Wieso berührt einen die Musik jüngerer Generationen (meistens) nicht?

MvKeinen
MvKeinen
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Ein Grossteil der Jugend in Russland hört einen Wahnsinnschrott wenn ich ehrlich bin. Kann das natürlich nicht wirklich beurteilen aber durch einige Kontakte und Gespräche mit jungen Russen ist mir da der kalte schauer über den Rücken runter. NUR Autotune in extremster Form. Ich denke/hoffe mal, dass ich da nur einen Ausschnitt des Ganzen mitkriege, aber anscheinend stehen da wirklich 80-90% drauf.
 
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Wieso berührt einen die Musik jüngerer Generationen (meistens) nicht?​


Weil sie größtenteils epigonal ist.
Hier und da gibt es mal einen guten Einfall, aber im Grunde kommt da nichts, was nicht ein anderer zuvor (besser) gemacht hätte.
Oft ist die Musik der jüngeren Generation so banal, dass einem schlicht die Worte fehlen. Handwerkliches Können sollte zumindest von einem Hauch Originalität gestreift sein.
Für mich ein schönes Beispiel ist Daniel Norgren (Baujahr 83, ist jetzt zwar kein Millenial, aber trotzdem noch jung), den ich mal in einem Radiointerview gehört habe. Auf die Festellung, dass es ja nichts sei, was nicht schon mal gemacht wurde, antwortete er: "Aber nicht von mir." Dazu die Arbeitsweise, im One-Take Verfahren einen Jam einzufangen, gibt der Musik etwas urwüchsiges, die sie dann einfach GUT werden lässt.
Da kommen Autotune Produktionen oder Popakademie Absolventen einfach nicht mit. Viel Handwerk und kein Spirit - das rächt sich spätestens beim Zuhörer. Womit ich jetzt nicht alles und jeden abqualifizieren möchte. Aber eine gewisse Tendenz zur Belanglosigkeit ist nun mal da und lässt sich nicht leugnen.
Und selbst Grammy Award winning mega selliing Billie Eilish hat in meinen Augen höchstens einige gute Momente, bevor es dann kippt und durch Bombast einfach nur nervt.
Könnte sein, dass einfach nur noch auf den großen Erfolg hin komponiert und produziert wird, aber eben nicht mehr die feinen Schwingungen der Seele oder des Herzens und des genialen Dilettantismus zu Tage gefördert werden. Alles zu geschliffen und ohne Kanten, an denen die Aufmerksamkeit hängen bleiben könnte. Schema F und der Nächste bitte. Davon wird kaum etwas Bestand haben.
 
Omega Minus
Omega Minus
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Aber etwas Geschriebenes von jemand anderem immer so einzuschätzen, wie es vom Verfasser gedacht ist, ist auch nicht immer ganz leicht.

Das stimmt. :)

Später, in der Oberstufe, haben sich tatsächlich einige als Folge vom Musikunterricht die komplette Mahler-Sinfonien geholt. Ein andere hatte auf einer Party Musik mitbgebracht, die mich geflasht hatte: Strawinsky. Er kam zu dieser Musik über Ballett.

Im Musikunterricht auf der Schule habe ich auch zum ersten Mal Herbie Hancock gehört. Unser Musiklehrer hat Wert drauf gelegt, dass man überall mal reinhört. Nach dem Motto: Ja, Supertramp schreibt tolle Songs, aber hört nicht nur Supertramp. Angerührt hat mich auch "Ein Überlebender aus Warschau" von Schönberg. Wir haben 9 Monate über Jazz gesprochen, den "Wozzeck" analysiert, Händel mit Bach verglichen, Pat Metheny gehört, .... Heute bin ich ihm dankbar, dass ich soviel Input von ihm bekommen habe.

Im Plattenschrank meiner Eltern fand sich nur wenig, sie haben auch praktisch keine Musik gehört, außer im Auto. Es gab nur eine Platte, die ich mir gerne angehört habe aus ihrer Mini-Sammlung: Bartok, "Der wunderbare Mandarin" und "Der holzgeschnitze Prinz".

