlich wünsche.
Sehr gerne würde ich mit einem Synthesizer eher als (Solo-)Instrument arbeiten wollen, dass ich über Jahre verstehen und spielen lerne. Ganz im Gegensatz zum dauernden "Ausprobieren" neuer Gerätschaften.
Ganz klassisch gibt es hier bereits seit Jahrzehnten den Buchla Easel, der als Easel Command vor Jahren ein paar Upgrades verpasst bekam und eigentlich DAS Instrument unter den Synthesizern ist.
Er ist aber auch sehr teuer und wenn man ihn zusätzlich mit allem, was dazugehört, weiter upgradet - also Touch-Controller und evtl. noch einer Erweiterungskarte, dann sprengt das mein Budget doch sehr deutlich.
Ich würde per Intellijel Metropolix und/oder
Arturia Keystep einfache Sequenzen oder Arpeggios programmieren und evtl. auch mal ein wenig über die Tastatur spielen. Diese Stimme(n) würde ich dann am Perfourmer gerne weiter modulieren und verändern oder über Effektgeräte klanglich verändern.
Am Perfourmer gefällt mir besonders der spezielle mehrstimmige Ansatz, durch dessen völlig identischen Aufbau man schnell und intuitiv mit den Regelungen vetraut werden sollte.
Beim Strega z.B. verstehe ich bis heute recht wenig, es geht immer sehr schnell in Verstörendes, Disharmonisches. Oft drehe ich an Reglern und bin mir unsicher, wohin sich das klanglich genau entwickelt. Das hat natürlich aus was, aber ich möchte es doch mit mehr "Plan" angehen. Wild kann es dann immer noch mit der Effektsektion werden.
Ich spiele z.B. sehr gerne mit rhythmischen oder auch mehreren polyrhythmischen Delays, die sich endlos weiterentwickeln. Das gefällt mir aber v.a. dann, wenn der Grundklang des Synth selbst eher sauber und snappy ist.
Sorry für den recht langen, etwas OT-mäßigen Beitrag...