Umgekehrt: die letzten vier bekamen keine Punkte des Publikums, sondern nur von der Fachjury.

Das liegt auch am Abstimmungssystem. Wenn du z.B. einen Song hast wie den deutschen, der irgendwie ok, sicherlich nicht schlechter als viele andere ist, dann wird es halt schwer, weil die Leute nur für ihren Lieblingssong abstimmen. In einem Ranking wäre der Song z.B. besser weggekommen. Denke das viele ihn halt so als Platz 5-10 hatten.
 
Denke das viele ihn halt so als Platz 5-10 hatten.
Das glaube ich nicht. Machen wir uns nichts vor, der Song war einfach schlecht. Ich nehme an, unsere europäischen Nachbarn seufzen jedes Mal laut auf, wenn die Deutschen wieder krampfhaft zu zeigen versuchen, dass sie angeblich auch Humor haben, und denken, sie würden das erreichen, indem sie irgendeinen Jungen mit ADHS zu amateurhafter Musik wie einen Floh durch ein bunt gestaltetes Bühnenbild hüpfen lassen.
 
Ich habe den deutschen Beitrag gestern zum ersten mal gehört. Meine spontane Frage war: Haben sich die offiziellen diesen Song vor dem Wettbewerb auch angehört? Ich fand das wirklich sehr schlecht. Die Bühnen-Show war meiner Meinung etwas besser als der Song, aber immer noch doof.
Und dieser Stinkefinger-Fail... peinlich...
Egal...

Rückblickend war der Song von Frankreich sehr schön und authentisch. Das war in meinen Ohren der Sieger-Titel.
Der Beitrag aus Portugal war auch noch ein schöner Song.
Großbritanien schafft es auch seit Jahren nicht, mal was gescheites auf die Bühne zu stellen.
Die können es doch eigentlich besser. Bei dem Song hab ich gedacht, da fehlt doch was? Bass? Wer frickelt so was zusammen?

Aber sonst....
4x das gleiche Kleid, Glitzer, Windmaschine... wie immer... und dann die 3 Zirkuspferde aus Serbien... Sex sells, oder auch nicht.
Reicht halt doch nicht sich in hohen Overknees und Lackfummel auf die Bühne zu stellen und mit den Hüften zu kreisen.

Für mich macht diese Veranstalltung seit Jahren eigentlich nur im Zusammenspiel mit Twitter noch einen Sinn.
Wenn man die Kommentare der Leute liesst, ist da schon sehr viel lustiges dabei.

Also, bis 2022. Italien, immer eine Nasenlänge voraus. 😉
 
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Bei der Fernsehsendung ESC geht es ja schon seit langen nicht mehr um Musik, sondern um eine immer teurere Show der Superlativen: Bühenbild, Pyrotechnik, Hintergrundanimationen, Wind, Nebel, Konfetti, Choreografie und viel nackte Haut (aber trotzdem offenbar absichtlich kein freier Bauchnabel). Und viel zu viele Statisten auf der Bühne die weder singen noch wirklich was beim Backingtrack eingespielt haben (alle Instrumente war ja nur Showrequisite). Eigentlich sollte man die Titel nur ohne blöde Moderation von wild gestylten Moderatorinnen - Peter Urban darf gerne die Musiker kurz vorstellen und ansagen - hintereinander weg abspielen. Und dann wirklich mal nur hinhören. Es geht da ja um Musik. Aber das ist ganz in Vergessenheit geraten.

Die Hälfte der Beiträge waren einfach langweilig und wie schon tausend mal gehört. Nur wenige würden ohne Optik einem noch 10 min später in Gedächtnis bleiben. Italien dieses Jahr vielleicht. Die Ukraine aber auf jeden Fall. Der deutsche Mika Verschnitt (wer erinnert sich noch an Mika?) wäre auch so kaum der Renner geworden. Und der Brite war wohl unerkannte Satire, oder etwa nicht?

