CELEMONY – MELODYNE 3-1

CELEMONY – MELODYNE 3-1
CELEMONY - MELODYNE 2.0 audio software
elastic audio software
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preview info (komplett-text/audio folgt)
achtung: more to come..
AUDIODEMOs sind unten..

Update: Das VST Plugin von Melodyne ist da, damit lassen sich auch edits über einen Host machen, zB mit Cubase, Logic, Live.. Besonders in den ersten beiden ist das ein enormer Vorteil, da man keinen eigenen Host braucht.. Dazu in Kürze mehr..zzt gibts

Melodyne essential
Melodyne uno
Melodyne plugin
Melodyne cre8
Melodyne studio

Richtig fein wirds auch, wenn man Melodyne ein bisschen “vergewaltigt”, denn wir Elektroniker haben ja wenig Saxofone und Trompeten an der Hand, oder nur gelegentlich und haben eher Stimme, Synthesizer und Frickelsounds.. und damit geht was..

Melodyne ist aktuell in Version 3.XX und gibts auch in verschiedenen Versionen..

Generelle Info zu Melodyne Studio und ansich auch den meisten Varianten:
Zeit, auch hier mal einen Blick drauf zu werfen. Natürlich inklusive einiger “Mißbrauchsversuche”.

Melodyne gibt is nun für Win-XP PCs und Macs waren ja seit dem anfang mit dabei (OS9 und OS X). Riesige Anforderungen an die Hardware stellt Melodyne offenbar auch nicht. Man braucht also keinen Mega- G5 , ein minderbemittelter “hunderter” tuts auch..

Zunächst zeigt sich dem User ein Arrange-Fenster (oben im Bild als Hintergrundfenster). Per Drag & Drop (oder per Menü) kann nun ein Audiofile einfach reingezogen werden. So kann man bei jedem Track verfahren (und Tracks generieren und löschen).

Wie bei Sequencer-Programmen und Audio-Editoren gibt es auch ein Transportfenster mit Locator (einfach mit der Maus anfassen und verschieben oder manuell eintragen reicht). Auch ein Loop-Modus (Cycle) kann man aktivieren. Die üblichen ein-punch und Sync-Optionen sind ebenfalls vorhanden.


Im Arrangefenster findet man drei Knöpfe. Klar, Mute, Solo und “Scharfschaltung”, denn auch Aufnehmen kann man mit Melodyne.
Üblicherweise sind die Audiofiles monophone melodische Samples oder auch eher rhythmisches “Zeug”.

Das besondere beginnt natürlich im Moment des Umwandelns. Um mehr als verschieben und arrangieren zu können, braucht Melodyne ein MDD file,welches generiert werden muß. Natürlich nur einmal. Es geht übrigens recht schnell.
CELEMONY - MELODYNE 2.0 audio software - flexible eleastic audio
die ist das Soundfiles-Menü. Hier werden alle Files gewissermaßen zu Filets umgearbeitet, die dann jede verformung mitmacht! Die Defaulteinstellungen haben sich als sehr praxisnah herausgestellt. normalerweise reicht also auch das Ausklappen des Menüs und wahl von “Tonal, Melodisch” oder “nicht tonal, perkussiv”. Dazu gibt es sondersettings für einige akustische Instrumente. Wenn DAS nicht reicht, können die “Schwellwerte” (zB. Zerteilungs-Schwelle für die einzelnen Segmente einer Phrase) nocheinmal fein eingestellt werden. So natürlich auch mit den Pausen und der Erkennung der Tonhöhe (auch mit Portamentoerkennung! Also auch Glides aus der 303 kann Melodyne so berücksichtigen, selbst wenns nur Legato gespielt ist (also halten des Tones))