Es ist nicht so, dass ich in einem Haushalt groß geworden wäre, in dem die ganze Zeit "irgendwas mit Klassik" lief. Der Klavierunterricht und der Musikunterricht in der Schule haben mich da eher geprägt. Leider gab es damals noch kein YouTube (Mann, haben wir es heute gut!), deswegen war ich halt darauf angewiesen, was die Stadtbücherei da so zu bieten hat. Und das war auch viel aus der "Wiener Klassik", die fand ich damals (wie heute) eher langweilig. Mir gefiel halt Bach und dann wieder so ab Hochromantik bis ins 20. Jahrhundert.


Bin ich deswegen "toller"? Nö. Nur anders. Die Vielfalt macht es doch!

Grüße
Omega Minus
 
AddictedToSuperGlue
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Wieso berührt einen die Musik jüngerer Generationen (meistens) nicht?​


Weil sie größtenteils epigonal ist.
Hier und da gibt es mal einen guten Einfall, aber im Grunde kommt da nichts, was nicht ein anderer zuvor (besser) gemacht hätte.
Oft ist die Musik der jüngeren Generation so banal, dass einem schlicht die Worte fehlen. Handwerkliches Können sollte zumindest von einem Hauch Originalität gestreift sein.
Für mich ein schönes Beispiel ist Daniel Norgren (Baujahr 83, ist jetzt zwar kein Millenial, aber trotzdem noch jung), den ich mal in einem Radiointerview gehört habe. Auf die Festellung, dass es ja nichts sei, was nicht schon mal gemacht wurde, antwortete er: "Aber nicht von mir." Dazu die Arbeitsweise, im One-Take Verfahren einen Jam einzufangen, gibt der Musik etwas urwüchsiges, die sie dann einfach GUT werden lässt.
Da kommen Autotune Produktionen oder Popakademie Absolventen einfach nicht mit. Viel Handwerk und kein Spirit - das rächt sich spätestens beim Zuhörer. Womit ich jetzt nicht alles und jeden abqualifizieren möchte. Aber eine gewisse Tendenz zur Belanglosigkeit ist nun mal da und lässt sich nicht leugnen.
Und selbst Grammy Award winning mega selliing Billie Eilish hat in meinen Augen höchstens einige gute Momente, bevor es dann kippt und durch Bombast einfach nur nervt.
Könnte sein, dass einfach nur noch auf den großen Erfolg hin komponiert und produziert wird, aber eben nicht mehr die feinen Schwingungen der Seele oder des Herzens und des genialen Dilettantismus zu Tage gefördert werden. Alles zu geschliffen und ohne Kanten, an denen die Aufmerksamkeit hängen bleiben könnte. Schema F und der Nächste bitte. Davon wird kaum etwas Bestand haben.
Kommt nun sehr darauf an, auf was sich der jeweilige Hörer am meisten fokussiert. Und nach dem Lesen deines Textes hat es ein wenig Klick gemacht. Den, wenn für Person "a" z. B. Brian Eno das größte Vorbild ist und für Person "b" die Texte von Rio Reiser, dann sind da erstmal sehr wenig Gemeinsamkeiten, könnte man meinen. Du sprichst in deinem Post über Musik generell, ich frage mich gerade, ob du vielleicht eher nur ein Genre meinst. Hörst du viel Musik, die Text basiert ist? Schließt du Punk, Folk und alles andere sehr Text lastige in dein Urteil mit ein? Das kann ich mir nicht vorstellen.
 
Bernie
Bernie
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Wieso berührt einen die Musik jüngerer Generationen (meistens) nicht?​


Weil sie größtenteils epigonal ist.
Hier und da gibt es mal einen guten Einfall, aber im Grunde kommt da nichts, was nicht ein anderer zuvor (besser) gemacht hätte.
Oft ist die Musik der jüngeren Generation so banal, dass einem schlicht die Worte fehlen.
Gestern erst hat mich wieder mal Einer gebeten, das ich mir seine Top produzierte Musik anhören soll.
Ich möchte bitte seinen YT-Kanal abonnieren, liken und ein paar positive Kommentare hinterlassen.
Er hat mir geschrieben das er ein Profi ist, weil er in diesem Jahr schon über 400 Tracks "produced" hat.
 
