Grundlagen für Sounddesign gesucht

Möchte etwas wegkommen vom meist reinen Presetuser.

Habe bisher denk noch nicht mal die Basics drauf. Was das richtige Medium dafür sein könnte bin ich mir nicht sicher. (Bewegte) Bilder haben zwar ihre Vorteile, aber es fehlt dann oft die Möglichkeit "nachzulesen" und was wichtig ist und oft fehlt (bei bewegten Bilder) warum der Vortragende gerade das macht, was er macht - also eine Erklärung. Weil vom reinen nachbasteln ist der Lerngehalt bisher er gering geblieben. Dekonstruktion eines Presets hat ebenfalls selten bis keine Wirkung gezeigt.

Hätte den Circle zum Einstieg (ist denk halt schon "überschaubar") wäre aber auch nicht geneigt das mit dem Zebra (gefällt mir seit langem einfach sehr gut) zu versuchen.

Edith meint: Ok wäre sicher interessant welche Sound ich versuche zu basteln!?

Bass: Percussiv (dynamisch, tief, bewegt und von weich bis böse) für nicht percussive Bässe kommt dann das growln hinzu.

Pads: sanfte, epische Pads sich über die Zeit verändernt (gern auch innerhalb relativ kurzer Zeit) - Kirmestrance Pads sind eher das Gegenteil von dem was ich suche

Leads: (ganz schwer - da ich da selbst bei den Presets kaum was brauchbares finde - gilt zwar für Bässe auch, aber das ist es nicht ganz so schlimm) ohne Dynamik geht schon mal garnichts, nett ist es wenn sich beim legato Spiel der Sound verändert (z.B. sanfter wird) der Unterschied zwischen den Spielweisen sollte aber nicht zu gross sein. Soft bis funky.

Bells: kann das Zebra und Dexed ganz gut (was nicht bedeut ich wüsste wie das geht), Traum wäre es einen Sound hinzubekommen der an eine Hangdrum erinnert. :nihao:


Vielen Dank im Voraus!
 
Zuletzt bearbeitet:
Konnte knapp 2 Monate lang nicht mit Synthersizer arbeiten, habe die letzten Tage mir dann paar Tutorials angeschaut, aber die habe mich alle kaum weiter gebracht. Habe dann auch hier z.B. alle Beiträge mit "Pad" gelesen, hängen geblieben bzw. nützlich was der Hinweis auf die Formanten. Da war dann auch Hinweis einfach mal reengineering zu betreiben, das habe ich gemacht, interessant dabei war das da kein Formant Filter genutzt wurde. Habe das zwar dann alles schon bischen zerlegt und auch reduziert aber viel gebracht hat es mir nicht - einzig vielleicht zwei Sachen a) die Hullkurven (aber da denke ich war ich schon auf dem richtigen Weg) und b) das der Sound ohne Effekte sich doch stark unterscheidet von dem Sound mit Effekten (schon bischen verwundert gewesen). Memo, hätte mir die 3 Filter genauer anschauen sollen wobei einer davon so kleiner Exot ist - AP Filter. Denke paar Grundlegende Dinge sind klar also bei 0 musste man nicht anfangen aber dann wohl schon bei 1. :D

Bells habe ich mit dem Zebra mal von Scratch gebastelt mit 2 OSC und nem FM O im zweiten Strang und nem Ringmodulator. Klingt nicht schlecht. Aber wenn ich jetzt z.B. den Klang metallischer gestalten will, weiss ich schon nicht mehr weiter.

Von daher bin ich für Hinweise die Grundlagen (mit entsprechendem Hintergrund) erklären dankbar. :nihao:
 

Rastkovic

PUNiSHER
Mir hatte es immer sehr viel gebracht Sounds aus fremde Stücke nachzubauen. Dadurch trainiert man erstens das Gehör und zweitens lernt man auch gleich was mit der Harmonik erreicht wird und was mit dem Soundpatch.

Ansonsten wäre für dich vielleicht ein gutes Buch über Klangsynthese auch hilfreich....
 
Google ist dein Freund.
Gib mal Synthesizer Programmieren o.ä. ein und du stößt auf jede Menge Bücher und Tutorials.
 

