Musikmesse 2013

Was macht man eigentlich in nem musikalischen Umfeld mit diesen Serge's oder Buchla's?
Obwohl den Spectral-Processor finde ich ganz cool, mal warten bis Behringer den für 35€ als Pedal rausbringt!

Hat Rihanner auch son Buchladen und macht damit Hits?
 
Xpander-Kumpel schrieb:
Was macht man eigentlich in nem musikalischen Umfeld mit diesen Serge's oder Buchla's?
Obwohl den Spectral-Processor finde ich ganz cool, mal warten bis Behringer den für 35€ als Pedal rausbringt!

Hat Rihanner auch son Buchladen und macht damit Hits?

Wenn man es denn will, kann man ein 200e über Midi als speicherbaren bis zu vierstimmigen polyphonen Modularsynth benutzen. Aber in Filmmusik/Soundscapes/experimenteller Musik wird er sicher öfter eingesetzt.
 
Das hat Dir der Teufel gesagt!
Und riß sich mitten entzwei…

Serge Animal, vier Spuren.
 
Wie ziemlich echte Bläser, Klasse!

PS: Wenn das die Buchla-Polizei mitkriegt, das du gar kein "Doing-düdelzschirrrpp-swoscht-pingirrrrrpschirrr" damit machst wird das 700E wieder abgeholt!
 
Die sind nicht so streng, denn:
"Some of my best friends are keyboard players."
(Don Buchla)
 
aha , diese totengesangtröte ist ja wohl mit abstand das musikalischste was jemals von einem modularuser hier in dieser buchte vorgestellt wurde. es besteht hoffnung :phat: . weiter so . ihr packt das noch
 
Frage: Was schlagen Sie vor, wie wir zwischen Elektronischer Musik und musikalischem Abfall unterscheiden sollen?

Stockhausen: Die meiste Elektronische Musik ist Abfall: Das steht außer Frage. Die untalentiertesten Komponisten sind in Studios aufgetaucht, weil sie keine Chance hatten, irgendwo anders zu komponieren, und so sitzen sie also in den Studios herum und sagen sich: »Nun gut, schau Dich um, versuch Dein Glück« - und da sind sie also. Denn sie glauben mehr an die Mittel als an sich selbst: sie meinen, wenn sie moderne Mittel verwenden, so würde das Ergebnis interessant sein wegen der Mittel - was ein fürchterlicher Irrtum ist.

Ausschnitt aus:
Karlheinz Stockhausen, „Texte zur Musik 1970 – 1977“, Band 4
Ausschnitt aus „Frage und Antworten zu den ‚Vier Kriterien ...’“
 
was für mich musik ist ? wobei ich keinen lachanfall bekomme... z.b. , oder semiwissenschaftlich, was man in noten darstellen kann ..?
egal, metallisch klingendes furzen ist und bleibt fur mich lustiger blödsinn. auch wenn es aus einem 4 mio euro system kommt. allerdings in einem musikalischen kontext eingebettet , wie z.b bei depeche mode, ist es stark. keine frage. :phat:
 
VEB_soundengine schrieb:
allerdings in einem musikalischen kontext eingebettet , wie z.b bei depeche mode, ist es stark. keine frage. :phat:

ich bin ja beruhigt das du das erkennst ... genau solche Sounds, wie die da am Buchla, bind ich immer wieder in "musikalischen" Kontext ein ... aber ich geh auch so gut drauf ab, wenns einfach so schön blubbert, donnert ,quietscht und klackert
 
Schnuffi schrieb:
Ausschnitt aus:
Karlheinz Stockhausen, „Texte zur Musik 1970 – 1977“, Band 4
Ausschnitt aus „Frage und Antworten zu den ‚Vier Kriterien ...’“

So sieht's aus – nur, dass sich heutzutage
erstens wirklich jeder sein eigenes Studio leisten kann und sich so
zweitens das Etikett "Komponist" oder wenigstens doch "Klangforscher" kaufen kann, um dann
drittens die so erzeugten Machwerke kostenfrei veröffentlichen zu können, was
viertens dazu führt, dass die interessanten Werke Gefahr laufen, in den Unmengen des "musikalischen Abfalls" unterzugehen.

Man mag dies bitterlich beklagen, oder darin Trost finden, dass diese Menschen – inklusive meiner Wenigkeit – so wenigstens nicht auf der Straße herumlungern und alten Damen die Handtaschen klauen.
 
Wer musikalisch wirklich etwas sagen musste, hat's auch damals getan, im Zweifelsfall an der Industrie vorbei.

Heutzutage verlässt man sich auf andere "Volldeppen", gerne auch auf unbezahlte, oder gleich auf Programme zur Vorfilterung.
 
serge schrieb:
Man mag dies bitterlich beklagen, oder darin Trost finden, dass diese Menschen – inklusive meiner Wenigkeit – so wenigstens nicht auf der Straße herumlungern und alten Damen die Handtaschen klauen.
Wer weiß, wie viele Klimperhanseln die Straßen unsicher machen, um Geld für Gear aufzutreiben? Beschaffungskriminalität! Ich wette, die Zuchthäuser sind voll mit verkannten Genies. Die Irrenhäuser auch, aber das ist eine andere Geschichte.
 