phoges
phoges
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Gestern erst hat mich wieder mal Einer gebeten, das ich mir seine Top produzierte Musik anhören soll.
Ich möchte bitte seinen YT-Kanal abonnieren, liken und ein paar positive Kommentare hinterlassen.
Er hat mir geschrieben das er ein Profi ist, weil er in diesem Jahr schon über 400 Tracks "produced" hat.
Stelle mir gerade vor, wie der - nach Einladung von Dir - Dein Synthie Wunderland betritt, seinen Energy Drink auf nem Modularcase abstellt
und Dich als erstes fragt, wo denn Dein Rechner steht und was der so unter der Haube hat... 😄
 
Bernie
Bernie
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Stelle mir gerade vor, wie der - nach Einladung von Dir - Dein Synthie Wunderland betritt, seinen Energy Drink auf nem Modularcase abstellt
und Dich als erstes fragt, wo denn Dein Rechner steht und was der so unter der Haube hat... 😄
Och, mein Rechner ist auf Audio hin optimiert und ziemlich flott, da muss ich mich nicht verstecken.
 
JanTenner
JanTenner
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Es wird noch massenhaft gute Musik geben, die kommt nur nicht im Mainstream an.
Da müsste man (genau wie früher) schon richtig suchen. Die Musik, die ich vor 25 Jahren hörte lief da auch nicht im Radio. Natürlich ist es mit den neuen Medien bezüglich der Verbreitung der Mainstream-Musik eine andere Hausnummer, da man im Netz über Werbung etc. geballter vorgesetzt bekommt, selbst wenn man eigentlich nach ganz anderen Dingen sucht.
Aber das heißt ja nicht, dass es nicht auch andere Musik gibt.
 
AddictedToSuperGlue
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jaaa, das ist seltsam hier. Einer hat mit 3 Russen gesprochen und weitet deren Geschmack mal eben auf die gesamte Jugend in Russland aus. Meint dann, eigentlich kann er das ja gar nicht beurteilen. Urteilt aber trotzdem. (und ja, hast tatsächlich ganz, ganz wenig Ahnung und erzählst nur irgendwas nach). Am Ende glaubt man das, was man gerne glauben möchte. Diese Fantastereien werden dann mit jedem nur irgendwie greifbaren "über einen Kamm scheren" unterfüttert, wie der nette Bernie"hallo Bernie" das macht. Diese Energie könnte auch investiert werden in das tatsächliche auseinandersetzten mit der Musik von heute.
 
AddictedToSuperGlue
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Es wird noch massenhaft gute Musik geben, die kommt nur nicht im Mainstream an.
Da müsste man (genau wie früher) schon richtig suchen. Die Musik, die ich vor 25 Jahren hörte lief da auch nicht im Radio. Natürlich ist es mit den neuen Medien bezüglich der Verbreitung der Mainstream-Musik eine andere Hausnummer, da man im Netz über Werbung etc. geballter vorgesetzt bekommt, selbst wenn man eigentlich nach ganz anderen Dingen sucht.
Aber das heißt ja nicht, dass es nicht auch andere Musik gibt.
Danke...
 
AddictedToSuperGlue
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Ein Grossteil der Jugend in Russland hört einen Wahnsinnschrott wenn ich ehrlich bin. Kann das natürlich nicht wirklich beurteilen aber durch einige Kontakte und Gespräche mit jungen Russen ist mir da der kalte schauer über den Rücken runter. NUR Autotune in extremster Form. Ich denke/hoffe mal, dass ich da nur einen Ausschnitt des Ganzen mitkriege, aber anscheinend stehen da wirklich 80-90% drauf.
Bitteschön:
https://youtu.be/LbtEqdcSkD0
 
Strelokk
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Wasserstoffleugner
Weil wir nicht die Adressaten sind.
Die Musik wird von jungen Leuten für noch jüngere gemacht. Wir sind nichtmal mehr werberelevant. Warum sollte sich jemand um unsere Meinung scheren?

*edit* Typo
 
Zuletzt bearbeitet:
phoges
phoges
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Selbstverständlich gibt es heute genausoviel gutes Zeug, wie damals.
Damals hatte halt nicht jeder die Möglichkeit seinen Kram der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Social Media + Mukkeportale haben da natürlich die Schleusen für massig Quantität geöffnet. Jeder darf sich zeigen.
Auch die weniger kreativen. Talente, die super Zeug fabrizieren gibts genug da draussen. Man muss nur suchen.
 