Golden-Moon

Irawadi
Ich hab 2 Bücher die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann:

Synthesizer Programming von Peter Gorges
(ist sogar mit DVD)

und

Refining Sound von Brian K. Shepard

Viele Empfehlungen kommen auch vom Buch von Florian Anwander. Ich selbst habe es leider nicht aber muss anscheinend sehr gut sein.
 
Das Soundonsound Archiv ist klasse, ebenso das Tutorial von Howard Scarr.... der Mann programmiert Sounds für Hans Zimmer.

Da Du ZEBRA hast: Es ist auch immer ganz spannend in die Presets eines Experten wie Howard zu schauen und diese nachzuvollziehen - bestenfalls Schritt für Schritt nachzubauen.

Sofern Englisch kein Problem für Dich darstellt, sind evtl. auch diese Ressourcen (Link klicken, nicht amazon Logo) noch von Interesse:

View: https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&url=search-alias%3Denglish-books&field-keywords=synthesizer&rh=n%3A52044011%2Ck%3Asynthesizer
 

Sonamu

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Die alte Keyboards (Deutsches Heft) Serie aus den 90er auch. Da wurden alle Standards abgedeckt. Evtl. gibt es die irgendwo als PDF.
 

Green Dino

Techno Anno 1902
Neben den genannten Ressourcen (Synth Secrets ist super!), finde ich es macht durchaus Sinn sich einfach ausgiebig mit den Klängen zu beschäftigen, die man momentan sucht; Also will man in einem Track schöne Pads oder knackige trockene Bässe einbauen, dann alles zu dem Thema lesen was man finden kann - auch mal mit google die Forenthreads dazu durchforsten, quasi jede Frage wurde zu dem Thema auf die eine oder andere Art schon mal gestellt.
Lernen während man das Ergebnis gleich im musikalischen Kontext anwendet.
Dann macht es Sinn sich gut zu organisieren; also Texte von Webseiten speichern, evtl. ausdrucken.
Vielleicht auch Schlüsselpunkte in Stichwörtern festhalten, Techniken in eigenen Worten beschreiben.

Ich hab z.B. neben hunderten Lesezeichen auch viele Textpassagen rauskopiert und in Textdateien archiviert.

Allerdings sind Effekte, Arrangement und evtl. verwendete Harmonien und das Abmischen oft auch sehr essentiell.
Die Art und Weise wie ein Part eingespielt wurde kann auch viel ausmachen.
Ein Klang kann in so einem Kontext so viel mehr sein und andersrum kann ein extrahierter Klang ohne diese Komponenten im Vergleich so viel weniger sein.

Am besten einen oder zwei Synthesizer (Plugins) nehmen, die man gut kennt und dabei bleiben.
Die Anleitung lesen, damit man nicht mit Missverständnissen zu kämpfen hat.

Es macht sicher auch Sinn sich nach und nach mit anderen Syntheseformen zu beschäftigen. Wavetables, Modal Synthese, FM....

Edit; Advanced programing techniques for modular synthesizers ist auch eine gute Quelle für Sound Design. Vieles lässt sich auch auf subtraktive Synthesizer anwenden.
 

Altered States

Spechtzüchter
Ich habe in der Anfangszeit, immer alles, so gut ich das konnte, von einem Freund/Kumpel angeschaut und wie er was gemacht hat, so mit dem D110 damals. Das hatte für mich den Vorteil, wenn man das so nennen mag, dass vieles eben auch wiederholt wurde und ich nicht überfordert wurde - lernt ja nicht jeder gleich schnell. Für mich war das so der richtige Weg zu lernen. Heute zieht man sich dahingehend eben YT-Clips etc. usw. rein.
Das geht zwar auch, finde aber das lernen, inklusive der Möglichkeit Fragen zu stellen besser. Ist nicht immer gegeben die Möglichkeit, aber man kann ja mal gucken, ob nicht hier auch einer aus der gleichen Stadt herumhüpft und man sich dafür, zum lernen auch mal treffen kann - würde die Möglichkeit jedenfalls vorziehen, gegenüber irgendwelchen Tutorials im Netz.

