MPC Renaissance

Re: Akai MPC Renaissance

microbug schrieb:
Will man denn all-in One?
Naja, der Vorteil ist halt: Anmachen, Song laden - alles ist da! Da bin ich durch Cubase verwöhnt. Da hat es gereicht im File-Browser (z.B. Windows Explorer) die Projekt-Datei anzuklicken, und schon ist Cubase inkl. dem Song, allen Instrumenten, Mixer, Effekte gestartet.

microbug schrieb:
Schonnmal an eine Alesis Fusion HD gedacht?
Irgendwie habe ich es so in Erinnerung, dass das Teil auch ziemlich eingeschränkt war und in den ansonsten ziemlich unkritischen Tests ziemlich schlecht abgeschnitten ist. Nee, ich denke entweder mehrere Spezialisten oder wieder eine DAW. Mein aktueller Rechner ist < 1 Jahr alt, den nutze ich aber momentan für Internet, Multimedia usw. Für eine DAW müsste man einen eigenen Rechner haben. Und dann wieder alles mit der Maus einstellen. Am blödesten finde ich es so abgebildete runde Potis per Maus einzustellen. Und wenn man bestimmte Funktionen benötigt durch lange Menüs zu stöbern. Aber von der Flexibilität her ist eine DAW unübertroffen. Ist dadurch aber auch fehleranfälliger. Und dann wollen Software-Hersteller immer wieder Geld für neue Versionen statt Bugs in aktuellen Versionen zu bereinigen. Und dann ist irgendwann die Kompatibilität zu älteren Projekten/Sounds nicht mehr gegeben usw. Ein Teufelskreis.
 
Re: Akai MPC Renaissance

Michael Burman schrieb:
Und dann wieder alles mit der Maus einstellen. Am blödesten finde ich es so abgebildete runde Potis per Maus einzustellen. Und wenn man bestimmte Funktionen benötigt durch lange Menüs zu stöbern. Aber von der Flexibilität her ist eine DAW unübertroffen. Ist dadurch aber auch fehleranfälliger. Und dann wollen Software-Hersteller immer wieder Geld für neue Versionen statt Bugs in aktuellen Versionen zu bereinigen. Und dann ist irgendwann die Kompatibilität zu älteren Projekten/Sounds nicht mehr gegeben usw. Ein Teufelskreis.

Wie alles im Leben ein Kompromiss, den auch die MPC Renaissance einzugehen scheint, um mal wieder auf das Thema des Ausgangsthreads zurück zu kommen ;-)
 
Re: Akai MPC Renaissance

The German Model schrieb:
Wie alles im Leben ein Kompromiss, den auch die MPC Renaissance einzugehen scheint, um mal wieder auf das Thema des Ausgangsthreads zurück zu kommen ;-)
Man hat die Wahl: Entweder AKAI, die kein Geld für Software-Updates verlangen, dafür aber recht bald mit den Updates aufhören und die Software mit ihren Bugs und fehlenden Funktionen fallen lassen. Oder Steinberg, NI usw., die zwar Geld für Software-Upgrades haben möchten, dafür aber wenigstens welche rausbringen. 8)
 
Re: Akai MPC Renaissance

Michael, es gibt nebenan und auch hier Threads zum Fusion. Im Nachbarforum fragte ja einer mal gezielt danach und hat sich dann auch einen gekauft. Mit der letzten Firmware war das Ding dann wohl auch einsetzbar und dann auch wirklich all-in-One.

Das mit dem Einschalten und sofort loslegen finde ich schon sehr praktisch, wobei das für Sequenzer wie QY700, RM1x und RS7000 mehr gilt als für eine MPC, die keinen Dauerspeicher mit Batteriepufferung besitzt wie die genannten Yamahas.
 
Re: Akai MPC Renaissance

Danke, Dietmar, den Fusion schaue ich mir nochmal an.