AddictedToSuperGlue
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Ein Grossteil der Jugend in Russland hört einen Wahnsinnschrott wenn ich ehrlich bin. Kann das natürlich nicht wirklich beurteilen aber durch einige Kontakte und Gespräche mit jungen Russen ist mir da der kalte schauer über den Rücken runter. NUR Autotune in extremster Form. Ich denke/hoffe mal, dass ich da nur einen Ausschnitt des Ganzen mitkriege, aber anscheinend stehen da wirklich 80-90% drauf.
Noch etwas Russland:
https://youtu.be/_sPOUrCy2tQ
 
Rolo
Rolo
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Interessantes C.Bruhn Interview. Hab ich mir gleich mal gediggt und werde ich mir mal gemütlich vorm Fernseher auf der Couch angucken.
Er sagt gleich zu Beginn daß bei Cpt Future sein Hang zum Jazz die Musik entscheidend mitbeeinflußt hat und das ist ein wichtiger Punkt.
Viele Elektronikmusiker in den 80er Jahren hatten noch den Einfluß von z.B. Rock, Soul, Funk und Jazz ,Klassik im Blut. Das spiegelt sich dann auch in der
damalig produzierten Electro Musik und auch z.B. in der Elektronika Musik in den 90er Jahren wieder. Wenn ich heute Electro Produktionen höre
habe ich sehr oft den Einduck daß dieser Klassische Background irgendwie fehlt.
Auch Blackmusic wie Reggae hat denke ich sehr oft Elektronische Musik geprägt was man bei älteren Produktionen am Einsatz von Perkussions erkennen kann.
Heute wird der Einsatz von Percussions sehr vernachlässigt oder gar ganz ausgeblendet. So als gäbe es die gar nicht. Auch beim Hip Hop von heute ist mir das aufgefallen.
Zudem misse ich oft die Breaks in fast allen neuen Musikstücken die mir so zufliegen wenn ich mal am Plattenstöbern bei Juno.co.uk bin
 
Zuletzt bearbeitet:
ppg360
ppg360
fummdich-fummdich-ratata
Der Post ist zwar schon drei Wochen Tage alt, aber trotzdem erlaube ich mir die Frage: warst Du mit 12 oder 14 anders? Hast Du Miles Davis oder Bay City Rollers (oder was eben zu Deiner Jugend in Bravo angesagt war) gehört?

Nein, aber Tangerine Dream, Klaus Schulze, Genesis, King Crimson, Pink Floyd, Moody Blues, Jean Michel Jarre, Kraftwerk, Tomita, Kitaro, Kate Bush, sogar ein bißchen Zappa, Led Zeppelin und alles, was in meiner Klasse unter Garantie nicht gehört wurde, weil es als uncool galt. Deswegen habe ich mich schon in der Grundschule verarscht gefühlt, wenn die ganze Klasse zum Geburtstag Auf Der Mauer, Auf der Lauer, Sitzt 'Ne Kleine Wanze sang -- und das alle ganz offensichtlich toll fanden, außer mir.

Ich schäme mich schon fast, derjenige gewesen zu sein, der Depeche Mode in unserer Schulklasse einführte, 1984 mit People Are People und Master And Servant.

Stephen
 
AddictedToSuperGlue
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Nein, aber Tangerine Dream, Klaus Schulze, Genesis, King Crimson, Pink Floyd, Moody Blues, Jean Michel Jarre, Kraftwerk, Tomita, Kitaro, Kate Bush, sogar ein bißchen Zappa, Led Zeppelin und alles, was in meiner Klasse unter Garantie nicht gehört wurde, weil es als uncool galt. Deswegen habe ich mich schon in der Grundschule verarscht gefühlt, wenn die ganze Klasse zum Geburtstag Auf Der Mauer, Auf der Lauer, Sitzt 'Ne Kleine Wanze sang -- und das alle ganz offensichtlich toll fanden, außer mir.

Ich schäme mich schon fast, derjenige gewesen zu sein, der Depeche Mode in unserer Schulklasse einführte, 1984 mit People Are People und Master And Servant.