Man hat Zeit und lernt so auch Stück für Stück dazu - wenn man denn einen findet der das auch mitmacht. Ich selbst könnte das zwar nicht leisten, dafür weiß ich zu wenig, aber vielleicht findet sich ja wer dafür. Versuchen kannst du das ja mal und wenn sich da keiner findet, dann ist das eben so. Wenn du etwas nicht verstehst, besteht auch immer noch die Möglichkeit hier im Forum nachzufragen in den entsprechenden Bereichen. Es ist nur eine Idee wie du das handhaben könntest, mehr nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke euch für die Antworten. :nihao:

Mache jetzt mal keine Multizitatorgie aber versuche trotzdem auf alles einzugehen.

Das mit dem Nachbauen habe ich paar mal versucht, war aber eher ernüchternd. Einzig was hängengeblieben ist, war das es mir geholfen hat den Sound den ich nachbauen wollte anzuschauen und EQing hat mich dann doch relativ nah gebracht, ist ja was Green Dino auch schrieb. Und ok denke liegt evtl. teils schon an den Werkzeugen aber suche die Schuld eher bei mir nun.

Ja lesen ist auch eine gute Idee. Habe ich ja nun einiges an Futter - das Howard Scarr Tutorial jetzt noch für Zebra wäre sehr fett. :weich: So ist es halt bischen Lückentext, weil ich kein Virus habe und somit paar Sachen im Dunkeln bleiben. Aber das was "aussenrum" steht scheint mir schon in die richtige Richtung zu gehen.

Das Reengineering werde ich trotzdem mal im Hinterkopf behalten und gezielter versuchen zu verstehen was nun die ausschlaggebenden Elemente sind.

Sammeln, auswerten und dokumentieren von Information halte ich auch für ne gute Idee. Und ja das mit der Spielweise je nach Sound ist schon wichtig, hierfür habe ich u.U. am wenigsten Nachholbedarf. Und ja die Sache mit dem Kontext ist wohl auch nicht zu unterschätzen. Effekte nutze ich nur sparsam - wohlwissend das manch Hammersound ohne Effekt garnicht mehr so Hammer wäre.

Habe nur einen Freund der sich mit Synthesizer beschäftigt und der sitzt paar tausend Kilometer entfernt. Und grosse Hilfe von Fremden zu verlangen / anzunehmen fällt mir schwer.

Werde das Zebra nehmen, auch wenn es teils eher untypische Elemente (z.B. die Effekte in der OSC Sektion) hat, Hybrid ist und halt schon sehr umfangreich ist.
Evtl. wird Circle dann der zweite Synth weil den fand ich sehr aufgeräumt und "greifbar".

Werde dann erst mal lesen und versuchen das Gelesene umzusetzen.

Gruss
 

EinTon

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Die alte Keyboards (Deutsches Heft) Serie aus den 90er auch. Da wurden alle Standards abgedeckt.
Du meinst das Soundforum von Peter Gorges.

Evtl. gibt es die irgendwo als PDF.
Keyboards / Sound and Recording haben fast ihr ganzes Archiv online, und die älteren Artikel gibt es sogar alle gratis als PDF, auch die vom 90er-Soundforum:

 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
und oft fehlt (bei bewegten Bilder) warum der Vortragende gerade das macht
Das ist bei den Rezepten häufig das Problem, es fehlen die Grundlagen. Ich glaub' häufig wissen die Rezept Ersteller selbst nicht warum sie etwas so und nicht anders machen. Das wird wie ein Zauberspruch von Generation zu Generation kopiert :wegrenn:
Meiner Erfahrung nach gibt es keine Rezepte die mit allen Synths gleich gut funktionieren.

Zebra halte ich jetzt nicht unbedingt für den perfekten Lernsynthesizer, ich würde eher mit was aus der Synth1 Klasse anfangen - der von dir genannte Circle geht wahrscheinlich auch, zu dem fehlen mir aber die Erfahrungswerte. Zumindest um die groben Zusammenhänge der subtraktiven Synthese zu verstehen, danach sollte man sich schon 'nen halbwegs komplexen Synth (Zebra, Massive, Pigments uvm.) als Herausforderung vornehmen und sich richtig gut und intensiv in diesen einen Synth einarbeiten. Ich hab' 86 mit dem CZ-1 angefangen, (vorher schon ein wenig mit Poly 800, CS01 von Freunden und dem PSG des ATARI 400 (8Bit) rumprogrammiert) , das hat mich für immer für subtraktive Synths verdorben ;-)

