Dur und moll ich noob komm nicht klar...

Omega Minus

Omega Minus

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stimmt, der Dominantseptakkord. Aber mir gehts ja primär um die 9th.

Ja, aber die Anfangsüberlegung war ja nicht so ganz richtig.

Ich frage deswegen weil für maj9th und min9th immer die große None angegeben wird, also der große Terzschritt von der Septe.

Weil man nicht als Terzschritt von der Septe denkt.

oder besser gefragt: wieso werden maj9th und min9th Akkorde immer mit der großen None gebildet? Für die Moll Terz ist es ja auch eine kleine Terz, für eine moll-Septe ist es auch eine kleine Septe. Wieso ist dieses Prinzip bei der Neunten anders?

Andersrum wird auch ein Schuh draus:
"...
Weitere Akkordtöne werden durch Ziffern bezeichnet, die deren Tonstufe in der zum Grundton gehörenden Durtonleiter angeben. Alle Akkorde, auch Moll-Akkorde, werden mit den Tonstufen dieser Durtonleiter beziffert. Damit sind die Zusatztöne unabhängig vom Tongeschlecht und der stufenbezogenen Funktion des Akkords. Das vereinheitlicht und vereinfacht die Schreibweise der Akkordsymbole; sie geben nur die gerade gültige Harmonie an, ohne eine harmonische Analyse zu liefern.

Zusatztöne, die von dieser Dur-Tonleiter abweichen, werden mit den musikalischen Versetzungszeichen ♯ oder ♭ oder auch mit Plus- und Minuszeichen (hinter der Ziffer) versehen. Die einzige Ausnahme ist die 7: sie bedeutet, im Akkordsymbol geschrieben, stets die kleine Septime. Die leitereigene, große Septime der Dur-Tonleiter wird dagegen mit maj7 (nach dem englischen major seven), j7 oder Δ bezeichnet. Diese Ausnahme erklärt sich vermutlich aus der Entstehung der Symbolschrift (bzw. Akkord-Symbolschrift[1]) in der Zeit der Blues- und frühen Jazzmusik, als Septakkorde ausschließlich mit kleiner Septime vorkamen; der große Septakkord (maj7) bürgerte sich erst später ein.[2] So steht zum Beispiel im Dominantseptakkord F7 die 7 für den Ton es.[3]
..."
(Hervorhebungen von mir)

Die Terz identifiziert das Tongeschlecht (Dur oder Moll). Das gilt allerdings nur für Terz und hat keinen Einfluss auf die anderen Stufen in der Akkordnotation.
Die Septime ist die oben erwähnte Ausnahme (aus historischen Gründen), die Ausnahme gilt aber bei beiden Tongeschlechtern.

Grüße
Omega Minus
 
MFakaNemo

MFakaNemo

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das heißt ich kann mir also einprägen, dass für die 3 und die 7 bezogen auf die Moll oder Dur-Tonleiter quasi als Eselsbrücke schon die kleine bzw. große Terz/Septime zur jeweiligen Tonart gehört, alle anderen Zusatznoten sind unabhängig davon?
 
Omega Minus

Omega Minus

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das heißt ich kann mir also einprägen, dass für die 3 und die 7 bezogen auf die Moll oder Dur-Tonleiter quasi als Eselsbrücke schon die kleine bzw. große Terz/Septime zur jeweiligen Tonart gehört, alle anderen Zusatznoten sind unabhängig davon?

Die 7 ist immer dieselbe, die kleine Sept.
Die Ausnahme für die 7 bezieht sich auf "in dem zum Grundton gehörenden Durtonleiter". Diese Regel ist aber Dur/Moll-agnostisch.

3: Moll: kleine Terz, Dur: große Terz
7: kleine Sept
sonst: der zum Grundton gehörenden Durtonleiter entnommen

Eigentlich ganz einfach. :cool:

Grüße
Omega Minus
 
MFakaNemo

MFakaNemo

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und die 9 ist immer die große 9... weil wegen Grundton?
wann nimmt man denn da die kleine 9 ?
 
MFakaNemo

MFakaNemo

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ja hab ich jetzt. ok. :)

heißt also das quasi alles auf Dur basiert bzw. davon abgeleitet wird?
 
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Omega Minus

Omega Minus

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ja hab ich jetzt. ok. :)

Spielziel erreicht. :)

heißt also das quasi alles auf Dur basiert?

Was die Akkordbezifferungen angeht: Ja.
Ist einfach praktisch, wenn die 11 immer dieselbe 11 ist.

Sonst: kommt darauf an.
Stufenakkorde z.B. werden aus der Tonleiter gebildet, die II (der Stufenakkord auf der zweiten Stufe) ist bei Moll anders als bei Dur.

Ergo:
Es ist also immer gut, sich damit vertraut zu machen, wie man "die Dinger" bildet, worauf sie sich beziehen.

Grüße
Omega Minus
 
MFakaNemo

MFakaNemo

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@Omega Minus
Ich hab mir das jetzt alles erstmal versucht so einzuprägen, daher nochmal ein paar letzte Fragen, wenn's nicht stört :D

1) die große und kleine 9 basieren, egal ob in Dur oder Moll Akkorden gespielt, auf der Durtonleiter, sind also praktisch analog zur großen und kleinen 2 (nur nicht mehr so dissonant), richtig?
2) also Minor 9th = 1 + b3 + 5 + b7 + 9 und Major 9th = 1 + 3 + 7 + 9 - korrekt?
3) deswegen sind z.B. auch die reinen Intervalle wie Quarte und Quinte in beiden Tonarten gleich ?
4) deswegen gibt es also auch Moll Akkorde mit großer 7 (minor major 7th) und Dur-Akkorde mit der kleinen 7 (dominant 7th) - und das deswegen, weil nur die Terz das Tongeschlecht identifiziert?
 
einseinsnull

einseinsnull

[nur noch musik]
1) der große 110 ist genauso dissonant wie der kleine 110.

3) im grunde genommen ist das zufall, ob und wo reine und unreine intervalle zu finden sind. dur und moll teilen sich zwar die quinte und die quarte, aber schon mixolydian hat sie halt nicht mehr alle.

ich persönlich halte übrigens die akademische betrachtungweise, dass die kleine und die große terz den selben charakter hätten, für vollkommen überholt.
im hinblick auf die hiesige ausgangsfrage z.b. (wann ist eine melodie dur zuzuordnen und wann moll?) ist das schon ein fragwürdiges konstrukt, denn die bei tongesschlechtern ist dann plötzlich die terz über dem grundton wieder das hauptunterscheidungsmerkmal. :P

in der nicht-reinen stimmung ist die terz eh am arsch.
 
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