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Was ist los mit Musik?

Findest du Musik war früher besser als heute? (Popularmusik bis Ende 2000er)

  • Ja, die Musik war früher eindeutig besser.

  • Es gab früher mehr gute Musik, aber auch heute gibt es einige gute.

  • Fifty/Fifty: Heute gibt es genauso viel gute Musik wie früher.

  • Es gibt heute mehr gute Musik, aber auch früher gab es einige gute.

  • Nein, die heutige Musik ist eindeutig besser.

  • Schwer zu sagen – Musik verändert sich einfach mit der Zeit.

  • Ich höre wenig Popularmusik und kann das nicht beurteilen.


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.
  • #601
So ein Mythos verkauft sich halt besser, egal ob Künstler, Musikinstrument, Computermarke oder sonst was. Du musst dafür sorgen, dass sich die Konsumenten als was "Besonderes" fühlen, nur weil sie die "richtige" Wahl getroffen haben und dein Produkt kaufen. Ich habe nicht wenige Menschen getroffen die sich dadurch ein Stück weit identifiziert haben: Schaue mal, ich höre Musik von ... , guck hier mein Instrument ist von ...

Am Ende willst du es schaffen, dass Menschen nicht mehr ihren eigenen Weg gehen, sondern so klingen wollen wie ... was ich eigentlich total traurig finde, denn du wirst niemals ein guter Anderer sein, aber du kannst das beste Selbst sein, wenn du keine Zeit verschwendest dich aufs Nachmachen von Künstler X, Zeitepoche Y oder sonst was zu versteifen. Damit nimmt man sich doch nur selbst aus dem Rennen und geht in der Masse der Nachahmer komplett unter, gerade in der heutigen Zeit, wo die KI immer mehr der komplette Meister darin wird so zu klingen wie XY.

Daher zu Thema: Macht bitte mehr eure eigene Musik, denn das ist die einzige Chance noch als Individuum wahrgenommen zu werden.

Ich habe leider auch den Fehler gemacht und lange versucht immer etwas bestimmtes nachzumachen. Damit soll bei mir jetzt Schluss sein.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: kernelkid
  • #602
Das mag sein, aber dann müsste man auch Taylor Swift gut finden

man muss gar nichts gut finden, (aber auch wenn ich selbst zu denen gehöre, die sich daran stören, dass viele "musiker" und "produzenten" irgendwie immer die komposition als eigentlichen schöpfungsprozess unterbewerten und vernachlässigen) sage ich, dass etwas oder jemand nicht schlechter sein muss, nur weil komponist oder interpret zwei verschiedene menschen sind.

es gibt titel, egal ob bei pop, rock, electronica oder bach und chopin, die sind so gut, die höre ich mir gerne auch von 20 verschiedenen leuten an.

wenn ich das recht in erinnerung habe hat jackson z.b. billy jean und einige andere genials kracher selbst komponiert, ob es stimmt, keine ahnung, aber falls es quincy jones oder prince waren, dann feier doch die dafür wenn du es auch gut findest.
 
  • #603
man muss gar nichts gut finden, (aber auch wenn ich selbst zu denen gehöre, die sich daran stören, dass viele "musiker" und "produzenten" irgendwie immer die komposition als eigentlichen schöpfungsprozess unterbewerten und vernachlässigen) sage ich, dass etwas oder jemand nicht schlechter sein muss, nur weil komponist oder interpret zwei verschiedene menschen sind.
Hab ich auch nie behauptet - siehe Meat Loaf. Meine Aussage war, wem das ganze zugerechnet wird. Und das meistens dem Künstler, der zwar die Grundlage geliefert hat, der Produzent das Ganze aber erst zum "Erfolg" geführt hat.

wenn ich das recht in erinnerung habe hat jackson z.b. billy jean und einige andere genials kracher selbst komponiert, ob es stimmt, keine ahnung, aber falls es quincy jones oder prince waren, dann feier doch die dafür wenn du es auch gut findest.
Nochmal: Mir gehr es aber nicht um das Komponieren. Er kann die Stücke auch auf seiner Klampfe geschrieben haben...Akkorde und Melodie erschaffen...aber das ganze in das erfolgreiche Gewand gepackt haben es andere. Wenn man das rausnimmt, was bleibt von den Stücken dann? Eventuell nur ein Stück auf einer Klampfe. Wäre die Frage, wie erfolgreich das gewesen wäre...

