Das leidige Thema Midi...

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von Fluxus Anais, 13. April 2007.

  1. Jeder, der Hardware-Klangerzeuger benutzt, kennt diese Situation:

    Da hat man sich wieder mal ein tolles "Erstmalnixmehr"-Vintage-Gerät zugelegt, mühevoll im Mischpult ein oder zwei Kanäle freigeschaufelt und muss dann beim Punkt der Midi-Verkabelung feststellen-
    keine Buchse und Kanäle mehr frei! :dunno:

    Da ja jeder weiss, wie fragil Midi für Timing-Schwankungen ist, ist guter Rat teuer.
    Soll man das neue Gerät einfach an den Midi-Thru des alten dranhängen?

    Oder soll man sich einen sogenannten Midi-Merger zulegen?

    Egal wie, Verzögerungen sind die Folge, denn die verschiedenen Midi-Signale können nicht adressiert werden und somit sind herkömmliche Midi-Thru-Boxen keine wirkliche Lösung in der Zeit des Midi-Controller-Beschusses und der massigen Arpeggiodaten.

    Kennt jemand Lösungen, bei denen die Daten nach Midikanälen und Controller-Informationen auf verschiedene Ausgänge geroutet werden können, so dass sich die Last verteilt?
     
  2. Also Thrue-Ketten sind nicht besonders schön, bei 3 Geräten ( also Out,Thru,In ) aber techn. meist noch kein Problem.
    Da musst du mal dein SetUp auf sinnvolle Konfigurationen und der Unempfindlichkeit überprüfen.
    Wenn sich das mit den entsprechenden Masterkanälen und noch verschachteln lässt und auch mit den Spuren ( da ja 16 Kanal-Begrenzung ) noch keine Kompromisse gemacht werden müssen, geht das wohl auch noch ohne.

    Ansonsten
    Patch-Bay
    Um die Eingänge nach Kanal oder anderen Unterschieden ( je nach Patch-Bay und Prozessorfähigkeit unterschiedlich ) auf entsprechende Ausgänge / Geräte / Kanäle, routen zu können.
     
  3. ...also als Midi Kanäle bei mir auch noch Mangelware waren, hatte ich immer 1-2 Geräte in Thru Schaltung und eigentlich nie Timing Probleme, mich hat dann nur irgendwann das Aufteilen der Midi Kanäle genervt und dass für SysEx Daten zum Sequenzer letztlich auch Eingänge zu wenig da waren...

    ...aber einfach mal Ausprobieren kann ja nicht schaden ;-)
     
  4. Nervig bei der Midi-Thru -Lösung ist, dass immer alle Geräte angeschaltet sein müssen.

    Hattest du denn auch mit viel Controller-Daten gearbeitet und dennoch keine Probleme?
     
  5. Die Anschaffung eines Amt8, Unitor8 oder Midex-Expanders ist nie verkehrt.
    Die Emagic-Teile kann man "Stand-Alone" betreiben (evtl. Midex auch :dunno:, kenne ich leider nicht näher), d.h. sie können als Standard-Thru/Routing-Box verwendet werden und müssen nicht zwangsläufig Rechner-Interface "spielen".

    Ansonsten gilt o.g. des Vorredner.

    Timingstabile Geräte und Synths/Drums welche in Rythmik tight sein sollen, immer am Anfang in der Thru-Kette. Die "String- und Padmachine" darf gerne ans Ende ;-)
     
  6. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Naja, Studio Mythen und Legenden gibt's ja mehr als genug, die Verzoegerung sollte, wie man an der Schaltung gut erkennen kann, nahe Null sein...

    [​IMG]
     
  7. Also Gegenfrage - wieviel Verbindungen fehlen denn ?

    2. Habe mir dein Set angeschaut:
    Du kannst wunderbar kombinieren:
    Ein Multimode Gerät und ein nur „Single-Mode-fähiges“ Teil.

    Beispiel:
    Atari Out – Matrix 1000 In-Thrue – Virus In – Virus Out – Atari In
    Du kannst also noch den Virus als Controller benutzen.

    Der Virus ignoriert im Multimode bei entsprechend anderen Masterkanal als der Matrix die nicht benötigten Daten und ist sehr flexibel einstellbar.
    Von Waldorf geklaut - so muss ein Multimode sein ;-)

    Mit einem JV würde ich das so erst einmal nicht machen, da hat man dann mehr Gedankenspiele vor sich.

    Ich vermute der Virus wird sowieso oft laufen, wenn es der Matrix auch tut... umso besser.