Wohl wahr – allerdings ging das früher auch in kleinerem Maße: Hat man halt nur Platten bestimmter Labels gekauft – weil man sich bei den dort tätigen Volldeppen besser aufgehoben fühlte als bei denen anderer Unternehmen.

Seufz. Ich bin mir ja auch gar nicht sicher, ob's früher besser war, ich habe nur meine Zweifel (nachfolgend nur ein paar), dass der aktuelle Zustand besser ist.

Ist diese quantitative Explosion an Musikprodukten ein Segen oder doch eher das Gegenteil?
Ist die Anzahl "guter Musik" * in dem Maße gestiegen wie die Anzahl musikalischen Abfalls?
Gibt es in bestimmten Musikrichtungen bereits ebensoviele oder gar mehr Produzenten als Hörer?
Ist es leicher oder schwerer, von der eigenen Musik zu leben?
Ist das Gut "Aufmerksamkeit" knapper geworden?

* Meine obigen Zweifel sind schon Zeitverschwendung genug, wer diesen sonnendurchfluteten Samstagnachmittag vollkommen sinnlos verprassen möchte, stelle die Frage, was denn "gute" Musik sei.
 
dieses a&r manager auswahlverfahren war schon die seuche.
wieviel gute musik ist uns vorenthalten worden, weil es nicht nach 2raumwohnung oder cindy&bert klang ?
 
Re: Musikmesse 2013 Sammelschiene

Rolo schrieb:
..klingt wie 70er und 80er Jahre dann könnte ich mir vorstellen
ihn mir klarzumachen.Wenn er nach 2013 klingt dann verzichte ich und behalte meinen
akai ax80 und vx600 ..die klingen so wie sie klingen müssen ..wie oldtimer halt nun klingen.
Ich hoffe trotzdem der 12er kommt da gut ran...schaumermal wie er klingt ich bin gespannt.

noch was zum AX80, wer Lust hat http://www.amazona.de/blue-box-akai-ax8 ... nthesizer/
hatte ich irgendwann mal geschrieben..

Scheint noch immer viele anzusprechen, sicher auch wegen dieser Kenwood-Balken-Optik.. Kann das sein?
 
Moogulator schrieb:
Kennst du den WaveGenerator? Würdest du ihn da einordnen oder wo da?

Ich kann das kaum richtig einschätzen/einordnen. Den PGG WaveGenerator kenne ich nur in der Umsonst-Version bei einem Kumpel. Hier der Link fürs Forum: https://itunes.apple.com/us/app/ppg-fre ... 43628?mt=8

Wie geschrieben: Ich bin kein Early Adopter und brauche das iPad derzeit nicht. Finde aber Line Lemur, die PPG Apps und den Waldorf Nave (den wenigen Informationen nach bereits) wirklich Klasse! Ich finde des Weiteren die Preispolitik werkwürdig. Warum sind die App eigentlich so günstig frage ich mich... knapp 20 Euro für einen PPG WaveGenerator halte ich für angemessen bis wenig, weshalb ich auch das häufige Gemaule im Allgemeinen nicht verstehen kann.

Der Waldorf Nave scheint mir noch tiefer in die Wavetable-Synthese einzusteigen. Was denkst Du? In jedem Fall: Ist gar nicht mal übertrieben zu sagen: Ein iPad lohnt sich allein nur wegen diesen wenigen Apps. Vor 10 Jahren wäre man ausgerastet! Findest Du eigentlich, dass die Klanggüte einer gut gemachten iPad App die einer guten Hardware vergleichbar ist/sein kann?
 
Achso, es ist nur ein Trigger - weil ich mag den WG und der wird es sein, gegen den diese App sich behaupten müssen wird.
PPG und Waldorf mal als "Konkurrenz".. hätte man nicht unbedingt gedacht.

Was ich bisher sehe ist das nicht tiefer, nur anders. Waves zeichnen geht in WG, es ist faktisch das, was man mit Sounddiver und Microwave oder dem PPG mit Waveterm gemacht hat, nur das das Waveterm eigentlich keinen Spaß macht weil langsam und so weiter.
Nave kenn ich zu wenig, ich habe es nämlich auf der Messe gar nicht gesehen, nur im Nachhinein.
Die Darstellung ist offenbar nur ein Ding und wenn man die Waves auch normal additiv herstellen kann, ist es ähnlich, wenn es Modmatrix hat und so kann es den PPG sogar etwas überflügeln auf der "Abspielseite", bei den Edits und dem Aufbau eines Tables muss man noch sehen. Das wäre dann eine Handlingfrage, ich gehe davon aus, dass man das auch kann in Nave, Audiofiles reinholen ist natürlich nett, aber da ich damit in den 90ern genug rumgespielt hab, weiss ich auch wie begrenzt das ist, es ist halt auch möglich.

Der Klang ist auch noch wichtig.

Ich denke, dass es so sein wird, dass man etwas unterschiedliche Ansätze verfolgt und mal sehen, welche Schwerpunkte da dann wirklich zusammenkommen.
Kann mehr sagen, wenn ich das Ding wirklich mal in der Hand gehabt hab. Dann wirds rel. schnell gehen, das zu beurteilen.
 


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