Modular => Anfängerfragen

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von Stadler, 27. Mai 2012.

  1. Stadler

    Stadler Tach

    Hallo Leute,

    habe keinen Plan zum Thema Modular, daher meine totalen Anfängerfragen:

    1. Macht es Sinn, ein Modular-System mit dem vorrangigen Ziel aufzubauen, das Teil als Effekt- und Filtersystem zu nutzen (also z. B. mit NL rein und ein paar verrückte Sachen machen)?

    2. Was brauche ich dazu für den Start unbedingt? Nehme mal an Gehäuse von Doepfer und dann irgendwelche Module nach Wahl? Oder gibt es Module die zwingend sein müssen?

    3. Wenn ich das System für die Erstellung von Drumsounds nutzen möchte, reichen dann die speziellen Module?

    4. Gibt es auch die Möglichkeit, ein System multi-timbral aufzubauen (also unabhängige Synths, die ich per Midi z. B. mit ner MPC auf unterschiedlichen Kanälen ansteuern kann?

    5. Gibt es irgendwo spezialisierte Gebrauchtmärkte, wo man Module kaufen und verkaufen kann?

    6. Welche Vor- und Nachteile haben euch die Modular-Systeme gebracht bzw. welche Wünsche wurden erfüllt oder nicht erfüllt?

    7. Wer hat schon mal über einen Modular nachgedacht, aber am Ende die Finger davon gelassen? Warum, weshalb, wieso?

    Schönes WE, Stadler
     
  2. [dunkel]

    [dunkel] bin angekommen

    Auf der Doepfer Seite gibst es System Vorschläge.Wenn es nur eine Filterbox werden soll reicht doch schon ein einfacher Synthie der ein Audio in hat...
     
  3. Stadler

    Stadler Tach

    Danke für den Tipp mit den Systemvorschlägen. Bzgl. Filterbox: Denke, dass Filter-Angebot ist beim Modularen größer ...
     
  4. moondust

    moondust bin angekommen

    zu bunt sieben ,wird dir hier kaum jemand antworten. hier treiben sich die modular user rum und die es werden wollen. denke wenn man sich dann anders entscheidet , das man nicht mehr in diese Rubrik schaut.
    was ein Modul ist das immer gebraucht wird ist multipes . früher oder später.
    zu Punkt fünf , das habe ich mich auch schon gefragt. :lollo: und hier im forum habe ich die beste "Auswahl" oder hier finde ich am meisten an gebrauchten Modulen. als anderes wo.
     
  5. changeling

    changeling Tach

    1. Wenn Du einen Sinn darin siehst, macht es Sinn. :mrgreen:

    2. Kommt auf das Format an. Bei Eurorack: Maths braucht man immer und wenn hier nur als LFO, Mixer oder Trigger Delay. Sonst gibt es soviel Auswahl, dass kein Modul wirklich zwingend ist, sondern es auf Deinen Geschmack ankommt.

    3. Welche speziellen Module? Meinst Du die Drum-Module von ASol, Tip Top, Acidlab und das BLD von Cwejman?
    Musst Du selber wissen, ob die reichen, sind halt soundlich ziemlich eingeschränkt, wobei das BLD schon ziemlich breit angelegt ist.

    4. Klar, von Vermona gibt es z.B. ein Quad MIDI Interface, mit dem Du vier Stränge gleichzeitig ansteuern kannst, wenn Du willst auch alle vier polyphon.

    5. Spezialisiert kenne ich nur Muffs, da gibt es auch die meiste Auswahl, natürlich aber oft von weiter weg, z.B. USA. Sonst halt hier.

    6. Die Verkabelung ist halt oft nervig und im Weg. Ansonsten halt ziemliche Freiheit im Signalfluss. Nicht erfüllt: Die Sounds erstellen sich immer noch nicht selber (sowas aber auch).

    7. Modular macht süchtig, potentiell kann man den unendlich erweitern und durch häppchenweisen Kauf merkt man den Geldverlust nicht so stark, was ggf. die Vernunft ausschalten kann. ;-) Naja, für Live ist es nicht so praktisch. Da muss man sich im Prinzip ein zweites abgespecktes System bauen oder ein Basis-System in diesem Sinne haben, bei dem man nur die Basis mit nimmt und nicht die Peripherie. Für Live am besten Eurorack und ein abgeschrägtes Gehäuse (Skiff oder ähnliches) nehmen. Da kommt man um die Make Noise Sequencer René oder/und Pressure Points/Brains meiner Meinung nach nicht rum.
     
  6. Cyborg

    Cyborg bin angekommen

    Ja, durchaus. Es ist der Sinn der Modularisierung, Systeme frei gestalten zu können. Ein Modularsystem braucht nicht mal einen VCO oder einen Keyboard bzw. Midi-Anschluss. Es kommt einzig und alleine auf Deine Bedürfnisse an.