Und diese 45 min Überbrückungssendung von der Tagesschau bis zum eigentlichen Beginn mit lauter Musikern, die nur ihre neustes Werk im Fernsehen promoten wollen, und eine in einem Sackgebilde bunt verpackten Moderatoren, die ich nur dämlich fand, sind nun wirklich keine Samstagsabendunterhaltung, sondern gehört in einen der Nischensender und nicht ins öffentlich rechtliche Hauptprogramm. Quote ist nicht alles.
 
Ich habe den deutschen Beitrag gestern zum ersten mal gehört. Meine spontane Frage war: Haben sich die offiziellen diesen Song vor dem Wettbewerb auch angehört? Ich fand das wirklich sehr schlecht. Die Bühnen-Show war meiner Meinung etwas besser als der Song, aber immer noch doof.
Und dieser Stinkefinger-Fail... peinlich...
Egal...

Ich fand den gar nicht so schlecht, hat sich erfrischend und fröhlich vom Rest abgehoben und hatte durchaus auch einen eingängigen Part der im Ohr blieb. Dass der Typ eher freakig ist und das Bühnenbild durchgeknallt bunt passt ja zum ESC, er hat außerdem als einer der wenigen den Steg nach vorne ins Publikum genutzt, da hat Deutschland in den letzten Jahren schon sehr viel schlechteres gehabt.
 
Für mich war die Auswahl des deutschen Beitrags nicht nachvollziehbar, da fehlt es schon lange an der Qualität der Entscheidungsträger. Da dachte man wohl "schwierige Corona Zeiten, also super-happy-positiv-Attitüde". Ernsthaft... das können Deutsche m. E. gar nicht.
Guildo Horn hat hier seinerzeit aber eindeutig das Gegenteil bewiesen.
So viel "Super-happy-positive Attitüde" wurde danach beim ESC kaum wieder gesehn. :D
 
Guildo Horn hat hier seinerzeit aber eindeutig das Gegenteil bewiesen.
So viel "Super-happy-positive Attitüde" wurde danach beim ESC kaum wieder gesehn. :D

Daher habe ich GH auch als Positivbeispiel erwähnt und selbst wenn das überhaupt nicht mein Ding ist, den finde ich echt ok.
 
eigentlich müsste man den ESC in drei Bereiche aufteilen:
Bands die selbst musizieren.
Meschen die singen können.
und Produzenten die Ostblock-Hühnchen / Kreaturen mit Strass-Steinen züchten
 
Habe heute morgen doch noch einen Teil gesehen. Angesichts des ganzen Debakels würde mir Variante 3 ohne Ton reichen.
Obwohl - Finnland hat mir gefallen.
 
Vorhint ist mir aufgefallen das im Refrain von den Italienern Foxy Lady von Jimmy Hendricks wohl sehr stark Inspirativ einwirkte...
Ausserdem sind die im Sinne der Vielfalt und des queerism Super repräsentativ, dabei knuddelig wie die Kelly Family und die Eltern könnten Alice Cooper und Marylin Manson sein.
Ach komm, gegen die ganzen anderen die sonst gewinnen kann man denen das doch gönnen.
 
Wobei Frankreich das letzte Mal 1977 gewonnen hat. Vielleicht machen sie das nächste Mal Hard-Rock und gewinnen dann? :agent: Solange keiner sonst Hard-Rock macht. Auf Hard-Rock warten anscheinend viele Votes auf. Aber wenn zu viele Teilnehmer Hard-Rock machen, dann werden sich die Hard-Rock-Votes dann mehr aufteilen, sodass Gewinnchancen von Hard-Rock dann sinken. :idea:
 
gibts hier einen Zusammenhang? :P


womöglich fehlt die Fähigkeit der Produzenten die Identität der Künstler zu erhalten, z.B.: war der schweizer Beitrag sicherlich von einem begabten Sänger dahgebracht,
für meine Tochter war es aber nur eine gesichtslose Hochglanzproduktion. Bei der Dame aus France war Ihr sofort klar, was das Mädel da eigenständig leistet.

und da liegt auch der Hund bei den grusseligen deutschen Beiträgen begraben, man sucht sich nen netten Musiker um Ihn dann von ner Horde selbstgerechter Produzenten in
einen Zombie des "Kunstprojekts" zu verwandeln.
Das kann man mit Balkantanzmäusen machen, hübsche Zombies sind ok. :)
 
Vielleicht liegts daran, dass ich altersmilde werde, aber ich fand dieses Jahr wesentlich mehr Songs erstaunlich gut, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.

