Ich denke es gibt zwei Zugänge zu Pedal-Effekten:
1. das Pedal als dienstbare Magd, die den Meister mit Efflekt versorgt (bissel heikel das Bild in diesen Zeiten :-,)
2. die Pedale als vollwertige Mitglieder im Orchester.
Der erste Weg ist der traditionell breite, und hier sind die großen Hersteller wie Boss,
Zoom, Korg, TC, aber auch Strymon oder Eventide mit dabei. Hier erschöpfen sich dann auch die immergleichen Fragen in den Foren "Welches Pedal für meinen Synht oder meine Gitarre?" in einer Antwort.
Der zweite Weg ist steiniger. Es gibt noch nicht viele Musiker die ihn gehen (Simon the magpie, Hainbach..); doch es werden immer mehr. Davon leben die kleinen Boutique-Hersteller, die komplexe Bodentreter bauen, Eurorack-Modulen ähnlich oder überlegen von der Funktionalität her (Modular Grid hat nicht umsonst die Pedale jetzt mit aufgenommen). Da werden Batches von 50 Stück angeboten, die 5 Minuten später ausverkauft sind (Montreal Assembly) oder wegen der hohen Nachfrage verlost werden müssen (Pladask). Ich will diesen zweiten Weg die modulare Vewendung von Pedalen nennen. Die Pedale werden zu einem Klangerzeuger- und Klangformer-System verschaltet.
Als Gitarrist und Bassist bin ich den ersten Weg lange gegangen. Ich hänge mir immer noch gerne ein Pedal an die Klampfe beim Live-Spiel. Aber nicht mehr als eines. Ich will ja bloß spielen.
Den Weg Pedalmodularität gehe ich, seit ich die elektronische Musik entdeckt habe. Hier sind mir Pedal-Loops eigene Ton-Systeme geworden, die ich entweder allein Musik machen oder mit Synths/Drummies gemeinsam musizieren lasse.
Die Pedalmodularität gleicht, das ist die Nachtseite, der Eurorackmodularität -> großes Suchtpotential!!