microbug schrieb:
Das mit dem Einschalten und sofort loslegen finde ich schon sehr praktisch, wobei das für Sequenzer wie QY700, RM1x und RS7000 mehr gilt als für eine MPC, die keinen Dauerspeicher mit Batteriepufferung besitzt wie die genannten Yamahas.
Naja, bei MPC's kann man zumindest einen bestimmten Ordner per Autoload automatisch laden lassen. Ansonsten musst Du bei erwähnten Geräten auch den gewünschten Song erst anwählen und bei der RS7000 evtl. noch Samples laden. Genauso wähle und lade ich auf der MPC5000 einen Projekt-Ordner. Weitere Sounds hole ich mir aus anderen Ordnern. Beim Speichern als Projekt landen allerdings alle Samples, ähnlich wie im RAM beim Arbeiten auf einem gemeinsamen Haufen. Dafür werden Samples nicht im eigenen Format als Programs gepackt, sondern liegen offen als WAV's auf der Festplatte. Ansonsten gibt es schon ein paar Einschränkungen. Statt dem MOX als Ergänzung wäre evtl. so ein PC3K denkbar. MOX war mein erster (und wohl letzter) Yamaha. KORG hatte ich - aus bekannten Gründen - auch nur einmal. Kurzweil hatte ich noch nie. Damals war mir der K2000 zu eingeschränkt (24 Stimmen, magerer Effektblock), nachfolgende Modelle mit Effekt-Erweiterung zu teuer. Vielleicht komme ich erstmal so aus, spare noch etwas Geld an, und dann wird's gleich der K3000?... :mrgreen:
 
Re: Akai MPC Renaissance

microbug schrieb:
Michael, es gibt nebenan und auch hier Threads zum Fusion. Im Nachbarforum fragte ja einer mal gezielt danach und hat sich dann auch einen gekauft. Mit der letzten Firmware war das Ding dann wohl auch einsetzbar und dann auch wirklich all-in-One.

Das mit dem Einschalten und sofort loslegen finde ich schon sehr praktisch, wobei das für Sequenzer wie QY700, RM1x und RS7000 mehr gilt als für eine MPC, die keinen Dauerspeicher mit Batteriepufferung besitzt wie die genannten Yamahas.



also ehrlich .... voll das mpc bashing!!

von wegen untight usw, was für ein unsinn! das ein cpu defizit mag ja für pc s gelten aber nicht wirklich für

gut abgestimmte hardware..... einfach kein vergleich, und wenn dann im minimalbereich, der sich bei mir komischerweise noch nicht wirklich bemerkbar gemacht hat.

der qy 700 geiles teil , aber soowas von ewig lahm in den ladezeiten , anschalten und loslegen??
rm1 x totaler awm schrott sound, da klingt jede mpc um welten druckvoller.

apropos mpc tightness gibt s einige gute threats in den usa foren, aber dassdie neuen mpc s so untight sein sollen habe ich da seltsamerweise noch nicht gehört... :floet:
 
Re: Akai MPC Renaissance

Feldrauschen schrieb:
also ehrlich .... voll das mpc bashing!!

von wegen untight usw, was für ein unsinn! das ein cpu defizit mag ja für pc s gelten aber nicht wirklich für

gut abgestimmte hardware..... einfach kein vergleich, und wenn dann im minimalbereich, der sich bei mir komischerweise noch nicht wirklich bemerkbar gemacht hat.
welche mpc hast du denn konkret?

ich habe mit dem sequencer meiner mpc5000 noch nicht so viel gemacht und in der praxis bisher lediglich (per zufall) gemerkt, dass wenn zwei identische interne midi-spuren den gleichen internen sound ansteuern, es hörbare verschiebungen gibt.

Feldrauschen schrieb:
aber dassdie neuen mpc s so untight sein sollen habe ich da seltsamerweise noch nicht gehört... :floet:
hier wurden messungen gemacht: viewtopic.php?p=795943#p795943

ich selber habe keine konkreten messungen gemacht, so nach dem motto "was ich nicht weiß macht mich nicht heiß". für meine musikrichtungen könnte diese tightless ausreichen oder gar mehr lebendigkeit in die tracks reinbringen. mal schauen...
 
Re: Akai MPC Renaissance

Es gibt einen Grund dass es so viele amtliche Beat Produktionen auf mpc s gemacht wurden u werden.
Das hat weniger mit Messungen als mit feel, Workflow und Sound zu tun.

Tatsächlich gibt es phasing und ein paar andere macken. Trotzdem ist die Hardware für Studio u live oft besser
Wie so einiges andere. Je nach persönlicher Präferenz. Gerade live sind die teile superstabil und liefern
Einen Druckvollen Sound. ( auf alle Fälle besser wie jegliches Laptop)
Die mpc 1 k ist mein hauptsampler, mit jj os2 xl.
Das Thema ist ja eigentlich die Ren, da ist der USB Anschluss ein crasses Nadelöhr.
Bin aber interessiert wie sich das Teil auf Dauer bewährt, und ob akai/ Numark tatsächlich
Die versprochenen Updates langfristig nachreicht.....
 
