Was machen mit altem, kaputtem Minimoog ?

Zurück zum Thema:)

Zwischenbericht über meinen kaputten Minimoog:

Dank eurer vielen Hinweise hab ich mich jetzt öfters abends an den Mini gesetzt und Potis gedreht. Was soll ich sagen? Offensichtlich besitzt der Mini Selbstheilungskräfte. Inzwischen funzt er ziemlich gut. Die meisten Schalter und Pottis machen was sie sollen. Sehr geil! Und hier nochmal ausdrücklichern Dank an alle, die mir Hoffnunug gemacht haben, das Teil wieder flott zu bekommen.
Allerdings ist gerade ein neuer Fehler aufgetreten: Immer wenn ich eine Taste loslasse wird der Ton immmer höher und höher und hört nicht auf zu spielen. Egal ob und wie ich Decay (und "Release") einstelle, ob Glide aktiviert ist oder nicht. Der Ton steigt so lange an, bis er der Tonhöhe der Taste ganz rechts entspricht.
Saublöd! War schon so glücklich, dass alles so gut funzt. Jemand eine Idee?
Andere Frage: Kann mir jemand auf die Schnelle erkären, was ich mit Osz 1 und 2 moduliere, wenn ich sie auf Low schalte?

Danke schon mal an alle

Gruß
tr
 
Allerdings ist gerade ein neuer Fehler aufgetreten: Immer wenn ich eine Taste loslasse wird der Ton immmer höher und höher und hört nicht auf zu spielen. Egal ob und wie ich Decay (und "Release") einstelle, ob Glide aktiviert ist oder nicht. Der Ton steigt so lange an, bis er der Tonhöhe der Taste ganz rechts entspricht.
Saublöd! War schon so glücklich, dass alles so gut funzt. Jemand eine Idee?
Das klingt nach verschmutzten Tastenkontakten.
Mehr spielen oder öffnen und innen die "Stange", an die die Tastenkontakte drücken, vorsichtig(!) reinigen.
Das geht mit entsprechendem Alkohol (Isopropanol).
 
Ah das ist ja schonmal gut zu hören. Jetzt würde ich nochmal einen Blick auf die gute Anleitung von @ppg360 werfen - besonders der Teil mit den Kontaktleisten. Und dann auch gleich mal messen, wie das Netzteil liefert.
 
Ich würde das Holz reinigen , evt leicht anschleifen , einölen … fertig.

Mein Reden (s. o.).

Diesen neu renovierten Kisten nimmt man doch die Seele.

Die beste Restaurierung ist die, die am wenigsten von der Originalsubstanz nimmt.

Die rostigen Schrauben wären allerdings das Erste was ich austauschen würde

Auch die würde ich nicht tauschen, sondern ggf. sandstrahlen und im Ölbad versiegeln bzw. neu lackieren in Mattschwarz.

Das klingt nach verschmutzten Tastenkontakten.

24. April 1989: Der frisch erworbene Minimoog jault und quietscht, mir tritt der Schweiß auf die Stirn. Archie Lenzgen bei SSB angerufen, "kein Thema, mach die Bodenplatte ab, reinige die Kontakte und die Stange, und alles ist wieder in Butter". Gesagt, getan.

Mehr spielen oder öffnen und innen die "Stange", an die die Tastenkontakte drücken, vorsichtig(!) reinigen.

Nicht nur die Stange, sondern auch diese doppelten Federchen, die durch diese Plastikbrücke gehalten und bei Tastendruck gegen die Buss Bars gedrückt werden -- die sind allerdings extrem empfindlich und sehr heikel zu reinigen. Vorsicht also!

Das geht mit entsprechendem Alkohol (Isopropanol).

Ja, und auf den Buss Bars auch gerne mal mit Q-Tip oder Lederstäbchen.

Stephen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich erinnere mich an einen restaurierten Korg Lambda, dessen altes Gehäuse durch eines aus Vogelaugenahorn (nennt man das so?), Sumpfesche oder Flatulent Elm ersetzt worden war -- der Besitzer fand es sehr schön, ich fand es eher erschlagend.
Das war meiner, und jetzt wohnt er bei einem anderen Forumler meines Vertrauens.
Die Geschichte dahinter: Ich hatte den Lambda in völlig ramponierten Zustand (fehlendes Seitenteil, Rest ziemlich unrettbar zerschrammelt) günstig hier im Forum gekauft und kurz danach auf der Musikmesse zwei extrem nette junge Restauratoren kennengelernt. Und die haben dann den Auftrag gekriegt. Neues Seitenteil gebaut, rundherum mit Pappel-Wurzelholz furniert und mit Schellack behandelt (die Jungs machen sonst nur Klaviere und Flügel).

Zustand des Holzes vorher:
Lambda Holz vorher.JPG

Das Endergebnis:
Lambda neu.JPG

Ist natürlich Geschmackssache - ich mochte es, und der neue Besitzer, glaube ich, auch.

Schöne Grüße
Bert
 
[...] Andere Frage: Kann mir jemand auf die Schnelle erkären, was ich mit Osz 1 und 2 moduliere, wenn ich sie auf Low schalte? [...]

Gar nichts, fürchte ich.

Außer ein bißchen FM-Geknacke, wenn Osc. 3 Osc. 1 und 2 moduliert.

Sinn und Zweck dieser Schaltung hat sich mir bisher auch noch nicht erschlossen, aber wenn mir jemand nach 33 Jahren Minimoog mal neue Einsichten vermitteln möchte: Her damit!

Lach nicht so schäbbich, Stephen!

Jawohl, mein Sonnenkönig.

Stephen
 
aber wenn mir jemand nach 33 Jahren Minimoog mal neue Einsichten vermitteln möchte: Her damit!
FM mit Carrier auf niederer Frequenz; ist allerdings eher theoretisch interessant, weil es immer noch mit dem Keyboard mitgeht.
Beim DX7 kann man ja den Carrier vom Keyboard abkoppeln und auf LoFq stellen, das sind dann je nach basis-Frequenz des Carriers oft PWM- oder Bandpass-artige Sounds.
 
Der Original-Lambda hat ja auch viel Holz und Maserung und damit viel Charakter eines Möbelstücks.
Mir gefällt das restaurierte Objekt. Braucht natürlich die Vintage-Umgebung. :cool:
 
Florian meinte das weiße Teil links vom Lambda.
Die anderen Vögel sind selbstverständlich Möwen (das sieht man doch an der Matrosenmütze, oder?).

Wie kommen wir jetzt eigentlich halbwegs geschmeidig zum alten Moog zurück?

Schöne Grüße
Bert
 
Wie kommen wir jetzt eigentlich halbwegs geschmeidig zum alten Moog zurück?
Ich habe Freund @tiefenrausch2 meinen Fundus an Ersatz-Kontaktfedern für den Moog angeboten (plus weitere besserwisserische Reinigungstips für die contactbars) - aber nur wenn er den Moog bei der nächsten ambioSonics Session verlost. :lollo:
 
"Wie kommen wir jetzt eigentlich halbwegs geschmeidig zum alten Moog zurück?"
Vielleicht vergleichen wir die Sinnhaftigkeit der zwei Keramikvögel in deinem Garten, mit der low Einstellung von Oszillator 1 und 2?

tr
 


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