Wie ich ja schon weiter oben schrob, gefielen mit die Ukraine und Belgien musikalisch sehr gut; das ist Musik, die ich mir sogar kaufen würde/werde.

Angenehm unterhaltend waren die Litauer (gute Choreo), aber auch das Schweizer Stück fand ich ganz ausgezeichnet. Tolle Stimme und das Arrangement war zwar kitschig, aber zumindest nicht mit dem Standard-ESC-Pathos zugekleistert (wie z.B. das gruselige spanische Stück), und der Refrain war angenehm catchy.

Und auch bei Italien (halt 'ne stereotype 70er Hardrocknummer mit, und hier widerspreche ich mal einigen hier im Thread, extrem unauthentischem Personal; mit Augen zu gings allerdings), Bulgarien (eine Art Kate Nash light), Island, Israel (beachtlich stimmstabile Kiekser am Schluss, ansonsten solider Dancepop), Portugal (war es eine Ballade von Faith No More, die hier Pate stand?) und selbst Russland würde ich das Radio nicht ausschalten.
Das sind zehn Titel, die ich mindestens okay fand. Soviel wie nie zuvor, wo es mit ein wenig Glück mal auf zwei kam, und dann meist auch mit Schmerzen.

Die einzigen, die ich schier unerträglich fand waren Serbien (mit dem üblichen nuttigen Balkan-Kitsch), Griechenland (banaler als Bohlen geht sehr wohl), Spanien, Moldau (da stimmte wirklich gar nix), Deutschland (dazu wurde schon alles geschrieben), die Niederlande (die Communards in richtig schlimm; "you are my broccoli"), San Marino (Kirmes-Trash) und Frankreich. Die Tante konnte nicht sonderlich singen, und der Song war so sterbenslangweilig wie sonst nix im Teilnehmerfeld. Wann begreifen die Franzosen endlich, dass die 50er vorbei sind?

Das sind (aus meiner Subjektiven Sicht) die acht Totalausfälle; nicht mal ein Viertel des Gesamtfeldes.
Ich kann mich da @Horn nur anschließen: So hochklassig und vielfältig war der ESC vielleicht noch nie.

Vorausgesetzt, man kann mit Pop auch nur ein bisschen was anfangen.
Wer daheim 2000 Platten mit 1800 verschiedenen Techno- und Housestyles hat, wird da sicher nicht so genau differenzieren :)
 
(...) und Frankreich. Die Tante konnte nicht sonderlich singen, und der Song war so sterbenslangweilig wie sonst nix im Teilnehmerfeld. Wann begreifen die Franzosen endlich, dass die 50er vorbei sind?
In vielen Punkten stimme ich mit Dir überein, aber in der Einschätzung bzgl. des französischen Beitrags überhaupt nicht. Erstens finde ich, dass die junge Dame sehr gut gesungen hat, wenn sie auch bei der Schlussphrase einmal kurz übersteuert hat und ein wenig daneben geriet, zweitens habe ich mich sehr gefreut, im ehemaligen "Grand prix de la chanson" endlich mal wieder einen echten Chanson zu hören. Auch anhand des Erfolgs beim Publikum hat sich m.E. deutlich gezeigt, dass nicht nur der Rock & Roll nicht tot ist, sondern auch der Chanson nicht ;-) ...
 
