Was macht das Sorgenkind Blofeld?

Cord schrieb:
swissdoc schrieb:
Du hast den fehlenden Filter Edit Mode im Q vergessen, die nicht gefüllen reservierten Wavetables, nichts ist hinter dem Options Knopf im Wave, beim Blofeld wird die Sample-Erweiterung zwar mitgeliefert, aber erst kostenpflichtig Aktiviert, die LFOs beim Microwave gehen nicht in den Audiobereich, die Filter knacksen bei Attackwerten = 0, bei manchen Qs sind L+R vertauscht, der Stromberg ist immer noch nicht lieferbar, etc...

Sicherlich kann man die ganze Sache ins laecherliche ziehen, wenn man ueberzogene Ansprueche mit wirklichen Bugs mixed. Aber am Ende haben hat Waldorf Synthesizer den Ruf halbgebacken daherzukommen. Und mit Recht.

...und ganz ehrlich, den Blofeld gibt es jetzt 5 Jahre und das Ding stuerzt immer noch regelmäßig ab. Da kann man sich über Waldorfs Qualitätsansprüche sicherlich nur wundern.

Also ich hab bei meinem Blofeld noch keinen Absturz erlebt.
Scheinen vielleicht nur gewisse Exemplare oder eine Tranche das Problem zu haben.

Grüsse

Moroe
 
Die ist nicht unglücklich formuliert, sondern die Problematik dabei liegt in der gängigen deutschen Denkweise. Hauptsache, die Qualifikation kann man auf dem Papier vorweisen, ob man es dann auch in der Praxis draufhat, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das ist so derart in den Köpfen drin, daß man von einem solchen Studienabbrecher gemeinhin erstmal nix erwartet bzw das gar abwertet (na, das kann ja nix werden). Warum jemand so ein Studium hinwirft und daß es da draußen eine Menge hervorragender Programmier gibt, die das nicht studiert haben, ist dann schon nicht mehr im der Wahrnehmung.
 
Das Personal wurde ja aufgestockt, Oliver Rockstedt ist mit dem Rocket zu Waldorf gestossen. Das mit dem Wording in der Anzeige kommt daher, dass bei Waldorf von den Entwicklern keiner eine formal abgeschlossene Ausbildung in dem Bereich hat und es ist ihnen eben einfach egal. Genauso wie WMF auf der Visitenkarte König stehen hat, oder mal hatte. Die Herren ticken eben einfach so, aus und fertig. Bugs, so what? Dann nimmt man eben keine Waldorf XTk als Masterkeyboard. Und der Wave hat den Sequenzer nicht bekommen, weil es damals keine Sinn mehr ergab. Die Tasten können aber einen externen Sequenzer steuern.
 
microbug schrieb:
Die ist nicht unglücklich formuliert, sondern die Problematik dabei liegt in der gängigen deutschen Denkweise. Hauptsache, die Qualifikation kann man auf dem Papier vorweisen, ob man es dann auch in der Praxis draufhat, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das ist so derart in den Köpfen drin, daß man von einem solchen Studienabbrecher gemeinhin erstmal nix erwartet bzw das gar abwertet (na, das kann ja nix werden). Warum jemand so ein Studium hinwirft und daß es da draußen eine Menge hervorragender Programmier gibt, die das nicht studiert haben, ist dann schon nicht mehr im der Wahrnehmung.

spannende diskussion, aber die gehört wohl wirklich nicht hier her.
mir ging es natürlich nicht darum, dass nur nach abschluss und fern von der qualifikation eingstellt werden soll.
woran ich mich störe ist das wort bevorzugt, denn das klingt für mich nach wir nehmen leute, die es drauf haben, aber bevorzugen jene, die keinen abschluss haben, denn die kosten nur die hälfte. das ist natürlich reine spekulation - und daher ist dieser satz eben doch unglücklich formuliert: für mich hat er eben diesen faden beigeschmack. mein wort zum sonntag (und damit lass ich dann diese diskussion auch ruhen - versprochen):
ich finde, leute sollten unabhängig vom abschluss gleich behandelt werden - eben nach ihrer qualifikation oder nach welchen kriterien man auch immer einstellt.
 
microbug schrieb:
Die ist nicht unglücklich formuliert, sondern die Problematik dabei liegt in der gängigen deutschen Denkweise. Hauptsache, die Qualifikation kann man auf dem Papier vorweisen, ob man es dann auch in der Praxis draufhat, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das ist so derart in den Köpfen drin, daß man von einem solchen Studienabbrecher gemeinhin erstmal nix erwartet bzw das gar abwertet (na, das kann ja nix werden). Warum jemand so ein Studium hinwirft und daß es da draußen eine Menge hervorragender Programmier gibt, die das nicht studiert haben, ist dann schon nicht mehr im der Wahrnehmung.
Na ja, wer ein Studium erfolgreich absolviert hat, hat zumindest mal bewiesen, dass er/sie in der Lage ist, etwas Begonnenes erfolgreich zu Ende zu führen. Und gerade das ist etwas, was man über die Firma Waldorf bzgl. einiger Produkte genau eben nicht sagen kann. Da wirkt es dann schon bezeichnend, wenn sie schreiben, dass sie Studienabbrecher bevorzugen. Das "Abbrechen" begonnener Projekte scheint bei dieser Firma generell beliebt zu sein.
 
swissdoc schrieb:
Bugs, so what? Dann nimmt man eben keine Waldorf XTk als Masterkeyboard. Und der Wave hat den Sequenzer nicht bekommen, weil es damals keine Sinn mehr ergab. Die Tasten können aber einen externen Sequenzer steuern.

Bugs, so what? Wenn man Musik machen moechte, dann nimmt man halt einen Synthesizer von einer anderen Firma!! So ein Schwachsinn!!