    Denn siehe oben, Summa hat es schon schön aufgezeigt... techn... nicht so Wild ;-)
     
  8. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Ausserdem hat der ATARI Fachmarkt div. MIDI Interfaces...
     
  9. Gibts da nicht ne Feedbackschleife, wenn ich Arpeggi starte?

    Ah, du meinst also, dass die Geräte unterschiedlich mit nicht benötigten Informationen umgehen?

    JV ist also sozusagen eine Midi-Lusche?


    Ich bilde mir ein, dass es im Atari zu Timing-Verzögerungen kommt, wenn ich Midex benutze, 140 BPM und ca. 20 Kanäle fahre, auf denen teilweise Controller-Daten vorliegen.

    Hat dieses Verhalten vielleicht eher etwas mit dem internen Atari-Prozessor anstatt mit Midi zu tun?
    Möglicherweise spielt auch die Anordnung der Spuren im Atari eine Rolle.
    Leider schweigt sich das Handbuch darüber aus, wieviel
    man dem Prozessor zumuten darf.
     
  10. Zum JV – das Problem ist, dass der wenn er auch noch zusätzlich im Multi-Mode betrieben wird, man aufpassen muss, dass es zu keinen Überschneidungen
    - Parts bzw. Single Sounds
    - System Ch.
    - und dem gewünschten Kanals de weiteren Klangerzeugers kommen sollte.

    Je nach Umschaltung von Pr. Wechseln, hast du da einige Probleme.
    Auch lösbar, aber nicht die erste Wahl.
    Nur das schreibe ich jetzt nicht alles, da das etwas übers Ziel hinaus wäre

    Anordnung der Spuren.
    Ich meine die oberen Spuren bekommen mehr Aufmerksamkeit.
    Also wie man guckt – je weiter runter, desto weniger Timing.
    Die Kanäle dürften egal sein – ich meine mal so was gelesen zu haben.
    Also Flächensounds nach unten z.B.
     
  11. PS:

    Die Frage mit den unterschiedlichen Umgehen nicht benötigter Kanäle, passt zum JV-Inhalt.
    Die werden einfach ignoriert, aber es gibt Geräte wie den JV, wo man Stress bekommen kann.
    Beim Virus ist es Wurscht. Da kann man ja sogar nochmal in den Parts des Multis Midi-Einstellungen vornehmen.
    Kanäle die an den entprechenden Kanälen des Multis und des Masterkanals vorbeigehen, gehen beim Virus auch vorbei ohne diese Überschneidungsgefahren.

    Arpeggiator:
    Nein eigentlich nicht. Du kannst die Funktion im Virus doch einstellen ( App to Midi )
     
  12. tomcat

    tomcat -

    Je nachdem wie tight dein Timing sein soll gibts bei Thru schon verzögerungen. Ich merks wenn ich die Supernova mit 8 Kanälen gleichzeitig anspiele und dann nach dem Bounce (über die seperaten Audio Outputs) im Sequenzer mir den Start der Waveforms ansehe. Die verrutschen leicht.
    Das Problem an der Sache ist nur das die nicht immer gleichmässig starten. Liegt auf zwei Spuren die Note genau an der selben Position, kanns sein das ein mal Spur A zuerst anfängt, ein anderesmal Spur B. Kommt halt auch auf die Musik an ob das stört oder wichtig ist und auf den Produktionsstil.
     
  13. Ist mir grad noch eingefallen
    Zum teil Tomcat Ergänzung

    Die Spuren alle leicht auseinanderziehen.
    Gerade bei quantisierten Stücken.
    Eine Spur min. +
    Andere min. Minus.
    Dann wackelts meist weniger.

    Der Proz wird auf jeden Fall mehr entlastet, wenn die Noten quasi per Multitasking abgerufen werden.

    Controller Daten auf Extra Spur Aufnehmen oder Kopieren ( Auschneiden ) um evtl. diese Spur etwas vorziehen zu können.

    Controller ausdünnen - meist sind nicht so viele nötig wie aufgezeichnet.
     
  14. tomcat

    tomcat -

    Wobei Logic die Controllerdaten halbwegs intelligent regelt und diese automatisch leicht versetzt damit die Noten an der korrekten Stelle bleiben
     
  15. Wusste ich auch noch nicht ;-)

    Hier ist es aber wohl
    Gear:
    Atari 1024 ST + Steinberg Midex + Cubase 2.0
     
  16. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Das wird aber kein generelles Thru Problem sein, sondern kann einem auch bei einem einzigen Klangerzeuger passieren, der ueber alle 16 Kanaele angesteuert wird...
    Unter Umstaenden schwaechelt auch einfach die Supernova...
     

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