Stephen
Hättest lieber "Fad Gadget" einführen sollen
 
ppg360
ppg360
fummdich-fummdich-ratata
Hättest lieber "Fad Gadget" einführen sollen

Stimmt.

AC/DC habe ich in meiner Liste vergessen, aber das war 1980. Als ich ins Gymnasium kam, war diese Phase schon abgeschlossen.

Die erste Motörhead hatte mir mein Onkel auf Cassette überdudelt, zusammen mit If You Want Blood -- "damit der Junge mal was Gescheites hört und nicht immer nur diese Plastikmusik."

Dieser Onkel versuchte auch, mich auf Weather Report und Pat Metheny anzutörnen, weil die ja Sünndiseiser einsetzen, das muß doch was für mich sein.

EDITH: Wie konnte ich Wendy Carlos in meiner Liste vergessen?

Stephen
 
Zuletzt bearbeitet:
GeoTeknique
GeoTeknique
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Im Plattenschrank meiner Eltern fand sich nur wenig, sie haben auch praktisch keine Musik gehört, außer im Auto.
Der Plattenschrank meiner Eltern war bis zur politischen Wende stets überfüllt. Amiga-Lizenz-Produktionen in rauhen Massen gabs bei uns zu Hause inkl. Michael Jackson's Thriller. Aber das Verrückte war - meine Eltern sind alles andere als musikalisch. Die konnten damit im Prinzip Nix oder nur wenig anfangen. Wir Kinder (Mein Bruder und Ich) jedoch umso mehr. Da war es doch schon ein gewisses Privileg, eine Mutter zu haben, die in der DDR-Schallplattenproduktion arbeitete und direkt danach auf CDs umgeschwenkt war. :)
Das prägt mich bis heute. Und darüber bin ich auch sehr froh, das mir dieses Privileg zuteil wurde. Und in der DDR war das def. eines DER Privilegien.

Im Musikunterricht auf der Schule habe ich auch zum ersten Mal Herbie Hancock gehört. Unser Musiklehrer hat Wert drauf gelegt, dass man überall mal reinhört. Nach dem Motto: Ja, Supertramp schreibt tolle Songs, aber hört nicht nur Supertramp. Angerührt hat mich auch "Ein Überlebender aus Warschau" von Schönberg. Wir haben 9 Monate über Jazz gesprochen, den "Wozzeck" analysiert, Händel mit Bach verglichen, Pat Metheny gehört, .... Heute bin ich ihm dankbar, dass ich soviel Input von ihm bekommen habe.
Unserer Musiklehrerin haben wir gleich zu Beginn der Abi-Phase klargemacht, dass wir nicht singen werden! Das hat sie akzeptiert und trotzdem einen guten Unterricht gemacht, wie ich finde, der dann eben viel Theorie hatte. Sie war zudem Quereinsteigerin die sonst Chemie lehrte. Wie auch immer - war schon ne schöne Zeit, die Kindheit. Sowohl in der DDR als auch danach. Leider hatte unsere Musiklehrerin von alltagstauglicher Massenmusik (Pop) glaub ich, überhaupt keine Ahnung. War halt 'ne Ost-Lehrerin, offenbar ohne Amiga-Quelle :)
Jetzt - wo ich 40 bin und schon den ein oder anderen gesellschaftsrepititorischen Zyklus miterlebt habe - ja die Musik wird von Generation zu Generation immer dümmer, banaler, flacher u.s.w. Aber ist das wirklich schlecht?! Braucht's nicht auch ein Scooter/Helene Fischer als abschreckendes Beispiel?!

Wann wird endlich mal der ganze dumme Hip-Hop musikalisch durch den Kakao gezogen? Oder traut sich das Keiner? Oder sind alle tatsächlich schon so verblödet, dass ein gesellschaftlicher Spiegel schon gar nicht mehr hochgehalten oder gar interpretiert werden kann, weil sowohl Rezipienten, als auch Perzipienten fehlen oder die Woken meckernd ankommen?! Es müsste genau in die Kerbe reinhauen, wo's richtig übel weh tut. Ilsa Gold haben das mehr oder weniger perfektioniert.
 

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