Re: Akai MPC Renaissance

Feldrauschen schrieb:
also ehrlich .... voll das mpc bashing!!

von wegen untight usw, was für ein unsinn! das ein cpu defizit mag ja für pc s gelten aber nicht wirklich für

gut abgestimmte hardware..... einfach kein vergleich, und wenn dann im minimalbereich, der sich bei mir komischerweise noch nicht wirklich bemerkbar gemacht hat.

Obacht: wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, liegt schnell in der Blumenrabatte. Du allerdings bist wahrscheinlich direkt in den Keller gefallen, weil Du sehr eindeutig überhaupt nicht gelesen hast, was Michael und ich hier schrieben, besonders über den Unterschied zwischen alten und neuen MPCs bei den Prozessoren und der restlichen Hardware.

Daher: lies nochmal richtig, dann haben wir auch eine Diskussionsgrundlage. Eine aktuelle Einprozessor-MPC ist alles Andere als gut abgestimmte Hardware, weil vor allem auf Software basierend.

der qy 700 geiles teil , aber soowas von ewig lahm in den ladezeiten , anschalten und loslegen??
rm1 x totaler awm schrott sound, da klingt jede mpc um welten druckvoller.

Mit dem Lesen hast Du es wirklich nicht. Von den Diskettenladezeiten war nirgends die Rede, auch nicht von den klanglichen Eigenschaften der beiden Geräte, also nicht ablenken, hat mit dem Thema Sequenzer nichts zu tun.

Nochmal im Klartext für Dich: RM1x und QY700 halten alle Phrasen, Pattern und Songs im Speicher, daher geht einschalten und loslegen, wenn man an einem aktuellen Song weiterarbeiten will oder auch einen neuen aufnehmen. Wer bei diesen Geräten erst zu laden anfängt, hat entweder die Anleitung nicht gelesen, das Konzept nicht verstanden, zu große Songs oder zuviele, an denen er gleichzeitig arbeitet (schwer vorstellbar bei maximal 20 Songs, die beim QY700 reinpassen).

Junge Junge, zudem sind das Diskettenlaufwerke, die sind so langsam, bei Yamaha erst recht, ist allgemein bekannt. Da baut man sich eben statt zu jammern einen HxC-Floppyemulator rein (den neuen, der in den Schacht paßt) und nutzt SD-Karten als Speichermedium, fertig.

Die Aussage, daß eine MPC1000 einen druckvollen Sound, besser als jedes Laptop, haben soll, ließ mich schmunzeln. Wenn ich das mit dem eingebauten AC97-Billigsound von einem Noname-Laptop vergleiche, kann das hinkommen, aber der hinkt dann gewaltig. Eine MPC1000 ist ja auch nur ein Rechner mit Wandler, dessen Güte die Qualität der Ausgabe begrenzt. Wenn schon vergleichen, dann ein Rechner mit ordentlichem Interface dran: Focusrite, MOTU, RME etc. Das nimmt sich dann nix.

Das aber ist nicht der Hauptgrund für eine MPC, sondern wirklich der Bedienworkflow. Kurze Wege, kein Mausgeschubse und keine 1000 andere Optionen, in denen man sich verlieren kann, sondern eine klare Sache und dezidierte Hardware nur zu diesem Zweck. Die Renaissance bricht allerdings damit, da man nicht alles mit dem Controller machen kann und doch zur Maus greifen muß.
 
Re: Akai MPC Renaissance

Becker schrieb:
Hallo MPC-Freunde, ich weiß ein paar Interna, die ich direkt von den "BWLern" bei Akai habe <-- so nennt ihr sie doch ;-))

Meine Quelle verrate ich nicht, ähnlich wie bei Wikileaks könnt ihr das jetzt glauben oder auch nicht:

eine MPC 6000 (standalone) wird es nicht geben
es wird in 4 bis 5 Jahren eine "Renaissance II" geben (also eine neue Hardware)
... ist aber noch lange hin bis dahin ...

Der Preis für die jetzige Renaissance bleibt über die nächsten Jahre bei 899,00 Tacken. Auch nach der nächsten Messe und selbst wenn NI seine Maschinen verschenken sollte.
Der Preis für Ableton Push wurde in Absprache mit Akai immer zwischen die Preise der Akai-Teile gesetzt.