Wenn man Geld zahlt moechte man schon etwas zurückbekommen (wenigstens das sollte funktionieren, was versprochen ist) und wenn eine Firma einen Synth nach dem anderen unvollendet den Kunden ueberlaesst, dann ist das gelinde gesagt eine Frechheit.
 
So ticken die Jungs aber, glaube es mir doch. Ich kenne Waldorf seit langem. Ist so. Heisst ja nicht, dass ich es gut finde. Sicher nicht. Nur weder Du noch ich werden es ändern können. Nun kannst Du Dich entscheiden, ob Du Dich darüber ärgern möchtest, oder es einfach hinnimmst.
 
Also kann man sagen,dass Waldorf von PPG nicht nur das Wavetableerbe weiterführt,sondern auch den Prototypencharakter der Geräte ;-)
 
Nein. PPG-Geräte waren eher bei der Hardware mit der heißen Nadel gestrickt, vor allem weil Wolfgang Palm da versucht hat, immer auf dem aktuellen Stand zu sein, besonders was die Prozessoren angeht.

Bei Waldorf hat man an dieser Stelle eher nicht das Neueste genommen, sondern auf bewährte Technik gesetzt, in diesem Fall komplett Motorola. Die MCUs der 6833x-Serie waren zu dieser Zeit weit verbreitet und sind immer noch aktuell und in Synths im Einsatz (Clavia, Kurzweil und AFAIR auch Access).

Als es PPG noch gab, war die Zeit vor Flashspeicher als Standard. Firmware mußte da schon fertig entwickelt werden, um in ein EPROM gebrannt zu werden, da gab man sich noch mehr Mühe, war ja auch teurer, vor allem wenn die Firmware wirklich ins ROM sollte. Heute wird die Updatebarkeit durch den Benutzer eingebaut und auf den Markt geworfen, man kann ja immer noch Updates nachschieben. Prinzipiell nicht falsch, nur daß eben nimmer wirklich fertig entwickelt wird, muß ja alles schnell gehen.
 
microbug schrieb:
Heute wird die Updatebarkeit durch den Benutzer eingebaut und auf den Markt geworfen, man kann ja immer noch Updates nachschieben. Prinzipiell nicht falsch, nur daß eben nimmer wirklich fertig entwickelt wird, muß ja alles schnell gehen.

Jupp, dieses "Update durch Benutzer" hat mehr versaut, als es dem Kunden jemals gebracht hat. Siehe auch Videospiele: Reift beim Kunden. Üble Entwicklung.
 
Diese ganze Bugs-Diskussion hat den Nachteil, dass sie von Außenstehenden geführt wird. Wer selbst Synthesizer OHNE Bugs auf den Markt wirft und dann diese Diskussion führt, weil er weiß, was das bedeutet - das wäre was ganz Anderes.

Aber einen Haufen Leute stellt Forderungen, Forderungen, Forderungen, die absolut nicht die geringste Ahnung haben, was es bedeutet, eine richtig komplexe Hardware- und Software-Maschine Bug-frei auf den Markt zu bekommen, die dann auch noch bezahlbar ist. Denn die Preis-Diskussion ist ja genauso beliebt wie die Bug-Diskussion.

Mal ganz davon abgesehen, wieviel Versuch und Irrtum nötig ist, gute Sounds zu ermöglichen.

Eines Tages werdet Ihr vielleicht ganz ohne Synthesizer dastehen, weil kein Entwickler mehr Bock hat auf diese unsägliche Nörgelei.

Man hat immer die Wahl, ein Gerät nicht zu kaufen. Aber muss man die Sachen runtermachen?

Wer hat mal Jahrelang eine Arbeit gemacht, für die es Jahr ein Jahr aus nur Negativ-Feedback gab? Das hält kaum einer aus.

Wenn man wirklich will, kann man mit einem Blofeld Musik machen - und zwar richtig gut, vorausgesetzt, man kann überhaupt Musik machen.

Wenn man aber ständig Sündenböcke für die eigenen Unfähigkeit sucht, dann schreibt man halt einen Kotz-Post nach dem anderen und was kommt am Ende dabei raus? GAR NICHTS!

Die Synthesizer-Firmen werden Eure eigenen Kreativitätsprobleme niemals lösen können. Das kann man nur selbst.
 
Keiner hört auf Synthesizer zu bauen wegen Nörgelern in Foren.

Ich bin mit dem Bloefeld nach kurzer Zeit zu vielen tollen Sounds gekommen ohne dass ich mich an Abstürze erinnern kann.
Habe ihn dann aber doch abgegeben mit dem Ziel mir einen XT zu holen.
 
SynthesizerSound schrieb:
Wenn man wirklich will, kann man mit einem Blofeld Musik machen - und zwar richtig gut, vorausgesetzt, man kann überhaupt Musik machen.

Wenn man aber ständig Sündenböcke für die eigenen Unfähigkeit sucht, .......
ich hab mit dem Blo innert 2 abenden 2-3 recht geile sounds gebaut. das soundpotential ist gut
...wegen massiven absturzproblemen musste ich den aber zurücksenden.
Thomann hatte den aus kulanz zurückgenommen auch nach der 30 moneyback periode.
wenn ne kiste 4 tage lang nicht mehr kommt ......ists mass voll ( init sound bug war das ursprungs problem )


Das die ganze preisentwicklung für den enduser nicht unbedingt gut sein wird wäre ein diskussionspunkt.
würde mich nicht wundern wenn man in zukunft eigentlich nichts mehr kaufen kann, ohne nerven zu lassen....billigramsch, betastatus
.........bis dann eines tages das i-pad kommt bei dem man auch an die musiker dachte, und die richtige hardware ära vorbei sein wird. :lollo:
 


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