Wie einfach bestimmte Sounds zu erstellen sind hängt häufig auch vom verwendetem Synth ab. Bestimmte Eigenschaften wie Filtersättigung etc. die z.B. für Bass Sounds von Vorteil sind, sind für die von die angestrebten weiche Pad Sounds eher kontraproduktiv. Das mit den weichen Pad Sounds hat mich komischerweise relativ lange beschäftigt, herauszufinden warum das mit manchen Synth auf anhieb gut funktioniert und ich mit dem Ergebnis bei anderen Synths irgendwie nie wirklich zufrieden gewesen bin.
 
Danke :nihao:

Das mit den Rezepten ohne Grundlagen ist so ne Sache, welche Gründe dafür ausschlaggebend sind, vermag ich nicht zu beurteilen.

Warum nicht gleich Zebra? Weil zu komplex? Mit Init Patch hat man nur 1 x OSC, 1 x ENV und 1 x LFO. :P Und alles ist dann sogar "ausgeblendet"! Circle ist diesbezüglich auch slick bzw. man sieht direkt was nicht aktiv ist. Einzig was beim Zebra etwas ungünstig ist, dort sind viele Werte nur mit z.B. +/- 100 angegeben keine ms, keine Hz etc. was das arbeiten nach/mit Tutorials bischen erschwert. So ein wenig visuelles Feedback würde ich beim Zebra begrüssen, beim Circle z.B. sieht man wie die ENV "durchlaufen" wird (macht glaube ich aber sonst von den Softsynths die ich habe keiner).

Das mit der Filtersättigung spricht auch für das Zebra, da gibt es ja einige Filter. ;-) Und ja denke auch (s.o.) das unterschiedliche Synths unterschiedlich für bestimmte Sounds geeignet sind. Aber denk trotzdem das vieles auf den Mangel an meinen Sounddesignskillz zurückzuführen ist. Trotz allem frage ich mal was wären den geeignete Softsynths für weiche Pads? Und was meinst Du mit komischeweise relativ lange damit beschäftigt?
 

Klaus P Rausch

playlist
... habe die letzten Tage mir dann paar Tutorials angeschaut, aber die habe mich alle kaum weiter gebracht.
Dann könnte es möglicherweise nicht an den Tutorials liegen.

Die erste gute Nachricht ist: Es gibt alternative Methoden. Eine davon ist total simpel und heißt Trial/Error. Die zweite gute Nachricht ist das Spielerische bei dieser Methode. Wieso weiß ich das? Genau die ist tatsächlich eine von meinen Favoriten und die Vorteile liegen auf der Hand. Man spielt viel, vergisst die Zeit um sich rum, lernt dabei die seltsamsten Ecken und Katakomben des Instruments so ganz nebenbei kennen und weiß plötzlich, wie die ganzen Parameter mit Vornamen heißen - und kriegt durch die viele Dudelei auf den Tasten eine gute Spieltechnik, so als angenehmen Nebeneffekt.

Natürlich ist die Erfolgsbilanz rein auf den Klangsektor bezogen meistens dürftig. Es kommt zu Einbahnstraßen, Parameter reagieren gar nicht auf irgendwas, man verzettelt sich vom Vorhaben himmlisches Engels-Pad stattdessen mit erreichtem Resultat eklig grunzender Chor aus der Hölle. Aber erstens kommt auf diese Weise tatsächlich der eine oder andere verwertbare Sound raus, zweitens gibt es schlimmeres, was man mit seiner Zeit anfangen könnte (insert your favorite <IkeaBesuch>), und drittens lernt man schnell zu sein, wenn es darum geht, einen Sound nur mal eben einem Song anzupassen. Grundlagen dennoch nicht kapiert? Macht doch nichts, braucht nicht jeder. Manchmal reicht eine kurze Step-by-Step Anleitung und ne Zeichnung, wie jener Ikea Stuhl zusammengebaut werden muss. Dazu muss ich keine Grundlagen über Holzverarbeitung, tolle Steckverbindungen und typische Maserungen der seltenen kasachischen Edeltanne knapp unterhalb der Baumgrenze kennen.


