...
Ist das ein Widerspruch oder übersehe ich da etwas.
Nein, das heißt lediglich, dass ich eine Webseiten-Schlampe bin. Dort ist TSEM VCO V1 beschrieben. Das ist meine erste Variante, in der ich noch den originalen Oberheim - Ansatz mit Tempco / NTC im Einsatz hatte. Das war ja mein erster Versuch gewesen, bei dem ich die besagten Nachteile beobachtet hatte.
Mit V2 bin ich ja auf Heater umgestiegen. Die o. g. Probleme sind weg, aber ich habe meine Webseite (noch) nicht upgedatet.
Der originale SEM VCO arbeitet mit einem bedrahteten 3086. Zwei VCOs teilen sich ein Array, und dann wird das Teil vielleicht ein wenig warm. Auf dem Array sitzen beim Original zwei NTCs wie Ying und Yang. Lt. User Manual zum 4 Voice soll man vor dem Stimmen 15 Minuten oder so warten, um alles aufzuheizen. Ein Besitzer eines 4 Voice allerdings hat mir mal gemailt, dass die Stimmstabilität bei dem Teil dann immer noch ein Alptraum sei.
Das kann ich so natürlich natürlich nicht unbedingt bestätigen, da ich keinen 4 Voice besitze, aber mein Nachbau hat sich ähnlich verhalten und war auch instabil. Ich hatte tatsächlich die Platine meines TSEM Clones V1 für eine gemeinschaftliche Nutzung eines 3046 von zwei VCOs vorbereitet gehabt. Doch mit dem Heater-Ansatz war das dann nicht mehr nötig.
Der Trupp von Rosen Sound bietet Tuning Kits an, mit denen man seinen SEM mittels neuer Chip-Sätze in die Spur bringen können soll, aber da sie beim NTC bleiben, kurieren sie nur die Symptome, nicht die Ursache. Bob Rosen wollte mir allen Ernstes weismachen, Arrays ohne Sockel wären temperaturstabiler als mit Sockel, was mir physikalisch allerdings so überhaupt nicht einleuchten will, da man dadurch mehr Schwierigkeiten hat, den Chip auf Temperatur zu bringen als mit Sockel, wo der Körperkontakt mit der Platine geringer ist.
Wie dem auch sei, die Geschichte mit dem SEM hat mich dazu gebracht, mit dem Heater lieber selber für eine definierte Temperatur-Umgebung zu sorgen als mit einem Tempco-Resistor auf Umgebungsschwankungen zu REagieren.
Nachtrag: Ich betreibe den TSEM V1 übrigens immer noch in meinem Modular-System. Allerdings zusammen mit meinem T908 Autotune Modul (kicher), welches ich mal für den Moog 901 VCO entwickelt habe. Also greife ich
wieder in die Gegebenheiten ein, nur diesmal, in dem ich digitale Kontrolle über den ansonsten analogen VCO übernehme.
Ist jetzt meine Autotune - Testumgebung halt.