Die Positionierung (preislich von billig zu teuer) sieht so aus:

ca. 500,00 EUR Push (Intro)
ca. 600,00 EUR MPC Studio
ca. 780,00 EUR Push (Standard)
ca. 900,00 EUR MPC Renaissance
ca.1000,00 EUR Push (Suite)

So, jetzte alle drauf auf mich :))


Becker ist wieder weg .......
Tschüss .... War nett sie kennengelernt zu haben .....
Winke winke .....
 
Re: Akai MPC Renaissance

microbug schrieb:
Nochmal im Klartext für Dich: RM1x und QY700 halten alle Phrasen, Pattern und Songs im Speicher, daher geht einschalten und loslegen, wenn man an einem aktuellen Song weiterarbeiten will oder auch einen neuen aufnehmen. Wer bei diesen Geräten erst zu laden anfängt, hat entweder die Anleitung nicht gelesen, das Konzept nicht verstanden, zu große Songs oder zuviele, an denen er gleichzeitig arbeitet (schwer vorstellbar bei maximal 20 Songs, die beim QY700 reinpassen).

Junge Junge, zudem sind das Diskettenlaufwerke, die sind so langsam, bei Yamaha erst recht, ist allgemein bekannt. Da baut man sich eben statt zu jammern einen HxC-Floppyemulator rein (den neuen, der in den Schacht paßt) und nutzt SD-Karten als Speichermedium, fertig.

sorry!, hatte den qy700 mit dem su 700 verwechselt,
der war von den ladezeiten echt schlimm, obwohl ansonsten schön von der bedienung,

trotzdem, die neuen mpc s sind effektiv nicht so schlecht wedr vom sound noch von der tightness, und live im a-b vergleich in clubs, waren die immer druckvoller wie schleppies
mit audio interfaces, das erleben wir oft genug, wenn die email schleudern nich gerade abgestürzt sind.... :mrgreen: statische messungen sind nicht alles!
es zählt nicht nur bitrate sondern der subjektive akustische eindruck.
ist das phasing eigendlich bei älteren mpc s auch vorhanden? weiss das jemand?
 
Re: Akai MPC Renaissance

Der subjektive akustische Eindruck kann aber durch eine deutliche Färbung oder esoterische Wahrnehmung hervorgerufen werden.

Ich wüßte jedenfalls nicht, warum ein Laptop mit ordentlichem Audiointerface nicht genauso druckvoll klingen sollte wie eine aktuelle MPC. In einem Blindtest wird das sicherlich nicht haltbar sein, außer, die Ausgabe bei einer MPC würde stark färben.

Die genannten Probleme treten meines Wissens nach nur mit den aktuellen Einprozessor-MPCs auf und sind eine Folge des gewinnoptimierten, rein softwarebasierten Designs.

Die mögen als Sampler tight sein, weil sich da alles intern abspielt, bei MIDI sieht das dann wieder anders aus. Aus diesem Grund kommt mir keine aktuelle MPC ins Haus, da kann ich auch gleich wieder mein Laptop nehmen und hätte den gleichen Käse.

Das USB-Nadelöhr könnte Akai ja umgehen, indem sie eine Thunderbolt-Version bringen. Die hätte aber auf der Windows-Seite derzeit allerdings keine genug breite Schnittstellenbasis und bräuchte zudem im Controller selbst einen leistungsfähigeren Prozessor.
 
Re: Akai MPC Renaissance

Das Phasing müsste sich doch leicht messen lassen. Auf 2 Miditracks das gleiche Instrument antriggern und eins auf den rechten und eins auf den linken Kanal legen. Das in Stereo wieder aufnehmen und im Sampleeditor den Versatz ablesen.

Zum Thema Renaissance, das wäre für mich nicht der richtige Workflow und so mit auf die Bühne find ich sieht irgendwie doof aus. Kommt aber vieleicht auch auf die Musikrichtung an.

Als der Begriff MPC6000 aufkahm leuchteten erstmal meine Augen. Aber bei längerem Nachdenken, eigendlich brauch ich sowas auch nicht.
Man kann doch auch eine klassische MPC recht gut mit einer DAW einbinden.
So in etwar werde ich das machen. ( Warte allerdings immer noch auf meine MPC5000 ).
Das wird dann sozusagen meine Steuerzentrale. Dazu noch ein 4 Oktavenkeyboard um vernünftig Melodien einspielen zu können.
Ein Computer ( aber nicht für Live ) auf dem Cubase läuft. Dieses aber nur um VST Plugins zu laden. Nicht für recording. Temposync damit Delay auch passt.
Computer muß ich eh da stehen haben um die Samples zu schnibbeln.
Gerade Effekte besonders Distortion muß ich eh mit einbinden. Da wird mir das von einer MPC5000 oder wenn kommen sollte 6000 nicht reichen.
Ach ja, was mir gerade einfällt, was ist ein gutes Samleeditprogramm für die MPC ?. Vieleicht sogar womit man direkt ganze Drumsets mit erstellen kann ?.
Oder / und die Samlelooppunke mit übernommen werde ?.
 
