Lexicon MX 400

Michael Burman

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Man kann schon ziemlich lange Reverb-Zeiten und auch die Hüllkurve etc. einstellen. Darüberhinaus kann man zwei (gern auch verschiedene) Reverbs hintereinander schalten. Intern per Routing. Oder Reverb und Delay in Reihe. Parallel geht's natürlich auch. Mir genügen die Möglichkeiten von MX400 da völlig. Als Multi-Effekt fehlen einige Effekte wie z.B. EQ oder Exciter. Das Gerät an sich hat aber einen pregnanten Klang. Wird der Hall zu verwaschen, kann man ja z.B. die Diffusion reduzieren. Und für mehr Transparanz vielleicht eben Delay nutzen. Wobei Delay nicht immer passt. Ich habe z.B. festgestellt, dass auf einer Solo-Violine Delay ungewollte Wiederholungen hinzufügt, die wie unpassend gespielte Noten klingen. Beim Piano (ob akustisch oder elektrisch) dagegen ist mir Delay nicht negativ aufgefallen. Da kann man nur schauen, dass der Effekt nicht zu sehr hervor sticht und vorzugsweise auch etwas gedämpft wird. Nicht alle Algorithmen bieten Dämpfung. Also schauen, was man nimmt.
Ich nutze übrigens keine Werk-Presets, sondern wähle selber gezielt Algorithmen und Routings aus. Auf Basis eigener Presets mache ich dann weitere. Natürlich haben auch Algorithmen in der Grund-Einstellung Default-Parameter. Die ändere ich dann nach Gehör. Und je nach Instrument passt eben für mein Empfinden der eine oder andere Algorithmus besser. Für Piano z.B. Small Hall; für Synth-Klänge passt der Platten-Hall gut usw. Für Drums passen Drum-Algorithmen besser. Da haben Algorithmen-Programmierer sich schon was dabei gedacht. ;-)
 

Green Dino

Simmeseiser?
Ich nutze auch eigentlich nie Presets, bin eh schneller, wenn ich alles selbst einstelle...Beim MX200 hat man bei den Reverbs aber nur Pre Delay, Decay und Liveliness (Shelving EQ zum Absenken hoher Frequenzen), bzw. Diffusion (Gated Reverb und Reverse Reverb) und "Boing" beim Spring Reverb. Mit diesen drei Parametern lässt sich nicht wirklich viel rausholen....

Beim MX400 hat man für die Full Algos bei den Reverbs ja sogar zusätzlich Size, Shape und Spread (Beschaffenheit des Raumes), RT High Cut und High Cut (Low Pass nur für die Reverberation) Bass Boost Freq, Bass Boost, ER Time und ER Level (Pre Delay und Level für Early Reflections.

Plate Algo hat noch Feedback Delay und Feedback Level.

Also hat man damit ein richtig gut parametrisiertes Reverb....

Ich werd noch mal ein bisschen recherchieren, das Quadraverb bietet noch mehr Parameter, andere ältere Lexis auch und wenn ich sowieso gebraucht kaufen muss...die Bedienung mit den Encodern ist natürlich schon praktisch...
Hängt auch davon ab ob ich mir den H9 kaufe. Dann müsste ich mit Reverb erst mal gut ausgestattet sein...
 
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Michael Burman

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Beim MX400 hat man für die Full Algos bei den Reverbs ja sogar zusätzlich Size, Shape und Spread (Beschaffenheit des Raumes) [...]
Shape und Spread bestimmen quasi die Hüllkurve des Reverbs, also die Entwicklung des Anstiegs und die Form des Abklingens. In den Manuals (EN, DE) ist das auch beschrieben. Die Manuals sind m.E. nicht sehr verständlich verfasst. Die deutsche Version leidet nochmal an der Übersetzung. Aber besser mit Manual als ohne. ;-)
 

Green Dino

Simmeseiser?
Das ist ja was die Raumbeschaffenheit bestimmt.

Shape & Spread In the Hall reverbs

Shape and Spread work together to control the overall ambience of the reverberation. Shape determines the contour of the reverberation envelope. With Shape all the way down, reverberation builds explosively, and decays quickly. As Shape is advanced, reverberation builds up more slowly and sustains for the time set by Spread. With Shape in the middle, the build-up and sustain of the reverberation envelope emulates a large concert hall (assuming that Spread is at least halfway up, and that Size is 30 meters or larger). Low Spread settings result in a rapid onset of reverberation at the beginning of the envelope, with little or no sustain. Higher settings spread out both the buildup and sustain.
"With Shape all the way down, reverberation builds explosively, and decays quickly."

"Low Spread settings result in a rapid onset of reverberation at the beginning of the envelope, with little or no sustain."

Also, mit Shape auf 0 und kleinen Spread Werten hättest du quasi einen Raum mit starken Reflexionen, die schnell verschwinden.

Deshalb sagte ich "Beschaffenheit des Raumes".


Ich les eigentlich nur englische Manuals. Deutsch manchmal bei deutschen Firmen...
 
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Michael Burman

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Die "Beschaffenheit des Raums" sind aber alle Parameter. Auch Frequenzverhalten usw.
Shape und Spread kann man zwar auch zur "Beschaffenheit des (virtuellen) Raums" zählen, sie determinieren aber im Speziellen die Hüllkurve im technischen Sinne. Deshalb habe ich das erwähnt, weil "Beschaffenheit" alles Mögliche sein kann bzw. ist. Nicht nur Shape, Spread und Size ...
 


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