Chanson ist halt der RocknRoll der Franzosen. Alt, aber bewährt. Und war allem traditionsbewusst. Das finde ich gut und daher auch sehr schade, dass immer mehr Teilnehmer nicht in ihrer Landessprache singen, sondern auf (schlechtes) Englisch umsteigen, um etwaige Vermarktungschancen zu erhöhen. Ich fand die ausdrucksstarke Darbietung der Französin daher sehr gut.
 
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Mit so einer woken Schrottscheisse wundert es irgendjemanden wirklich das alle Deutschland hassen und es null Publikumspunkte gibt???

„I dont feel hate“, ja klar 🤪

Er „feelt“ nix, aber der Rest von Europa.
 
Ich habe mir jetzt ESC 2001 angeschaut bzw. durchgeskippt. Habe ich damals nicht gesehen. Was für ein Schrott!
Platz 1: Ok, sie waren besser als die anderen. Eine Temptation-Kopie mit einem schwarzen und einen weißen Sänger. Der weiße hat's nicht gebracht, es hat aber trotzdem für Platz 1 gereicht.
Platz 3 für Griechenland verstehe ich. Nett anzuschauen.
Platz 2 verstehe ich nicht, was daran gut gewesen sein soll.
Für Deutschland hat Michelle gesungen. Schrille nervige Stimme. Hat Platz 8 gemacht. Einerseits irgendwie unverständlich, warum ein so guter Platz. Andererseits war der Rest einfach absoluter Schrott. Michelle hat wahrscheinlich optisch gefallen.
Im Vergleich dazu war ESC 2021 sooo viel besser! Unglaublich, aber wahr.
 
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Mit so einer woken Schrottscheisse wundert es irgendjemanden wirklich das alle Deutschland hassen und es null Publikumspunkte gibt???

„I dont feel hate“, ja klar 🤪

Er „feelt“ nix, aber der Rest von Europa.
Zunächst hat in meiner Erinnerung, „woke Schrottscheisse“ (sofern ich diesen immens ausgeleierten Begriff richtig interpretiere) beim ESC durchaus auch schon sehr gut abgeschnitten („ein bisschen woker Frieden“ - Nicole) und
der seltsame Reflex, dass, weil irgendwo irgendwas existiert, wo die Bumsrepublik mal nicht eine Spitzenposition belegt, und sei es bei einer Gaga-Veranstaltung wie dem ESC oder einer Fußball-Weltmeisterschaft, “alle Deutschland hassen“ oder so, erscheint mir immer etwas sehr entrückt. Mal verliert man, mal gewinnen die Anderen. So ist das eben. Gründe, DeutschLand zu hassen - da braucht doch niemand einen Influencer mit Ukulele und Mittelfingertänzerin für, die haben „wir“ „uns“ doch hart erarbeitet.
Zu diesem Jahr: ich fand es musikalisch erstaunlich solide bis gut. Kaum noch was zum Mit- oder Auslachen - fast schon schade...
 
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Ja, die Pause war der Qualität durchaus zuträglich. Nicht mal in den Halbfinales gabs wirkliche Müllsongs (und das was rausgeflogen ist, wäre in anderen Jahrgängen locker durchgekommen).

Der vierzehnte Platz für Schweden als einziger musikalisch wirklich einwandfreier Popsong tut zwar schon bisschen weh, geht aber okay so, man kann nicht ständig Top 5 sein.

Dass zwei Drittel des Teilnehmerfelds auf englisch und woke gemacht haben und dann landessprachliche Dicke-Eier-Musik gewinnt, ist ne dankbare Pointe für sich.
 
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Mit so einer woken Schrottscheisse wundert es irgendjemanden wirklich das alle Deutschland hassen und es null Publikumspunkte gibt???

„I dont feel hate“, ja klar 🤪

Er „feelt“ nix, aber der Rest von Europa.

Wer hat den da eigentlich hingeschickt, eine GEZtapo Jury?

Soll das mal wieder der Raab in die Hand nehmen, dann gibts auch wieder einstellige Plätze
 
Ob Italien wegen den vielen Coronatodesfällen gewonnen hat? 🤔
 


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