Re: Akai MPC Renaissance

microbug schrieb:
Die genannten Probleme treten meines Wissens nach nur mit den aktuellen Einprozessor-MPCs auf und sind eine Folge des gewinnoptimierten, rein softwarebasierten Designs.

Die mögen als Sampler tight sein, weil sich da alles intern abspielt, bei MIDI sieht das dann wieder anders aus.
Äh... Sie hätten theoretisch intern tight sein können, sind sie aber nicht. Extern tight ist wegen der seriellen MIDI-Übertragung generell schwierig, bzw. man muss schon genau darauf achten, was und wann so alles per MIDI gesendet wird. Und intern verhält sich eine aktuelle Hardware-MPC offenbar in etwa so, als würde sie extern per MIDI angesteuert werden. Aber hoffentlich doch etwas flotter als bei externer MIDI-Übertragung?... :roll:
 
Re: Akai MPC Renaissance

Michael Burman schrieb:
Die mögen als Sampler tight sein, weil sich da alles intern abspielt, bei MIDI sieht das dann wieder anders aus.

Bei der MPC3000 und MPC4000 soll das laut Innerclock Systems weitgehend der Fall sein, was auch den legendären Ruf der MPC begründet. Der kommt ja weder von der 1000er- noch von der 2500er-Serie. Die MPC5000 nenne ich in dem Zusammenhang gar nicht erst :heul:
 
Re: Akai MPC Renaissance

Irgendwie verselbständigt sich das Thema mit de tightness, benutze ja meine auch hauptsächlich mit
Interner klangerzeugung, wobei die 5000 er doch ein höheres Auflösung hat. Laut USA Forum soll die eher an die
3000 er rankommen. Vielleicht sollte man das mal in einem anderen threat aufrollen..... :mrgreen:
Aber hier geht's ja um die Ren, oder? :school:
 
Re: Akai MPC Renaissance

Michael Burman schrieb:
Äh... Sie hätten theoretisch intern tight sein können, sind sie aber nicht. Extern tight ist wegen der seriellen MIDI-Übertragung generell schwierig, bzw. man muss schon genau darauf achten, was und wann so alles per MIDI gesendet wird.

Da ist rein garnichts schwierig, offenbar kann das nur keiner mehr ordentlich programmieren. Ein Atari ST hatte einen 8MHz 68000 und ein damals recht komfortables Betriebssystem, aber ohne viel Overhead, also mit direkten Wegen. Die MIDI-Schnittstelle war direkt eingebunden und bei der Software wurde recht viel in Assembler programmiert, der Kram war quasi Hardware. Mit einem Expander wie Unitor II oder LOG3, der 2 bzw 3 zusätzliche MIDI-Stränge bereitstellte, gabs mehr Kanäle, und auch diese ohne Timingprobleme bei normaler Anwendung (wenn ich da auf allen 3 Strängen Clock/MTC und massiv Controller fuhr, konnte es schonmal wackeln, war aber halb so wild). Der Witz bei UnitorII und Midex war, daß diese Interfaces bei der Ausgabe tricksen mußten, da der ROM-Port nur lesen konnte. Man baute also eine simple Schaltung, die durch Lesebefehle an 2 Hardwareadressen Bits setzte/löschte und dann per MIDI ausgab, diese brauchte eine kleine Extrasoftware zum Ansteuern. Trotzdem immer noch flott genug für MIDI. Hatte genau sowas im Einsatz, wie andere auch, damit sind damals professionelle Produktionen gefahren worden und Bands wie Tangerine Dream hatten den Kram mit auf der Bühne.

Heute bekommst Du schon ein Mehrport-MIDI-Interface bei der Ausgabe von 3 Kanälen mit eingestreuten Controllerdaten übelst in die Knie, hab ich mal mit Audiobeispielen demonstriert gehabt.