Wie also heißt das Zauberwort? Machen :)
 

Green Dino

Techno Anno 1902
Meine Empfehlung: Lies die Anleitungen zu deinen Geräten oder deiner Software.
Das sollte man auf jeden Fall machen.
Hatte ich oben ja auch schon geschrieben.
Das halte ich für essentiell.
All die Kleinigkeiten, die in einem Synthesizer "anders" oder ungewöhnlich implementiert sein können, wie Modulationen funktionieren, evtl. Short Cuts usw. machen dann doch letztendlich einen großen Unterschied.

Ich hatte selbst ca. 10 Jahre lang keine Anleitungen gelesen, nicht mal die meiner DAW^^
Mittlerweile lese ich Anleitungen einfach mal so zwischendurch um zu sehen ob Software X oder Gerät Y vielleicht interessant sein könnten.

*Edit
Und wie gesagt, sich auf 1-2 Synths festzulegen ist ne gute Idee - Dann kann man diese richtig gut kennen lernen. Es gibt so viel, dass den Klang mitbestimmt, wie hoch der Pegel von den Oszillatoren ins Filter geht, Modulation, die sich gegenseitig beeinflusst....all das braucht halt Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:

deeptune

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Ich empfehle den Einsteigern immer gerne (sorry für alle Buchautoren und Tutorial-Ersteller): Vergesst doch bitte mal die "akademische" Herangehensweise, setzt euch an das Gerät, schmeisst die vermeindlichen Ansprüche über Bord und probiert euch und das Gerät aus. Und: der Mensch ist ein Haptiktier - da helfen die schönsten Softwaresynths mit den Megamöglichkeiten nix, wenn man da mit der Maus rumfuscheln o.ä. muss. "Gleichzeitig" an diversen Knöppen / Schiebern drehen zu können, um auch die Abhängigkeiten der einzelnen Parameter zueinander "erfahren und erhören" zu können (wir erinnern uns: es geht um das Spielen eines Musikinstrumentes...), ist was gaaaaanz anderes, als nacheinander per Maus/Stift/Computertastatur what ever Software zu erkunden. Wenn, dann mit optimal abgestimmtem und passenden Controller-Gerätschaften (nein, dies ist kein genereller Abgesang an Softtools, ganz und gar nicht!). Und wie Klaus P.R. sinngemäß schon schrieb: Keine Angst vor soundtechnischen Sackkgassen und Fehlschraubungen. Trial/Error rules!
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Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Ich empfehle den Einsteigern immer gerne (sorry für alle Buchautoren und Tutorial-Ersteller): Vergesst doch bitte mal die "akademische" Herangehensweise, setzt euch an das Gerät, schmeisst die vermeindlichen Ansprüche über Bord und probiert euch und das Gerät aus.
Da geb' ich dir recht, man sollte experimentieren, gut hinhören um produktive Parameter Kombinationen finden und lernen sie zu zu interessanten spielbaren Sounds zu formen, das ist zumindest meine Herangehensweise an Synths. Mein Tipp wäre mehr zu erforschen und weniger zu berechnen und *wichtig* sich bestimmte Zusammenhänge zu merken.
Es gibt aber so ein paar Sachen auf die man selbst gar nicht oder erst viel zu spät kommt (ich spreche da aus eigener Erfahrung) und an dem Punkt kann ein Buch/Turorial (oder der richtige Tipp zur richtigen Zeit) hilfreich sein. Andererseits kommt man beim erforschen manchmal auch auf bisher eher unbekannte Lösungen.

Und: der Mensch ist ein Haptiktier - da helfen die schönsten Softwaresynths mit den Megamöglichkeiten nix, wenn man da mit der Maus rumfuscheln o.ä. muss.
Das macht zumindest für mich keinen großen Unterschied, aber ich hatte meine ersten "Synth" - Sounderlebnisse auch in Basic mit 'nem ATARI 400 :shock: Ich halte einen Wald voller Knöpfe meist Einsteiger unfreundlicher als ein gut durchdachtes Bedienkonzept mit ein paar Knöpfen weniger.

ich halte "dekonstruktion" (dein ausgangsposting) für den richtigen weg. warum hat es nicht weitergeholfen?
Das analysieren von Fremdsounds war auch nie wirklich mein Ding, das Ergebnis zeigt einem nicht warum der Sound funktioniert und wie jemand auf die Parameterkombination gekommen ist. Dazu braucht man ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge, die einem Anfänger fehlen - das ist dann nicht mehr als ein schlecht erklärtes Rezept. Sounds bei denen ich nicht auf Anhieb 'ne Idee hab' wie sie gemacht sind, schau ich mir mittlerweile auch schon mal was näher an.
 