@AchtzigHertz
Sehr philosophisch, aber durchaus richtig. Warum versuchen, wie jemand anderes zu sein? Den gibt es doch schon. Klar gibt es Dinge, die man selbst übernehmen möchte, einfach weil genau das ist, was man selber mag. Aber es sollte auch Unterschiede geben, etwas eigenes, persönliches.

Das ist doch wie in er der Werbung für Kleidung: Da wird was von "finde deinen eigenen Stil" geschwafelt und am Ende laufen Millionen mit den Klamotten rum...was ist daran eigener Stil?
 
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M.i.a.u.: AchtzigHertz
  • #604
nicht schlechter [ ] weil komponist oder interpret zwei verschiedene menschen sind
Diese Arbeitsteilung ist doch häufig aber dann Musikindustrie. Und industrielle Produktion
kann mMn. seltenst brauchbares erzeugen.
Das gab/gibt es doch auch in der bildenden Kunst. Viele Werke sind nicht von den Meistern
selber, sondern von Helfern vorbereitet oder fertiggestellt worden.
Wie so oft wird's unangenehm (menschenverachtend), wenn Geld ins Spiel kommt.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: audiot.
  • #605
Nochmal: Mir gehr es aber nicht um das Komponieren. Er kann die Stücke auch auf seiner Klampfe geschrieben haben...Akkorde und Melodie erschaffen...aber das ganze in das erfolgreiche Gewand gepackt haben es andere. Wenn man das rausnimmt, was bleibt von den Stücken dann? Eventuell nur ein Stück auf einer Klampfe. Wäre die Frage, wie erfolgreich das gewesen wäre...

was glaubst du denn wie erfolgreich die produktion ohne den song gewesen wäre?

schon mal probiert den richtigen sound für "nichts" zu finden? :)

unplugged ist so manche band ja eher besser... aber ich räume ein das das jetzt ein schräger versuch war.

Wie so oft wird's unangenehm (menschenverachtend), wenn Geld ins Spiel kommt.

richtig, von michelangelo bis shakespeare, das zieht sich durch wie ein roter faden und ist ganz normal.

und im grunde genommen kann es dem konsumenten bzw. rezipienten auch egal sein.

banksy funktioniert nur deswegen weil man ihn nicht kennt.

schlimm wirds nur, wenn die beteiligten sich gegenseitig abzocken. du kannst davon ausgehen, dass 95% aller hollywood filme "produktionsfirmen" für bild und ton im abspann stehen haben, die noch nie etwas produziert haben sondern alles nur kaufen, "managen" und vermakeln.

die bekommen dann den fame UND den größeren teil vom umsatz. erst nutzen sie ihr vitamin B als machtmittel um mitzuverdienen, dann können sie die dosis des vitamins erhöhen und sind beim nächsten mal noch unverzichtbarer.
 
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  • Daumen hoch
M.i.a.u.: j3122
  • #606
was glaubst du denn wie erfolgreich die produktion ohne den song gewesen wäre?
Whataboutism...^^ Hier ging es vorrangig um Michael Jackson, nicht um Quincy Jones. Und ja, ich denke schon, dass man auch einen anderen Song in das Gewand hätte packen können...;-)

unplugged ist so manche band ja eher besser...
Nicht unbedingt, aber ein Song ist dann gut, wenn er sich in verschiedenen "Variationen" immer noch gut anhört. Für mich ist "Bizarre Love Triangle" von New Order. Ansich ein nettes Electro-Pop-Stück. Aber wenn ich die Ballade-Version von Apoptygma Berzerk höre, dann wird klar, das der Song deutlich mehr ist, als er anfangs scheint.


aber ich räume ein das das jetzt ein schräger versuch war.
Er sei Dir gegönnt! ;-)
 
  • #607
Whataboutism...^^ Hier ging es vorrangig um Michael Jackson, nicht um Quincy Jones. Und ja, ich denke schon, dass man auch einen anderen Song in das Gewand hätte packen können...;-)

ja aber was soll denn irgendwie schlimm daran sein, dass das produkt "michael jackson" heißt obwohl jones vermutlich den größeren teil der studioarbeit gemacht hat. es geht doch nur darum ob es einem gefällt oder nicht.

wie du selbst richtig sagst kann eine produktion einen song nicht nur aufwerten und verkaufbar mchen, sondern sie kann den song auch verhunzen oder seine verbreitung behindern.

jedenfalls gibt es keine produktion wenn es keine komposition gibt, umgekehrt hingegen geht das.
 
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