    1) Gehäuse (gekauft oder aus selbstgebaut) 2.) Netzteil
    Wenn Du Ausbaupläne hast, wähle das Gehäuse reichlich groß und ein Netzteil mit satten Reserven weil die Kosten für z.B. ein Gehäuse recht hoch sind

    Hä? Also nun soll es ein Drumsynthesizer-System werden und kein Filter/FX? Welche "speziellen" Module, Du hattest nichts genannt!?
    Ganz wichtig: Erst mal in Ruhe nachdenken, was man will, dann erst einkaufen ;-)

    Ja. siehe oben: Die Zusammenstellung ist frei.

    Nichts spezielles. Das Forum dürfte schon ein guter Marktplatz sein.

    Diese Wertung hängt von den Bedürfnissen ab. Man sollte sich das vorher gut überlegen. Vor- und Nachteile ergeben sich erst bei verschiedenen Benutzer-Erwartungen:
    z.B. Liveeinsatz: bedingt tauglich, erfordert große Übung da Patches nicht speicherbar sind. Studioeinsatz: große Flexibilität bei der Klangsynthese und -Bearbeitung

    Sicher viele. Ich nicht ;-)

    [/quote]

    Dir auch, Danke
     
  7. Feldrauschen

    Feldrauschen bin angekommen

    am besten testen, ausprobieren, mit ein paar modulen/ kraftzwerg, das schöne bei modular ist die flexibilität.

    bei session musik in fechenheim stehtgerade leihweise das system von dieter....

    wenn nicht speicherbarkeit und hang zu experimentieren besteht dann macht modular absolut sinn.
     
  8. Stadler

    Stadler Tach

    Vielen Dank für eure Antworten auf meine Fragen – das hat mich gedanklich schon mal ein gutes Stück weiter gebracht :supi: Ich muss jetzt mal die Vor- und Nachteile abwägen ...
     
  9. Ja, ich benutze mein A-100 momentan nur so.

    Zwingend muss gar nix sein. Am ehesten tatsaechlich noch ein Multiple-Module.
    Wichtig: Stereo oder Monoverarbeitung? Stereo macht die Sache sehr sehr teuer. Besser Mono und - wenn unbedingt nötig - ganz zum schluss irgendwie Stereo machen.
    Empfehlenswerte Module sind für
    Signalverarbeitung
    * Multimodefilter
    * Ringmodulator
    * Eimerkettendelay / BBD
    * Phaser
    * Waveshaper / Distortion
    * Panner
    * ggf VCA

    für Signalsteuerung
    * MIDI-CV interface
    * LFO (mehrfach - ggf durch Maths ersetzbar)
    * Hüllkurve (mehrfach - ggf durch Maths ersetzbar)
    * Envelopefollower (wird oft überschätzt).
    * ggf ein Sequencer


    Drumsounds "erstellen" oder "bearbeiten"? Fürs erstellen brauchst Du zum Teil ganz andere Module als fürs Bearbeiten.

    Ja. Das entsprechende Bankkonto vorausgesetzt...

    Hier oder die englischsprachigen Maillisten und Foren
    * http://groups.yahoo.com/group/Doepfer_a100/
    * http://www.muffwiggler.com/forum/
    * http://machines.hyperreal.org/Analogue-Heaven/

    Vorteile: ich habe verstanden wie Synthesizer überhaupt funktionieren. Das hilft dann extrem, wenn man vor Komplettgeräten sitzt.

    Nachteil: ich verzettel mich und vernachlässige das eigentliche Musikmachen. Das Modularsystem wird für mich zum Selbstzweck, und das was klanglich rauskommt, begeistert zwar mich, aber die Zuhörer langweilt es. Das passiert bei einem Komplettgerät viel weniger.


    Hier im Forum: ja, kann ich mich dran erinnern. Ich find bloß den Thread nicht mehr.

    Ansonsten: ich selbst (nun wahrlich als Modulguru verschrien) bin nach zehn Jahren intensivster Beschäftigung mit Modularsystemen großteils zu Fertiggeräten zurückgekehrt. Das Prinzip "Anmachen und sofort anhörbare Musik spielen können" ist für mich unschlagbar.
     
  10. Zotterl

    Zotterl Guest

    Auch ne Sache der Arbeitsweise: Bei mir gibt es eine Zeit der Klangfindung und eine Zeit des Musikmachens, was zeitlich
    durchaus Wochen oder gar Monate auseinander liegen kann. Mit den Kompaktgeräten kein Problem, weil Du den Klang für die
    spätere Verwendung einfach speicherst. Modular geht halt so nicht.
     