MIDI via USB hat ja die Einschränkung bei der Geschwindigkeit nicht, trotzdem gibts auch da immer wieder Probleme, und wenn man bedenkt, daß die heute noch gern genommenen Emagic-Interfaces nur USB1.1 sind, wird man nicht umhinkommen, zu erkennen, daß MIDI selbst nicht das Problem ist, sondern die Programmierung drumrum. Da wird einfach irgendein Standardcode reingeklatscht und nix optimiert.

Wohin sich die Prioritäten verschoben haben, sieht man bei den MPCs ja schon am Namen: stand MPC früher für MIDI Production Center, so nennt sich das heute Music Production Center. Einprozessordesign muß nicht heißen, daß MIDI wackelt, aber wenn ein oller Atari ST das mit nur einem 8MHz-Prozessor, der auch noch Grafik und System bedienen mußte, besser hinbekommt als eine aktuelle MPC, deren Prozessor von der Leistung her einen Atari ST zum Frühstück verspeist, spricht das ebenfalls für eine schlechte Programmierung bzw. entsprechende Priorität bei den Signalen. Ich brauche mir nur meine Patchbay anschauen, eine PMM-88 von 1988. Da steckt ein 6502 drin, also der gleiche Prozessor wie im Apple II von 1977 oder in fast allen Commodores (außer Amiga) und Ataris (außer ST/TT/Falcon). Damit haben die eine 8x8-Matrix gebaut, die MIDI-Daten auch filtert und mehrfach mergen kann - mit einem ollen 2MHz-Prozessor.

ich hab selbst damals mit einem 6502-Rechner eine MIDI-Schnittstelle gebaut und auch angesteuert, mir dann aber einen Atari gekauft, weil ich lieber Musik machen wollte als mir die Sachen erst zu programmieren. Die programmierten Sachen liefen aber ohne irgendwelche Timingprobleme, selbst auf der alten 1MHz-Kiste, viel mehr Rechenleistung hatten die Prozessoren in den Synths damals auch nicht.
 
Re: Akai MPC Renaissance

<Completely Off topic:>

Das bedeutet also, eine dma fähige ISA / pci Karte mit eigenem Taktgeber auf z.b. 6502 oder z80 Basis wäre der ideale midi-Controller ?
Lass uns eine Ampel klauen und die Steuerung umbauen, oder eine Waschmaschine ausschlachten.....


</Completely Off topic:>
 
Re: Akai MPC Renaissance

microbug schrieb:
Da ist rein garnichts schwierig
Bei nichtlinearem Sequencing (nichtlinear heißt hier, dass mehrere Events auf ein und dieselbe Zählzeit gesetzt werden dürfen) nicht schwierig, sondern schlicht unmöglich: Wenn an einem MIDI-Port mehrere MIDI-Events auf die gleiche Zählzeit rausgesendet werden, z.B. Kick + Hihat + Bass usw., dann kann MIDI die Events nur nacheinander übertragen. Sample-genaues Timing undenkbar. Jedes Event einer Zählzeit wird übertragen mit einem Zeitversatz zu dem vorhergegangenen von wieviel? ca. 2/3 bis 1 ms, je nachdem ob 2 oder 3 Bytes benötigt werden?

microbug schrieb:
offenbar kann das nur keiner mehr ordentlich programmieren.
Das kommt hinzu. Wobei bei der MPC4000 sie es doch irgendwie hingekriegt haben ein fast Sampe-genaues Timing zu erreichen. Ja, ok, du sagtest es schon: Mehrere Prozessoren...
 
Re: Akai MPC Renaissance

mink99 schrieb:
Das bedeutet also, eine dma fähige ISA / pci Karte mit eigenem Taktgeber auf z.b. 6502 oder z80 Basis wäre der ideale midi-Controller ?
Lass uns eine Ampel klauen und die Steuerung umbauen, oder eine Waschmaschine ausschlachten.....

Hehe :lollo:

Ein Arudino-Board, in Assember programmiert, tut es ebenso, meinet wegen auch was mit R8C/M16C, die haben einen 68k-ähnlichen Assembler.

@Michael: Zur zeitgleichen Ausgabe von Events an mehreren MIDI-Ports wurden mehrere Techniken entwickelt, die sich eines Timestamping-Verfahrens bedienen. Das Ganze wird, mit einem Zeitstempel versehen, vorher ans MIDI-Interface gesendet, welches dann die Ausgabe erledigt. Nennt sich bei Emagic "AMT", bei MOTU "MTS" und bei Steinberg wiederum anders, funktioniert aber immer nur mit Hard-und Software des jeweiligen Herstellers.