Bernie

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Ich empfehle den Einsteigern immer gerne (sorry für alle Buchautoren und Tutorial-Ersteller): Vergesst doch bitte mal die "akademische" Herangehensweise, setzt euch an das Gerät, schmeisst die vermeindlichen Ansprüche über Bord und probiert euch und das Gerät aus.
Man kommt aber schneller zum Ziel, wenn man wenigstens die Grundlagen kennt, als wenn man so ganz verloren an der Oberfläche herumstochert.
Die interessanten Sounds entstehen doch häufig durch Einstellungen, auf die man nicht so einfach trifft und dann hängt man in Standarsklängen fest und dreht nur am Cutoff.
 

betadecay

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Ich empfehle den Einsteigern immer gerne (sorry für alle Buchautoren und Tutorial-Ersteller): Vergesst doch bitte mal die "akademische" Herangehensweise, setzt euch an das Gerät, schmeisst die vermeindlichen Ansprüche über Bord und probiert euch und das Gerät aus.
Mein erster versuch mit einem Synth ist schon lange her, das war VAZ. Ohne zu wissen, was ein LFO ist etc. kommt da nix bei raus. Ich hab dann entnervt aufgegeben.

Und: der Mensch ist ein Haptiktier - da helfen die schönsten Softwaresynths mit den Megamöglichkeiten nix, wenn man da mit der Maus rumfuscheln o.ä. muss.
Ich habe später mit dem Buch von Gorges und damit mit einem Softwaresynth ganz gut lernen können.

ich möchte da nicht von mir auf andere schließen, andere können mit Software vielleicht nix anfangen, aber per se zu behaupten, Software ginge aus naturgesetzlichen Gründen nicht - das geht nicht ;-)
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Das analysieren von Fremdsounds war auch nie wirklich mein Ding, das Ergebnis zeigt einem nicht warum der Sound funktioniert und wie jemand auf die Parameterkombination gekommen ist. Dazu braucht man ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge, die einem Anfänger fehlen
ich kann mich gar nicht mehr erinnern wie das bei mir anfing. was eine hüllkurve macht und wie ein digitaler flanger effekt funktioniert, das "wusste" ich irgendwie schon seit ich 5 jahre alt bin.
andere dinge, wie "filterresonanz" kamen mir bei der ersten berühung damit wie ein einziges großes rätsel vor. man wusste weder was das überhaupt ist, noch was man damit machen könnte.
 

Klaus P Rausch

playlist
Ich empfehle den Einsteigern immer gerne (sorry für alle Buchautoren und Tutorial-Ersteller): Vergesst doch bitte mal die "akademische" Herangehensweise,
Voll korrekt. Ein Fachbuch und -workshop ist dann gelungen, wenn mindestens ein Leser den Autor für komplett verrückt erklärt, weil es so simpel geschrieben ist. Die meisten Autoren trauen sich das nur nicht, weil sie meinen, ihre Kompetenz käme dann nicht rüber. Das ist ein grundlegender Irrtum, den etwa Verkaufspersonal gleich in der ersten Schulstunde ausgetrieben bekommt: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Soundprogramming und die verschiedenen (!) Herangehensweisen darzulegen, darf dem Leser keine Zeit stehlen, sondern welche ersparen. Und Musikern kommt man mit Musikersprech, das ist weit jenseits von Wissenschaft und Kluglaberkram.

Ein wirklich gelungenes Beispiel dafür ist "Analoge Klangsynthese" von Reinhard Schmitz. Ich kenne kein anderes Buch dieses Marktsegmentes, dass derart auf den Punkt kommt, jeden Leser ernst nimmt, nichts außer Lesen können voraussetzt und am Ende gerade mal knapp 130 Seiten benötigt, um inklusive Glossar und Index den ganzen Laden von A-Z rübergeschafft zu kriegen.

So geht Synthesizerverstehbuch.
 


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