  11. 20goto10

    20goto10 Tach

    oh ja!

    http://vimeo.com/35607890

    hören viel besser hier:

    http://soundcloud.com/20goto10/gitarrenpresse-3-cut

    ab der hälfte spielen ein schlagzeuger, kontrabassist, eine sängerin und eine flötistin mit.

    ich tüftle ständig an der optimierung meines systems für externe audioverarbeitung-
    wenns da noch fragen gibt geb ich gern auskunft!

    gruz
     
  12. Zu 6. Der erste Modular hat meine Synthprogrammierskills total verbessert, verändert und mich wählerisch gemacht. Plötzlich habe ich darauf geachtet wie VCA's und Inputs reagieren - und mich geärgert, dass in anderen Geräten keine Auswahl besteht. Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich meinen Sound erst durch meinen ersten Modularsynth - A-100 und gleich darauf ein recht umfangreiches Blacet-System gefunden habe.

    habe es nie bereut...
     
  13. studio-kiel

    studio-kiel bin angekommen

    mir ist aufgefallen, dass man zu modularen systemen fast ausschliesslich videos und demos findet, wo wie wild drauflosgeschraubt wird und dabei meist nur abgedrehte bleeps, blups und andere effekte herauskommen. wirklich musikalische demos sind selten oder? ist das auch ein teil der philosophie dahinter? ich bin eher jemand, der geile sounds im sinne eines traditionellen synthesizer-sounds sucht, bzw. erschaffen möchte (bässe, pads, etc.). bin ich da auf der falschen fährte?

    nun gut, es ist ja sicherlich beides möglich, aber der großteil der - ich sag mal - "szene" ist eher fx-orientiert unterwegs oder? also richtung "klangforschung" und weniger richtung "musik" - wenn man musik mal so definiert, dass oben genannte standard-sounds verwendet werden :)

    ich finde zum beispiel viele synth-sounds genial, die "gus gus" aus ihrem A100-System zaubert. die klingen einfach immer amtlich und anders als das, was man so aus nichtmodularen synths gewohnt ist... - zumindest war es mir bis dato nicht möglich solche sounds aus normalen VAs zu generieren ;-)
     
  14. Cyborg

    Cyborg bin angekommen

    Nö, keine Philosophie, Unfähigkeit. Wirklich oft sieht man bei der Vorstellung von Modulen, dass jemand mit zittrigen Fingern völlig planlos mal hier, mal dort dreht und sich klanglich nichts tut. Immerhin sind dann die Klangbeschreibungen farbiger als die Klänge selbst. Einfach mal eine Zeittlang die selbstgemachten Tracks durchhören. Da gibt es wirklich gute darunter aber das meiste ist nur nachgeäffter Krach
    (so und jetzt habe ich mich wieder total unbeliebt gemacht - aber Du hattes ja gefragt ;-) )
     
  15. AndreasKrebs

    AndreasKrebs bin angekommen

    Es mag auch (und vielleicht sogar gar nicht wenige) Modular-User geben, die im Grunde von ihren Geräten so überfordert sind, wie hier beschrieben. Aber als Verallgemeinerung wie hier finde ich das schon etwas frech und anmaßend.
    Allerdings beeinflusst jedes Tool, das wir benutzen auch die Art und Weise, wie wir arbeiten. Kauf Dir eine Geige und Du wirst leicht andere Musik damit machen, als mit einem Fender Rodes. Und Modularsysteme haben ihr besonderes Potenzial eben in einem Bereich, der sehr viel mit der detaillierten Gestaltung der Klänge zu tun hat. Andere Dinge treten da gerne mal in den Hintergrund. Kann man natürlich vermeiden und ganz "normale" Musik damit machen (was immer das sein mag), aber oft ist genau diese Stärke ja die Motivation zum Kauf eines Modularsystems.
    Andreas
     
  16. Cyborg

    Cyborg bin angekommen

    Ich hab's gewusst, dass mir irgendjemand wieder mal etwas unterstellt. Falls Du dich getroffen fühlen solltest, das ist Deine Sache. Ich habe nicht ALLE gemeint und auch nichts dergleichen geschrieben, also behalte Deine Verdrehungen für Dich
     
  17. Feldrauschen

    Feldrauschen bin angekommen

    ein modularsystem ist doch ein "wandelndes sound labor" und verleitet regelrecht zur recherche. space fx /regeneratives

    ist da prädestiniert. für otto normalo sounds langt doch anderes, wobei ich die old school modular sequencen auch sehr mag.

    man hat das was man daraus macht, hab ja auch erst damit angefangen.....und mags nicht mehr missen :cool:
     
  18. AndreasKrebs

    AndreasKrebs bin angekommen

    Tut mir sehr leid, dass ich Dich falsch verstanden habe! Ich dachte tatsächlich, Du wärest der Meinung, die meisten der selbstgemachten Tracks hier wären nur nachgeäffter Krach. Sorry! Ich hatte auch für einen Moment den Eindruck, Du würdest eine bestimmte Art von sehr klangorientierter Musik schlicht auf Unfähigkeit zurückführen, anstatt auf z.B. planvolles Tun oder eine "Philosophie". So leicht passieren Missverständnisse ... wird nicht wieder vorkommen.
    Andreas
     

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