ARRANGE FENSTER
waveform in melodyne arrange
Ansich geht es also um Drum oder Melodiematerial.
ein Beispiel für weitere schwierige Instrumente?.
CELEMONY - MELODYNE 2.0 audio software - flexible eleastic audio
und? reicht das denn?
ich hab einfach mal Melodyne mit kranken Synthesizerlinen beglückt. Tja, es funktionierte. Hin-und-wieder war ein nachjustieren nötig,damit nicht eine ganze Phrase als “ein Ton” erkannt wird. Dafür ja die drei Regler!
Na denn Los
melodyne auswahl
Was ist denn das?
Das ist das Context-Menü.
Jederzeit parat.. Aber erstmal zum Kern.

nach dem errechnen eines Files, bekommt man diesen Editor, der der “Piano-Roll” sehr ähnelt. Links zu sehen: Die Tonlagen. Oben: Notendarstellung (einklappbar).
Jeder Klang ist nun in Form von Audio-Wellenformdarstellungen, wie hier (kleingezoomt)
im Arrange Fenster (siehe oben) kann jede Welleform mit der Maus in einen anderen Track oder andere Stellen gezogen werden.
Nur die Tonhöhe und Klangparameter werden im Soundedit “Pianorollen”-Fenster geändert.
ums klar zu sagen: man muss die Tonhöhen nicht selber finden! Es erscheint in dieser Darstellung AUTOMATISCH! So habe ich also direkt beim aufnehmen eine übersicht über Tonlage und Position!
da Melodyne auch gesynct werden kann, kann man zB mit Reason Synthestisches machen und Melodyne alles Audiotechnische machen lassen! kein Problem.wellenform melodyne sound edit

die Tonhöhe kann in diesem Audiofile wirklich an jede Stelle geschoben werden. innerhalb einer Oktave klingt das so gut,dass man bei der Messe (Frankfurt) vergangener Neueinführungsjahre mit Recht wirklich stolz sein konnte auf diesen Algorithmus.
Die Line kennzeichnet genau die Tonhöhe des Signals! Handelt es sich nun um Vocals, kann man jede Silbe so fein tunen und die Tonbeugungskurve verformen (!!)
Die roten Balken zeigen die Formanteinstellungen zu dem “Sample” an. Ja, so ist das! Es soll ja nie nach Mickey Maus klingen! Daher werden normalerweise die Formanten mitgenommen. Wer diese aber anders einstellen will: Den roten Balken ergreifen und nach oben oder unten verschieben. Das Ergebnis ist sofort hörbar.
Die Amplitude (Lautstärke) ist ebenfalls einfach durch anfassen verstellbar. Diese Funktionen findet man alle als Menü (oben links) oder mittels des Context-Menüs aufrufbar.
Den toneinsatz kann man mittels bläulicher Drehangel-Strichen einstellen:
CELEMONY - MELODYNE 2.0 audio software - flexible eleastic audio
Die Steilheit der Formantenverläufe kann man mit diesen Kurven einstellen.
Damit ist ein perfektes Korrigieren und Arrangieren von Stücken kein Problem. Falschsingen? Das gibts dann nicht mal mehr bei den Castingshows ;)
Man stelle sich das so Vor: ein Audiofile jedweder Art taucht fertig nach Tonhöhe sortiert auf und kann beliebig (!!) an jedem Segment gepackt werden und verschoben werden. Einem Vokal-Files kann man dann schnell mal eine komplett neue Melodie aufzwingen!
Die Fertige Melodie , oder eine grade eingesungene kann so auch in Form von Midi-Files ausgegeben werden!
CELEMONY - MELODYNE 2.0 audio software - flexible eleastic audio
Und hier was für Leute,wie der liebe Autor dieser Zeilen: Das verändern der Abspielparameter. Natürlich ist Hi-Quality das normale Setting. Mit diesen Parametern kann abhängig vom “Ryhtmischen Mode” oder “Melodisch” dieses verändert werden:
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Time based und Note based deuten es an.. die Alternativen zeigen diese Parameter für rhythmischere Sachen:

CELEMONY - MELODYNE 2.0 audio software - flexible eleastic audio
Es macht schon Spaß, einfach mal auch ein Stück zu konstruieren und de-konstruieren. Damit ist auch ein vollkommen anderer Kontext der Elemente möglich. Durch die Formantenänderung kann auch eine Stimme etwas “männlicher” oder “weiblicher” gestellt werden.
Im Beispiel mit dem Drumloop (drumset.mp3) habe ich die Formant-Regler einmal ordentlich verschoben!