Apple hat bei CoreMIDI das Timestamping in die Software eingebaut, was aber IMHO Blödsinn ist, weil das ja wieder nur als Prozeß über den eh schon mit anderen Sachen ausgelasteten Prozessor läuft.

Daß es bei der 4000 funktioniert, zeigt doch, daß es geht, wenn man entsprechenden Aufwand betreibt. Wenn man sich mal Interfaces wie die Emagics von innen anschaut, findet man zwar einen ollen 8049 als Prozessor, aber 2 dicke 4fach-UARTs (Schnittstellenbausteine) mit Pufferspeichern, die dem bei PCs benutzen 16550 entsprechen. Ich hab schon MIDI-Interfaces gesehen, die maximal 2 UARTs drinhatten und dann multiplexten - das geht nun garnicht.
Oft werden auch nur die eingebauten Seriellen einer MCU genutzt, die aber nur für einfache Sachen gehen, weil gegenüber einen dezidierten Baustein wie 6850 oder 16550 abgespeckt sind. Die verschlucken sich dann schon bei etwas mehr Datenaufkommen.

Die aktuellen MPCs benutzen für MIDI den eingebauten Dual-UART der SuperH-MCU, eine MPC2k XL hat dafür noch einen dicken, externen Dual-UART, die MPC4000 hat 2 davon.
 
Re: Akai MPC Renaissance

microbug schrieb:
@Michael: Zur zeitgleichen Ausgabe von Events an mehreren MIDI-Ports wurden mehrere Techniken entwickelt, die sich eines Timestamping-Verfahrens bedienen. Das Ganze wird, mit einem Zeitstempel versehen, vorher ans MIDI-Interface gesendet, welches dann die Ausgabe erledigt. Nennt sich bei Emagic "AMT", bei MOTU "MTS"
Ja, das hatte ich alles mitbekommen durch die Fachpresse, Musikmessen usw.

microbug schrieb:
und bei Steinberg wiederum anders
Midex 8 mit LTB (Linear Time Base) Technologie und Plastik-Design bei Axel Hartmann?... ;-)

microbug schrieb:
funktioniert aber immer nur mit Hard-und Software des jeweiligen Herstellers.
Eben. Und weder AKAI MPC noch daran angeschlossene MIDI-Geräte unterstützen AFAIK Timestamping. Bzw. eingangsseitig wird MIDI trotz Timestamping von MIDI-Klangerzeugern immer noch sequenziell verarbeitet, weil die am MIDI-Eingang ankommenden Daten in etwa im MIDI-Takt (31,25 kBd) verarbeitet werden, oder?...

mink99 schrieb:
Michael Burman schrieb:
Problem wobei?... Bzw. welches Problem?...
Sample-genau arbeiten... :mrgreen:
Interface inkl. Treiber, Buffer usw. erzeugt ein- und ausgangsseitige Audio- und MIDI-Latenzen. Internes Sample-genaues Timing ist davon nicht betroffen, weil alle bereits vorliegenden Daten quasi "vorausschauend" verarbeitet werden können. Latenzen, die durch interne digitale Signalverarbeitung entstehen, lassen sich somit per Latenzkompensation ausgleichen. Wenn Du allerdings auf den Pads oder auf einer angeschlossenen MIDI-Tastatur spielst, möchtest Du die Klangausgabe natürlich möglichst unverzögert hören. Nun, Latenzen von wenigen Samples darfst Du hier auf zeitgenössischer 08/15-Computer-Technik nicht erwarten. :twisted: Aber gut programmierte DSP-Systeme schaffen das offenbar zumindest Audio-seitig. MIDI kann prinzipbedingt nur intern bei ausreichender Rechenleistung latenzfrei verarbeitet werden.
 
Re: Akai MPC Renaissance

Michael Burman schrieb:
Midex 8 mit LTB (Linear Time Base) Technologie und Plastik-Design bei Axel Hartmann?... ;-)

Fast. LTB, genau, aber das Midex 8 ist ein Metallteil und stammt vom gleichen Hersteller wie die Emagic-Interfaces: EES in Mölln (R.I.P.), der die Dinger auch mitentwickelt hat. Aktuelle Steinberg-Hardware wird AFAIK bei HMT Rüffel gebaut, also da wo auch Virus, Solaris , Radikal etc. bauen lassen. Müßte laut Adresse die ehemalige Fabrikation von Wersi sein, die haben nun wirklich reichlich Erfahrung mit solchen Dingen.