Das ist dann auch nicht Alles! Mittels eines weiteren Menüs, können aus den Audiodaten Midi-Daten generiert werden!:

Dabei ist auch möglich,Tonbeugung in Form von Pitchbender-Daten zu übermitteln.
Wer ein bisschen Zweckentfremden will, kann also eine Melodie spielen und das Ganze dann als Midi File exportieren.
Qualitäten: es gibt von 8 bis 24bit und bis 48khz alles zur Auswahl. 96khz ist also nicht möglich. Ich finde dies nicht wirklich schlimm,denn rechnertechnisch und Ergebnisorientiert wird man mit 44.1 bei 24bit die Qualitativ besten Ergebnisse bekommen.
Alles in Allem läßt sich das finale Ergebnis in ein Audiofile aufnehmen. Dabei kann alles übliche eingestellt werden. 24bit. oder 16?, sample-rate und Fileformate..
celemony im web: www.celemony.com

AUDIODEMOs:
1.) ein tempowechsel.. so sauber klingts (es handelt sich um eine moog sequenz), zuerst original,dann mit höherem tempo
tempomoog.mp3

2) ein kleiner vocal part by pattysplanet.. zunächst normal, dann belibig in tonhöhen geändert durch verschieben der einzeltöne! danach: verschieben der formanten. hier ist auch die qualität bei weiterauseinanderliegenden tönen gut hörbar! es klingt selten “synthetisch”…
vocalset.mp3

3) jetzt nochmal mit einem saxophon! (danke auch hier fürs saxen an pattysplanet)
saxset.mp3
die formanten schiebe ich im 3ten teil einwenig herum,was den Klang weniger “realistisch” erscheinen lässt,aber auch möglich macht, das sax in gewisser weise noch mehr dynamik aufzuzwingen (beissender)..
wie auch bei den vorangegangen beispielen ist das hier extrem theoretisch gemacht,damit du hören kannst,was man machen KANN… mit etwas feinen und nicht so krassen einstellungen,kann man hier also nicht nur die melodie korrigieren,sondern auch den klang verändern.

die tonhöhenkurve mit allen beugungen lässt sich übrigens verstärken oder umkehren, so kann zB ein tremolo hinzugefügt, verstäkrt oder rausgenommen werden! das klappt bei stimme,wie bei saxophon sehr gut!..

4) ferkeleien mit drums: erst der normale loop, danach div. veränderung and ZEIT,pitch und formanten! sowie im letzten abschnitt veränderungen der play parameter!! das ganze habe ich bewusst nicht “musikalisch” verschoben, um einen eindruck der klänge geben zu können.. eigenen würden sich die zeitverschiebungsmöglichkeiten natürlich für vertrackte rhythmen!! Achtung! die Sache ist sehr “willkürlich”, nicht “musikalisch” erfolgt. Ich habe das bewusst gemacht ,um die MÖGLICHKEITEN zu zeigen! Das Potential ist natürlich größer, den zB das verschieben der Zeit ist immer RElativ zur Nachbarnote (oder den Nachbarnoten!!) So bleibt das Taktmaß korrekt,solange man das möchte. Sinnvoll ist natürlich einfach einen Takt oder Halbtakt oder gar Vierteltakt-SNAP einzustellen, um dann rhythmisch sinnvolle ergebnisse zu bekommen! es soll also ein eindruck geben,was man alles verbiegen kann. imo ist damit neue elektronische musik bis traditionelle musik gut bedienbar!..
drumset.mp3
konkurrent? evtl. ableton live.. setzt aber woanders an..

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Der MoogulatoR