Eben. Und weder AKAI MPC noch daran angeschlossene MIDI-Geräte unterstützen AFAIK Timestamping. Bzw. eingangsseitig wird MIDI trotz Timestamping von MIDI-Klangerzeugern immer noch sequenziell verarbeitet, weil die am MIDI-Eingang ankommenden Daten in etwa im MIDI-Takt (31,25 kBd) verarbeitet werden, oder?...

Stimmt. Timestamping braucht es nur für die parallele Ausgabe von MIDI-Daten auf mehreren MIDI-Strängen, nicht aber beim Eingang bzw zu vernachlässigen.

Timestamping wurde aber auch erst durch die externen, seriellen Interfaces notwendig, da durch die damals niedrigen Baudraten einfach ein Nadelöhr gegeben war. Eine RS-232 kann maximal 115200 Baud, also schon deutlich schneller wie MIDI, aber eben bei dickem Datenaufkommen immer noch zuwenig. MOTU hat das damals erkannt und das erste MIDI Time Piece AV mit Parallelschnittstelle ausgestattet. Die beim Mac vorhandene RS-423 konnte schnellere Baudraten, die aber auch nicht immer ausreichten, um wirklich saubere parallele Datenausgabe zu ermöglichen. Daher ersann man das Daten-Outsourcing: die Daten wurden vorher ans Interface übertragen und mit einem Zeitstempel versehen, die zeitnahe Ausgabe erfolgte dann im Interface selbst - Timestamping war geboren. Parallel eingebundene MIDI-Hardware (gab es eigentlich MIDI-Mehrportkarten für ISA oder PCI? Ich kann mich nur an das Standard MPU401 erinnern, das aber nur einen Strang besaß) hat dieses Problem ja nicht, siehe Atari.

Bei den alten MPCs wie bei der 2K XL hängt der Schnittstellen baustein, dort ein Dual UART mit großem FIFO-Speicher, direkt an der CPU und wird auch mit entsprechender Priorität angesteuert. Interessanterweise ist dieser ein 8Bit-Baustein - es gibt ja auch UARTs mit 16Bit-Anbindung (zB aus der 68k-Perpiherieserie), und wenn man diese Dinger richtig ansteuert, hat man eine quasi parallele Datenausgabe.

Aktuelle MPCs, vor allem die 100, 2500 und 5000, arbeiten mit einem SuperH-Proessor, genauer, einem SH7727, auch SH3-DSP genannt. Ist eine 32Bit RISC-CPU und hat neben einem DSP auch einen Displaycontroller, MMU, DMAC, 2 USB-Schnittstellen (USB Host und Device) auch 4 serielle Schnitttstellen sowie einen PC-Card-Controller drin und arbeitet mit 160MHz. Also von der Hardware her sowas wie eine Megaturbo-Version des Atari Falcon mit vielen weiteren Extras auf einem einzigen Chip, das Hardware Manual wäre gedruckt ein Telefonbuch mit 1098 Seiten :)

Die MPC2500 benutzt für MIDI alle eingebauten seriellen Schnittstellen, allerdings liegt da auch schon der Hund begraben: nur zwei davon haben einen Pufferspeicher, die Anderen sind eigentlich nicht für Kommunikation nach außen, sondern mit einem zweiten Prozessor oder entsprechender Peripherie gedacht, die mit wesentlich schnellerer Datenrate stattfindet. Da muß dann die Firmware entsprechendes leisten, die hat aber noch alles Andere zu tun.

USB ist in diesem Prozessor nur als 1.1 implementiert, BTW.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Hardware wäre performant genug um auch bei MIDI tight zu sein, daß sie es nicht ist, kann man einer nicht optimalen Programmierung in Zusammenhang mit einem All-in-one-Prozessordesign zuschreiben. JJOS könnte da einiges reißen, zumal die Hardware es ja hergäbe, allein der Prozessor bietet ja etliche traumhafte Optionen. Der integrierte Displaycontroller kann übrigens Größen bis zu 1024x1024 ansteuern, auch da ginge noch was. Das Ding scheint für sowas wie Voice-Mailboxsysteme entwickelt worden zu sein, denn da ist auch ein Interface für Telefonleitungen drin :)

Hm, so langsam könnte man den Techtalk mal in einen eigenen Thread auslagern glaubich ...
 


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